Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Oh du fröhliche | Ich habe Josef gefixed. Bin jetzt weihnachtsbereit.

Josef-Figur, daneben Sekundenkleber

Letzter Arbeitstag | Um 8 Uhr erwacht. “Wenn ich schon wach bin, kann ich auch einkaufen fahren”, dachte ich mir. Und fuhr einkaufen. Das war sehr schlau. Denn nach mir brach das Inferno los.

Auf dem Heimweg fuhr ich erst hinter dem Bus her. Dann hinter dem Müllwagen. Den Müllwagen konnte ich nicht überholen – Straße zu eng, zu viele parkende Autos. Die Leute hinter mir hupten, setzten zum Überholen an, stellten dann fest, dass sie nicht überholen können, kamen dann nicht mehr vor und nicht zurück. Auf der Gegenfahrbahn: ebenfalls Versuche, sich vorbeizuquetschen, über den Bürgersteig zu fahren, alles scheiterte. Die Müllmänner wuchteten derweil mit beeindruckender Dynamik Tonnen über die Gehwege. Ich summte “Last Christmas”.

Unglaublich, wie unentspannt die Menschen waren. Alle verrückt.

Einkaufskorb mit Limo, 11 Freunde, Burata, Blumenkohl, im Hintergrund Orangen.

Daheim großes Auspacken. Anschließend ausgiebiges Frühstück.

Danach arbeitete ich die letzten Dinge weg, schrieb Rechnungen, füllte Leistungsnachweise aus, buchte Belege, tätigte Überweisungen, sortierte Papier aus, schredderte es, brachte es fort, legte Kundenordner an, sortierte die Inhalte, buchte Belege, heftete Zeug ab und bedruckte Umschläge für meine Neujahrskarten.

Weihnachtsstern, Nikolausfigur, bedruckte Umschläge

Dann war 18 Uhr.

Feierabend. Licht aus. Weihnachten.

Zeit des Beisammenseins | Es begab sich dieser Tage, dass ich ins Jahr 1985 zurückreiste, auf eine Kegelbahn im Keller einer Dortmunder Eckkneipe.

Wir kegelten munter und talentfrei, sogar zwei Tannenbäume. Nur alle Neune gelangen uns nicht, egal wie wir es anstellten.

Tags darauf war ich erneut gesellig – in einem Garten in Oberhausen. Die Adventszeit ist ja die Zeit des Beisammen. “Sehen wir uns vor Weihnachten noch?”, wird ab Ende Oktober gefragt. Was sich einrichten lässt, wird eingerichtet; Terminsuche Wochen im Voraus, damit wir im Dezember doch noch zusammenkommen, im Jahresendspurt, erschöpft und bereit, sich mit allem zu betrinken, was gereicht wird.

Wir grillten, tranken Apfelpunsch, alkoholfrei wegen der Autofahrerei, und besprachen das Jahr in beide Richtungen, in die Vergangenheit und ins Voraus.

Wiederum tags darauf – oder nein, zwei Tage darauf, war ich zum dritten Mal in einer Woche gesellig. Ich erschrottwichtelte eine wadenhohe Blecheule.

Das Schrottwichteln folgt einer Tradition, der wir seit mehreren Jahren pflichtbewusst nachkommen. Teil dieser Tradition sind eine Viererpackung BVB-Weihnachtskugeln – ein Klassiker, der Jahr um Jahr treu wieder eingebracht wird. Doch diesmal die Wende: Bedingt durch neue Teilnehmer haben die Kugeln nun endlich, nach Jahren des Vagabundenlebens, ein Zuhause bei Menschen gefunden, die sie lieben. In 2020 werden wir sie nicht wiedersehen. Ein Moment der Rührung.

Am späteren Abend tauschte ich die Eule gegen eine Zipfelmütze. Einen weißen Porzellanhahn integrierten wir in die Dekoration des italienischen Restaurants. Er passte sich wunderbar in ein Ensemble aus Weinflaschen und Weihnachtsengeln ein. Das wird frühestens im Januar jemandem auffallen.

Den heutigen Tag verbrachte ich auf dem Sofa, ausgenommen einer kurzen Episode, in der ich sonntagsspazierte – einmal um den See.

Blick über Schilf auf den See, dahinter weiße Gebäude

Rohrfrei | Ich würde gerne Geistreicheres verbloggen, irgendwas, was die Menschheit weiterbringt. Szenen, die das Ruhrgebiet malt. Weisheiten, die das Leben schreibt. Wissenswertes, das fehlt.

Doch mein Hirn ist verstopft wie ein Duschabfluss. Die Haare des Jahres hängen in den Löchern, Shampooreste verkleben sie zu einem fettigen Knäuel. Das Wasser staut sich in der Duschtasse und macht Ränder auf die Keramik.

Gut, dass bald Urlaub ist. Rohrreiniger für Hirn und Seele.


Elternabend und Sex | Beim jawl las ich vom Hashtag #elternabendundsex. Darunter sammeln sich Sätze, die sowohl auf einen Elternabend als auch auf Sex zutreffen. Das ist wirklich ganz, ganz pubertärer Humor; das sollten Sie auf keinen Fall lesen.

https://twitter.com/quotes_bundy/status/1207925673488211968

Mehr Wortbeiträge drüben auf Twitter.


Kurz vor Licht aus | Morgen noch ein Arbeitstag mit Buchhaltung. Leistungsnachweise ausfüllen, Rechnungen schreiben, Überweisungen tätigen, Umschläge für die Neujahrskarten bedrucken und neue Kundenordner erstellen.

Danach schreibe ich noch ein paar Tage lang Neujahrskarten. Dann mache ich das Licht aus und erst im Februar wieder an.

Dritter Advent | Am Samstag habe ich all meine Kraft, meine Geduld und meinen Gleichmut zusammengerafft und bin in die Innenstadt gefahren. Zielobjekte: Wanderhose, Wanderweste, Weihnachtsgeschenke. Und Waffel.

Anschließend fast pünktliches Eintreffen zum Fußballgucken. Viernull. Erfolg auf ganzer Linie.


Am See | Vollmond über “Wurst mit Soße”.


T -4 | Das Leben geht stramm auf Weihnachten zu – und damit stramm auf Urlaub und Auszeit und Müßiggang und eine Zeit ohne Wecker. Das wird großartig. T -4 Tage.

Bis verbringe ich noch Zeit mit einem Kunden, werde weihnachtskegeln und lange nicht getroffene Menschen sehen. Fühle mich bereits ansatzweise entspannt.

S26 nach Teltow | Heute Morgen gab’s einen Himmel in Sonderedition:

Foto aus der S-Bahn heraus auf Morgenröte

Warum das so leer ist? Weil in Lichterfelde-Ost alle Berufschüler ausstiegen und außer mir niemand nach Teltow weiterfahren wollte. Ich hatte kurzfristig Sorge, im Betriebshof abgestellt zu werden. Dann entdeckte ich noch einen Mitreisenden.


Kundenstimmen | Ich habe einige meiner Kunden gefragt, ob sie mir eine Referenz für meine Website geben und mir etwas zu unserer Zusammenarbeit sagen mögen. Das haben sie mit Freude getan. Hier ist das Ergebnis.

Ich habe außerdem meine Terminseite aktualisiert, auch wenn für 2020 noch nicht viele Seminar-, Vortrags- oder Weiterbildungstermine draufstehen. Aber meine Auszeit steht drauf (yay!).


Gönnung | Auf dem Weg heim habe ich heute einen großartigen, kleinen Laden hier in Friedrichshain entdeckt, und ich bin ein bisschen eskaliert. Jedenfalls habe ich jetzt einen traumhaft weichen neuen Hoodie, eine neue Kette, neue Ohrstecker und Socken mit Einhörnern, die ich sehr ernsthaft auf Geschäftsterminen tragen werde.


Oaaar, ey | Wie ich einmal auf Twitter in eine Massenmention geriet und nun seit Tagen Teil einer Konversation bin, die mich weniger interessiert als die Ventralzahnanzahl der gemeinen Sägegarnele. Wie ich in diesem Zusammenhang die Funktion “Unterhaltung stummschalten” kennen und schätzen lernte.


Umgetrunken | Sie sehen: den Holzmarkt am Ostbahnhof in Berlin.

Was Sie nicht sehen, sind Menschen. Weil der Holzmarkt leider nur am Wochenende geöffnet hat. Schade. Das sah nämlich richtig toll aus dort.

Wir mussten also woanders unseren Adventsumtrunk machen. War auch schön.


Angeguckt und runtergescrollt | The Deep Sea. Wo sind in welcher Tiefe welche Tiere und wie sehen sie aus? Spoiler: Es geht ganz schön tief runter.

Gelesen | In Finnland dominieren nun junge Frauen die Politik. Das Parlament hat Sozialdemokratin Sanna Marin zur neuen Ministerpräsidentin gewählt. Die Mehrzahl der Ministerien wird von Frauen geleitet. Die Politikwissenschaftlerin Elina Penttinen sagt: “Was jetzt passiert, ist einfach gerecht.”

Gelesen | Was Deutschland von richtigen Fahrradstädten lernen kann: unter anderem leuchtende Radwege, schwebende Kreisel und kluge Ampeln.

Gelesen | Lovers in Auschwitz, Reunited 72 Years Later. He Had One Question. Ergreifend.

Broterwerb I | Am Freitag hielt ich eine Keynote. Titel: “Was Veränderung mit uns macht. Einsichten und Erkenntnisse aus drei Perspektiven”. Ich teilte meine Erfahrungen als Mitarbeiterin, Führungskraft und Beraterin und erzählte von den Dingen, die mir geholfen haben, Veränderung zu initiieren und Menschen zu verstehen, die mit Wandel konfrontiert sind.

Vanessa mit Headset (Selfie)

Das Feedback nach dem Vortrag war prima. Im Nachgang kamen auch noch total schöne Rückmeldungen per Mail. Das hat mich sehr gefreut.


Hoch die Hände! | Danach Wochenende. Eine Freundin kam nach Berlin. Weil sie vor 15 oder noch mehr Jahren zuletzt in Berlin war, machten wir Touri-Programm: Bundestag, Kanzleramt, Brandenburger Tor, Holocaust-Mahnmal, Potsdamer-Platz und all das, dazwischen ein bisschen Bergmannkiez, Kaffee und Apfelstrudel und an den Abenden leichte alkoholische Getränke.

Die Hackeschen Höfe waren hübsch wie immer:

Innenhof, bunt und beleuchtet, mit einem Tannenbaum

… und sogar noch ein bisschen hübscher, weil doll dekoriert.

Innenhof mit viel, sogar sehr viel Weihnachtsdeko, vor allem Lichterketten und Weihnachtskugeln

Auf unserem Weg begegneten wir auch der tapfersten Dahlie Berlins: Irgendwo in Mitte trotzt sie dem Dezember und blüht, was das Zeug hält.

Blühende rosa Dahlie vor einer Reihe Mehrfamilienhäuser

Sofasonntag | Am Sonntag brachte ich die Freundin zum Bahnhof, sank danach ermattet aufs Sofa, klemmte mir eine Wärmflasche in den Rücken und schaute die Mediathek leer. Guter Film: Du bist dran – Beziehungsdrama mit Lars Eidinger und Ursina Lardi. Auch ganz guter Film, wenngleich deutlich flacher: Eine Klasse für sich – Hans Löw und Alwara Höfels machen ihr Abitur nach. Verliebt auf Island war so schlicht, dass ich zwischendrin eine Stunde einnickte und der Handlung danach dennoch nahtlos folgen konnte.

Abends war ich zum Adventsumtrunk in Kreuzberg eingeladen. Die ersten Kilometer ging ich zu Fuß. Blick auf den Ostbahnhof:

Nächtliches Berlin, Blick über Bahngleise in Richtung Fernsehturm

Doch mit der Zeit begann es zu nieseln. Ich stieg auf einen E-Roller und rollerte den Rest des Weges – und am Abend auch zurück. Das war sehr prima.

Dort war auch die Kundin vom Freitag. “Du musst kommen! Ich habe noch ein Geschenk für dich!” (Irgendwie bin ich irgendwann oft beim Du mit meinen Kund:innen).

Jedenfalls: Die Toffifee-Sache wird zu einem Selbstläufer.

Im Bild auch: der Umtrunkspunsch, alkoholfrei. Dazu gab es auch sehr köstlichen weißen Glühwein.


Broterwerb II | Heute hatte ich in Teltow zu tun und musste schon früh dort sein. Deshalb stand ich um 05:20 Uhr auf und machte mich auf den Weg über Ostkreuz und Südkreuz raus nach Brandenburg.

Auf dem Hinweg stieg ich erstmal in die falsche Bahn, dachte an der Haltestelle Plänterwald: “Häh?”, und hatte am Baumschulenweg dann die Erleuchtung, dass das so nicht richtig sein konnte. Erfreulicherweise kam ich von dort aus ebenfalls zum Südkreuz – zwar mit Stellwerksstörung vor Tempelhof, aber was solls. Auf dem Rückweg dann Polizeieinsatz und wiederum ausfallende S-Bahnen. “Da kriegste heute ein sehr authentisches Bild”, meinte meine Begleitung.

Erstaunlich übrigens, dass eine Viererkarte von Berlin nach Teltow, also zweimal hin, zweimal zurück, nur 13,20 Euro kostet. Im Ruhrgebiet bezahle ich die Summe schon für einen einzelnen Hinweg – bei vergleichbarer Strecke. Als ich am Ticketautomaten stand, habe ich zunächst abgebrochen und andere Leute vorgelassen, weil ich dachte, das könne nicht sein. Ich sah im Handy nach. Aber der Preis war tatsächlich der Preis. Für vier Fahrten von je 30 Kilometern Länge! In ein anderes Bundesland! Verrückte (und tolle) Welt.

Auf dem Rückweg übermannte mich starke Müdigkeit, weshalb ich mir nur noch Schrippen kaufte und danach ins Appartment stiefelte. Am Abend der großartige Film Zeit des Erwachens – warme Empfehlung.


<3 | Danke an alle, die mir Appartmenttipps gegeben haben. Ihr seid super! Das wird mir im kommenden Jahr helfen.

Broterwerb in Berlin | Gestern bin ich nach Berlin gereist.

Der Weg hat die Schwächen deutscher Infrastruktur aufgezeigt. Von meiner Wohnung zum Hauptbahnhof – also rund sechs bis sieben Kilometer – habe ich 50 Minuten gebraucht. Seit diese Baustelle oben an meiner Straße abgebaut ist, fährt der Bus dort nämlich nur alle 20 Minuten. Er kam dann noch zu spät, die Stadtbahn war auch strubbelig, und den ICE habe ich nur bekommen, weil er seinerseits Verspätung hatte. Beim Bäcker am Hauptbahnhof dieser 600.000-Seelen-Stadt herrschte blankes Chaos, als gleich mehrere auswärtige Reisende mit Karte zahlen wollten. Beim eintreffenden ICE fehlte dann Waggon 26, was während der Fahrt nach Berlin wiederholt eine Überreizung der Zusteigenden zur Folge hatte. WLAN ging auch nicht.

Das ist alles für sich genommen kein Drama. Ich bin gut ans Ziel gekommen, habe Musik gehört und war glücklich. Es offenbart aber doch sehr deutlich, wo der Entwicklungsstau ist.

In Berlin angekommen genoss ich zunächst ein ausgesprochen launiges und plauschiges Geschäftsessen bei einem Inder in Steglitz. Zum Schluss erhielt ich eine Einladung zu einem Adventsumtrunk am Sonntagabend. Was will man machen!

Danach Weiterfahrt nach Friedrichshain. Dort Bezug des gemieteten AirBnB-Appartments, dem man anmerkt, dass es nur zur Geldschneiderei da ist: Okaye IKEA-Einrichtung, aber eigentlich kümmert sich niemand – wackelnde Klinken, hängende Türen, das kekst mich maßlos an. Dazu lieblose Kommunikation ausschließlich auf Englisch und die tägliche (!) Ermahnung per Standard-Nachricht, ich solle mich bitte leise besaufen und nicht in den Hof aschen. Das war mein letzter AirBnB-Aufenthalt in Berlin; dieses Modell, das an anderen Orten gut funktioniert, ist in dieser Stadt offenbar krank.

Der im Inserat beworbene “stunning garden view”:

Zwei Orchideen auf einer Fensterbank, draußen ein wuchernder Rhododendron.

Nichtsdestotrotz: gute Gegend. Ich brauche eine neue Lösung, nicht in einem Hotel wohnen zu müssen, wenn ich länger in Berlin bin.

Heute Morgen um 8 ging ich über die Frankfurter Allee zum Kunden.

Bürgersteig auf der Frankfurter Allee, Blick nach Westen

Immer wieder beeindruckend, diese riesigen Arbeiterpaläste.

Der heutige Tag war prima und wurde von einem hervorragenden Catering begleitet (Barrista-Kaffee, aber was für welcher!). Ich überlege, eine neue Blogkategorie aufzumachen: Kill the Konferenzkekse. Nach der Toffifee-Freude in Frankfurt gab es heute nämlich eine Nougatkugel-Etagere.

Von oben fotografiert: bunte Kugeln in Silberpapier auf einer Etagere.

Mit solch liebevollen Kleinigkeiten holt man mich ja tief im Herzen ab.

Auf dem Rückweg schaufensterte ich an der aktuellen Sargmode vorbei. In der Hauptstadt segelt man stilecht über den Styx.

Abends sehr leckeres Sushi vom kleinen Imbiss nebenan. Holladiewaldfee, war das großartig. Das spielte in einer ganz anderen Liga als das Dortmunder Phoenixsee-Standard-Sushi. Das war unerwartet.

Sushi-Platte

Gedanken | Derweil ist eine weitere Anfrage für 2020 bei mir eingetrudelt. Sehr spannend! Von einer ebenso spannenden Persönlichkeit.

Das ist alles verrückt. Ich mache das, was im Angestelltenverhältnis niemand von mir hören wollte: Ich beobachte, wie Menschen handeln. Ich sehe Strukturen. Ich sage, was ich denke.

Okay, es kommt bei meinen Aufträgen schon noch weitere Leistung dazu. Aber verblüffend ist dennoch, dass das, was vorher niemand von mir hören wollte, was ich aber nicht aufhören konnte wahrzunehmen und woran ich deshalb verzweifelt bin, in einer anderen Arbeitsform Anklang findet.


Advent, Advent | Ein Lichtlein brennt.


Gelesen | Vielleicht werden sie sogar noch besser. Olli Fritsch über Borussia Mönchengladbach.

Gelesen | Einfach mal loslassen. Alle reden davon, man müsse loslassen: Sorgen, Liebeskummer, Kränkungen, Beziehungen. Warum festhalten auch nicht allzu schlecht ist.

Gehört | Seit wann wir für die Arbeit brennen. Ein 20-Minuten-Stück über die Geschichte von Arbeit und dem Gedanken der Selbstverwirklichung.

Broterwerb | Woche Eins von Drei im Jahresendspurt. Heute und morgen beim Kunden ums erweiterte Eck. Danach bei Kunden in und um Berlin. Ich freue mich.

Derweil stellen sich die ersten Engagements für 2020 ein. Auch das erfreut mein Herz.


Frost | Der Garten hat Winter. Alles, was nicht winterhart ist, ist drinnen. Die Wohnung ist nun sehr grün.

Draußen nun das erste Mal eine gefrorene Vogeltränke. Die Vögel waren unbeeindruckt. Sie besichtigten den Nistkasten im Baum. Sie stritten sich um die Sonnenblumenkerne. Es gab Gezeter.

Es gab Momente, in denen zwölf Vögel im Kirschbaum saßen: Buchfinken, Dompfaffen, Meisen. Die Reihenfolge der Nennung entspricht der Hackordnung am Futtertrog.

Am Samstag vor der Bundesliga unternahm ich einen Ausflug in den Baumarkt. Samstagiger kann ein Samstag nicht sein. Ich kaufte Vogelfutter für den Winter und einen weiteren Nistkasten.


Spenden | Vor drei Wochen habe ich vom Charity-Frühstück erzählt, das wir vom Ladies’ Circle Dortmund veranstaltet haben. Nach der Abrechnung steht jetzt fest: Wir können 1016 Euro an die Neven-Subotic-Stiftung überweisen.

Derweil ist auch der Konvoi mit den gepackten Weihnachtspäckchen unterwegs.


Foodblog | Ich habe gekocht. Das ist erwähnenswert, weil ich ds schon länger nicht mehr gemacht habe – also, so richtig. Rührei oder Nudeln machen zählt nicht.

Am Freitag, mit Besuch, kochte ich Majorannudeln mit Kirschtomaten, dazu Rinderfilet.

Tisch nach dem Essen, mit Käse, Weingläsern, Dekantierer, Kerze, diversen Leckereien. Sieht gemütlich aus.

Wir tranken dazu zwei Jahrgänge Moro del Moro, 2009 und 2012. Ich erwog, passende Playlisten dazu zu spielen, ließ es dann aber.

Am Sonntag Wirsingspätzle.

Schüssel mit Wirsing und Speck, darunter ein paar Spätzle

An beiden Tagen buk ich Brötchen aus Quark und Haferflocken, ohne Mehl. Das Rezept hat mir eine diätende Freundin zugespielt. Schmeckt sehr gut, wenn man nicht die Erwartung hat, es seien normale Brötchen.

Haferflockenbrötchen: hellbraune, körnige Klumpen auf einem Backgitter.

Einfach verrühren: 500 g Magerquark, 350 g Haferflocken, 2 Eier, 1 Packung Backpulver, Salz. 180 Grad. 30 Minuten bei Ober- und Unterhitze.

Ich kann mir das Ergebnis gut mit weiteren Zutaten vorstellen: in herzhaften Varianten mit Streukäse, Schinken, getrockneten Tomaten oder Paprika vorstellen. Oder in süß mit Apfel oder Birne.


Kopflos | Ich bin in den Keller gestiegen, habe eine überschaubare Menge Deko mit hoch gebracht und Weihnachten hergestellt.

Josef startet deutlich angeschlagen in die Saison.

Krippenfigur "Josef", kopflos. Dazu eine gebrochene Hand.

Gelesen | Warum Comic Sans besser als ihr Ruf ist

Gehört | Sabine Rückert, die Frau aus dem ZEIT-Verbrechen-Podcast und stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT, zu Gast im Hotel Matze. Mehr als zwei Stunden interessantes Gespräch über Verbrechen, kirchliche Erziehung und wie man wird, wie man ist.

Gehört | Kai Wiesinger über das Älterwerden als Mann

Gelesen | Eine Übersicht über das Interrail-Angebot. Für alle, die Urlaubsideen für 2020 suchen.

Gelesen | Der britische New Statesmann ordnet die Wahl von Saskia Esken und Norbert-Walter-Borjans zur SPD-Vorsitzenden ein: The SPD’s new left-wing leadership could prove just the jolt Germany needs.

Nothing is certain, but it is perfectly conceivable that the election of Esken and Walter-Borjans will, one way or another, breathe some much-needed oxygen into the politics of a country that badly needs an open and robust contest about its future.

New Statesman

Der Blick von außen ist unaufgeregter und aufschlussreicher als ein Großteil der deutschen Berichterstattung.

Gelesen | Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt schreibt über seine HIV-Infektion: Negativ und positiv.

Gelernt | Ameisen überleben in der Mikrowelle.

Broterwerb | Beim Kunden gearbeitet. Hach, da sind so viele Leute, die ich echt mag. Gute Teams, super Menschen.
//*winkt allen Mitlesenden

Nur jeweils eine Stunde für die heutige Hin- und Rückfahrt gebraucht.  \o/ Auf der Fahrt die aktuelle ZEIT-Verbrechen-Folge über den Berliner Briefkastenbomber Peter J. gehört. Die Lebensgeschichte entschuldigt das Verbrechen nicht, ist aber dennoch krass.


Vorfreude | Urlaubsvorbereitungen. Ich spüre schon die Wärme und das Licht auf der Haut.


Gelesen | Eine Frau arbeitet gerne allein: “Am liebsten bin ich mein eigenes Team.” Sie hat Probleme mit ihrem Zeitmanagement; es fällt ihr jedoch schwer, rechtzeitig Kollegen um Hilfe zu bitten. Kompliziertes fällt ihr leicht; Einfaches fällt ihr hingegen manchmal schwer. Sie hat Schwierigkeiten, Kontakte zu knüpfen. Sie plant vieles, doch es fehlt ihr die Fähigkeit, Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sie ist emotional sehr empfindsam, kann es jedoch nicht ausdrücken. Mit 51 Jahren erfährt sie, dass sie Asperger-Autistin ist.

Gelesen | Sechs Schritte, wie Verkehrswende auf dem Land gelingt.

Broterwerb | Ich hab aufgeschrieben, wie meine journalistische Ausbildung mir hilft, Teams und Organisationen zu entwickeln: Trüffelschwein und Sprengstoffspürhund: Wie mir mein Lebenslauf hilft, meinen Job zu machen.

Insider erkennen: Das war der Oktober-Newsletter. Parallel ging heute der November-Newsletter raus.


Trivia | Die Dortmunder Frauen-Whats-App-Gruppe “Schöne Dinge machen” hat ein neues Profilbild: Florian David Fitz mit Elias M’Barek. Ich finde, das sollten Sie wissen.


Mobilität | Hannes Leitlein griff dieser Tage die autofahrende Landbevölkerung an und erntete einen Sturm der Entrüstung.

Was ich an der Debatte schwierig finde, ist, wie vereinfacht sie ausgetragen wird. Als gehe es nur “Land” und “Stadt”, um die Odenwälder Einöde und um Berlin. Es gibt große und kleine Städte, es gibt Kreisstädte, Mittelstädte und verstreute Dörfer; es gibt Gegenden, in denen wirklich der Hund verfroren ist; und es gibt Gegenden, die ländlich sind und doch urbanisiert.

Zudem wird oft nur über Auto oder Bus geredet, um Preise und Taktzeiten des ÖPNV. Doch seien wir ehrlich: Im Bus ist es warm, es stinkt und man hat keine Privatsphäre. Außerdem: Viele Menschen wollen, auch wenn Sie es nie so sagen würden, nicht gemeinsam mit dem übrigen Pöbel transportiert werden. Es geht also nicht um Taktzeiten; es geht um Autonomie und um Abgrenzung.

Für die 165 Kilometer von Großenlüder, Osthessen, nach Crawinkel in Thüringen wird das Auto noch lange das sinnvollste Verkehrsmittel bleiben. Doch bei den vielen kleineren Alltagsfahrten müssen wir die Perspektive verschieben. Aus meiner Sicht führt kein Weg darum herum, die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Sie ermöglicht sowohl Autonomie als auch Abgrenzung. Jeder kann fahren, wann er will, hat seine Privatsphäre, und wer Wert darauf legt, kauft sich ein 10.000-Euro-Bike.

Wenn Bürgermeister heute vom Ausbau der Radinfrastruktur reden, meinen sie allerdings: Jemand hat rote Streifen auf die Fahrbahn gemalt. Das reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Es gibt Straßen, die erschweren das Radfahren. Straßen, die das Radfahren ermöglichen. Und Straßen, die zum Radfahren einladen. Es braucht eine klare Priorität auf den Radverkehr, sowohl was die Größe des Raums angeht, die er einnimmt, als auch, was Vorfahrtsregelungen betrifft.

Was dabei auch oft vergessen wird: Deutschland ist das Land der Mittelgebirge. Im Flachland bleibt man mal eben mit dem Rad an einer roten Ampel stehen. In bergigen Gegenden möchte man das nicht. Schon der Dortmunder Süden ist hügelig genug, dass man alle 300 Meter gegen die Steigung an einer Ampel anfahren muss, weil die Schaltung auf den schnelleren Autoverkehr ausgelegt ist. Eine breite, priorisierte Fahrradstraße würde den Spaßfaktor deutlich erhöhen.


Gelesen | Kathrin stirbt und schreibt auf, was die dabei denkt.

Wenn jemand stirbt, dann fühlt man Mitleid und man vermisst die Person. Doch wie ist es für mich als die jenige die stirbt?

Ich verliere alles was ich habe und alle anderen nur mich. Manchmal ist es kaum auszuhalten zu wissen, dass ich in diesem Leben nie wieder meine Comics malen kann. Meine Musik liegt im Regal und wird ohne mich mit meinem Freund den Umzug nach Leipzig machen. Ich werde nie meine Katze streicheln können und auch nicht mit meinem Freund auf dem Sofa lümmeln. Snooker wird nicht mehr meine lieblings Sendung sein, denn ich kann schlechtweg den TV mit in die Urne nehmen.

Darüber bin ich sehr traurig. Mein Verlust hat keine Grenzen, denn alles bleibt nur ich nicht.

Alles anders, alles konfus

Gelesen | Die NZZ schreibt über den Duisburger Hafen: Wie Duisburg zum Logistik-Drehkreuz und Endpunkt der neuen Seidenstrasse wurde

Gelesen | Das Startup Heliogen bündelt mittels Software und Spiegeln Sonnenenergie, so dass extreme Hitze über 1.000 Grad entstehen kann. Revolutionär daran ist, dass mit dieser Technik erstmals Zement, Stahl und Glas mit sauberer Energie hergestellt werden könnten. Zement ist nach Öl und Kohle die drittgrößte CO2-Emissionsquelle.

Gesehen | Rechtsextremismus und Frauenhass – zwei Dinge, die sich gegenseitig nähren. Enno Park hat sich in einem lesenswerten Twitter-Thread mit dem Thema beschäftigt.

Angeguckt | Die neuen Nachtzüge der ÖBB.

Angeguckt | Trailer: Snorri und der Baby-Schwimmclub. Snorri Magnusson, 59, ist Islands bekanntester Baby-Schwimmlehrer. Ab 28. November in deutschen Kinos. Mehr auch beim WDR.



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