Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Letzte Arbeitstage im Turmzimmer, Sommerferiengefühle, viel Regen und flauschiger Tiercontent

6. 7. 2021 2 Kommentare Aus der Kategorie »Tagebuchbloggen«

Broterwerb im Juni | Der Monat Juni endete mit einer Klausurtagung des Kunden. Zwei Tage Moderation für Geschäftsführung und Führungskräfte. Zwei Übernachtungen im Turmzimmer. Ich war verzückt.


Broterwerb im Herbst | Das Turmzimmer ist gleichzeitig Werbung für mein Seminar “Frauen in Führung”, das im Herbst in der gleichen Tagungsstätte stattfindet: Auf dem Heiligen Berg in Wuppertal. Hoch über der Stadt, ruhig und zugleich inspirierend, mit tollem Essen, luftigen Tagungsräumen und schönen Zimmern.

Das Datum haben meine Kollegin Andrea und ich noch einmal verschoben: Nachdem bis Ende Mai nichts planbar und Tagungsstätten teilweise nicht erreichbar waren, war binnen Tagen alles ausgebucht. Unseren usprünglich anvisierten Septembertermin können wir deshalb nicht halten – es sind einfach keine Tagungsstätten verfügbar (außer zu Preisen, die weder wir noch unsere Teilnehmerinnen bezahlen möchten).

Wir gehen nun auf den 25. und 26. Oktober. Die Tagungsstätte ist jetzt fest gebucht, Einzelzimmer sind auf Option reserviert. Wir freuen uns über weitere Anmeldungen! Die Seminarinhalte kurz und knapp:

  • Führungskompetenz, Haltung und persönliche Werte
  • Die Perfektionismus-Falle
  • Richtig und konsequent delegierenStress und Selbstbehauptung
  • Souveräner Umgang mit Machtspielen und Dominanzverhalten
  • Umgang mit schwierigen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen
  • Die eigene Leistung in den Fokus rücken
  • Meetingformate, die zur Persönlichkeit passen

Darüber hinaus soll Zeit bleiben für Erfahrungsaustausch und persönliche Gespräche. Eingeladen sind alle Frauen mit Interesse an Führungsthemen.


Starkregen | Während ich mit dem Kunden am dem Berg saß, Jogis Jungs verlieren sah und danach ins Bett ging, regnete es in Dortmund wie verrückt. An den Steinmauern in meinem Garten kann ich sehen, wie hoch das Wasser stand, im Emscherbett liegen auch jetzt noch alle Büsche und Gräser platt, und im Dorf hat es den Radweg unterspült.

Ein paar Tage später, am Wochenende, regnete es erneut sehr stark. Wir waren mit dem Rad unterwegs; mit den ersten dicken Tropfen konnten wir uns in den Schultenhof retten. Sturzbäche gingen nieder, flossen den Hof hinunter und sammelten sich in der Rinne des Matschspielplatzes. Es sprudelte und gurgelte, und das Wasser floss ins nahe Waldstück ab.

Als der Regen nachließ und wir uns wieder auf den Heimweg machten, sahen wir wilde Wasserfälle.


Broterwerb kurz vor dem Urlaub | Ab Mitte der Woche mache ich Urlaub – mit einer Unterbrechung bis zum 9. August.

Man soll Übergänge ja fließend gestalten. In den vergangenen zwei Tagen bin ich deshalb ohne Wecker aufgestanden und hatte keine Termine mehr, habe aber noch etwas gearbeitet. Schwerpunkt: Vorbereitungen für ein dreitägiges Seminar, das ich Ende des Monats für die Volontärinnen und Volontäre beim WDR gebe. Es trägt den Titel “Agile Redaktionsarbeit”. Wir sprechen über Projekte und Projektmanagement, über Abläufe und Rollen, über Scrum und Kanban und über nutzerzentrierte Entwicklung journalistischer Produkte.

Das Seminar findet remote statt, über Microsoft Teams. Damit die drei Tage vor dem Bildschirm nicht zu lang werden, gestalte ich sie sehr interaktiv – mit kurzen, spielerischen Einheiten und freien Open-Space-Formaten, in denen Platz ist für die Themen, die die Teilnehmer:innen mitbringen.


Urlaub | Jetzt aber erstmal Urlaub. Vergangenen Sommer war ich noch Single. Dann ging ich bouldern. Jetzt habe ich fünf Fahrräder auf dem Dach und das Sommerferiengefühl von 1988.

Ich freue mich!


Flausch | Spitzmaus- und Eichhörnchencontent. Zuerst die Spitzmaus, eine ergreifende Szene aus dem Garten der Dorffreundin:

Die Maus konnte sich unter die Terrasse retten. In dem Zusammenhang gelernt (#serviceblog), dass Spitzmäuse gar keine Mäuse sind, sondern Insektenfresser.

Die Bezeichnung Spitz„maus“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Tiere mit den Mäusen nicht näher verwandt sind. Eine beschlossene Umbenennung durch die Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde auf ihrer Hauptversammlung 1942 in die zoologisch sinnvollere, ältere Bezeichnung Spitzer ließ Adolf Hitler nach seiner Kenntnisnahme durch die Berliner Morgenpost vom 3. März 1942 unter Androhung von längeren Aufenthalten „in Baubataillonen an der russischen Front“ unverzüglich rückgängig machen.

Spitzmäuse bei Wikipedia

Zuhause versucht das Eichhörnchen derweil, an die Sonnenblumenkerne zu kommen.

Es ist dabei zweimal abgestürzt, aber es war unermüdlich. Dreißig Minuten Slapstick.


Gehört | Der Gender-Dating-Gap und die Liebe – ein Hörbuch Anne-Kathrin Gerstlauer:

Es ist kompliziert – aber muss es das wirklich sein? Die mehrfach ausgezeichnete Journalistin Anne-Kathrin Gerstlauer geht im Hörbuch Der Gender-Dating-Gap und die Liebe der Frage nach, warum es moderne Frauen so schwer haben, einen Partner auf Augenhöhe zu finden.

Bringt viele Dinge auf den Punkt: Erwartungen an Partnerschaft, männliche und weibliche Verhaltensweisen im Dating, die Mär von zu hohen Ansprüchen und Ideen von neuer Romantik. Ich kann vieles nachvollziehen oder habe es auch so erlebt. Was einzig stört, ist die subjektive Erzählweise, die man von bento und ze.tt kennt. Sie lässt den Inhalt bisweilen polemisch wirken und schmälert ein stückweit die Wissenschaftlichkeit, die durchaus vorhanden ist. Insgesamt habe ich das Buch aber gerne gehört. Wie immer bei diesem Thema würde mich der gleiche Inhalt aus männlicher Sicht interessieren.


Gelesen | Wir von der anderen Seite von Anika Decker. Anika Decker ist Drehbuchautorin und Regisseurin und lebt in Berlin. Sie schrieb unter anderem das Drehbuch zu Keinohrhasen. Nach einer Nierenbeckenentzündung hatte sie 2010 eine Sepsis, als deren Folge sie mehrere Tage im Koma lag.

In ihrem Roman erzählt sie mit autobiografischen Anteilen die Geschichte von Rahel, der das Gleiche widerfährt:

Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer.

Klappentext

Kurzweilig, aber dennoch mit Tiefgang. Gerne gelesen.


Gelesen | Christian de Vries sammelt Gründe gegen Armin Laschet, zur Wiedervorlage im September. | Michael Stich, die Älteren unter uns erinnern sich, war mal Tennisprofi. Im Interview gibt er sich erfreulich geerdet und sympathisch. | 34 Grad im Norden Norwegens, 32 Grad in Sibirien: Tauende Permafrostböden werden zur globalen Gefahr.

Kommentare

2 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Sarah sagt:

    Sehr unterhaltsam, die Eichhörnchen! Den Squirrel-Parcours kennen Sie sicher schon? https://youtu.be/hFZFjoX2cGg

  2. Frau Irgendwas ist immer sagt:

    Zitat Anfang:
    Vergangenen Sommer war ich noch Single. Dann ging ich bouldern. Jetzt habe ich fünf Fahrräder auf dem Dach und das Sommerferiengefühl von 1988.
    Zitat Ende
    Bei mir war es ein Segeltörn auf der Ostsee und 5 Jahre später hatte ich (vom Finanzamt hochoffiziell in der Lohnsteuerkarte vermerkt) 1,5 Kinder. Da kriegt ja auch nicht jede Frau hin 1,5 Kinder!!!
    Viel Spaß in den Sommerferien.

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