Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Ein Mann. Eine Frau. Ein Gespräch.

29. 1. 2018 2 Kommentare Aus der Kategorie »Ein Mann. Eine Frau. Ein Gespräch.«

Einige zusätzliche Worte zum Podcast, den ich nun monatlich gemeinsam mit Christian mache.

Wie kam’s dazu?

Wir waren beide auf dem Barcamp in Dangast. Dort habe ich eine Session übers Podcasten besucht. Schon vorher habe ich ein paarmal gedacht: Das könntest du auch mal machen. Doch alleine wollte ich nicht. Und zum Mitmachen hatte ich niemanden.

Nachdem wir wieder in NRW haben, haben Christian und ich uns auf einen Kaffee getroffen, unabhängig von irgendwelchen Podcastideen, sondern nur mal so – oder vielleicht gab’s auch einen Anlass, ich weiß nicht mehr.  Ich weiß auch nicht mehr, wie wir genau darauf kamen: Jedenfalls war nach zweieinhalb Stunden im Café klar, dass wir zusammen podcasten möchten. Es ging ein bisschen Zeit mit Vorbereitungen und Trödeleien ins Land. Vergangene Woche war’s dann soweit: Wir hatten alles für die erste Aufnahme – sogar ein Thema!

Worum soll’s im Podcast gehen?

Christian und ich unterhalten uns. Jede Folge hat ein Thema. Nach unserem ungeplanten Café-Kick-off haben wir gebrainstormt und eine Menge Stichworte in ein Google Doc geschrieben, zu denen uns eine Folge lang etwas einfallen würde: „Machen“, „Loslassen“, „Flirten“, „Streiten“, „Authentizität“, „Scham“, „Alt werden“, „Vergnügen“. Um solcherlei Dinge soll’s gehen.

Das Setting: Christian und ich reden miteinander und bringen unsere Gedanken zu dem Thema mit. Wir recherchieren aber auch vorher, so dass Ihr im Podcast Fakten erfahrt und danach noch weiterlesen könnt.

Warum sollte ich mir den anhören?

Noch ein Podcast?! Braucht das die Welt?! Wir meinen: Ja! Denn: Wir sind wir. Ein Mann Mitte 50, eine Frau von fast 40 – wir haben verschiedene Sichtweisen auf das Leben und unterschiedliche Erfahrungen. Das könnte spannend werden. (Wenn es das nicht wird, hören wir wieder auf.)

Wo finde ich das gute Stück?

Uns gibt es im Abo bei itunes, außerdem bei Soundcloud und Podigee, als RSS-Feed (mp3, aac) und hier im Blog.

Worum geht’s in der ersten Folge?

Wir sprechen, passend zur Premiere, übers Kennenlernen. Über den Mut, den’s dazu braucht, über Erwartungen, über Ameisenwarte und über das Treffen mit Leuten aus dem Internet.

https://soundcloud.com/einmann-einefrau-eingespraech/ein-mann-eine-frau-ein-gesprach-januar-2018-kennenlernen

Wir grooven uns noch ein bisschen ein. Geben Sie uns ein paar Folgen Zeit – und natürlich Euer Feedback.

Worum wird es in der nächsten Folge gehen?

Ums Lernen. Denn, klar: Aus der ersten Folge haben wir bereits etwas gelernt.

Christian war außerdem einst Pädagoge, ich habe in einem früheren Leben  Sozialpsychologie studiert, wir haben beide inzwischen andere Berufe als das, was wir ursprünglich gelernt haben, und darüber hinaus viel Erfahrung damit, sich Neuem zu stellen, auch jenseits von klassischen Ausbildungswegen.

Ich habe mir zu dem Thema schon ein paar Notizen gemacht: Wie lernen gut funktioniert, wie man bei verschiedenen Arten von Wissen unterschiedlich lernt, was beim Lernen im Erwachsenenalter anders ist und welche Lerntipps ich habe. Aber: Ich weiß nicht, wie sich das Gespräch entwickeln wird. Wahrscheinlich hat Christian ganz andere Stichworte. Ich freue mich auf neugierige Zuhörer.

Los! Macht uns Vorschläge!

Her mit Euren Ideen und Wünschen! Worüber sollen wir sprechen? Was möchtet Ihr wissen?

Kommentare

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  1. Liisa sagt:

    Glückwunsch zur – wie ich finde – sehr gelungenen ersten Folge Eures neuen Podcasts. Spannendes Thema, schön und interessant diskutiert.

    Ich bin nach all den Jahren auf Twitter immer noch sehr unsicher, wie gut man tatsächlich andere Twitter und Twitterinen „kennen“ kann. Stichwort: „es sind immer nur Ausschnitte“, die wir lesen.

    Die Gefahr, falsche Schlußfolgerungen aus dem Gelesenen zu ziehen, ist immer da. Klar, wenn ich jemandem Jahre folge, ergeben sich gewisse grobe Linien, aber es bleiben immer noch viele Dinge, die man eben nicht weiß und die unter Umständen vieles in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen würden, wüsste man darum.

    Es bleibt, so lange man sich nicht tatsächlich von Angesicht zu Angesicht trifft, doch alles nur vage Annahmen, Vermutungen, Eindrücke. Und selbst wenn man sich von Angesicht zu Angesicht trifft, weiß man nur einen Bruchteil vom anderen. Wenn man nicht zufällig in der gleichen Gegend oder Stadt lebt und sich öfter sehen oder wenigstens sprechen kann, nimmt man auch bei einem direkten Treffen nur einen „Ausschnitt“ des anderen wahr. Es ist kompliziert.

    Der andere Punkt, der mich schon lange und häufig gedanklich beschäftigt, wenn es ums Kennenlernen geht: Je länger, desto unsicherer werde ich eigentlich, was das angeht. Mich verunsichert es enorm, dass so viele sehr genaue Vorstellungen haben und artikulieren/tweeten, was für sie an anderen akzeptable oder nicht akzeptable ist. Das kann Äußerlichkeiten betreffen, aber auch Einstellungen, Ansichten und was nicht noch. Es sind vielleicht nicht mal die einzelnen Dinge, die da genannt werden, als vielmehr der Eindruck der dadurch entsteht. Nämlich: da sind Menschen, die so festgelegt sind, wen sie kennenlernen wollen, dass (fast) kein Raum mehr bleibt sich vielleicht darauf einzulassen, auch mal jemanden kennenzulernen, der nicht in ihr persönliches „Kennenlern-Raster“ passt und sich einfach überraschen zu lassen, dass jemand außerhalb dieses Kennenlern-Rasters vielleicht auch ein spannender interessanter Mensch sein könnte, der zu einem passt.

    Ich bin nicht sicher, ob ich gerade verständlich kommunizieren kann, was ich meine. Ich meine nicht das „normale“ Maß an Sympathie/Antipathie, gemeinsame Interesse, Hobbies, etc. Sowas spielt natürlich auch eine Rolle.

    Abgesehen davon, war es glaube ich Christian, der im Gespräch darauf hinwies, dass man sich zum Kennenlernen auch Zeit nehmen muss (und ich stimme ihm da zu), und das ist ein weiterer Punkt, der es heute enorm schwer macht, neue Menschen wirklich kennenzulernen, denn wie es scheint, hat ja kaum noch einer Zeit für sowas.

    Wenn schon die bestehenden „Freundschaften“ oder Kontakte nicht mehr regelmäßig gepflegt werden können, weil alle nur im Stress sind und keine Zeit haben und überhaupt, wo sollen dann die Kapazitäten, die Zeit, die Kraft, die Lust herkommen, sich auf neue Menschen und evtl. Freundschaften einzulassen?

    Klar, wenn es sofort „funkt“, kann es funktionieren. Aber wie oft passiert das? Und was ist mit denen, die nicht auf den ersten Blick „überzeugen“? Es gibt „Liebe auf den ersten Blick“ und „Freundschaft auf den ersten Blick“, aber eben auch Liebe erst auf den zweiten oder sogar erst dritten Blick bzw. Freundschaft erst auf den zweiten oder dritten Blick. Aber so, wie alle (tatsächlich oder angeblich) gefordert und gestresst sind, bleibt für einen zweiten und dritten Blick ja gar keine Zeit und Kraft oder Lust mehr.

    Alle wollen alles möglichst schnell und ohne viel Aufwand. Sozusagen das Freundschaftsfeuerwerk, mit sofort ganz viel Aufregung und Glitzer und Wow! Das gibt es tatsächlich. Aber es gibt auch Freundschaft, die kommt langsam und unspektakulär daher. Eine Freundschaft die erst wächst und sich entwickelt. Diese Art Freundschaft, so scheint mir, hat heutzutage aber kaum noch eine Chance, weil eben schnell, schnell! Wenn es nicht gleich funkt und zündet, sind wir wieder weg und riskieren keinen zweiten, geschweige denn einen dritten Blick zurück. Außerdem sind ja da draußen soooo viele Menschen, die potentiell viel interessanter scheinen, etc. etc.

    Es ist kompliziert und so viele Gedanken wolltet Ihr zum Thema vermutlich auch gar nicht noch hören. ;-)

    Zum Thema Eures nächsten Podcasts „Lernen“ fielen mir u.a. folgende Stichworte ein:

    – Was wissen wir eigentlich wirklich? Wieviel von dem, was wir mal gelernt haben, ist noch aktuell, wahr, etc.? Wieviel von dem, was wir heute lernen ist übermorgen oder überübermorgen immer noch aktuell, wahr, etc. (Verhältnis zwischen dem Verfallsdatum von Sach-Wissen und der eigenen Lebenszeit)
    – Sachlernen vs Lebenslernen
    – das Ideal des „lebenslangen Lernens“: Was steckt dahinter? Und ist das wirklich so ideal? Kann/Sollte/Müsste man irgendwann mit Recht sagen: Genug gelernt!?

    Bin schon sehr gespannt und freue mich auf Eure nächste Podcastfolge!

    Viele Grüße

    Liisa

    1. Vanessa sagt:

      Danke Dir! Nein, das ist nicht zu lang!

      Stichwort „Ausschnitte“:
      Das merke ich in zwei Richtungen. Zum einen, wenn Menschen mir begegnen, die mein Blog lesen. Schon in den ersten zehn Minuten sagen die Leute meistens dreimal: „Ach, das wusste ich gar nicht.“ Ja, weil ich eben nicht alles hierhin schreibe. Umgekehrt geht es mir aber genauso. Ich muss mir selbst immer bewusst machen, dass das, was ich sehe, nur ein Bruchteil einer Person ist.

      Was erstaunlicherweise trotzdem gut funktioniert: Feststellen, ob es eine grundlegende Sympathie gibt. Auch wenn ich nicht alles sehe, ist so eine Grundsympathie da (oder auch nicht), die bislang, bis auf eine Ausnahme, immer gepasst hat.

      Stichwort „Zeit fürs Kennenlernen“:
      Ich denke, wenn beide Seiten sich sympathisch sind, ergibt sich das. Dann ist ein beiderseitiger Wunsch da, mehr Berührungspunkte zu schaffen. Die können dann persönlich sein oder telefonisch oder schriftlich oder wie auch immer. Es ist sicherlich auch unterschiedlich, wie oft man sich sieht und wie schnell man wie sehr vertraut ist. Bei dem einen Menschen geht’s schneller, dem erzählt man schon am ersten Abend Persönliches, bei dem anderen dauert’s.

      Stichwort „Erster Eindruck“:
      Das meinte ich im Podcast mit „Wenn derjenige dann den Mund aufmacht …“ – das ist der zweite Blick. Es kann sein, dass jemand total unspektakuär daherkommt, dann beginnt er oder sie zu reden, ich höre zu und höre weiter zu und höre vielleicht nochmal an einem anderen Abend zu – und dann entwickelt sich immer mehr Sympathie. Umgekehrt geht’s natürlich auch.

      Danke für die Stichworte zum Lernen. Dieses Aktualitätsding hatte ich noch nicht auf dem Schirm, aber das stimmt, das ist wichtig. Das passt dann auch zum Thema „Lebenslanges Lernen“.

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