Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

Kommissar Rex

28. 11. 2017  •  9 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Nicht das erste Café am Platze, aber das erste Café, wenn man die Fußgängerzone betritt. Ich setze mich neben die Gruppe Rentnerinnen: Silberschopfe um Kaffeetassen, gelassenes Schweigen, Rühren, Schlürfen.

Eine vierte Dame betritt die Szene, Tweedkostüm, Stockschirm.
„‚Nmorgen Ladies.“
„Hilde! Nein! So schön, dich wiederzusehen!“ Großes Hallo. „Geht’s dir besser?“
„Fühle mich wieder wie 50. Hundertzehn Blutdruck heute.“
„Haaaach, wie schön! Dann können wir Baileys trinken.“
Gelächter.

Hilde setzt sich. „Hundertzehn ist zu niedrig. Ich hab Schwindel.“
„Gehst du zum Müller?“
„Seit Januar.“
„Der macht mich auch immer schwindelig.“
Gelächter.

Zur Thekendame: „Machste mir ’n Kakao? Mit Sahne, bitte.“
„Was macht Jürgen?“
„Hüfte.“
„Immer noch?“
„Ich sach‘ nur noch ‚Mein kleiner Schäferhund‘ zu ihm.“
„Kommissar Rex.“
Gelächter.

„Er war ja sogar bei der Kripo.“
Japsen. Augen trocken tupfen.

„Wird er denn bald operiert?“
„Ist er doch schon!“
„Ach, und immer noch …“
„Die andere Seite muss noch.“
„Herrje. Wie bei meinem Gerd.“

Der Kakao kommt.
„Ist Schuss drin?“
„Ist es denn schon elf?“
„Hast Recht. Noch zu früh.“
„Zum Wohl.“
„Zum Wohl.“

All you can eat

21. 11. 2017  •  17 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Allgemein«

Eines dieser Hotels im Industriegebiet. Checkin und Checkout, ohne einem Menschen zu begegnen. Vor dem Haus eine Parkplatzstadt: Autozubehör, Dänisches Bettenlager, Subway, Tankstelle, ein Chinarestaurant mit Buffet für 14,90 Euro all you can eat. Ich setze mich ins Chinarestaurant.

Als ich den ersten Teller am Start habe, beugt sich der Mann vom Nebentisch zu mir rüber.

„Ich bin jeden Tach hier“, sagt er. „Is’ besser als Pommesbude. Und du weiß‘, watte kriechs.“

Er trägt einen Fleecepulli und eine Arbeitshose. Sein Doppelkinn legt sich sanft auf seine Brust.

“Bin Frührentner. Hab Zement im Rücken. Zwei Wirbel raus, Zement rein. Und Stützstrümpfe. Ohne Stützstrümpfe geht nix. Wennde die Guten nimms, halten die ein ganzes Jahr.“

Er deutet auf die Theke, hinter der ein Mann Fleisch und Gemüse brät. „Dat is‘ der beste Mann hier. Is aber nur dienstags da.“

Die Kellnerin bringt ihm ein Glas Cola. Er sagt: „Ich trink kein Bier mehr. Da kriechste nur auffe Fresse. Gehste inne Kneipe, und kaum bisse drin: Schlägerei. Hatt‘ ich gestern ers‘. Mit Polizei und allem. Aber ich hab‘n Zeugen. Ich hab nich‘ angefangen. Dann is‘ immer gut, wennde‘n Zeugen has‘. Wenn’s andersrum is’, is’ besser, wenn’de keinen has’.“ Er atmet durch, ein Schnaufer. „Dat is ja heute nich‘ mehr nur mit Schiedsmann und so. So einfach kommste nich‘ davon.“ Noch ein Schnaufer. „Bisse nich‘ von hier? Bisse da im Hotel?“

Ich nicke. Ich habe bis hierhin noch nichts zu ihm gesagt, nicht ein Wort.

“In Elberfeld, da is‘ auch‘n Hotel. Da war ich ma’ mit meine Lebensgefährtin. Ers‘ nur eine Nacht. Dat Hotel war total sauber – dat war schön, richtich schön. Die Bettlaken, ganz glatt. Dat war schöner als bei uns zu Hause. Deshalb sind‘wa noch‘ne Nacht geblieben. Ha’m nur dagelegen und ferngesehen. Dann konnten wir‘n Zettel ausfüllen, da hamwa dat Zimmer für 55 statt für 60 Euro gekriecht. Fünf Euro sind nich‘ viel, aber bei zwei Nächte hasse schon zehn. Dat is‘ dann schon wat.“

“Ich gehe nochmal zum Buffet“, sage ich und stehe auf. Ich spüre, wie „Der beste Mann hier“ hinter der Theke hervorkommt und mir nachschleicht. Als ich mir Krabbenchips auf den Teller häufe, raunt er mir ins Ohr: „Isse immer hier, der Gaste. Wenne du willst, kannste du andere Tisch haben. Machen wir unauffällig.“ Ich raune zurück: „Schon okay.“

Als ich zum Tisch zurückkomme, sagt der Gast: „Sie is ja getz wech, ne, meine Lebensgefährtin. Is einfach wech. Obwohl ich ihr noch’n Teddy vonne Kirmes geschossen und vor die Tür gestellt hab’.“ Dann erzählt er mir von ihr. Und von seiner verstorbenen Frau, wie er ihre Schulden aus dem Versandhandel erbte, wie er Schüttgut fuhr und sich den Rücken kaputtmachte. Er erzählt, dass er eine Tochter, aber keinen Kontakt mehr zu ihr hat, dass sie ihn nicht mehr sehen will, weil er nur Mist redet. Am Ende zückt er sein Handy und zeigt mir ein Video: Ein Mann trägt einen vollen Bierkasten mit den Zähnen.

„Dat üb‘ ich getz. Ich trink dat Bier ja nich‘ mehr. Dann kann ich den vollen Kasten jeden Tach rumtragen. Dann komm‘ ich auch auf Jutub.“

Bemerknisse zu einem Urlaub auf einer Insel

10. 11. 2017  •  12 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Expeditionen«

1 Ein Orkan auf einer Insel ist ein besonderer Orkan. Wenn die Gischt wie Schnee über die Promenade weht, wenn der Wind das Wasser auf den Strand drückt, wenn die Möwen trudeln und die Menschen schwanken, prickelt es im Gesicht und im Herzen.

Norderney: Orkan Herwart wirbelt Gischtflocken auf

2 Es gibt immer einen guten Grund, Milchreis zu essen. Allerdings gibt es auch immer einen Grund, statt Milchreis zu essen über den Strand zu laufen, um nach ausreichend Umherlauferei festzustellen, dass es jetzt zu spät für Milchreis ist und das Abendessen naht.

Norderney: Orkan Herwart weht Gischt an den Strand

3 Die Weiße Düne ist nicht weißer als andere Dünen.

4 Seeluft in Kombination mit ausgedehnten Spaziergängen ist nicht nur eine Garantie für tiefen, sondern auch für frühen Nachtschlaf. Gerüchteweise gelingt es einigen Menschen, auf Norderney Kneipen zu besuchen und gesellig zu sein. Ich habe das versucht, habe eine Lokalität aufgesucht und einen Cocktail bestellt. Fast wäre ich über dem Glas eingenickt. Mit letzter Kraft konnte ich mich ins Ferienbett schleppen, wo ich anschließend traumlos zehn Stunden durchschlief.

Norderney : Panoramablick am Strand

5 Muschelsammeln geht immer. Wenn man dort hingeht, wo wenig Leute sind, findet man außerdem ganz viele große, heile Muscheln, die man mit nach Hause nehmen kann, wo sie zuerst in der Küche herumliegen, dann in den Garten wandern und dort von Eichhörnchen durcheinandergebracht werden.

Norderney: Strand im Sonnenuntergang vor dem Regen

6 Wenn man auf dem Deich steht, während es regnet, steht man auf dem Deich, während es regnet. Keine Pointe. Wenn der Wind dabei den Regen waagerecht gegen die Beine treibt, bleibt immerhin eine Körperseite trocken.

Norderney: Auf dem Deich vor dem Regen

8 Voraussetzung zur Eröffnung einer Fahrradvermietung ist eine hingebungsvoll ausgelebte Griesgrämigkeit mit leichtem Hang zum Menschenhass.

9 Wenn man dann Fahrrad fährt und es eigentlich bergab geht, wenn man aber trotzdem treten muss, um nicht umzufallen, hat man wohl Gegenwind.

10 Aussichtsdüne. Auch so eine Erfindung, die ganz gut ist. Fast so gut wie Frieseneis.

Norderney: Panoramablick von der Aussichtsdüne

Der Weg zum Ende der Insel

Wenn man auf Norderney mit dem Fahrrad aus dem Zentrum hinausfährt, fährt man zunächst durch Dünen. Mit Menschen. Vielen Menschen. Sie sind auf dem Weg zur Weißen Düne, das ist ein Lokal an einem Badestrand, ein sehr beliebtes Lokal.

Hinter der Weißen Düne kann man weiterfahren. Dann kommt man zum Norderneyer Leuchtturm. Dort ist es schon leerer. Wenn man noch weiter fährt, acht Kilometer vom Zentrum entfernt, erreicht man an den Parkplatz Ostheller. Dort sind nur noch sehr wenige Menschen.

Vom Parkplatz Ostheller aus kann man nur zu Fuß weitergehen: sechseinhalb Kilometer bis zum Ende der Insel. „Schwer begehbar“, steht unter der Wegbeschreibung. Ich gehe den Weg trotzdem – oder deswegen – sehr gern.

Schon wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt, weitet sich die Landschaft zu einer irischen Butterwerbung.

Norderney Ostende: In den Dünen, Wasserflüsse

Norderney: Weg durch die Dünen zum Wrack, Wasserfluss

Wer heute mit Turnschuhen kommt, hat es schwer: zu viel Wasser. Wer mit Wanderschuhen kommt, auch. Denn: zu viel Wasser. Der Wanderweg:

Norderney Ostende, überfluteter Wanderweg

Es ist der 1. November, und ich denke: Och nö jetzt. Nö. Zehn Grad. Zehn! Schneidender Wind. Da möchte ich nicht barfuß laufen.

Norderney, Füße mit Schlick

Hilft aber alles nix.

Durchs Schlickwasser schlurfe ich zunächst wie eine Rentnerin bei der Kneipp-Kur. Auf der Wiese mache ich den Pingiun: Der Schlamm ist glatt, so ganz ohne Profilsohle. Aber er ist kaum kalt. Es ist sehr angenehm zu gehen, meine Füße sind warm. Nur längere Strecken im Wasser sind frisch. Vielleicht bin ich eine Ente.

Ich denke: Was ein Glück, das alles hier. Der Wind, die Natur. Und: Im Thalasso-Badehaus im Ortszentrum gibt’s das gegen Geld – original Norderneyer Schlick-Packung ab 49 Euro pro Anwendung.

Ich gehe die Strecke bis zum Ostende barfuß, denn es lohnt nicht, die Schuhe wieder anzuziehen: immer wieder Wasserläufe und kleine Seen, durch die ich wate.

Nach eineinhalb Stunden: das Wrack.

Norderney Ostender: Wrack

Es beginnt zu regnen. Aber ey, ganz ehrlich: Ich bin seit mehr als einer Stunde von den Knien abwärts nackt. Im November. Kurz vor Weihnachten! What the fuck is Prasselregen?! Bütterken raus, jetzt wird Mittag gemacht.

Was ich an diesem Ort besonders mag: die Einsamkeit. Ein, zwei andere Menschen sind mit mir dort. Doch niemand möchte viel reden. Wir nicken uns zu und genießen, dass sonst niemand hier ist.

Der Rückweg führt über den Strand. Acht Kilometer, auf denen mir sechs Leute entgegen kommen. Acht Kilometer Gegenwind.

Norderney, Ostende: Strand

Auf der Hälfte des Weges, im Sand neben mir plötzlich: eine Robbe.

Robbe am Strand

Ich sehe sie an. Sie sieht mich an. Sie kratzt sich am Bauch. Ich winke. Sie legt sich wieder hin.

Auf dem Rückweg vom Parkplatz halte ich mit dem Fahrrad am Leuchtturm. Hinter der Theke steht Käpt’n Iglo.

„Moin“, sagt er.
„Moin“, sage ich.
„Was Warmes?“, fragt er.
„Einen Milchkaffee“, sage ich.
„Hab ich mir doch gedacht“, sagt er.

Regenbogenwollmenschen

31. 10. 2017  •  6 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Expeditionen«

Ein Regenbogen aus Wolle. In kleinen Ringeln, von der Hüfte, beide Beine hinab bis zu den Knöcheln.

Wir sitzen um Regionalzug durch Ostfriesland. Der Waggon ist voll. Babys weinen. Kinder rennen durch den Gang. Eltern schimpfen. Familien möchten in die Ferien.

Der Regenbogen gehört zu einer Dame, und zu der Dame gehört ein breites, flaches Hinterteil. Es ist vollständig mit dem Regenbogen bewollt, streckt sich mir auf Augenhöhe entgegen und verstaut eine Packung Käse in einem Einkaufstrolley. Die Maschen sind weit. Die Dame trägt keinen Schlüpfer, ich kann nicht nicht hingucken. Mit dem Käse verstaut sie ein Brettchen und Messer, eine Packung Margarine, Brot, hartgekochte Eier und eine kleine Obstplantage im Trolley. Alles hat sie vorher gemeinsam mit ihrer ebenfalls wolligen Begleitung zubereitet: hat Brot geschnitten und mit Käse belegt, hat das Obst zerlegt und die Eier gepellt. Der Duft reifer Bananen und eines ebenfalls sehr reifen Harzer Rollers durchweht nun das Abteil. Kleine Kinder würgen leise.

Später, auf der Fähre auf die Insel, sehe ich sie wieder, die Wollmenschen. Unten Regenbogen, oben Regenbogen, auf dem Kopf eine Wollwolke, an den Füßen Ringelsocken und Sandalen. Um sie herum Funktionsjacken und Matschhosen, Fleecemützen und Gore-Tex-Hanschuhe. Die beiden sind aus der Zeit gefallen. Oder aus dem Ort. Sie belegen sich das nächste Brot. Der Duft weht herüber. Das Schiff beginnt zu schaukeln.

Morgen kommt Orkan Herwat.

Ich erinnere mich …

19. 10. 2017  •  9 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Milchwölkchen«

Angeregt durch Liisa:

Ich erinnere mich an den schweren, dreibeinigen Metallstuhl in der Küche. Ich erinnere mich an den Baum, unter dem der Wellensittich begraben ist. An das Knarzen der Stufen und das Klingeln des Telefons unten in der Küche. Ich erinnere mich an den Spurt nach unten, zwei Treppen hinab.

Ich erinnere mich an Malefiz-Spiele. An Halma- und an Mühle-Spiele.

Ich erinnere mich an Küsse und Lachen und zufälliges Kitzeln und noch mehr Lachen und noch mehr Küsse.

Ich erinnere mich an ihren Geruch, ein Duft aus Tosca und Oma und Zuhause, an ihr Lachen, an ihre Hände, ihre Haare, ihre Haut, an ihre Gesten, ihre Nudeln mit dem Muskat, wie sie Platt sprach, an ihre Küchenbank voll mit Plastiktüten und Gummibändern und Werkzeug. Ich erinnere mich, wie sie am Abend mit mir betete und wie sie manchmal schnarchte.

Ich erinnere mich an Tage im Sommer, an denen ich Buden baute im Garten, aus Stühlen und Decken, unter denen es heiß und dunkel war und in denen es nach Gras duftete.

Ich erinnere mich an Spritzgebäckteig durch den Fleischwolf.

Ich erinnere mich an den Tag, als ich sie das erste Mal in der Geschlossenen besuchte, die Kotze vor der Tür und ihr zittriges Streicheln auf der Haut, das ich seither nicht mehr ertrage, niemals mehr ertrage.

Ich erinnere mich an die Nacht im Bus, als er den Arm um mich legte und seine Wange an meine schmiegte. Ich erinnere, wie es kratzte und wärmte. Der erste Kuss.

Ich erinnere mich an Wassereis und süße Tüte, an Kaugummis aus dem Automaten, an Brausestangen und die Drogerie gegenüber der Schule, vollgestopft bis unters Dach, und immer roch es nach Waschmittel und 4711.

Ich erinnere mich an den Weg zur Schule, die Strecke durch den Wald, die ich auch im Dunkeln finde, mit Blick in den Mondhimmel, wo die Lücke oben in den Bäumen den Füßen unten den Weg weist.

Ich erinnere mich an jeden Toten, den ich sah, und noch mehr an jeden Toten, den ich zum Abschied streichelte.

Ich erinnnere mich an den Spurt über die Kirchenwiese, die wir nicht betreten durften, die uns allerdings gute 500 Meter Weg sparte, mit den Rufen des Pastors im Nacken. Ich erinnere mich, wie ebendieser Pastor an einem Dienstagnachmittag den Katejumenenunterricht verließ und nicht wiederkam, weil wir alle kein einziges Wort auswendig gelernt hatten.

Ich erinnere mich, wie er durchs Gate ging, mit Rucksack und Uniform, und ich nicht wusste, ob er wiederkommen würde, wie er wiederkommen würde und ob er dann noch ganz sein würde, an Körper und Seele.

Ich erinnere mich an den Tag, als die Polizei mir, nachdem sie auf mein Geheiß die Tür aufgebrochen hatte, sagte, es sei doch alles in Ordnung, nicht in bester, aber doch in Ordnung, denn sie lebe ja immerhin und sei sicher nur betrunken. Aber sie war eben nicht betrunken, und das ist das eigentlich Schlimme.

Ich erinnere mich an Vieles nicht, an Vieles aus Zeiten, die mich tief verletzt haben, und ich glaube, das ist der Grund, warum ich heute so fröhlich bin – und warum ich mich entschieden habe, immer guter Dinge zu sein.

Ich erinnere mich an das warme Gefühl des Daheimseins bei ihm und an das Gefühl, nah an seinem Körper zu liegen. Ich erinnere mich, wie wir uns das erste Mal gegenüber lagen, Gesicht an Gesicht, der Atem zitterte, dann das erste Vortasten der Lippen, das Gefühl von Neugier und Selbstverständlichkeit.

Ich erinnere mich an Wind auf der Haut und Sand auf den Wangen und eine sehr große Zufriedenheit.

Ich erinnere mich an das Auto, das neben mir hielt, an den Mann, der das Fenster hinunterkurbelte und mich nach dem Weg zum Puff fragte, eine Gefriertüte mit Ejakulat  um den erigierten Penis.

Ich erinnere mich an Moskau in den 90ern, an den Geruch des Sozialismus, an den ersten Liebesbrief, den ich dort bekam, von Pavel.

Ich erinnere mich an Abende im Kinderzimmer, unten auf der Terrasse der Besuch, seine Gespräche, sein Lachen, und oben das gute Gefühl, nicht allein zu sein.

Ich erinnere mich an den Baum, der Äste hatte wie Treppen, auf den ich hinaufklettern konnte bis fast in die Krone. Ich erinnere mich, wie wir dorthin liefen, den kleinen Bach entlang, das Feld mit den Kletten meidend, und Staudämme bauten.

Ich erinnere mich an Wanderungen, viele und tolle, an die Anstrengung hinauf und die Freude am ersten Ausblick. An den Wind in der Höhe, an das Gefühl der Sonne auf der Haut. An den Geschmack des Wassers, des Brotes und der Bananen auf dem Gipfel und an den wohligen Schmerz der Muskeln.

Ich erinnere mich an Menschen, fast nur an Menschen. Ich erinnere mich an Gefühle, an Gerüche, an Berührungen, wenig an Ereignisse. Und ich erinnere mich an noch sehr viel mehr. Das erzähle ich Ihnen dann mal in der Kneipe.

#WMDEDGT: Oktober 2017

6. 10. 2017  •  5 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Gestern war der 5. des Monats. Der Tag für:

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (#WMDEDGT)

Eine Initiative zur Förderung des Tagebuchbloggens – Idee von Frau Brüllen. Sie sehen heute: einen Seminar-Tag.

06:50 Uhr

Wecker. Snooze.

07:00 Uhr

Wecker. Aufstehen.

Heute ist Seminartag: Ich bin am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Es ist die Woche vor dem offiziellen Semesterbeginn. Ich gestalte einen Tag für die Lehrredaktion Print/Magazin. Es geht um kreatives und gutes Schreiben.

08:15 Uhr

Das Seminar beginnt um 10 Uhr. Vor Veranstaltungen bin ich immer eine Stunde früher vor Ort, um den Raum vorzubereiten, nochmal meine Materialien zu sichten, die Teilnehmer*innen willkommen zu heißen und einen Kaffee zu trinken.

Ich breche also daheim auf. Die Stadt Dortmund hat sich vor einigen Wochen überlegt, zwei Einfallstraßen aus dem Süden komplett zu sperren . Als ob das in einer 600.000-Einwohner-Stadt nicht bereits ausreichte, um Ungemach zu verursachen, sind zusätzlich zwei Auffahrten auf die Ausweichstrecke gesperrt (Wer denkt sich sowas aus?!). Es herrscht ein sensationelles Chaos. Ich benötige eine Stunde für die knapp zwölf Kilometer lange Strecke.

10:00 Uhr

Seminarbeginn. Wir starten mit kleinen Aufwärmübungen: „Dein Morgen ohne Verben“. Danach geht es weiter mit klassischen Darstellungsformen und ihrer Verwendung im Magazin. Wir machen eine Übung für alternative, freie Darstellungsformen.

13:00 Uhr

Mittagspause. Zum Nachtisch kaufe ich eine Waffel. An der TU gab es bis vor kurzem die besten Waffeln Dortmunds. Dagegen konnte jeder Bäcker einpacken: hell, weich, ein schlichter, aber guter Teig, nicht zu süß. Regelmäßig eine glatte 10 auf der Internationalen Waffelskala™.

Der Waffelverantwortliche der Mensa hat jedoch das Waffelkonzept geändert: Es gibt nun Waffeln aus einem Poffertje-artigen Eisen. Keine Veränderung zum Guten: nur noch lieb gemeinte 8 Punkte.

14 Uhr

Es geht weiter im Seminar – mit Perspektivwechseln. Danach zeige ich eine Methode, wie man Themen konkretisiert. Außerdem beschreiben wir Menschen, ohne Adjektive zu benutzen. Denn: Adjektive sind die Pest. Sie sind wertend, nehmen dem Leser seine Autonomie und bevormunden ihn.

17 Uhr

Ende des Seminars. Ich halte noch ein Schwätzchen erst mit Studenten, dann mit meiner Auftraggeberin. Dann fahre ich heim.

18 Uhr

Stau auf dem Heimweg – wer hätt’s gedacht. Dieses Bundesland ist eine Katastrophe. Schon am Tag zuvor war ich Teil von 400 Kilometern Stau. Beziehungsweise: Ich war der Teil, der nicht mal in den 400 Kilometern enthalten war, denn mein Stau war zur Autobahn hin und von der Autobahn weg  – gezählt wird ja nur auf der Autobahn. Ich gebe nochmal 15 Kilometer kostenlos dazu.

Ich würde so gerne sagen: „Man müsste mal …!“, doch ich weiß selbst keine Lösung für die unsägliche Verkehrssituation in Nordrhein-Westfalen. Nur eins ist klar: Da muss richtig viel Geld reingepumpt werden. In Schienen, in Straßen, in Radwege. Dazu der Mut und der Wille, intensiv alternative Konzepte zu erproben, denn allein über Schiene und Straße wird das nicht funktionieren.

Es ist absurd, dass ich für die Strecke vom Vortag regulär 35 Minuten mit dem Auto benötige – real aber 80. Mit dem ÖPNV würde ich allerdings 2:20 Stunden brauchen – mit dreimal Umsteigen. Wenn alles klappt. Das ist alles ein Witz.

Wie dem auch sei. Ich nutzte die Heimfahrt, um mit einer Kundin noch Details für einen Auftrag am kommenden Dienstag durchzusprechen.

20 Uhr

Training mit den Kalendergirls. Ich bin derzeit Halbinvalide wegen einer Lappalie, die ziemlich weh tut und leider auch keine Lappalie bleibt, wenn man sie nicht auskuriert. Deshalb turne ich am Rand mit Thera-Bändern. Mit Thera-Bändern kann man durchaus ernsthaft arbeiten, und wenn man das tut, hat man am nächsten Tag deutlichen Muskelkater. So wie ich heute.

22:30 Uhr

Daheim. Ich schaue in der ARD-Mediathek noch zwei Dokus. Über Kommissare, die alte Fälle wieder aus dem Archiv geholt und gelöst haben, und über Handwerker, die keine Ausbzubildenden finden. Ich finde die Links jetzt nicht.

00:00 Uhr

Bett.

Die Professionalisierung der Kalendergirls

4. 10. 2017  •  4 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Turnen«

Sportsgeist, Grandezza, Raffinesse – es gibt Neuigkeiten von den Kalendergirls. Die zauberhafteste Handballmannschaft Dortmunds ist in ihre dritte Saison gestartet.

In der Vorbereitung sind wir neue Wege gegangen und haben komplett auf Waldläufe verzichtet. Stattdessen haben wir in jedem Training gegen 20 Jahre jüngere, pfeilschnelle A-Jugendliche gespielt. Das Ergebnis: völlige Entkräftung Rasanz und Spielwitz.

Doch nicht nur auf dem Platz haben wir gearbeitet. Wie es sich für eine aufstrebende Mannschaft gehört, lief hinter den Kulissen eine ausgeklügelte Marketing- und Organisationsmaschinerie.

Um die wachsende Nachfrage unserer Fans zu bedienen, hat der Verein eine Dauerkarte eingeführt. Zum Vorzugspreis von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) können Sie ab sofort alle Heimspiele der Kalendergirls auf einem Premiumplatz* genießen.

Dauerkarte für die Saison 2017/2018

660 Minuten Eleganz, Dynamik und technische Finessen zum Gegenwert von drei Starbucks-Kaffees! Für zwei zusätzliche Euro pro Spiel können Sie überdies unser Fan-Menü erwerben: ein Radler plus zwei Mettbrötchenhälften, serviert auf einer Genießerpappschale.

Als Dreingabe haben Sie kostenlos Eintritt zu den Spielen unserer 1. Herren. Unsere Herrenmannschaft spielt ebenfalls sehr schön, wenngleich weniger anmutig. Im Gegenzug sind die Herren deutlich jünger, und es gibt ein paar mehr Singles. Bislang konnten wir schon mehr als 50 Dauerkarten verschenken verkaufen. Greifen Sie zu, solange das Angebot heiß ist.

Unser geschätzter Trainer hat außerdem daran gearbeitet, unsere internen Prozesse zu optimieren. Wir nutzen nun eine Mannschaftsapp. Sie heißt „Spielerplus“, und wir wickeln über sie das gesamte Mannschaftsgeschäft ab: Spiel- und Trainingsteilnahme, Mannschaftskasse, Urlaube und Verletzungsmeldungen.

Der Trainer hat die App so eingestellt – warum bloß? -, dass sie uns an unsere Pflichten erinnert.

In ca. 6 Stunden findet dein Spiel statt

So können wir nun rechtzeitig vor dem Spiel mit der mentalen Vorbereitung beginnen. Schließlich sind in unserem Alter körperlichen Zustand Leistungsbereich Wille und Einstellung das A und O.

Die App gibt auch Auskunft über unsere aktuelle Aufstellung.

Aufstellung veröffentlicht: Die Aufstellung für das Spiel am 28.09. gegen Aplerbecker Mark wurde freigegeben

Bislang hat jedoch noch kein Pressevertreter Interesse angemeldet. Wir arbeiten an unseren Kontakten zur überregionalen Sportberichterstattung.

Nach vier Spieltagen mit drei Spielen und einer Spielverlegung stehen wir zurzeit übrigens auf Platz Zwei der Kreisliga-Tabelle.

*von zwei Kalendergirls eigens herbeigetragene Turnbank

Eine Expedition nach Dangast

11. 09. 2017  •  11 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Expeditionen«

In der vergangenen Woche reiste ich nach Dangast.

Dangast: Künstlerpfad am Strand, Panoramabild

Ich fuhr dorthin, um das Barcamp Dangast zu besuchen. Und um aufs Meer zu schauen.

Man munkelt über die Nordsee, dass sie oft nicht dort sei, wo sie sein sollte, besonders dann, wenn man sie braucht. Das kann ich so nicht bestätigen: Sie war stets zur Mittagszeit anwesend, wenngleich nur kurz.

Zum Ausgleich und für ein nichtsdestotrotz umfassendes Nordseegefühl sandte der Meeresgott große Mengen Regen und Wind. Das Wasser malte Rinnen und Furchen in den Sand, und als ich sicher war, dass aller Sand in den Jadebusen und von dort nach England und weiter nach Grönland und von dort nach Kanada fließen werde, hörte es auf zu regnen und die Sonne schien.

Dangast: Strand nach Regen

Am Donnerstag mietete ich mir ein Fahrrad und fuhr erst in die eine, dann in die andere Richtung, immer am Deich entlang. Am Deich entlangfahren ist wie schwimmen – zu Beginn sehr langweilig: Ich fuhr und fuhr, es ging geradeaus, Seeschwalben stürzten durch die Luft, der Deich war links, die Kühe waren rechts, es kam eine Biegung, und nach der Biegung ging es weiter geradeaus. Den Kühen folgte Mais, und dem Mais folgte Wiese. Der Deich blieb immer Deich, mal mit Schafen, mal ohne. Ich trat und trat, es nieselte weich in mein Gesicht, ich dachte nicht mehr ans Ziel, denn das Ziel war ohnehin willkürlich, und nach einer Zeit war es einfach nur schön. So wie beim Schwimmen, wenn man irgendwann vergisst, die Bahnen zu zählen.

Als ich keine Lust mehr hatte, den Deich links zu haben, drehte ich das Fahrrad um und fuhr wieder zurück. Das Seltsame war, dass ich, auch wenn der Deich nun rechts war, wieder Gegenwind hatte. „Mikroklima“, sagten mir die Einheimischen später. „Kannste nix machen.“

Ich fuhr zurück nach Dangast und noch ein Stück weiter, legte mich auf einen Steg in die Salzwiesen, drehte das Fahrrad wieder um, fuhr zurück und setzte mich an den Strand, trank Milchkaffee und Cola, und plötzlich war die Sonne wieder da.

Dangast: Am Stand mit Milchkaffee und Cola

Am Freitag begann das Barcamp.

Auf einem Barcamp treffen sich Menschen. Was sie dort machen, stimmen sie ab: Jeder kann ein Thema mitbringen, und wenn genug Leute sagen, dass sie das Thema interessant finden, sprechen sie eine Stunde lang darüber. Manchmal zeigt jemand etwas, manchmal stellt er eine Frage, und es gibt auch Leute, die nur zuhören.

Dangast, Barcamp: Sessions Tag 2

Erstaunlicherweise ist immer ausreichend Interessantes dabei. Erstaunlicherweise sind die Menschen, die auf Barcamps gehen, sehr freundlich. Und erstaunlicherweise lerne ich immer etwas – meist über Dinge, von denen ich vorab noch nie etwas gehört habe. So war es auch diesmal.

Falls Ihnen diese Argumente nicht ausreichen, um das Barcamp in Dangast im kommenden Jahr zu besuchen: Die Aussicht aufs Meer war verdammt nicht übel.

Dangast, Barcamp: Ausblick

Das auf dem Foto, genau auf zwölf Uhr, sind Frank und Djure. Sie haben das Barcamp moderiert.

Während meiner Zeit in Dangast wohnte ich übrigens in einer heimeligen Pension: ein altes Herrenhaus mit Kieseinfahrt und Bauerngarten, die Fassade mit Efeu berankt, das Haus von Bäumen umsäumt. Die Dielen knarzten. Die Decken waren hoch und die Türen schwer.

Die Freundlichkeit der Pensionswirtin zum Maßstab genommen, wird sie irgendwann in einer fernen Nacht, wenn das Meer gegen den Deich schwappt und sie ihre Gäste wieder einmal besonders hasst, während der Mond durch die Sprossenfenster scheint und der Wind die Bäume biegt, mit einer Axt durchs Haus gehen und jeden ihrer Besucher in einer einzigen, fließenden Bewegung im Schlaf enthaupten. Vielleicht.

Etwas anderes: Sonnenuntergang.

Dangast Strand: Panorama bei Sonnenuntergang

Wenn ich am Meer bin, denke ich jedesmal: Am Meer wohnen, das wäre schön. Vielleicht mache ich das eines Tages, an einem Ort, an dem es nicht nur Meer, sondern auch Berge gibt. Denn in den Bergen wohnen, das wäre auch schön.

Bis dahin fahre ich öfter mal hin, in die Berge und ans Meer.

Pizzeria in Strandnähe

Sie setzen sich an den Nebentisch: Er, sie und ein Junge.

Er, ein Mann so mittelalt, wie es sonst nur Gouda ist, Haarkranz, Herrensandale und kariertes Hemd. Die Haare rasiert er sonst kürzer, das sieht man. Doch im Urlaub sind sie gewachsen, einige Millimeter nur, und schon sieht er plötzlich seinem Vater ähnlich. Sie hat lange, dicke Haare mit mehr Grau als Schwarz, Fleecepullover, Trekkinghose. Eine Frau mit der Aura von Sandelholz. Neben ihr sitzt der Junge: kein Kind mehr und auch noch kein Erwachsener, schlaksig, seine Augen blicken ins Leere. Es strengt ihn an, keine Sandburgen mehr zu bauen; er hält aus, den ganzen Urlaub schon.

Sie blättern in der Karte, und der Mann sagt: „Nehmen wir Bruschedda vorweg?“ Er sagt Bruschedda, mit Sch wie Schürfwunde und zwei D.
Sie sagt: „Sicher“, und fragt den Jungen: „Und du? Wieder Prosciutto?“
„Jo“, antwortet der Junge und rutscht mit dem Hintern näher an die Kante des Stuhls. Er liegt nun halb und fläzt sich unter den Tisch.
Der Mann fragt: „Nehmen wir Bruschedda vorweg?“
„Hab ich doch gesagt“, sagt sie und blättert weiter in der Karte.
„Was hast du gesagt?“
„Dass wir Bruschetta nehmen.“
„Also ja.“
„Hab ich doch gesagt.“
Schweigen.
„Du musst dann aber auch was mitessen“, sagt er, und zu dem Jungen: „Im Restaurant sitzt man ordentlich.“ Pause. „Willst du auch Bruschedda?“
„Was isn das?“, fragt der Junge.
„Brot mit was drauf.“
„Nee.“
„Also nicht.“
„Nee.“
„Aber nicht, dass du hinterher doch was willst.“
„Will ich nicht.“
„Nu setz dich mal richtig hin“, sagt sie und knufft dem Jungen den Ellbogen in die Rippen.

Der Junge stützt sich mit beiden Händen auf die Stuhlfläche und schiebt sich hoch. Er legt einen Arm auf den Tisch und tippt mit dem Zeigefinger auf die Zinken seiner Gabel. Der Griff wippt auf und ab.
„Dich kann man auch nirgendwo mit hinnehmen“, sagt der Mann.

Die Kellnerin kommt. Er sagt: „Für mich einmal die 36. Dann noch die 12 und was nimmst du, Schatz?“
„17.“
„Und einmal die 17. Und vorweg zweimal Bruschedda.“
Die Kellnerin sammelt die Karten ein und geht.

Sie fragt: „Wieso jetzt zweimal Bruschetta?“
„Er isst auch was mit“, sagt der Mann.
„Ich hab gesagt, ich will kein Brot“, sagt der Junge.
„Am Ende nimmst du doch was.“
„Nehme ich nicht.“
„Ist ja egal jetzt.“

Sie schweigen. Draußen biegt der Wind die Bäume.

„Morgen müssen wir dann mal sehen“, sagt er. „Wie das Wetter wird.“
„Sehen wir dann ja“, sagt sie.
„Ob wir dann nochmal an den Strand gehen oder doch was anderes machen.“
Der Junge wippt mit der Gabel. Der Mann langt über den Tisch, greift die Gabel und legt sie neben seine eigene. „Damit ist jetzt Schluss“, sagt er.
„Lass ihn doch“, sagt die Frau.

Der Mann lehnt sich zurück und verschränkt die Arme vor dem Körper. Der Junge fläzt sich wieder unter den Tisch und verschränkt ebenfalls die Arme. Der Wind heult. Die Frau faltet Knicke in ihre Serviette.
Nach einer Weile sagt der Mann: „Ich rauch‘ noch eine, bevor das Essen kommt.“ Er steht auf und geht den Gang hinunter. Die schwere Tür schlägt hinter ihm ins Schloss.

„Er nervt“, sagt der Junge.
Sie schweigt und faltet.



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