Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Bloggen aus Filderstadt

13. 9. 2023 3 Kommentare Aus der Kategorie »Allgemein«

Schlauer werden | Heute Blogging aus Filderstadt. Ich mache eine Zertifizierung beim TÜV Süd, Change Management, damit ich auch mal eine Papierchen habe für das, was ich kann und mache. Das ist ja bisweilen wichtig, zum Beispiel in Ausschreibungen. Außerdem lernt man immer was. Es sind spannende weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen dabei, interessante Unternehmen; wir sprechen die realen Change-Projekte durch, an denen die Leute haben. Die unterschiedlichen Perspektiven aus Mittelstand und aus Konzernen, aus Ingenieurwesen, IT und Consulting sind super.


Sank ju for trävelling | Die Anreise nach Filderstadt war eine Aneinanderreihung von allem, was bei der Bahn schief gehen kann: verspätete Bereitstellung des Zuges, Leute im Gleis, Polizeieinsatz auf der Strecke, Überfüllung, Reparaturarbeiten. Am Ende fuhr der Zug 2,5 Stunden Verspätung ein. Das hatte ich lange nicht! Oder noch nie? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.

Machte aber nichts. Ich hatte eine durchgehende Verbindung nach Stuttgart gebucht, genug Verpflegung im Rucksack und musste nur dasitzen, schlafen, lesen oder essen. Ich hatte auch luftig geplant, so dass ich noch gut in Filderstadt ankam, zur tagesthemen-Zeit.


Location Scouting | Am zweiten Seminartag fuhr ich abends nach Stuttgart und traf Kunden. Ich besichtigte einen Workshoptraum für Anfang Obtober. Sehr besonders! Gefällt mir außerordentlich.

Wir werden dort über Führung sprechen, um Führen ohne Weisungsbefugnis in eine andere Organisation hinein. Knifflige und sehr besondere Konstellation. Wir werden die Möglichkeiten und Grenzen ausloten.

Anschließend war ich mit dem Kunden essen, in einem interessanten koreanischen Restaurant. Lecker! Ich bin mir nicht sicher, was ich alles aß. Fermentierter Kohl in einem Schälchen, in einem anderen Schälchen waren Algen, in einem weiteren etwas Suppenrartiges, dazu Bibimbap mit Tofu. Zur Vorspeise teilten wir uns Yachaejeon, Gemüsepfannkuchen – eine Offenbarung!

Holztisch aus der Vogelperspektive mit drei Menüs

Wetterfühlig | Gut, dass das heiße Wetter vorbei ist. Das ist mir auf den Sack gegangen. Im Urlaub ist es ja super. Aber während der Arbeit? Nä. Uff.


Prosit | Wir verbringen die Abende in schwäbischen Biergärten. Das ist außerordentlich angenehm. Heute waren wir in Esslingen. Wir plaudern über Dies und Das, es ist lustig. Ich bin mit Menschen zusammen, die Humor haben. Wir streifen ernstere Themen. Die Luft ist lau, unter den großen Schirmen ist es behaglich.

Nach zwei Radlern, einem Williams und einem bayerischen Wrap komme ich in mein Hotelzimmer und schalte den Fernseher ein. Im SWR läuft: „Mein Darm, seine Mikroben und ich“. Auf dem Tisch liegen zwei zerdrückte „Huober Bierstengel“ vom Vorabend, „wen er einmal gepackt hat, den lässt er nicht mehr los“. Ich lasse mich in die Situation fallen, draußen zirpen die Grillen.

Wenn Sie nicht wissen, wo Sie Ihre nächste Weiterbildung machen: Ich kann diesen Landstrich empfehlen.


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Bild vom Wochenende | Forderndes Schweineleben:

Meerschwein in Weidenrolle draußen auf dem Rasen, schläfrig.
Kommentare

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  1. FrauZimt sagt:

    Puh… Lisa Flake beschreibt da wirklich ziemlich anschaulich, warum ich deutsche Produktionen mittlerweile schon gar nicht mehr einschalte – es ist halt dann doch immer wieder derselbe klischeebeladene Einheitsbrei. Ich schätze an zum Beispiel britischen Produktionen sehr, das auch Hauptprotagonisten nicht unbedingt normschön sein müssen, dass sie auch mal in nicht mehr ganz jung, modellschlank und mit unperfekten Zähnen daherkommen können und eben einfach so sind wie sie sind ohne das dies überhaupt thematisiert wird.

    1. Vanessa sagt:

      In deutschen Filmen und Serien werden Rollen nur mit dicken Menschen, Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund besetzt, wenn der Körper, die Behinderung oder der Migrationshintergrund auch gleichzeitig klischeehaft Thema ist. Sonst geht das nicht, deutsches Besetzungsgesetz. Eine Mutter kann auch nicht einfach berufstätig sein, ohne dass die Doppelrolle Thema ist.

  2. FrauZimt sagt:

    Mir ist da anschließend noch so eine damals recht beliebte Serie aus unserer Jugend eingefallen, Lehrer Doktor Specht. Da gab es eine junge Schulsekretärin, gespielt von Veronika Ferres bevor sie zum Star wurde, die in gefühlt jeder Szene ein Tütchen Pralinen in der Hand hielt und sich in gefühlt jeder Sprechpause eine davon in den Mund steckte. Ich muss dazu sagen, ich selbst fand die Ferres nie dick, allerhöchstens üppig – positiv gemeint aus dem Mund der weniger gut ausgestatteten – aber es war halt die Ära der extremen Magermodels, die das Schönheitsideal nachhaltig prägten… Und ich kann mir spätestens nach diesem Artikel bestens vorstellen wie Regisseur und Drehbuchautor damals dasaßen, „Höhöhö, wir lassen die mollige Sekretärin die ganze Zeit Pralinen in sich reinstopfen!“ – „Höhöhö, das wird DER Brüller!“

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