Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Ganz und gar nicht lekker

15. 11. 2010 70 Kommentare Aus der Kategorie »Konsumwelt«

Heute, früher Nachmittag. Es klingelt an der Tür.

Frau mit Klappmappe: Wir kommen wegen Strom und Gas.
Nessy: Mmmh.
FmK: Ihr Energieversorger hat jetzt die Leitungen freigeschaltet.
Nessy: Mmmh.
FmK: Wir kommen, um Ihre Zählerstände abzulesen, damit wir zügig auf Ökostrom umstellen können. (macht einen Schritt vor in meine Wohnung)
Nessy: (zieht Tür ran) Von welcher Firma kommen Sie nochmal?
FmK: Firma Lekker Energie.  Wir liefern Ihnen ab sofort Ökostrom statt Atomstrom. Wir müssen nur vorher einmal die Zähler ablesen.
Nessy: Sie wollen also, dass ich hier und jetzt, an der Haustür, dafür unterschreibe, meinen Stromanbieter zu wechseln?
FmK: Die Leitungen sind jetzt freigeschaltet, und die Umstellung erfolgt bald.
Nessy: Sie können mir ja ein Prospekt dalassen.
FmK: Wir haben keine Prospekte, sonst könnten wir ja unseren Strom nicht so günstig anbieten.
Nessy: Dann sagen Sie mir eine Internetadresse. Dann informiere ich mich dort.
FmK: Ich habe nur diese Formulare hier, das sehen Sie doch. Im Internet steht auch nichts anderes, als ich Ihnen hier erzähle. Wir lesen jetzt ab, dann geht es mit der Umstellung ganz schnell. (zückt Kuli, blättert in Formular)
Nessy: Nein.
FmK: Sie wollen also kein Geld sparen?
Nessy: So ist es.
FmK: Gut, dann halt nicht. (Im Weggehen:) Dann zahlen Sie halt weiter für Ihren Atomstrom. Muss ja jeder selbst wissen, … (verschwindet nuschelnd ein Stockwerk höher)

Genau. Muss ja jeder selbst wissen. Ich stelle hierzu fest:

  • Die Verkäuferin gaukelte vor, die Umstellung sei obligatorisch.
  • Die Verkäuferin wollte sich Zugang zu meiner Wohnung verschaffen.
  • Die Verkäuferin verweigerte mir Informationsmaterial.
  • Die Verkäuferin übte unangemessenen Druck aus.
  • Die Verkäuferin wurde unangemessen privat.

Ich dachte, die Zeiten der Drückerkolonnen seien inzwischen vorbei.

Kommentare

70 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Toni sagt:

    Und ich dachte “Lekker” hieße die Firma, die den Supermärkten die Zigarettenstangen liefert. Hab neugierig wie ich bin mal gegoogelt. “Geniaale Strom” muss eine besonders kreative, ökologische Schreibweise sein ;-D

    1. Nessy sagt:

      Sie meinen Lekkerland? Die haben mit Strom nichts am Hut, sondern machen in Süß- und Tabakwaren.

    2. Charly sagt:

      “Lekker” und “geniaal” kommen aus dem Niederländischen (sie haben auch noch “wakker gas” im Angebot ;-)

      Am besten fand ich “Wir haben keine Prospekte, sonst könnten wir ja unseren Strom nicht so günstig anbieten.”

      Für eine fette Werbkampagne scheint es aber noch zu reichen:
      “Geworben wird mit Plakaten (City-Lights, 18/1-Großflächen, City-Light-Säulen und 6/1-Ganzstellen), Riesenpostern (in Leipzig und Düsseldorf), auf Verkehrsmitteln. in Printanzeigen diverser Abonnement- und Kaufzeitungen sowie in Teilauflagen des Spiegel.” (Quelle: http://charly.in/74)

    3. Nessy sagt:

      (Link funzt nicht. Verweis neu.)

      Der Kunde darf sich ja nichtmal eigenständig im Internet informieren.

    4. Toni sagt:

      Ich hatte heute ein ähnliches Senario:

      ———–
      Mann mit Krawatte und kurzärmeligem Hemd: Hallo, sind Sie der Mieter hier ?

      Ich: Ja, wie kann ich Ihnen helfen ?

      Mann mit Krawatte und kurzärmeligem Hemd: Ich bin von lekkerStrom wir sind ab sofort für die Umstellung der Stromleitung hier zuständig, holen Sie mir mal bitte Ihre letzte Stromabrechnung.

      Ich: (Mit dem obigen Satz der auch ziemlich schnell formuliert war, dachte ich zuerst der Mann ist vom Amt oder so, also habe ich mich gewendet und wollte gerade die Abrechnung holen, bis mir im Kopf die Erwähnung LekkerStrom auffiel. Also drehte ich mich zurück und checkte jetzt erst was sein Hintergedanke war. Ein Vertreter von Lekkerstrom -> Kunden abwerben)
      Ich bin ganz zufrieden mit meinem jetzigen Anbieter.

      Mann mit Krawatte und kurzärmeligem Hemd: Ihr Anbieter hat Ihnen diesen Brief (er hatte einen Brief von meinem Anbieter der angeblich an die Kunden, also an mich versand wurden ist, den ich aber nicht erhalten habe) Anfang des Jahres zugeschickt und Ihnen mitgeteilt, dass die Strompreise jetzt steigen werden. Wir sind da günstiger.

      Ich: Ja ich kann mich ja melden, wenn Interesse besteht.

      Mann mit Krawatte und kurzärmeligem Hemd: Ja aber dann kann es sein dass Sie die Frist von 2 Monaten verpassen, die wir brauchen um den Anschluss hier zu realisieren.
      (Habe ich auch nicht verstanden was er damit meinte, warscheinlich geht es nur darum einfach irgendwas zu sagen und den potenziellen Kunden zu irritieren)

      Ich: Ich habe kein Bedarf. Dankeschön und tschüs

      Mann mit Krawatte und kurzärmeligem Hemd: Tschüs
      ——
      Nachdem ich die Tür schloss, hörte ich wie der Vertreter alle Nachbarn mit dem selben Schema abklapperte.
      Vorsicht !! Wie die anderen schon sagen, die sind sehr hartnäckig und werden sicherlich auf solche Kundenreaktionen geschult, dementsprechend werden sie immer wieder einen Einwand bringen und versuchen es weiter zu argumentieren.

      Sowas ist für mich nicht seriös und schonmal ein Grund warum ich nicht zu LekkerStrom wechseln werde. Dreist !

      Ich hoffe das mein Beitrag euch hilft.

      Schöne grüße aus Hamburg

  2. Shannon sagt:

    Eigentlich sollten Sie froh sein, dass die Frau mit Klappmappe Ihnen diese nicht über den Kopf gezogen, sich Zutritt zum Haus verschafft und den Stromzähler eigenmächtig abgelesen hat.

    *Schockiert bin*

    1. Nessy sagt:

      Die kleine Frau mit der Klappmappe kam an meinen Kopf nicht ran; das allein wird der Grund gewesen sein.

    2. energist sagt:

      Außerdem hätte die handballgestählte Frau Nessy dann im Gesicht der Klappmappenfrau – natürlich rein versehentlich – im Voranspiel den Ellenbogen platziert. Danach zwei Minuten betroffen in der Ecke des Ganges gestanden um nach erfolgtem Abtransport des Klappenfrau anläßlich der Siegesparty den Vorstand von lekker Energie unter den Tisch zu trinken. Oder so.

    3. Nessy sagt:

      Lekker gehört ja zu Nuon. Nuon gehört zu Vattenfall. Und der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall ist ein Finne.

      Da könnte ich auch gleich versuchen, Boris Jelzin unter den Tisch zu saufen.

  3. zimtapfel sagt:

    Hui. Klingt ja wie die Hilfsorganisationen, die beim um Spendengelder betteln gerne mal ein charmantes “aber wenn Sie selbst mal Hilfe brauchen, werden Sie froh sein, das andere gespendet haben!” von sich geben…

    (mein Ökostromanbieter ist da viel netter, der belästigt einen nur auf ausdrücklichen Wunsch.)

    1. Nessy sagt:

      Die Flugrettung, jaja. Die stand bei mir auch schon vor der Tür. Allerdings nicht im Top-Gun-Pilotendress. Sonst ließe sich ja über alles reden.

    2. energist sagt:

      Dann müßte ja auch die DGzRS im Matrosendress anrücken und Peta ganz ohne Dress („Lieber nackt als im Pelz.“).

  4. Schwarzmaler sagt:

    Das nenn ich mal dreist.

    1. Nessy sagt:

      Ich nenne das nicht nur dreist, sondern kriminell. Gut, dass ich nicht meine eigene Oma bin. Sonst wäre ich wahrscheinlich drauf reingefallen.

  5. Ira sagt:

    Wäre mir das nicht demletzt in fast eben dieser Form selbst passiert, könnte ich das nun kaum glauben. Wirklich schlimm!

  6. Blogolade sagt:

    Toi toi toi, bisher ist mir noch keine solche Drückerkolonne untergekommen, aber ein Stromanbieterwechsel steht bei uns auch bald an. Allerdings nicht an der Haustür.

  7. chillingmind sagt:

    ohne Worte. Auf diese Art und Weise fallen wahrscheinlich aber genügend Leute rein, weil es sich ja so anhört, als wär das nur eine Formsache.

    wobei ich mich aber immernoch frage, wie man am Drehen des Mixers den Ökostrom erkennt? oder ist es einfach nur kein Atomstrom, wenn er in französischen oder osteuropäischen Kernkraftwerken hergestellt wird?

    1. sushey sagt:

      Atomstrom erkennen:

      Geht nicht. Aber die Ökostromanbieter verpflichen sich, den Anteil an Strom, den die jeweiligen Kunden verbrauchen, aus regenerativen Quellen herzustellen, siehe z.B. lichtblick – dies soll nur ein Beispiel sein, ich möchte ausdrücklich keine Werbung machen!

  8. Ellen sagt:

    Ich erteile immer direkt Hausverbot (geht auch im Mietshaus) und begleite die Herrschaften zur Türe, durch die sie sich meist unberechtigt (“Post”) Zugang verschafft haben. Nicht, dass es was nutzen würde, aber man kann sich so schön abreagieren… :D

    1. Nessy sagt:

      Ihren Nachbarn nutzt es schon was. Sie bleiben, wenn sie nicht schon dran waren, verschont.

    2. Unscharf sagt:

      Dieser “Post-Zugang” wird bei uns in Wien auch rücksichtslos von div. Gestalten ausgenützt. Ich kann das jeden Tag beobachten. Wir haben einfach ein Zeitschloss montiert, jetzt ist dieses Schloss nur noch von 6-9 Uhr zu öffnen. Da kommt die Müllabfuhr und die Post, alle anderen haben ja sowieso nichts im Haus verloren.

    3. Ellen sagt:

      Das ist auch der einzige Grund, warum ich mir die Arbeit überhaupt mache. Über uns wohnt nämlich eine bezaubernde, ältere Dame mit fabelhaften Fähigkeitem am Backofen… ;-)

      Dem letzten Telefon- und Internetdrücker habe ich glaubhaft versichert, dass wir so ein Teufelszeug nicht in der Wohnung haben wegen der Strahlung. Wir kommunizieren ausschließlich per Briefpost. Da war die Nachbarin oben im Urlaub.

      Der davor wollte uns einen neuen Gasanbieter andrehen. Wir haben aber leider im ganzen Viertel keine Gasanschlüsse. Da war ich dann sehr interessiert und er durfte sehr viel Papier ausfüllen… :-)

    4. Danny Wilde sagt:

      “Ich erteile immer direkt Hausverbot (geht auch im Mietshaus)”

      Das interessiert mich. Auf welcher Rechtsgrundlage? Ich will ja rechtlich sicher sein, wenn ich die nächste dieser Schmeißfliegen am Kragen fasse und auf’s Trottoir schleife (Treppen inklusive). Tante Gugl sagt leider, es geht gerade nicht (nur für die eigene Wohnung).

      Ansonsten schöne Anregungen hier, wie man mit dem Gesocks noch umgehen kann. Den Spaß könnte man sich bei Gelegenheit glatt mal machen. Momentan regeln wir es auf die einfache Art: Wenn wir niemanden erwarten, reagieren wir nicht auf die Klingel.

    5. Ellen sagt:

      @Danny: Tjo, gute Frage, wie ich feststellen muss.
      Als ich das nachgeschaut hatte (mehrere Jahre her, da habe ich einen netten Herrn von Alice vor die Türe begleitet, der sich aufmachte, sich gegen meinen Willen Zutritt zu meiner Wohnung zu verschaffen…), stand sinngemäß da, wenn der “Besucher” sich unrechtmäßig Zutritt verschafft hat, also z.B. behauptet, Post zu haben oder selbst einfach ohne zu klingeln durch die zum Lüften geöffnete Eingangstüre spaziert, dann aber Verträge verkaufen will, dürfe man ihm eben auf dieser Basis Hausverbot erteilen. Es sei unwarscheinlich, dass einer der anderen Mieter so eine Person erwarten würden.
      War mit Urteil, aber ich finds grad auch nicht mehr. :-/

  9. Nihilistin sagt:

    Frau Nessy, schauen Sie die Drücker beim nächsten Mal doch einfach treuherzig an: “Ich würde mit Ihnen gern einmal über Gott reden”. Wenn Sie dann noch ein Exemplar des “W*chturm” dahätten und es der Dame / dem Herrn in die Hand drücken, kommen Sie vermutlich auf eine schwarze Liste der Drückerkolonnen und werden ab sofort verschont.

    PS: DAS nenn ich aber schonmal extrem heftiges Drückertum, und gleich noch auf den AntiAtom-Zug aufspringen. Grad lekker, die 2009 von Vattenfall geschluckt wurden – die haben ja genügend Atomleichen im Keller.

    1. Nessy sagt:

      //*lacht
      Treuherzig gucken ist meine Spezialität. Damit kriege ich sogar Schaffner rum, diese harten Hunde.

  10. engelchenfiona sagt:

    au ja die von den johannitern sind auch so toll, stehen vor der tür und wollen spenden, mit so argumenten “wenn man selber mal hilfe brauch….” die sind auch extrem zudringlich geworden und dann sind da noch die fernseh und telefonmiezen die auch gern erstmal den fuß in die tür stellen *narf*

    1. Nessy sagt:

      “Fernseh- und Telefonmiezen” klingt aber ganz interessant. Für die männliche Kundschaft jetzt.

    2. engelchenfiona sagt:

      nuja die mit dem blauen lichtern auf dem fahrzeug sind fast immer männlich und kommen fast immer vormittags,alles andere weiblich und sie klingeln am we, wenn dann auch mal der herr im haus da ist, jedenfalls hier und eigentlich auch da wo ich früher gelebt hab, das sieht nach absicht aus, bei ihnen nicht?

    3. Nessy sagt:

      Bei mir kamen in der Vergangenheit auch öfter mal Männer mit blauen Lichtern auf dem Dach. Das lag aber eher an der Ketchup-Familie.

  11. Bei der nächsten Haustür bekommt die Verkäuferin ihre Unterschrift!

  12. Raine sagt:

    Erinnert mich irgendwie an die GEZ… obwohl, die ja immer aussehen, wie von nem Inkasso-Unternehmen.

    1. Nessy sagt:

      Mein letzter GEZ-Blockwart sah aus wie Waldorf und Statler in einer Person.

    2. antagonistin sagt:

      Mein GEZ-ler seinerzeit sah im Wesentlichen bildungsfern aus.
      Nachdem er seinen Peilsender-Vortrag abgespult hatte und sich von mir sagen lassen musste, er schaue zu viel Science Fiction versuchte er die Nummer mit der Bestätigung seiner Anwesenheit (inkl. “Belehrung”) durch meine Unterschrift. Zu diesem Zweck fuchtelte er mit seiner Klappmappe vor meiner Nase herum und schob seinen Fuß in meine Wohnung. Ich erklärte ihm, dass Klappmappen in meinem Gesichtsfeld von mir nicht sonderlich geschätzt würden und empfahl ihm, seinen Fuß aus meiner Wohnung zu entfernen, bevor ich die Tür schließe, ansonsten freue sich sein Orthopäde.
      Der Mann schimpfte sowohl im Hausflur, als auch vor dem Haus noch eine ganze Weile wie ein Rohrspatz.

      Bekommen diese Leute eigentlich eine spezielle “Schulung” für ihren Auftritt?

    3. Nessy sagt:

      Bestimmt eine Schulung inklusive Gehirnwäsche. Sonst macht sowas doch keiner.

  13. Lauffrau sagt:

    So etwas ähnliches hatte ich mit meinem Handy, als ich noch den teuren Anbieter hatte: Sie müssen JETZT hier am Telefon zusagen, sonst bekommen sie das einmalige Angebot nicht! Arrrgh!
    Ätzend!

  14. Das ist jetzt zwar ein bisschen off topic, aber nachdem Sie vorhin Schaffner erwähnteten…

    Ob ich das bei der nächsten Verspätung der Bahn mal teste?

    1. Nessy sagt:

      “Wegen einer technischen Störung in meiner Handtasche fällt die Fahrkarte heute aus.”

    2. merrjungfrau sagt:

      oder auch bezogen auf die Handtasche:

      “Wegen Zögerungen im Betriebsverkehr.”

      Toller Karikatur!

  15. croco sagt:

    Wenn die nur Ökostrom haben, sind die Elektronen doch grün.
    Wenn dann kein Stecker in der Steckdose steckt, und die Elektronen raus wollen, gibt es einen Flecken auf dem Boden, igitt.
    Nö.

    1. Nessy sagt:

      Gut, dass die Elektronen nicht rot sind. Stellen Sie sich vor, ich mache das Licht an und habe eine rote Laterne im Fenster.

    2. energist sagt:

      Wobei Sie dann sicherlich häufiger an die Tür müssen um ungebetene Gäste abzuwimmeln.

  16. Zaphod sagt:

    Seit ich Spätschicht mache verpasse ich das wahre Leben. Keine Zeugen Jehovas, keine Versicherungsvertreter, keine Aboverkäufer, nicht mal lekker Strom wird mir angeboten, ich bin ja nie da. Bei der GEZ haben sie es inzwischen sogar schon aufgegeben mir zu schreiben.

    1. Nessy sagt:

      Bekommen Sie wenigstens Werbezuschriften?

    2. Ellen sagt:

      Oh, Sie ärmster!
      Sind Sie nicht schon völlig vereinsamt?

      Dürfen wir Ihre Adresse wenigstens ein paar niedlichen Pfadfinderinnen verraten, die dann Sonntags früh um 8 kommen (sic!) um Kekse zu verkaufen?

    3. Zaphod sagt:

      Werbezuschriften verhindert ein überdimensionaler Warnhinweis auf meinem Briefkasten, damit siehts also auch schlecht aus.
      @ Ellen: Käme ganz auf die Kekse drauf an ;)

    4. Nessy sagt:

      Besser als singende, hochgeschlossene Pfadfinder mit Keksen wären PETA-Aktivistinnen mit Keksen.

    5. Zaphod sagt:

      Nur, solange die nicht versuchen mich aus dem Pelz zu schälen.

  17. Dompteuse sagt:

    Ich habe eine Spezialwaffe gegen alle Drücker im Haus. Schatz. Der lädt alles zum Kaffee ein und labert es in Grund und Boden. Selbst die Jehovas gaben auf. Nachdem er ihnen unseren alten Staubsauger angedreht hatte (Dirt Devil *hihi*).

    1. Nessy sagt:

      Ich stelle mir grad vor, wie ich den Staubsauger vorhole, die Lekkerfrau hereinbitte (“Legen Sie die Klappmappe ruhig ab.”) und eine Vorführung beginne (“Ganz sanft zu den Böden, legen Sie mal Ihre Wange aufs Parkett.”).

  18. Lobo sagt:

    Strom und Gasanbieter habe ich mit Hilfe einer ehem. Mitarbeiterin gewechselt. Die hat sich als Finanzberaterin selbstständig gemacht und mir díe günstigsten Angebote rausgesucht.

    Diese Drückermethoden kenne ich auch von Spendeneintreibern, allerdings sind die Leutchen die irgendwelches Handwerkszeug (linksverdrahtete Spezialtopflappen usw.) verkloppen wollen oft noch penetranter.

    Toll sind auch die Zirkusleute die in den Laden stapfen und nachdem wir gesagt haben, das wir grundsätzlich keine Geldspenden geben, unfreundlich und schimpfend wieder von Dannen ziehen.

    1. Nessy sagt:

      Mit einem Lama am Arm? Alle Zirkusleute, die mit der Gelddose rappeln, haben immer ein Lama an der Leine.

    2. Lobo sagt:

      Nö, ohne Lama aber Gift und Galle spuckend. ;-)

    3. antagonistin sagt:

      Oh Gott, ein Lama. *sentimental guck*

      Ich muss sagen, ich bin da ganz und gar Kindheit-Oma-Weihnachten nostalgisch. Oder anders: als ich klein war und mit meiner heiß geliebten Oma in der Vorweihnachtszeit durch die Fußgängerzone stapfte gab es da immer (wirklich immer!) diesen Mann und ein Kind und ein ziemlich schmuddelig-zerrupftes Lama. Keine Ahnung, wer von den Dreien bedürftiger aussah. Meine Oma hatte angesichts meiner heuligen Betroffenheit nur die Wahl zwischen Lama für mich kaufen und einer großzügigen Spende an das Grüppchen.

      Kurzum: das Lama-Konzept geht auf. Zumindest in der Gegenwart von Kindern.

    4. Nessy sagt:

      Ein zerrupftes Lama funktioniert eher als ein zerrupfter Elefant. Oder ein zerzaustes Krokodil.

      Für Sie allerdings kein Unterschied: Da Sie schon kein Lama bekommen haben, hätte es – meine Prophezeiung – mit dem Elefanten erst recht schlecht ausgesehen.

  19. Lillibelle sagt:

    Meine Ex-Mitbewohnerin hatte immer den ganzen Spaß mit den Haustüranbietern. Da war dann auch alles dabei – von Telefon über Strom zu irgendwelchen Wohltätigkeitssachen. Meine persönlichen Highlights, wenn ich denn mal zuhause bin, waren die Frage “Sind eure Eltern da?”, was wir beide natürlich wahrheitsgemäß verneinten und “Sprechen Sie polnisch? Ihr Name auf dem Klingelschild klingt so.”

    1. Nessy sagt:

      Auf Deutsch zu sagen “Tut mir leid, ich spreche nur Polnisch”, ist auch eine Taktik – fällt mir grad ein.

  20. Richie sagt:

    Warte mal ab, was erst passiert, wenn einer von einem Kabelanbieter kommt. wir haben hier ISH und deren Verkäufer haben nicht nur ähnliche Praktiken, die werden sogar bei Abweisung richtig agressiv!

    Unfassbar!

    1. Nessy sagt:

      Sollten Sie bei denen jemals einen Vertrag unterschreiben, achten Sie darauf, dass Ihre häusliche Kabelanlage für das verkaufte Angebot ausgelegt ist. Das ist an dieser Stelle mein heißer Tipp.

  21. wiederhoeren sagt:

    Ganz toll sind auch jene, welche zu uns ins Geschäft kommen und mir die Zukunft aus dem Gesicht/der Hand ect. lesen , Schmuck verkaufen oder Spenden für irgendwelche wahnwitzigen Sachen sammeln wollen. Bis ich die jeweils wieder draussen habe, während meine Kunden und Patienten warten ist immer nervig.
    Aber dieser Stromanbieter-Vertreter ist schon ziemlich an der Grenze des Legalen, so wie Du das beschreibst. Bestimmt fallen eine Menge Leute darauf rein.

    1. Nessy sagt:

      Zukunft aus der Hand lesen – das ist ja interessant. Solche Leute kommen nie zu mir.

  22. Nicola sagt:

    Bei uns in UK wird man mittlerweile schon im Supermarkt belästigt. So zwischen Shampoo und Batterien. Und wenn es so richtig voll ist. Die denken sich vermutlich, wenn man erstmal eh schon richtig genervt ist, dann wechselt man schon mal flugs den Strom- oder Gasanbieter, bloss, um endlich seinen Einkauf erledigen und der supermarkttypischen Wohlfühlatmosphäre entkommen zu können. Ich bin tatsächlich immer wieder erstaunt, wer sich da so alles geduldig vollabern lässt und gottergeben irgendwelche Formulare ausfüllt.

    An der Haustür waren kürzlich die “Freunde der Erde” und wollten, dass ich jetzt sofort spende. Ich habe natürlich nach der Webside gefragt, weil ich mich bitteschön erstmal informieren will. Und bekam prompt zu Antwort, dann könne mir das Wohl der Erde wohl kaum wichtig sein. Denn wir müssten JETZT handeln…

  23. Heutzutage muss man ja schon bei allem und jedem aufpassen!
    Meine Oma hätte sich garantiert einen Vertrag andrehen lassen! Außerdem hätten die in der Zwischenzeit (schön zum Unterschreiben bei einem Kaffee in die Küche setzen) das ganze Haus ausräumen können.
    In was für einer Welt leben wir denn? Muss man wirklich bei allem was man sieht/hört/liest erstmal skeptisch sein?
    Ich persönlich würde auch erst auf Informationen pochen, nichts an der Tür unterschreiben und auch niemanden in meine Wohnung lassen.
    Von Hausfriedensbruch haben die scheinbar alle noch nie was gehört …

    Haben die Nachbarn denn irgendwas erzählt, wie es bei denen abgelaufen ist?

  24. geknipselt sagt:

    Richtig reagiert, ischamandasletzte….
    meinereiner hätte noch den Hund geholt (weissjakeiner, dass der nicht beisst).

  25. Luna sagt:

    Vor Jahren wurden bei uns Zeugen Jehovas vorstellig und mein Freund nutzte dies als Gelegenheit mit seinen Monty Python Kenntnissen zu glaenzen. Er inszenierte “Das Leben des Brian” ad hoc und beendete diese herzerwaermende Vorstellung mit einem klangvollen “Jehova, Jehova!” Finale.

    Ich war so stolz und das Publikum vor Freude wie gelaehmt. :)

  26. Heike Klumpe sagt:

    Neulich, früher Nachmittag. Es klingelt an der Tür.

    Frau mit Klappmappe: Guten Tag, ich komme von der lekker Energie und ich habe attraktive Strom- und Gasangebote für Sie.
    Nessy: Mmmh.
    FmK: lekker Energie ist ein Stromanbieter unser lekker Strom besteht zu 100% aus Ökostrom und ist atomstromfrei.
    Nessy: Mmmh.
    FmK: Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen gern ausführlichere Informationen geben.
    Nessy: Sie können mir ja ein Prospekt dalassen.
    FmK: Gern, dafür sind Sie ja da. Außerdem können Sie sich gern auf unserer Internetseite lekker-energie.de informieren und wenn Sie wollen auch gleich zu uns wechseln.

    So oder so ähnlich stellen wir uns bei der lekker Energie ein solches Gespräch vor.

    Liebe Nessy, mein Name ist Heike Klumpe und ich verantworte die Kommunikation bei der lekker Energie (die übrigens nicht an die Vattenfall verkauft wurde, denn das haben die Wettbewerbshüter der EU nicht erlaubt). Sie haben vollkommen recht, die Geschichte ist ganz und gar nicht “lekker” und mir hat sie auch ganz und gar nicht geschmeckt. Das entspricht nicht dem Stil unseres Hauses. Unsere Vertriebspartner werden regelmäßig ausführlich geschult. Besonders im Hals stecken geblieben sind mir Behauptungen wie: “Ihr Energieversorger hat jetzt die Leitungen freigeschaltet.” …”Wir kommen, um Ihre Zählerstände abzulesen, damit wir zügig auf Ökostrom umstellen können.” Da ist ja wirklich viel Fantasie im Spiel gewesen. Eine einzelne Leitung für den Wechsel auf Ökostrom freizuschalten, das ist ja allein physikalisch ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht haben Sie ja mal Zeit auf ein digitales Tässchen Kaffee und geben mir ihre Kontaktdaten (heike.klumpe@lekker-energie.de), dann kann ich nachprüfen, wer bei Ihnen unterwegs war, damit diese Person nicht weiter gegen unseren strengen Verhaltenskodex verstoßen kann und noch weiteren Menschen den Nachmittagskaffee vergällt. Liebe Nessy, wussten Sie aber, dass noch mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte im teuren Grundversorgungstarif verharrt? Und dass es sich hierbei oft um Strom mit einem hohen Anteil an Atom- und Kohlestrom handelt? Es gibt also auch legitime Gründe, Verbraucher auch zu Hause auf die Möglichkeit hinzuweisen, Geld zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun. Selbstverständlich aber anständig, höflich, ehrlich und ohne unredliche Methoden.

    In der Hoffnung, hier nicht allzusehr zu stören, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
    Heike Klumpe

    1. Nessy sagt:

      Sehr geehrte Frau Klumpe,

      zunächst einmal herzlichen Dank, dass Sie sich zu Wort melden und Stellung nehmen.

      Haben Sie bitte Verständnis, dass ich meinen Wohnort und die Straße nicht nennen möchte. Ich habe die Befürchtung, dass die Mitarbeiterinnen (es waren zwei – allerdings sprach nur eine) dadurch Nachteile erfahren. Sie haben sich sicherlich nicht korrekt verhalten – trotzdem scheinen sie mir das schwächste Glied in der Kette.

    2. Friederich sagt:

      Sehr geehrte Frau Klumpe,

      haben sie auch einen Tarif, wo ich garantiert nur Atomstrom bekomme? Ich möchte nämlich aus verschiedenen Gründen keinen Ökostrom. Erstens korrodieren die Kabel bei dem grünen Zeugs immer so schnell, zweitens mag ich diese Windräder und Photovoltaikanlagen nicht so. Aber ich konnte einfach noch keinen Anbieter finden, der mir garantieren konnte, daß er mir wirklich nur schönen sauberen Nuklearstrom liefert. Haben sie da was für mich oder können Sie mir vielleicht einen Collegen empfehlen?

    3. Nessy sagt:

      Verkaufsgespräche und Verarschungen bitte woanders.

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