Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Ich habe jetzt einen automatischen Türanlehner

29. 12. 2021 15 Kommentare Aus der Kategorie »Tagebuchbloggen«

Die kleinen Dinge | Alltagsbemerknisse:

Das Christkind hat mir einen Koffer für mein Werkzeug geschenkt. Ich habe ihn mir inniglich gewünscht. Denn mein Werkzeug ruht seit Jahren in einem Leinenbeutel in der Flurkommode. Wenn ich einen Schraubenschlüssel suche, muss ich unendlich wühlen; der kleinste der kleinen Inbusschlüssel ist kaum zu finden; die große Rohrzange ist sowieso immer im Weg, und wo ist eigentlich der Zollstock? Das ist unterträglich, sowohl für mich als auch für das Werkzeug; ein unsäglicher Zustand für einen professionellen Haushalt.

Der Leinenbeutel ist der große Bruder des Munitionskästchens. In dem Kästchen befindet sich ein Sammelsurium aus Schrauben, Nägel, Haken, Dübel, Lüsterklemmen und unbekannten Nuppsis. Es ist das Zuhause alles Übrigegebliebenen, eine überraschend treffsichere Fundgrube für alle Gelegenheiten und Notwendigkeiten – aber eben eine Grube.

Kästchen und Beutel sind jetzt Geschichte.

Werkzeugkoffer und Schraubenkasten

Das macht mich glücklich.

Nach dem Sortieren habe ich meine handwerkliche Tatkraft direkt an die Küchentür umgeleitet. Dort gibt es jetzt einen automatischen Türanlehner, Werbetext: „spart Heizkosten, vermeidet Zugluft“. Ich möchte ergänzen: „schafft Gemütlichkeit“. Ich habe die Tür zum Flur nämlich gerne geschlossen: eben wegen des Heizens, aber vor allem wegen optischer Behaglichkeit – im Flur stehen oft Dinge herum. Außerdem vermittelt er den fortwährenden Eindruck von Aufbruch.

Dafür habe ich für meine Küchentür jetzt einen Türanlehner mit Feder, einfach zum Aufstecken und ohne Schrauben. Er schließt stoisch die Tür, nachdem große und kleine Besucher hindurchgegangen sind – jedesmal.

Das macht mich glücklich.


Strom | Mein Stromanbieter ist pleite. Er schrieb mir am 27. Dezember, dass er die Stromlieferung zum 21. Dezember eingestellt hat. Ja, so habe ich auch geguckt. Die Grundversorgung übernimmt automatisch der örtliche Energielieferant – allerdings zu einem furchterregenden Preis. Ich habe mich also nach einem neuen Anbieter umgesehen. Die Preise für Neukunden sind überall unerfreulich.

Im Zuge dessen habe ich festgestellt, dass ich einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch habe. Mir ist jedoch nicht klar, woher er kommt. Ich hatte zunächst den Kühlschrank in Verdacht – ich habe einen Side-by-Side-Kühlschrank. Wenn man sich dessen Jahresverbrauch anschaut, kann er es aber nicht sein. Ich tippe auf eine Kombination mehrerer Pandemie- und Homeoffice-bedingter Gründe, zumal mein Verbrauch in den vergangenen zwei Jahren um zwanzig Prozent gestiegen ist. Im Verdacht stehen: (fast) tägliches Kochen, dadurch (fast) tägliches Laufen der Spülmaschine mit hohen Temperaturen (Töpfe!), mehr Bedarf an Licht, mehr als zehn Stunden täglich laufender Laptop und Monitor, an manchen Tagen mit zwei Personen (Reiseleiter). Ich werde Verhaltensänderungen einleiten und ihre Wirkung nach drei Monaten überprüfen.


Allgemeine Kalenderereignisse | Ich habe mich mit dem Kauf von Crémant, Wunderkerzen und großen Mengen Mascarpone auf Silvester vorbereitet.


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Kommentare

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  1. TomInMuc sagt:

    Den Türschließer finde ich total gut! Ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Toll.
    Der Stromverbrauchsanstieg ist nachvollziehbar.

    1. Vanessa sagt:

      Der Türschließer erweist sich als große Freude.

  2. Sven sagt:

    Wo gibst es diesen wundervollen Türschließer?

    In Sachen Stromverbrauch gibst es evtl eine Verbraucherzentrale, die ein Messgerät verleihen? Musst du gar nicht spekulieren, kannst du einfach messen. Die billigsten Messgeräte sind bereits ok.

    1. Vanessa sagt:

      Das Produkt heißt Clipclose.

      Sollten meine Maßnahmen nicht fruchten, werde ich tatsächlich mal messen. Aber erstmal reduziere ich ein Vierteljahr die Wasch- und Spültemperatur und werde konsequent das Licht ausschalten, wenn ich nicht im Raum mit. Dann mal schauen, ob es einen Effekt hat.

  3. Al CiD sagt:

    Danke für die Info mit dem Türschließer, kannte ich gar nicht und ist auch gar nicht so teuer im Original.
    Dieses nennt sich ClipClose und gibt es für ca. 20 € pro Stück… herrlich einfach.

    Zum Stromverbrauch:
    Neben elektrischen Heizkörpern und Durchlauferhitzer sind die Wasch- und Spülmaschinen die mit Abstand größten Verbraucher, also alle Geräte mit hoher Heizleistung.
    Hingegen sind Laptop und auch moderne Lichtquellen (LED) kaum die Ursache für hohen Stromverbrauch… eher schon in manchen Haushalten der Fernseher, wenn er denn den ganzen Tag läuft ;-).

    Guten Rutsch

    1. Vanessa sagt:

      Hört sich sinnvoll an, die Sache mit der Heizleistung. Einen Durchlauferhitzer habe ich hier nicht, elektrische Heizkörper auch nicht. Vielleicht tatsächlich Spül- und Waschmaschine, nachdem ich sie nun viel öfter nutze? Werde das beobachten.

      Der Fernseher läuft etwas häufiger als in vorpandemischen Zeiten, wo er fast gar nicht lief. Aber ich denke nicht, dass es signifikant ist.

    2. Al CiD sagt:

      Sollte man vielleicht über ein/zwei Solarpaneele nachdenken, zumal man ja guten Zugang zum Garten hat.
      Wenn man dann die Spül-/Waschmaschine während der Tageszeit arbeiten lässt, kann man bestimmt einiges sparen.
      ;-)

    3. Al CiD sagt:

      Sollte man vielleicht über ein/zwei Solarpaneele nachdenken, zumal man ja guten Zugang zum Garten hat.
      Wenn man dann den Spül während der Tageszeit abarbeiten lässt, kann man bestimmt einiges sparen.
      ;-)

    4. Vanessa sagt:

      Darüber habe ich auch schon nachgedacht – allerdings am Balkon. Dort ist mehr Sonne, vor allem auch im Winter. Ich werde die Idee reifen lassen.

  4. PaulineM sagt:

    Wir konnten unseren Stromverbrauch durch folgende Maßnahmen relativ gering halten: fast überall LED-Lampen, kein Standby mehr, Stromzufuhr zu Dreifachsteckern wird spätestens abends überall ausgeschaltet, Licht-aus in allen Räumen, in denen wir uns nicht gerade aufhalten.
    Seit Jahren wasche ich alle Wäsche bei 30 Grad, es gibt keinen Wäschetrockner. Bügeleisen wird nur im Notfall benutzt. Die Spülmaschine läuft nur, wenn sie wirklich voll ist (Bei 2 Personen etwa jeden 3. Tag.), Gläser und Tassen werden einen ganzen Tag genutzt, nicht nur zu einer Mahlzeit. Die Gasheizung ist nachts ausgeschaltet. Allerdings wohnen wir in einer Etagenwohnung, die recht gut isoliert ist. Zwischen Tag und Nacht fällt die Temperatur nicht mehr als 3-4 Grad.

    1. Vanessa sagt:

      Genau dfas habe ich auch vor. Habe weitere Dreifachstecker zum An- und Ausmachen gekauft. Bügeln tue ich sowieso kaum noch (Homeoffice). Spülmaschine und Waschmaschine werde ich temperaturreduzierter benutzen.

  5. martin III. sagt:

    Ha, das war auch mein Stromanbieter. Wie die „technischen Gründe“ dafür aussehen könnten dass eine Info-Email erst nach 6 Tagen abgeschickt werden kann – das bleibt wohl ein Geheimnis.
    Für mich allerdings fast ein Glücksfall: der Grundversorgungstarif unseres örtlichen Anbieters ist (wohl aus Behäbigkeit) noch aus den guten alten Tagen günstigen Atomstroms übrig geblieben, ich zahle dort im Moment knapp 15 Euro im Monat weniger. Ja, so habe ich auch geguckt. Die Suche nach einem neuen Anbieter schiebe ich also noch etwas auf und hoffe auf Entspannung am Markt.

    1. Vanessa sagt:

      Ich gratuliere und freue mich von Herzen!
      (Hier leider anders)

  6. Vuffi Raa sagt:

    Da waren sie ja noch schnell bei dir. Ich hab die Mail am 3. Januar bekommen.

    1. Vanessa sagt:

      Oh. Das ist wahrlich spät. Ich habe schon einen neuen Anbieter. Mal schauen, wie lange er durchhält.

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