Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Einfach nur sitzen | Der Morgen beginnt mit Prasseln. Eineinhalb Meter über mir regnet es aufs Dach. Ein trommelnder Regen, ein Geräusch der Behaglichkeit über den schweren Balken der Blockhütte.

Ich präpariere meine Wärmflasche neu und schlafe erneut ein. Danach lese ich. Dann klettere ich von meiner Schlaf-Empore hinab und mache mir Frühstück. Es dauert etwas, bis ich das Brot in der Pfanne geröstet habe. Immer, wenn ich keinen Toaster habe, mache ich das so: Das Baguette in die Pfanne legen. Ich röste es langsam, Stufe drei, höchstens Stufe vier, sonst verbrennt es schnell. Ich habe Zeit.

Blick ins Tal. Wolken hängen in einer Mulde. Es ist regnerisch.

Ich ziehe mich an und schaue „Mensch, Horst“ in der ARD-Mediathek.

Es regnet in schweren, behäbigen Tropfen. Später in zarten, feinen Tropfen. Ich lese. Am Mittag fällt ein entschlossener, wilder Regen. Um mich herum gluckert es. Ich beobachte fünf kleine, gesprenkelte Vögel, die in der Wiese vor dem Haus Interessantes finden. Es regnet jetzt dünne Fäden. Zu Hause bemitleidet man mich angesichts des Wetters und des Festsitzens auf dem Berg. Aber ich finde es großartig. Ich komme mir vor wie diese Loriot-Figur, die einfach nur sitzen will.

Ich schaue eine Doku über Uschi Glas. Wäre ich ein Delfin – meine Hirnhälften schliefen abwechselnd ein, so angenehm unterfordernd ist es.

Es regnet in Schnüren. Ich überlege, wann ich kochen soll, und denke: Jetzt noch nicht. Später koche ich mir Nudeln mit Paprika und Zwiebeln. Dann bin ich auch schon wieder müde.


Gelesen | Das 9-Euro-Ticket war nicht nur für Städtern, sondern auch für Menschen auf dem Land attraktiv: Lasst uns Landmenschen da raus.

Ob ein preiswertes ÖPNV-Ticket für uns auf dem Land sinnvoll ist oder nicht, hängt eben nicht davon ab, ob hier ein Bus fährt. Sondern wie weit es zum nächsten Bahnhof ist und wie oft dort der Zug fährt. Ich beispielsweise bin in 12 Minuten mit dem Rad am Bahnhof, wo alle halbe Stunde jeweils ein Zug nach Lübeck und nach Kiel fährt.

Gehört | In einer Folge des Podcast „Abschaffung der Problemzonen“ spricht Meike Rensch-Berger mit der jüngst verstorbenen Journelle.

Regen und ein warmer Herd | Ich erwache auf meiner Empore. Es ist kalt. Ich klettere hinunter. Das Thermometer im Wohnraum zeigt sechzehn Grad.

Es gibt eine Heizung, aber die Hitze steigt auf und sammelt sich auf der Schlaf-Empore. Dann ist es zwar warm, aber ich werde auf eine unschöne Weise gebraten. Also lasse ich alles, wie es ist, fülle nur meine Wärmflasche neu, steige wieder hinauf und krieche unter meine Decke.

Ich brauche etwas, um mich an diesen Umstand zu gewöhnen: zu erwachen und nicht aufstehen zu müssen, mich wieder hinlegen zu können. Mein Körper ist noch auf Arbeit programmiert; er erwacht frph, und mein Kopf beschäftigt sich sofort mit dem, was getan werden muss. Aber es muss nichts getan werden. Es ist nicht einmal hell draußen. Ich nicke noch einmal ein.

Später frühstücke ich ausgiebig und arbeite noch ein wenig: E-Mails schreiben, Dinge abschließen, sie gut übergeben, Rechnungen rausschicken. Die Abwesenheitsnotiz ist schon seit drei Tagen drin, aber ein paar Antworten braucht es doch.

Es beginnt zu regnen. Schwer hängen die Wolken in den Bergen, umhüllen die Hütte. Es schüttet aus Kübeln.

Blick aus dem Fenster auf Wald. Es ist sehr neblig.

Ich genieße das Wetter, das Verdammtsein zum Nichtstun, das Nicht-Rausgehenkönnen, das Prasseln des Regens als einziges Geräusch hier oben.

Später am Nachmittag klart es noch einmal auf. Ich schnüre meine Wanderschuhe und gehe in jede Richtung: den Berg hinauf, den Berg hinunter, links am Berg entlang, rechts am Berg entlang.

Der Weg nach oben führt durch dichten Wald. Es ist rutschig. Zwei Salamander, schwarz-gelb, kriechen durch Laub und Efeu.

Bäume im Nebel

Als es nebliger wird, drehe ich um und gehe in die andere Richtung. Der Matsch klebt lehmig an den Schuhen. Ich hebe einen dicken Ast auf und nutze ihn als Stock.

Auf der anderen Seite öffnet sich bald die Landschaft. Über eine saftige Wiese führt ein Weg den Hang entlang. Es gebe hier viele Rehe, sagt meine Gastgeberin Elisabetta, aber man sehe sie nur am Abend.

Blick vom Hügel ins Tal. Es ist bergig.

Den Berg hinab in einer Kurve steht eine Kirche, die Chiesa di San Michele, die Kirche des Erzengels Michael. Heute, am 29. September, ist Michaelistag. Paolo und Elisabetta haben deshalb ihr Haus geschmückt. Die Maronen, die wir gestern den Berg hinaufgefahren haben, werden am Sonntag im Feuer geröstet – ein kleines Fest.

Sowohl oberhalb als auch unterhalb der Hütte gibt es Wanderwege: eine halbe Stunde hinauf auf den Pizzo Cerro, vierzig Minuten bis nach Vettarola, eineinhalb Stunden bis zum nächsten rifugio. Auf der Wiese ein alter Mann mit Hirtenstock und zwei Hunden. „Salve!“ ruft er, und pfeift gleichzeitig seine Hunde zurück.

Wanderschild, dahinter ein verlassenes Haus

Ich stehe im Wald und tausche Sprachnachrichten mit Beutekind III aus. Alles wird erfragt. Ich schicke ein Video des Salamanders, ein Foto meines Bettes. Noch einen Tag Schule, dann sind Herbstferien.

Der Weg nach Hause führt den Berg hoch. Der Berg kann hier sehr steil sein.

Steiniger, steiler Weg, der an einem Haus endet.

Als ich oben bin, kommt noch einmal die Sonne heraus. Ich lehne meinen Stock ans Haus und ziehe die Schuhe aus. Sie sind noch immer voller Erdklumpen. Als ich gerade die Tür schließen möchte, kommt Paolo den Weg hinauf. Ich höre seinen Jeep, höre, wie die Steine unter den Reifen wegspringen. Er müsse heute Abend kurz die Heizung durchbürsten, sagt er, ich solle mich darauf einrichten, dass es einen Moment lang kalt bleibe. Hier wird mit Pellets geheizt, in Säcken liegen sie in der Garage.

Am Abend gehe ich auf einen Kaffee zu den beiden runter, sie haben mich eingeladen. Es ist gemütlich in der kleinen Küche, die sie mit einem Holzofen beheizen. Paolo und Elisabetta erzählen, wie sie das Haus gekauft und hergerichtet haben. Bis in die Siebziger Jahre haben hier Bauern gewohnt; sie hatten Vieh auf den Weiden und bewirtschafteten das Land. Danach stand es mehr als dreißig Jahre lang leer. Paolo und Elisabetta kauften es mitsamt dem Wald, der sich anschließt.

In ebendiesen Wald hinter dem Haus ging Paolo auch, um Bauholz für seine Hütte zu schlagen; alles, was in meinem Wohnraum ist, einschließlich der Empore, stammt aus diesem Wald. Wo ich heute wohne, war nichts als Ruine. Fast jeden Tag fuhr Paolo nach der Arbeit auf den Berg, um hier zu arbeiten; damals waren die beiden noch nicht in Rente. Wir schauen uns alte Bilder an.

Sie sind besorgt um mich, den morgen sind sie den ganzen Tag nicht da, und ich bin alleine hier. Viermal, nein, sechsmal fragen sie nach, ob das auch wirklich in Ordnung für mich sei, ob ich noch etwas brauche. „Es wird morgen regnen, wir werden bestimmt nicht bis in den späten Abend fort bleiben.“ Und: „Wir haben ein Handy dabei! Wenn etwas ist, ruf uns an.“ Sie zeigen mir, wo sie den Schlüssel zu ihren Räumlichkeiten deponieren, damit ich mir jederzeit holen kann, was fehlen sollte. Ich beteuere mehrmals, dass nichts fehlt und dass alles gut sei, tutto bene, aber sie sind skeptisch.

Am Samstag, sagt Elisabetta, sei sie den ganzen Tag zu Hause, dann werde sie, wenn ich wolle, Polenta für mich kochen, polenta bergamascha mit Käse aus der Region. Drei bis vier Stunden müsse sie auf dem Herd stehen und garen. Ich könne nicht fahren, ohne Polenta gegessen zu haben, auf keinen Fall. Wir machen aus, dass ich am Samstag nach Bergamo fahre und Paolo mich am Abend wieder in La Vetta abholt, Shuttle Service im Jeep. „Lass dir Zeit, ruf uns einfach an, wenn du in Bergamo losfährst. Und iss nichts zu Abend!“

Als ich später wieder auf meine Schlaf-Empore klettere, ruft in der Ferne ein Käuzchen. Sonst ist es still.

Auf Reisen | Auf der Rückbank sitzen drei hechelnde Pekinesen. Ihre platten Gesichter wirken betroffen. Es ist früher Nachmittag. Ich habe gerade 580 Kilometer zurückgelegt, von Schriesheim bis an die Gotthard-Raststätte. In der Ferne warten, nebelverhangen, schneebedeckte Berge. Aus dem Auto neben mir glotzen mich die Hunde an. Sie warten darauf, dass es weitergeht in Richtung Italien.

Raststätte Gotthard Nord vor wolkenverhangenen Bergen

Ich mache eine Pause, bevor ich in den Tunnel fahre. Die Toiletten auf der Raststätte sehen überraschenderweise aus wie eine Saunalandschaft. Holzverkleidete Kabinen, steinerne Waschbecken. Wäre ich woanders, röche es nach Zitrone und Bergamotte. Hier riecht es nur nach nichts, was auf einer Autobahntoilette schon großartiger ist, als man erwartet.

Toiletten in der Gotthard-Raststätte. Sie sehen aus wie Saunen.

Ich fahre durch den Gotthard, um Mailand herum nach San Pellegrino, den Ort des Mineralwassers. In einem Supermarkt kaufe ich Brot, Müsli, Joghurt, Nudeln und Gemüse. Dann klettere ich mit dem Auto hinauf nach La Vetta, wo Paolo und Elisabetta mit ihrem Jeep auf mich warten.

Auf der Ladeflächen liegen Säcke mit Maronen. Wir packen mein Gepäck dazu, und ich steige auf die Rückbank. Anschnallen ist nicht vorgesehen, und so rumpeln wir über einen Wirtschaftsweg bergan, es wirft uns im Wagen hin und her. Im Sommer, erzählen sie, wohnen sie dort oben, im Winter indessen „giù, giù, giù“, unten, ganz unten. Es geht über bewaldetete Serpentinen hinauf zum Borgo di Sussia, so langsam, dass man nebenher laufen könnte, wenn es nicht so steil bergauf ginge. Als Alternative zu diesem servizio navetta, dem Shuttle Service, sagt Elisabetta, sei ein einstündiger Gepäckmarsch. Während ich durchgeschüttelt werde, überlege ich, ob diese Umstände im Inserat der Unterkunft gestanden hatten; ich konnte mich nicht erinnern, und es ist mir auch gar nicht mal angenehm, die nächsten Tage gefangen auf meinem Berg zu verbringen. Aber Urlaub ist die Zeit des Loslassens, und, sage ich mir: Nun ist es eben so, wie es ist. Einfach annehmen, was das Leben bietet.

Nach zwanzig Minuten öffnet sich der Weg und wir sehen La Cà Fonta, die Blockhütte an der Quelle.

Haus in den Bergen, ein Wirtschaftsweg schlängelt sich hinauf

Paolo hat das Haus selbst restauriert, jede Schraube, jedes Stück Holz hat er in der Hand gehabt. Jetzt, wo er und seine Frau in Rente sind, möchten sie diesen Ort mit Gästen teilen. Dafür lernt Elisabetta nun Sprachen, Englisch und auch ein bisschen Deutsch; sie tue das lentamente, ganz langsam, denn, so sagt sie, kaum habe sie einen Satz gelernt, habe sie den vorherigen schon wieder vergessen, aber irgendwas bleibe am Ende doch hängen.

Es gibt einen Esstisch, ein Sofa und eine Küchenzeile. Auf einer Empore liegen Matratzen. Es ist auf rustikale Weise behaglich. Ich fühle mich sofort wohl.

Ich packe meine Sachen aus und nehme meine Wärmflasche in Betrieb; zwischen September und Mai habe ich auf Reisen immer eine Wärmflasche dabei. Elisabetta schenkt mir Eier – außerdem Zucchini und Tomaten aus ihrem Gewächshaus, das sie immer abschließen muss. Sonst kommen Bergziegen und fressen ihr alles weg.

Ich koche mir Penne Rigate, Nudeln mit Tomaten, Basilikum und Sahne, und gebe Elisabettas Zucchini dazu. Als es dunkel wird, klettere ich auf meine Empore und schlafe sofort ein.


Gehört | SWR1-Leute mit Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann. Sie sagt: Klimaschutz und Wachstum gehen nicht zusammen; wir brauchen eine neue Wirtschaftsordnung. Sie plädiert für eine Überlebenswirtschaft – die allerdings deutlich mehr Luxus bietet als überleben. Vielmehr geht es um ein Leben in der Kreislaufwirtschaft, bei dem wir nur produzieren, was wir auch (ver-)brauchen. Das entspräche einer Wirtschaftsleistung, wie wir sie im Jahr 1978 hatten – allerdings mit deutlich mehr technischem Fortschritt.

Barcamp Dangast | Am Wochenende war ich an der Nordsee, schaute aufs Meer und traf Menschen. Nach zwei Jahren Pause startete das Barcamp Dangast in eine neue Zukunft. Es war eine kleinere Runde als vor der Pandemie, aber auch eine intimere – und gemäß der Traditionen mit einer Schwimmsession in der Nordsee, Sturm Regen, Sonne und Regenbögen.

Seminarraum, im Hintergrund ein großes Fenster, dahinter Meer und ein Regenbogen

Ein Barcamp, das ist eine Konferenz ohne feste Agenda. Die Themen, die besprochen werden, entstehen erst am Morgen der Veranstaltung. Wer teilnimmt, kann sich vorstellen und sagen, dass er gerne über Dies oder über Das sprechen möchte, dass er gerne Erfahrungen teilen oder die Erfahrungen der Anderen hören möchte. Daraus entsteht das Tagesprogramm. Man nimmt an den Sessions teil, die einen interessieren. Wenn einen grad nichts interessiert, geht man an den Strand, isst Kuchen oder unterhält sich mit denjenigen, die auch gerade Pause machen.

Es begab sich, das die Runde sich viel für Wandel und Transformation interessierte, außerdem für Energiewende. Ich knüpfte Kontakte zu spannenden und noch dazu sehr netten Leuten. Wir tauschten uns über unseren Erfahrungen zu Veränderungen in Organisationen aus. Ich erfuhr außerdem, was in Sachen Stromverbrauch und Verbrauchssteuerung schon möglich wäre, wenn es entsprechende Rahmenbedingungen gäbe und man effizient mit privaten Verbrauchsdaten arbeiten könnte. In der Industrie wird das schon gemacht. Denn es wird in Zukunft wichtig sein, die Energieabnahme mehr den Zeiträumen anzupassen, in der Energie erzeugt wird. Wie das aussehen kann, zeigen ein Bäcker im Münsterland und einer in Erfurt: Sie backen erst ab dem Morgen, wenn die Sonne scheint. Nebeneffekt: Sie finden einfacher Fachkräfte. Die Herausforderungen ist – und das schließt dann den Kreis zu Wandel und Transformation -, mit alten Glaubenssätzen zu brechen, etwa dass Bäcker nachts arbeiten müssen, weil das nicht anders geht und immer so war.

Beim Barcamp Dangast gibt es, wie gesagt, zwei Traditionen:

  1. Es stürmt und regnet.
  2. Wir gehen schwimmen.

Für Sturm und Regen gebe ich elf von zehn Punkten auf der Zufriedenheitsskala. Von Freitag bis Sonntag wehte ein strammer Wind. Es gab immer wieder heftige Schauer, teils auch längeren, sturzbachartigen Regen. Der Wind trieb das Wasser von unten nach oben in die Regenjacke; ich sehe die Tradition hier deutlich übererfüllt.

Regen und Sturm bei Flut, die Sicht ist diesig

Danach Sonne und Regenbogen. Das ist immer hübsch.

Als am Samstagabend die Flut kam, stiegen wir ins Hafenbecken. Wir zogen unsere Badehosen und -anzüge an und marschierten strammen Schritte in die Nordsee; ein Zögern ist zu diesen Bedingungen nicht angebracht. Nach dem ersten Eintauchen – uff, kalt! – ging ich erstmal wieder an Land. Dort fand ich es dann recht warm und stieg nochmal ins Wasser. Da war es schon besser (Bildnachweis bei Instagram, für Follower). Am Strand versammelte sich nach und nach eine kleine Traube Menschen, eingemummelt in Jacken und Schals, und schaute unserem Traditionsschwimmen ehrfürchtig zu.

Am nächsten Morgen Frühstück im Kurhaus: zünftig auf karierter Tischdecke, mit frischem Brot und selbst gemachten Pasten, gemeinsam mit Christian und Annette.

Mein Dank geht an Frank, der alles organisiert hat. Sein Bericht vom Wochenende: Das Barcamp Dangast atmet.


Wie kalt ist uns | In Dangast war es feucht und kalt. Auch in Dortmund ist es recht frisch, überraschenderweise, denn gefühlt gestern stand ich noch in Rock und T-Shirt vor einem Ventilator und fieberte dem Freibadbesuch entgegen.

In dem Zusammenhang erfuhr ich, dass es in Italien eine klimatische Einordnung der Gemeinden gibt. Sie legt per Gesetz fest, in welcher Ortschaft wie viel geheizt werden darf. In der Provinz Chieti, mein Urlaubsziel, wird vom 1. November bis zum 15. April geheizt – maximal zwölf Stunden täglich. Die Gemeinden kann man hier nachschlagen.

Passen dazu fragt Herr Buddenbohm, ohne Fragezeichen: Wie kalt ist uns eigentlich.


Vogelfernsehen | Während ich in meinem Arbeitszimmer sitze, die Wärmflasche im Rücken – ein allgemeines Konzept in Herbst und Winter, nicht energiepreisgetrieben, wenngleich auch förderlich in diesem Zusammenhang -, mit warmem Rücken schaue ich also aus dem Fenster. Dort habe ich Vogelfernsehen.

Das Rotkehlchen, ein Tier zwischen Neugier und Kontemplation, nutzt den Ort als Lounge. Die Meisen hingegen, hektisch und vehement, hacken Kerne heraus und verschwinden mit ihnen, um nach wenigen Momenten wiederzukommen und erneut zu hacken, zu verschwinden und wiederzukommen – und immer so fort.


Zur Erinnerung an Journelle | Ihr Auftritt im Musikvideo „Courage“ von Wahnschaffe. Die Erinnerung läuft hier jetzt mit – so wie Traurigsein eben dabei ist, wenn das Leben und auch die Freude am Leben weitergeht.


Kündigung | Als ich aus Dangast zurückkam, hatte mein Kühlschrank die Kündigung eingereicht. Er blinkte mit rotem Ausrufezeichen und sagte: Ich mache Schluss. Ich leitete Wiederbelebungsversuche ein. Er brummte nochmal kurz auf. Am nächsten Morgen war jedoch alles warm.

In Angelegenheiten wie dieser bin ich entschlussstark. Ich recherchierte kurz Preise und technische Standards im Netz, entschied, mich zu verkleinern, und fuhr in den Fachhandel, einem Händler im Stadtteil nebenan. Ich marschierte vor den aufgebauten Kühlschränken auf und ab, hielt Rücksprache mit dem Verkäufer und entschied mich für ein Modell der höchsten Energie-Effizienzklasse. Durch Verkleinerung und bessere Effzienz werde ich den Stromverbrauch meines Kühlschranks wahrscheinlich vierteln. Eine Investition, die sich gegenüber preiswerteren Geräten zwar erst nach acht bis zehn Jahren amortisiert, aber man hat ja auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Die Entscheidung für ein kleineres Gerät zog Möbelrücken nach sich. Zudem hatte der alte Kühlschrank einen Wasseranschluss; das Abklemmen des Schlauches war aufgrund von Umständen, die hier jetzt zu kompliziert sind zu erläutern, mühselig.

Das mühselige Abklemmen benötigte außerdem einen Ausbau der Mülleimerschublade. Das Wiedereinsetzen funktionierte natürlich nicht; irgendwas war rausgesprungen, es musste rausgeschraubt und wieder reingedrückt werden. Ein Rattenschwanz an Tätigkeiten und Herausforderungen; Sie kennen sowas bestimmt.

Heute kam dann der neue Kühlschrank. Der Fachhändler arbeitet mit eigenen Leuten, die ausliefern. Offenbar haben sie gute Arbeitsbedingungen, denn sie waren bestens gelaunt. Das fühlte sich gut an.


Gelesen | Die Kaltmamsell urlaubt im Baskenland und wandert auf den Biozkorna-Pass, mit Tierbegegnungen

Gelesen | Das Recherche-Netzwerk Correctiv hat sich die Verflechtungen der deutsch-russischen Gas-Beziehungen angesehen. Es gibt Vereine und Foren, Stiftungen, Veranstaltungen und Sponsoren – vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Eine Fülle von Organisationen, die nach Vielfalt aussieht. Es ist aber keine: Die Gazprom-Lobby.

Gelesen | In Sizilien entsteht die größte Solarfabrik Europas. Sie wird in Zukunft bifaziale Solarmodule herstellen, bei denen auch die Rückseite Ertrag bringt.

In Hamburg hat ein Herz aufgehört zu schlagen, einfach so. Es ist unbegreiflich. Das Herz einer Frau, die klug und scharfsinnig war, mitfühlend, lustig und fröhlich. Einer der lebendigsten, mitreißendsten und offenherzigsten Menschen, denen ich bislang begegnet bin.

Ich traf sie zum ersten ersten Mal auf der re:publica. Sie kam mit offenen Armen auf mich zu. „Die liebe Nessy“! rief sie. Wir freuten uns, uns zu sehen, obwohl wir uns vorher noch nie in persönlich begegnet waren. Ich empfand sie wie eine wärmende Sonne.

Ihr Blick auf das Leben und ihre reflektierten Argumente haben mir neue Perspektiven gegeben. Ihr Mut hat mich beeindruckt. Ihr Sicht auf Weiblichkeit hat mich inspiriert. Vor allem aber war sie mir ein Vorbild an Kraft und Lebensfreude.

Ihr größter Verdienst: Sie hat mir das Schwimmen beigebracht. Ihretwegen schwimme ich, wie ich schwimme, ihretwegen kraule ich, und ihretwegen trage ich den Badeanzug, den ich trage. Das Schwimmen, wie sie es mir gezeigt hat, hat mich durch Krisen getragen. Zuletzt erzählte sie von ihrer Erfahrung mit Immersion Swimming. Ich folgte ihren Erläuterungen, schaute mir Youtube-Videos an, und und teile ihre Begeisterung. Zuletzt vermittelte ich den Kontakt zwischen ihr und einem Freund, der Triathlon betreibt und ihretwegen nun nach Stuttgart fährt, um dort Schwimmtraining zu nehmen. 

Es überrascht mich, wie viele Tränen ich für jemanden vergießen kann, dem ich nur ein paarmal begegnet bin. Aber es ist auch folgerichtig – so viel, wie sie mir geschenkt hat.

Du warst eine Inspiration. Danke für alles, @journelle. Danke, Elena. 

Regen | Es hat geregnet, einen Tag und eine Nacht ergiebiger Dauerregen. Das war prima. Wann hatten wir das wohl zuletzt? Es muss Monate her sein. Für Mitte dieser Woche ist noch einmal Regen angekündigt. Ich werde in meiner Wohnung sitzen, hinaus schauen und verzückt sein.

Der Garten hat auf einen Schlag Herbst. Morgens beschlagen die Fenster des Gewächshauses. Die Gurkenpflanze ist bald durch mit ihrer Tätigkeit. Auf dem Rasen sammeln sich gelbe Blätter. Nur der Hibiskus lebt nach dem Regen noch einmal auf.

Hibiskusblüten, dahinter verblühende Hortensien

Geselligkeit | Das Wochenende stand im Zeichen der Geselligkeit (als ich das Wort erstmalig schrieb, tippte ich „Eseligkeit“). Am Freitag, am Samstag und am Sonntag traf ich Menschen. Wir redeten, aßen, lachten und tranken. Ich wurde bekocht und bekam Sellerieschaumsuppe mit Parmesan, Linsen-Bananenbällchen in Paprika-Erdnusssauce und dreierlei selbst gemachtes Eis: Blaubeer-, Walnuss- und Orangen-Schokoladeneis. Köstlich!

Außerdem entdeckte der Reiseleiter ein neu eröffnetes Café in seinem Städtchen. Ich aß Kürbissuppe und verabschiedete mich damit offiziell vom Sommer. In Münster tranken wir einen köstlichen Warte-Kaffee.


Mobillität | Zu einem der Geselligkeitsanlässe fuhr ich mit dem Auto nach Münster. Gäbe es noch ein 9-Euro-Ticket, hätte ich den Zug gewählt. Gibt es aber nicht, deshalb kostet die Fahrt 15 Euro pro Strecke. Das ergibt hin und zurück für zwei Personen 60 Euro. Das bin ich nicht bereit zu zahlen – zumal die Fahrzeit mit dem ÖPNV doppelt so lang ist wie mit dem Auto.

Kein Auto zu besitzen, ist zweifelsohne preiswerter als eins zu unterhalten. Wenn man aber ein Auto hat und auch haben möchte, weil zahlreiche Strecken nur mit einem absurden Zeit- und Energie-Aufwand anders zu bewältigen wären, dann sind diese regionalen Einzelfahrten leider sehr teuer.

Das Fahren eines Verbrennerautos ergibt hingegen immer weniger Sinn. Mein Auto, die Olga, ist gerade wieder zur jährlichen Inspektion. Sie braucht für unsere Reise in den Süden außerdem neue Sommerreifen, und unerfreulicherweise ist ein Getriebeölwechsel fällig. Ich verlor kurz das Bewusstsein, als der Mechaniker den Preis aufrief.


Elizabeth | Der Tod der Queen hat mich mit Ehrfurcht erfüllt. Egal, wie man zu dem Amt steht: Sie war eine bemerkenswerte Frau. Dazu gelesen:

Man weiß einfach nicht, ob es möglich ist, geheime Gelüste zu hegen, wenn man 96 Jahre lang, „such a life“ führt. Wenn man wirklich jeden einzelnen Tag, dieses eine Ding ist „Queen Elizabeth II.“, davon wirklich niemals Pause hat, weil man selbst zu Hause im Schlafanzug noch umgeben ist von Menschen, die einen mit „Your Majesty“ ansprechen. Weil man nicht mal fünf Minuten zum Kiosk um die Ecke gehen kann, um sich ein Päckchen Kippen zu kaufen, ohne dafür mit dem eigenen Abbild zu bezahlen. Weil man keinen geheimen Brief schreiben kann, ohne dafür ein Bildnis des eigenen Gesichts abzulecken und es in einen Kasten zu werfen, auf dem der eigene Name steht.

Die Rührende [SZ, €]

Gelesen | Anke Gröner nimmt Abschied

Gelesen | Deutschland Abhängigkeit von russischem Gas ist leidlich bekannt. Neu war mir, dass wir neben Gas auch Uran aus Russland bekommen, genauer vom russischen Staatskonzern Rosatom. Der ist einer der größten Lieferant in der EU für den Brennstoff von Atomkraftwerken. 

Obwohl das russische Regime gerade mit harten Sanktionen belegt ist und sich Rosatom-Leute auch im von Putins Truppen mit Waffengewalt besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja befinden, beliefert der Atomkonzern weiterhin Europa und speziell das Lingener Werk Advanced Nuclear Fuels (ANF). Dort werden Brennelemente aufbereitet, also der Kern jedes Atomkraftwerkes. Lingen wiederum beliefert Werke rund um den Globus, auch die 56 französischen AKW. […] Tatsächlich würde die französische und europäische Atomstromproduktion zusammenbrechen, wenn die AKW nicht stetig von Rosatom beliefert würden: […]

Kein Gas, dafür Uran

Und sonst | Erster Pflaumenkuchen des Jahres 2022. Nur gut mit Quark-Öl-Teig.

Pflaumenkuchen auf dem Blech

Grübelei | Heute Nacht erwachte ich mit Bauchschmerzen, und vielleicht war es psychosomatisch. Mein Hirn befand nämlich, es sei an der Zeit, über Gaspreise und meine Haushaltskasse nachzudenken, über die Gemengelage in unserer Eigentümergemeinschaft, über eine Rezession und ihr möglicher Einfluss auf meine Auftragslage. Dann konnte ich erstmal nicht schlafen.

Nachts ist immer alles schlimmer als tagsüber, viel schlimmer, das weiß man ja. Das liegt an Hormonen. Zwischen drei und vier Uhr ist es am schlimmsten, dann ist die Melatoninkonzentration am höchsten, und wir sind am besorgtesten. Als ich wachlag, war es 3:30 Uhr. Der Gedanke, dass mein Grübeln nur Hirnchemie ist und keine realen, unlös- oder aussitzbaren Probleme darstellt, ließ mich wieder einschlafen.

Die Podcastfolge über Geheimsache Doping – Dieter Baumann und die Zahnpasta tat ihr Übriges dazu.


Nicht alle dürfen mitmachen | Frau Herzbruch findet gute Worte, wie in diesem Zusammenhang die Situation ist:

Es ist vollkommen egal, ob man arm oder reich oder in der Mitte ist, wenn die Milch vorher 89 Cent gekostet hat und jetzt 2 Euro, dann ist das doof, und wenn es mit allen Produkten im Einkaufswagen so aussieht, dann ist das ganz besonders doof. Für alle. Nicht nur für arme Menschen. Und deshalb wäre es natürlich schön, wenn alle von dieser Scheiße entlastet werden könnten. Ich möchte spoilern: Draußen ist Krieg, ein Irrer stellt das Gas ab, wir können nicht alle entlasten von der Scheiße. Und nein, es ist nicht die Verantwortung der Bundesregierung, das Problem zu lösen, dass plötzlich 80 Mio Deutsche ganz teure Milch kaufen müssen. Das ist leider einfach Pech. Die Verantwortung der Bundesregierung ist es, das Problem zu lösen, dass Menschen, die vorher schon nur knapp über die Runden gekommen sind, nicht ins Nichts fallen. Das hat aber mit Entlastung nichts zu tun, das ist Rettung. Hieße das Paket Rettungspaket statt Entlastungspaket, dann müssten nicht ALLE Leute in Deutschland das Gefühl haben, dass sie da auch mitmachen wollen, viele Leute müssen nämlich einfach nicht gerettet werden. Rettungspaket ist aber als Wort leider auch irgendwie durch, wir hatten Lufthansa, wir hatten Griechenland, ein Rettungspaket kann man den Deutschen auch nicht mehr guten Gewissens verkaufen.

06.09.2022 – Wuchtig

Ja, so ist es wohl. Und: Ich bin ein optimistischer Mensch. Wir werden in diesem Winter, wahrscheinlich sogar deutlich länger, zurückstecken müssen. Aber wir werden gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Krise bringt mit sich, dass sie Entwicklung und Innovation vorantreibt. Ich bin guter Dinge, dass wir in Sachen Erneuerbarer Energien, in Sachen Überkonsum und auf gesellschaftlicher Ebene einen großen Schritt gehen werden, wenn wir das, was jetzt kommt, gemeinsam durchgestanden haben.


Urlaub | Dass mein nächtliches Herz übertreibt, zeigt auch die Tatsache, dass ich alsbald verreisen werde; das ist per se eine privilegierte Sache. Die Planung ist komplett, alles ist gebucht. Auf dem Hinweg nächtige ich mehrere Tage in einer Blockhütte am Comer See, nahe Bergamo. In Bergamo war es vor vier Jahren schon sehr schön. Auf dem Rückweg aus den Abruzzen werde ich in Bologna Halt machen. Das erlaubt kulturelle und kulinarische Ausflüge und einen Rückweg ins Ruhrgebiet in nur zwei Etappen, via Freiburg.


Marode | Der Reiseleiter fährt regelmäßig mit der Bahn zur Arbeit. Gestern hatte er auf dem Hinweg eineinhalb Stunden Verspätung – eine Verdoppelung der Fahrzeit auf drei Stunden. Auf dem Rückweg hatte er nochmal eine Stunde Verspätung, allerdings nur auf den ersten 40 Kilometern, denn von dort holte ich ihn mit dem Auto ab.

Er fährt zweimal in der Woche ins Büro, und jedesmal ist es so. Das glauben Leute oft nicht; sie denken, man übertreibe: „Aber doch nicht jedesmal!“ Doch, doch, jedesmal. Das System ist einfach völlig marode. Wenn nur eine von hundert Zugtüren nicht perfekt schließt, wenn nur eine von hunderten Weichen kurz nicht arbeitet, wenn nur einziger Zugführer spontan krank wird, fällt zwischen Köln und Münster alles zusammen wie ein Kartenhaus, und Menschen haben einen Arbeitsweg von fünf Stunden.


Gelesen | Herr Buddenbohm schreibt sie jetzt nur noch in einem Wort, die Hartarbeitendemitte.

Ein hassenswertes und empörendes Wort, finde ich, weil es impliziert, dass diejenigen unterhalb der Mitte weniger hart arbeiten, aber egal. Seit es trendet, klicke ich die Daten und Buchstaben in Word und Excel und Powerpoint jedenfalls beflissener und härter an, gewissermaßen mit Schmackes, das muss laut klicken, fast klackern, sonst zählt es nicht, sonst hat es keine Kraft gekostet und man ist abends nicht erschöpft. Härte muss sich aber bemerkbar machen, es ist sonst womöglich gar keine. Es muss alles Kraft kosten, was man macht, man muss schwitzen und stöhnen dabei, wir arbeiten hart, nicht smart. Auf einer mechanischen Schreibmaschine könnte ich das viel besser ausleben. Als ich etwa achtzehn Jahre alt war, da hatte ich eine uralte eiserne Schreibmaschine, die so monströs schwer war, da war man schon erschöpft, wenn man sie nur von einem Raum in einen anderen getragen hat. Solche Schreibgeräte braucht die Hartarbeitendemitte heute, nicht diese schnittigen Notebooks, die man mit einem Finger vom Tisch fegen kann. 

Harte Arbeit an wuchtigen Maschinen

Und sonst | Den ganzen Morgen regnet es schon. Wunderbarer, ergiebiger Landregen.

Um 11 Uhr plötzlich lauter Sirenenalarm. Erste Handlung: Googeln, ob Probealarm ist – anstatt aus dem Fenster zu gucken, ob irgendwas brennt oder eine Notlage vorhanden ist. Vielleicht sollte ich dieses Verhalten überdenken. (Es ist Warntag.)

Freibad | Zwischen Frühstück und einem Tantenbesuch eilte ich am Sonntag ins Freibad, die letzten Öffnungstage ausnutzen.

Das Schwimmerbecken ist gesäumt von Bänken. Auf den Bänken saßen, aufgereiht wie Stare auf der Hochspannungsleitung, Senioren. In Grüppchen plauschten sie, einander zugeneigt; die Damen, sowohl drall als auch hager, in blumigen Badeanzügen, die Haut gegerbt und übersät mit Alterflecken; die Herren, kugelig oder faltig, die Badehose klein, die Beinvenen groß. Die wenigstens sind hier, um ins Becken zu gehen, vielleicht kurz anfeuchten. Sie sitzen dort, um zu sitzen, um zu schauen; um zu reden – aber nur, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt.

Neben dem Becken ist ein Häuschen. „Warmwasserduschen“ steht in orange-brauner Schrift über den beiden Türen, eine für Damen, eine für Herren. Eine Minute kostet zehn Cent, mit drei Minuten kommt man gut aus. Unter der Dusche schrubbt sich eine alte Frau; wo sie Badenazug trug, ist die Haut weiß. In den vergangenen vier Monaten sei sie jeden Tag hergekommen, immer zur selben Zeit. Jetzt müsse sie sich wieder eine andere Beschäftigung suchen – und auch wieder zu Hause duschen. Ihre Dusche habe sie seit Mai nicht mehr benutzt.

Auch ich werde wehmütig. Acht Monate ohne Freibad stehen bevor.

Freibad

Danke | Herzlichen Dank an die Leserin SF für die großzügige Zuwendung in die Kaffeekasse! Sie wird in Form von Eisbechern auch an den Reiseleiter und die Kinder gehen, im Urlaub, in original Gelato-Ambiente.

Die Urlaubsvorbereitungen laufen. Alsbald werde ich für drei Wochen nach Italien reisen. Über den Comer See fahre ich bis in die Abruzzen, anschließend über die Toskana wieder zurück nach Deutschland. Auf meinem Nachtschrank liegt bereits ein Bücherstapel für diese Zeit. Ich habe vor, viel zu lesen, nichts zu arbeiten und durch die Tage zu treiben. Eine großzügige Woche lang werden der Reiseleiter und die Kinder dazukommen: Ich werde sie in Rom abholen, und wir wollen Zeit in den Abruzzen verbringen, in den Bergen mit Nähe zum Meer.

Sie dürfen mich hier im Kännchencafé gerne wieder begleiten, das hat ja Tradition.


Broterwerb |  Ich habe einen Keynote-Vortrag gehalten – nach langer Zeit mal wieder. Die letzte Buchung war vor der Pandemie. Schön, dass das nun wieder stattfindet. Ich schlug einen Bogen von Homeoffice, New Work hin zu großen Veränderungen, sprach darüber, was Veränderungen emotional für uns bedeuten, woher Widerstand kommt und dass Change Management viel damit zu tun hat, die Geschwindigkeit zu steuern, mit der wir dem Wandel begegnen.

Ich blieb in Köln und nutzte den Abend für einen kurzen Bummel.

Einige Aspekte aus dem Vortrag werde ich in meinen nächsten Newsletter mitnehmen. Besonders das Thema „Geschwindigkeit“ liegt mir am Herzen – und „Energie dort nutzen, wo sie frei wird“. Hier geht’s zur Anmeldung.

Vor dem Vortrag habe ich mir zwei Einheiten Stimmtraining bei Rebecca Könen gegönnt. Das war sehr lehrreich – und auch sehr anstrengend. Zunächst habe ich gelernt, so zu atmen, dass meine Stimme bei Anspannung nicht gepresst wirkt. Dafür gibt’s eine einfache Technik; als Rebecca sie mir erklärte und ich es ausprobierte, war sofort klar, wie es funktioniert. Wir haben Entspannungsübungen für den Sprechapparat gemacht. Den Großteil der Zeit haben wir aber am Text gearbeitet, haben meine Stimme trainiert, an Betonungen geübt, Brücken zwischen Wörtern geschlagen. Uff! Das war fordernd, aber auch sehr gut.


Aufträge klären | Ich habe einen Text geschrieben: Zehn Fragen, die helfen, Aufträge zu klären, die einem über den Zaun geworfen oder auf den Schreibtisch gekippt werden – damit am Ende etwas Gutes rauskommt, und man nicht den Schwarzen Peter hat. Die Fragen helfen auch, mit unpräzisen Erwartungen umzugehen: Ich habe einen Auftrag. Oder doch nicht? Checkliste zur Auftragsklärung


Zustand der Welt #1 | Verdunstung lässt Europa austrocknen

„Verdunstung ist nicht so intuitiv wie Regen“, sagt Seneviratne. Dabei sei die vor allem in Europa oft die entscheidende Größe für Trockenheit und Dürre. Man kennt das vom Wäscheaufhängen: Am schnellsten trocknen die Hemden, wenn es heiß, sonnig, trocken und windig ist. […]

Doch kaum jemand nimmt die Bedrohung wahr, die sich seit Wochen anbahnt. Stattdessen genießen die Menschen das endlose Badewetter, sonnen sich auf verdorrenden Wiesen und kühlen sich in Flüssen, die immer weniger Wasser führen. Braun gebrannt sehen die Deutschen ihrem Land beim Austrocknen zu.

Zustand der Welt #2 | Regierung bereitet Frankreich auf den Atom-Blackout vor

Die französische Regierung hat die halbstaatliche Elektrizitätsgesellschaft Electricite de France unter Druck gesetzt, 32 Atomreaktoren innerhalb weniger Monate wieder in Betrieb zu nehmen. […] Die französische Regierung bestätigt damit, dass für sie Sicherheitsfragen bei Atomkraftwerken zweitrangig sind. […]

So muss die EDF derzeit auch für die teure Kühlung von 32 abgeschalteten Meilern den internationalen Strommarkt abgrasen. Frankreich treibt mit seinem enormen Stromhunger derzeit die Strompreise in ganz Europa hoch. Sogar um Mitternacht von Samstag auf Sonntag importierte das Land 9,5 Gigawatt von seinen Nachbarn, wie beim französischen Netzbetreiber RTE nachvollzogen werden kann. Am Freitag waren es in der Spitze sogar fast 13 Gigawatt, mehr als die Hälfte dessen, was die altersschwachen Atomkraftwerke im Land noch liefern können.

Zustand der Welt #3 | Heatwave in China is the most severe ever recorded in the world

Thousands of factories in the province have had to cease operations because of electricity shortages amid high demand for air conditioning. Offices and shopping malls were also told to reduce lighting and air conditioning to save power.

In Sichuan alone, 47,000 hectares of crops are reported to have been lost and another 433,000 hectares damaged. 

Zustand der Welt #4 | Derweil ist auch der Amazonas-Urwald am Kipppunkt. Ursache sind die größten Rodungen der Geschichte, getrieben vor allem durch die Viehhaltung der Fleisch produzierenden Industrien: Foreign capital powers Brazil’s meatpackers and helps deforest the Amazon

It’s largely accepted that clearing land for cattle accounts for 70% of Amazon deforestation, with the rate of rainforest cutting accelerating drastically since President Jair Bolsonaro took office at the start of 2019. Between August 2020 and July 2021, 13,235 square kilometers (5,110 square miles) were lost, the highest level since 2006. That devastation is likely to increase in 2022, undermining the Amazon’s vital carbon storage capacity.

Fröhlicheres kann ich grad nicht anbieten.


Na sowas | Der jüngst verstorbene Christian Ströbele besaß die Rechte an der Originalübertragung des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 1954: „… Schäfer nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“

Sofern die Übertragung nicht im Ersten Programm wiederholt wird, musste mit Christian Ströbele verhandelt werden. Er war der Neffe des Fußballreporters Herbert Zimmermann. Die erzielten Gelder spendete Ströbele (Quelle).


Stern des Nordens | Stichwort „Fußball“: Ich stand an der Wiege des BVB. Das war aber nicht das Thema, sondern es ging um Arbeiterwohnungsbau in Dortmund. Die Führung hat mir die Dorfnachbarin geschenkt – zu ihrem Geburtstag.

Die Dorfnachbarin hat mit Corona eine neue Tradition eingeführt: Geburtstag feiern durch Umherlaufen. In den vergangenen Jahren waren wir abstandsgetreu wandern, diesmal spendierte sie eine Führung durch den Dortmunder Norden, rund um das Hoesch-Gelände. Spannend! Von (Ver-)Führerin Annette erfuhren wir, wie der Dortmunder Norden als Arbeiterstadt rund um die Westfalenhütte entstand und warum viele der Altbauten heute noch stehen und nicht den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fielen: Weil die Karrées wie ein Pfeil auf die Westfalenhütte zeigten, 1a-Orientierungspunkte für die Piloten, die dadurch ihr Ziel fanden.

Die Führung endete in einem Nussladen – später in einer Weinwirtschaft und danach noch auf der Terrasse der Dorfnachbarin. Am nächsten Tag hatte ich Jetlag.


Und sonst | Zu Beginn des Sommers kaufte ich einen handgroßen Feigenbaum. Inzwischen geht er mir bis zur Brust und trägt Früchte. Wenn das so weitergeht, erwarte ich für die kommenden Jahre Großes, sehr Großes (immer vorausgesetzt, dass wir noch Wasser haben und uns keine Atomkraftwerke um die Ohren fliegen).

Feigenbaum mit Feigen (noch grün)

Am Donnerstag soll es Regen geben. Reichlich und hoffentlich tatsächlich. Er war schon oft angekündigt.

Meeting-o-Meter | Jeder kennt’s: Meetings sind manchmal ineffizient. Viel verbrauchte Luft, wenig Ergebnis. Wenn’s grad mal wieder zäh ist, können Sie mit meinem Meeting-o-Meter ausrechnen, was das Zusammenhocken Sie gerade kostet – inklusive Beleg zum Verschicken. Danke an Christian fürs Programmieren!


Schwimmen | Montag und Teile des Dienstags habe ich beim Kunden verbracht. Auf dem Heimweg habe ich am Freibad angehalten und bin ausgiebig geschwommen. Die 2000 Meter gehen wieder locker von der Hand; am Anfang der Saison war das noch anders. Leider schließen die ersten Freibäder in einer Woche schon und beenden ihre Saison, auch wenn das angesichts der Temperaturen surreal erscheint.


Energie, fossile | Ich habe überschlagen, wie es ausschaut, wenn der Gaspreis um das Vierfache steigen sollte (These der Energieökonomin Claudia Kemfert) – und noch dazu der Strompreis. Das ist sehr, sehr unerfreulich. Ich bin zurzeit in der glücklichen und sehr privilegierten Situation, dass das alles irgendwie stemmbar wäre, aber die Summen sind einfach absurd hoch, und ich sehe wenig Potential, relevante Mengen an Gas oder Strom einzusparen. Natürlich, ein paar Stellschrauben gibt es immer, aber weder habe ich bislang zwanzigminütige Heißduschorgien veranstaltet noch meine Wohnung zur Sauna hochgeheizt.

Größere, investitionsintensive Maßnahmen – Photovoltaik, Dämmung, Wärmepumpe – sind in meinem Fall nur sehr langfristig denkbar. Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, das wärmetechnisch mit einem anderen Mehrfamilienhaus zusammenhängt. Dahinter stehen zwei Eigentümergemeinschaften, deren Mitglieder unterschiedliche Interessen verfolgen, unterschiedlich zukunftsorientiert und investitionsfreudig sind. Das ist schonmal ein Riesenhemmnis. Überdies ist eine Umstellung auf Wärmepumpe baulich herausfordernd (Verteilungsverluste und Heizkreistemperaturen in zwei Mehrfamilienhäusern mit je acht Wohnungen … ich habe das bislang nur angelesen). An die initiale Bürokratie und dauerhafte Administration des Ganzen will ich gar nicht denken.

Ich schreibe das hier so ausführlich, weil es politisch ist. Wenn wir die Klimakatastrophe irgendwie begrenzen und derlei Investitionen fördern wollen, brauchen wir Modelle und Anreize, die es einfach machen. Im Kontext Photovoltaik könnte ich mir sowas vorstellen wie: Es gibt eine – kommunale, bundesweite, genossenschaftliche, wie auch immer – Organisation, an die man seine Dachfläche vermietet. Die ist groß bei uns und noch dazu super ausgerichtet. Die Organisation baut dann Photovoltaik drauf und die Eigentümergemeinschaft kriegt Mieteinnahmen für die Fläche oder günstig Strom, wie auch immer. Jedenfalls: Sowas versteht jeder, und die Eigentümergemeinschaft muss sich nur minimal einig sein und kümmern.


Wind | Habe jetzt einen Ventilator im Arbeitszimmer. Best investierte 30 Euro des Jahres.


Hamm | Am Wochenende: Ausflug zum Maximilianpark in Hamm. Viele Spielplätze mit und ohne Wasser, zum Klettern, Schaukeln und Hüpfen, üppige Staudenbeete und ein großer Teich, alles sehr gepflegt. Der Eintrittspreis ist moderat, gerade wenn man sich den ganzen Tag dort aufhält und sich Picknick mitbringt. Kann man gut machen.

Teich

Dring!! Dring!!! | Seit Tagen nervt mich die Nina-Warn-App mit Meldungen zu Geruchsbelästigungen. Liegt da jemand auf der Fernbedienung? Ich musste sie leider runterschmeißen, das geht so nicht.


Die Landwirtschaft | Der Garten knistert vor sich hin. Während ich in Rostock war, hat es einmal kräftig geregnet, die Regentonne ist vollgelaufen. Aber das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dem Gewächshaus geht es dennoch prima. Vor Rostock habe ich acht Gurken geernet. Jetzt sind wieder sechs fertig. Wird man irgendwann zur Gurke, wenn man täglich Gurken isst? Die Tomaten eskalieren auch. Der Kürbis will weiter mit dem Kopf durch die Wand Zaunlatten.


Gelesen | Das Abflusssieb als Metapher für die Menschheit

Gelesen | Nils Hitze über sich, seine Frau und seine neun Kinder: Hab ich mir anders vorgestellt.


Und sonst | Noch fünf Wochen bis Urlaub.

Ein Ausflug nach Rostock | Anfang der Woche fuhr ich nach Rostock. Management Summary: Tolle Stadt. Guten Workshop gemacht. Strand gesehen.

Strand von Warnemünde in Panoramaaufnahme, Sonnenuntergang

Ein kurzer Ritt durch die Ereignisse, beginnend mit An- und Abreise. Die Rückfahrt verlief trotz dreier Umstiege reibungslos pünktlich. Na gut, zwischen Schwerin und Hamburg musste mein Waggon evakuiert werden – Klimaanlage kaputt und keine Frischluftzufuhr. Im Zug von Hannover nach Hamm war in meinem Waggon ebenfalls die Klimaanlage kaputt, „aber Sie können sich setzen, die Frischluftzufuhr funktioniert, es ist nur ein bisschen warm.“ Ein Zwergelefant aus Borneo hätte es bestimmt „nur ein bisschen“ warm gefunden; für alle anderen war es brühheiß.

Die Hinreise können Sie in einem Thread auf Twitter nachlesen.

Rostock hat direkt mein Herz erobert: Trambahnfahrt am Rathaus und dem Neuen Markt vorbei in die Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Hotel fußläufig zum Wasser, zum Kunden und zum Veranstaltungsort. Alles hübsch überschaubar und voller Hanse-Charme. Ich fühlte mich von der Stadt emotional abgeholt. Ich fuhr auch nach Warnemünde – mit der S-Bahn bis fast an den Strand.

Gearbeitet habe ich zwischendurch auch: einen Tag im Büro des Kunden, zwei Tage Workshop im Hotel. Jeweils mit Blick aufs Wasser. Geschäftsreisen an die Ostsee scheinen mir ein Konzept zu sein, das ich ausbauen sollte.

Bemerknisse:

  • Schiffe gucken beruhigt ungemein.
  • Warnemünde verfügt über ein ähnlich illusteres Publikum wie Dortmund, nur ohne Leute mit Migrationshintergrund, dafür mit Menschen aus Sachsen. Bandbreite von „Polohemd mit hoch gestelltem Kragen und Segelschuhen“ bis zur Familie mit Fluppe auf’m Zahn und „Fresse da hinten im Bollerwagen! Es gibt gleich Pommes!“
  • Die Nicolaikirche wird bewohnt, ist aber nicht entweiht: Im Turm sind Büros, unterm Dach Wohnungen, und im KIrchenschiff finden Gottesdienste und Konzerte statt. Spannendes Konzept.
  • Im Petrikeller kann man intensiv trinken. Ich habe das angetestet, Stichwort „Metgebräu“, aber nicht weiter verfolgt, Stichwort „Kopfschmerzen“.

Heiß | Heute war der erste Tag dieser Woche, an dem ich nicht durchgehend schwitzte. In Rostock fühlte ich mich wie ein Pritt-Stift: Schon kurz nach dem Frühstück klebte alles an mir. Die Hitze legte sich über Bewegungen und Gedanken. Nur die Klimaanlage des Hotelzimmers kam gegen die Schwüle an, so dass ich immerhin gut schlafen konnte. Ich sehnte ein Freibad herbei – oder auch nur ein Tauchbecken.


Broterwerb, zurückliegend | Das Graduiertenkolleg „Privacy and Trust for Mobile Users” ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zwischen Doktorand:innen aus Informatik, Rechtswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Für die weiblichen Mitglieder habe ich im Juni einen Seminarworkshop gestaltet – Workshop for Female RTG members: “Moderating with Confidence” with Dr. Vanessa Giese. Gerade in der interdisziplinären Arbeit gibt es so einige Haken und Ösen; eine gute Moderation von Gesprächen und Projektreffen kann Missverständnissen vorbeugen und Konflikte vermeiden. Gerade das wissenschaftliche Umfeld ist zudem von Besonderheiten geprägt, die sowohl Haltung als auch Fingerspitzengefühl erfordern.


Barcamp Dangast | Wir bleiben im Strandkontext: Am 17. September findet wieder ein Barcamp Dangast statt – in den Räumen des Weltnaturerbes Wattenmeer. Eine kleine Konferenz, die Agenda entsteht am Vormittag. Direkt am Strand treffen sich Menschen und tauschen Wissen und Erfahrungen aus. Ich bin dabei. Themen: offen. Ziel: dort sein, aufs Watt gucken, nette Menschen und am Ende des Tages schwimmen gehen. Denn dann ist Flut.

Mit dabei sind (unter anderem) Frank, Christian, Annette. Es sind noch Plätze frei! Kosten: ein paar Euro für den Raum. Verpflegung und Unterkunft trägt jeder selbst. Verbindliche Anmeldungen unter barcampdangast@ewe.net.

Historisches Bilddokument aus 2018:

Dangast: Am Stand mit Milchkaffee und Cola

Zum Barcamp in Dangast regnet es traditionell. Ich hoffe es innig. In Dortmund weiterhin seit Wochen kein Tropfen. Die Dürre macht Angst vor der Zukunft.


Gelesen | Stefan Rahmsdorf, Professor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, beschreibt sachlich und verständlich auf 18 Seiten, was eine Klimaerwärmung um drei Grad bedeutet. Spoiler: nichts Gutes.

Gelesen | Warum es sinnvoll ist, mit der Hand zu schreiben



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