Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Ein wunderbarer Tag

12. 6. 2020 3 Kommentare Aus der Kategorie »Tagebuchbloggen«

Start mit Pause | Der heutige Tag war ein wunderbarer. Ich wachte gegen 8 Uhr auf, machte mir einen Kaffee und setzte mich auf die Terrasse. Die Sonne blinzelte durch die Bäume. Die Dompfaffen frühstückten im Kirschbaum. Der Zaunkönig flog aus seinem Nistkasten ein und aus. Das Eichhörnchen hockte im Vogelhaus. Und ich war glücklich, einfach nur dazusitzen.

Deshalb blieb ich auch erstmal, wo ich war, und bereitete das Seminar für Montag vor: das erste Präsenzseminar seit Corona-Beginn, Projektmanagement für Volontärinnen und Volontäre in der PR. Das ist immer sehr schön, das sind junge Leute, die schon in Projekte geworfen wurden und sich freuen, Struktur und Ratschläge zu bekommen.

iPad mit Folien "Projektmanagement", Becher Kaffee, ein Saftglas, dahinter der Garten mit Gewächshaus

Ich beginne das Seminar immer mit einem Teamspiel. Beim Seminar im November war es die Marshmallow-Challenge. Dabei kommt man sich allerdings recht nah, das ist #aufgrundderaktuellenSituation nicht so gut geeignet. Deshalb werde ich auf Lego umsteigen. Jeder bekommt ein Täschchen und kann erstmal allein damit bauen.

Blick in fünf Papiertüten mit Lego

Aufgabe wird sein, ein Volontariat aus Lego zu bauen, aber eigentlich ist es nicht wichtig, was die Leute bauen. Denn Lego ist nur ein Warm up; ich leite davon im Anschluss die Eigenschaften von Projekten ab: klares Ziel, zeitliche Befristung, begrenzte Ressourcen, sowas. Es geht darum, warm zu werden, ins Thema zu kommen, die Morgenmüdigkeit abzuschütteln.

Nach dem Sitzen und Denken fuhr ich mit dem Fahrrad um den See und im Kiez umher. Ich musste Diverses erledigen, die Papiertüten für die Lego-Portionen kaufen, eine Überweisung (med.) abholen, eine Überweisung (finanz.) tätigen, Spargel vom Markt holen und so weiter.

Seit Corona habe ich nur zweimal das Auto betankt: einmal ganz zu Beginn, denn ich schlitterte mit leerem Tank in die Corona-Zeit. Und vergangene Woche. Das Auto steht die meiste Zeit in der Garage. Es gibt Wochen, in denen ich es, wie eine Rentnerin, nur zum Wocheneinkauf ausfahre. Für den Rest fahre ich Fahrrad und gehe zu Fuß. Das ist schön.

Im Anschluss aktualisierte ich die Folien fürs Seminar, machte Buchhaltung und die Umsatzsteuervoranmeldung für Mai. Zwei Tage zu spät, aber … nun. Das Finanzamt hat bestimmt auch Brückentag.

Danach nochmal Balkonien, die Sonne genießen, Musik hören. Den Garten gießen und Erdbeeren pflücken.

Erdbeerschale, die auf dem Boden steht, dahinter noch grüne Erdbeeren am Strauch

Am Abend Terrasse. Der Duft gewässerten Gartens, die Zitronella-Kerze, ein Smoothie aus Erdbeeren und dazu der Zaunkönig, der immer noch ein und aus fliegt. Er hüpft über die Terrasse, vorbei an den Töpfen mit Lavendel, Fuchsien und der Hortensie, dann fliegt er ein Stück bis zur Mauer, dort verschwindet er in den Ritzen, hüpft wieder hinaus und in den nächsten Busch. Kurz darauf kommt er zurück, den gleichen Weg über die Terrasse wie hin, nur jetzt die andere Richtung, zurück. Er fliegt hinauf zum Nistkasten – der hängt am Fallrohr der Dachrinne – und schlüpft hinein.

Laptop mit BLobeitrag im Backend, Weinglas und Erdbeersmothie, im Hintergrund der Garten

Und so endet der Tag, wie er begann.


Gelesen | Haltung? Ja, bitte. Daniel Drepper, Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland und Dortmunder Journalistik-Absolvent, übers Journalistsein.

Angeguckt | Eine Möwe, die einen Hasen verschlingt. Im Ganzen. //*Augenzucken


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Kommentare

3 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Alexandra sagt:

    Rrrrräusper! Alles wie immer sehr gern gelesen, echt – aber Augenzucken meinerseits, weil: Der Hase ist ein Kaninchen, noch dazu ein kleines.

    Also geschätzt gerade so groß wie eine besonders fette Ratte!

    Ein Hase wäre drei- bis viermal so groß. Nur, um das mal zu relativieren.

  2. Alexandra sagt:

    Korrektur: zwei- bis dreimal so groß. So viel Zeit muss sein.

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