Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Die Drosselkinder sind groß, die Schweine haben ein Labyrinth – und Freibad

29. 7. 2023 3 Kommentare Aus der Kategorie »Tagebuchbloggen«

Danke | Vielen Dank an IK für die Zuwendung in die Kaffeekasse.

Ich habe das Trinkgeld in ein Buch investiert: The Cultur Map – Decoding How People Think, Lead, and Get Things Done Across Cultures. Es wurde mir vor einiger Zeit von einem befreundeten Professor empfohlen – derjenige, mit dem ich jüngst in Berlin Ukrainisch essen war.


Nachwuchs | Die Drosselkinder im Schuppen sind fast groß. Das erste Bild ist vom Montag, das zweite Bild vom Freitag.

Zu beobachten, wie sie wachsen und versorgt werden und weiter wachsen, ist ein Krimi. Letztens, im Homeoffice, sah ich den ganzen Tag keine Drosselmutter zum Nest fliegen, auch keinen Drosselvater. Ich kletterte auf eine Leiter und schaute ins Nest. Die Küken piepten mich an. Ich entfernte mich wieder und beobachtete weiter: Niemand kam. Ich googelte „Handaufzucht Drosselküken“, offenbar eine komplizierte Sache. Am Abend saß Mutter Drossel wieder im Nest. Später fand ich heraus, dass sie oftmals von hinten in den Schuppen einfliegt, durch eine Lücke zwischen Querbalken und Dach.


Broterwerb | Erste Arbeitswoche nach der Sommerpause. Ich moderierte einen digitalen Workshop, hatte Termine mit Kunden, insgesamt war es aber noch ruhig. Ich nutzte die Zeit zur Nachbereitung der Sommerpause: Mails und die daraus resultierenden Dinge abarbeiten, an einem Vergabeverfahren teilnehmen. Tatsächlich beantworte ich in meinem Urlaub keine Mails – ausgenommen diejenigen, bei denen ich weiß, dass die Kunden nicht drei Wochen auf eine Antwort warten können oder sollten, weil es dann für uns beide komplizierter wird. Die meisten Dinge können aber tatsächlich warten. Ich nutzte die Zeit außerdem zur Vorbereitung auf das, was in den nächsten Wochen kommt: Beratungen, Workshops, ein Seminar, Planungsgespräche für Aufträge im Oktober, November und in 2024.


Freibad | Das Freibad ist ein guter Ort, vor allem wenn es nicht so heiß ist. Wenn es im Wasser genauso warm ist wie an der Luft, wenn ein leichter Wind Wellen kräuselt und der Tag sich herabsenkt.

Leeres Freibadbecken am Abend.

Gelesen | Mein neues Zuhause, die AfD. Die Süddeutsche Zeitung besucht Julia Wortmann, AfD-Mitglied aus Essen-Karnap. Als Kind einer Arbeiterfamilie war sie lange in der SPD. Nun arbeitet sie für die AfD im Europaparlament.

Die Familienpolitik, die sei ihr viel wichtiger. Die betrifft sie ja selbst. „Ich, alleinerziehend mit zwei Kindern, da tut keiner mehr was für mich. Ich muss arbeiten, um irgendwie meine Familie am Kacken zu halten.“ Frage also, Frau Wortmann: Was tut die AfD für Mütter wie Sie? „Das kann ich so gar nicht genau sagen, wenn ich ehrlich bin.“ […]

Ihre Werte? „Familie. Irgendwo auch der christliche Glauben.“ Welche christlichen Werte transportiert die AfD für Sie? „Ein Glaube ist ein Gefühl. Und ein Gefühl zu beschreiben, find ich schwierig.“[…]

Die Leute aus dem schickeren Süden der Stadt kämen kaum hierher, sagt Wortmann, auch, weil der Ausländeranteil so hoch sei. „Hier in Karnap haben wir 70 Prozent.“ Kurzer Blick auf die Bevölkerungszahlen der Stadt Essen: Tatsächlich sind es 22,4 Prozent. […]

Wie finden Sie eigentlich die EU? „Nicht richtig.“ Sie störe, wie viele Angestellte in Straßburg, in Brüssel arbeiten, wie viel Geld für die Verwaltung ausgegeben wird. Dabei ist sie doch selbst Angestellte des Europäischen Parlaments. „Ja, ich würde sofort aufhören, wenn ich wüsste, wir schaffen es, aus der EU auszutreten.“

Gelesen | Braunkohle mit Milliarden gefördert – Staatsgeld für fossile Konzerne

Gelesen | Ein etwas weniger schweres Thema: Sänger Sascha und seine Frau erzählen davon, wie sie an den Stadtrand gezogen sind: „Und dann der crazy Keller …“


Schwein des Tages | Die Schweine haben jetzt, weil es so viel regnet, einen Indoor-Spielplatz.

Die Schweine lieben es, wenn man ihr Gehege umgestaltet. Sie kommen dann gucken, gurren und quietschen. Sobald man die Häuser und Brücken abgestellt hat, laufen sie hindurch und erkunden. Wir bauen öfter mal um, alle zwei Wochen, damit die Tiere nicht verblöden (und damit sie nicht immer im gleichen Häuschen sitzen und auf die gleiche Stelle auf den Rasen kacken).

Nun hat K1 alle verfügbaren Häuser, Brücken und Tunnel zu einem Rundlauf zusammengestellt, einem großen Schweinelabyrinth. Die Viecher sind verzückt. Sie sprinten in gestrecktem Galopp von ihrem Käufig zum Labyrinth, laufen dort gurrend im Kreis und suchen sich. Wenn wir dann noch Leckerchen verstecken, drehen sie völlig durch.

Kommentare

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  1. Ich möchte dein Meerschwein sein.

  2. Berit sagt:

    The Culture Map fand ich total großartig und empfehle es auch jedem weiter der nicht bei 3 auf dem Baum ist :)

  3. Sandra sagt:

    Ja, den SZ-Artikel habe ich auch gelesen … und jetzt weiß ich auch nicht. Es ist so schräg, diese Ansichten, die gefühlten Wahrheiten und die Realität … unfassbar.

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