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Sonntag, 30. Dezember, und die Tage zuvor

Es ist eine wunderbare Zeit zwischen den Jahren, wenn man nicht arbeitet. Es gilt das Motto jeden Swingerclubs: Alles kann, nichts muss.

Ich schlafe dieser Tage aus und frühstücke ausgiebig. Dabei widme ich mich endlich einmal einen wichtigen Thema: Unter welchen Bedingungen entsteht der beste Milchschaum? Recherchen haben ergeben: H-Milch ist besser als Frischmilch, dazu darf die Temperatur nicht zu hoch sein. Bei mehr als 60 Grad geht es dem Eiweiß schlecht und es macht keinen schönen Wölkchen mehr. Ich bin kurz vor der Perfektion; nur einige Milchkaffees noch, dann habe ich’s.

Allerdings gilt es dann, Konstanz in die Leistung zu bringen. Ich kann also nach Neujahr nicht einfach abbrechen. Deshalb habe ich bis zum 7. Januar keine Kundentermine.

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Vor ein paar Tagen habe ich mich kurz vor Holland bis nachts um Drei mit bestem Gin betrunken – Parship-Gin, um genau zu sein. Das war ausgesprochen passend, denn anwesend waren zwei Paare, die sich jeweils klassisch über das Internet kennengelernt haben. Das war aber alles nicht Thema, vielmehr haben wir uns über andere Dinge unterhalten. Dazu gab es Pizza aus dem Karton. Ein fantastischer Abend.

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Melanie Wyssen-Voß tagebuchbloggt jetzt auch.  \o/

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Heute habe ich einige Stündchen gearbeitet: die Belege des Dezembers gescannt und verbucht. Das hat ein gutes Gefühl gemacht. Endlich Ordnung im Zettelkram. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich noch keinen Dezembernewsletter verschickt habe. Also bin ich hurtig ans Werk gegangen: Kinder, wie die Zeit vergeht!

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Wo wir beim Jahreswechsel sind: Es folgt der Bericht fürs Amt.

Zugenommen oder abgenommen?

Gleich, dafür auch gleich sportlich geblieben. Das ist eher negativ gemeint, denn ich bin momentan nur alltagssportlich.

Haare länger oder kürzer?

Auch gleich. Dafür, dass ansonsten viel passiert ist in meinem Jahr, habe ich mich körperlich sehr wenig verändert.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Nix von beidem, auch die Gleitsichtbrille ist noch nicht in Sicht. Ich habe das mehrfach kritisch an mir selbst überprüft. Man muss den Entwicklungen des Alters schließlich würdevoll – Achtung, Wortwitz – ins Auge sehen.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger als 2017. Das ist nicht verwunderlich, denn in 2017 habe ich ein Auto angeschafft. Die Anschaffungen in 2018 hielten sich in Grenzen. Das Teuerste waren meine Weiterbildungen und der neue Esstisch. Alles andere, inklusive den fünf Wochen in Italien, war überschaubar.

Mehr bewegt oder weniger?

Es gab unterschiedliche Phasen: Auf meiner Reise im März habe ich mich sehr viel bewegt. Ich bin durchschnittlich zehn Kilometer am Tag zu Fuß gegangen. Im Sommer bin ich viel geschwommen, dafür habe ich anderweitig wenig Sport gemacht. Im Herbst war ich dann weniger sportlich und habe viel gearbeitet.

Der hirnrissigste Plan?

Ich neige nicht zu hirnrissigen Plänen. Ich bin durchaus risikofreudig, aber ich hatte bislang immer einen guten Blick für das Risiko, das ich eingehe. Und einen Plan B.

Die gefährlichste Unternehmung?

Am gefährlichsten waren wohl die rund 25.000 Kilometer, die ich dieses Jahr im Auto verbracht habe, wovon die 7.000 Kilometer im Ausland die ungefährlichsten waren. Deutsche Autobahnen sind einfach idiotische Orte.

Die teuerste Anschaffung?

Pablo, Wissen und Weiterbildungen und jede Menge schöne Erlebnisse in Italien.

Das leckerste Essen?

Sie ahnen ja nicht, wie oft ich lecker esse! Ständig eigentlich. Ich habe in diesem Jahr vergleichsweise viel Sushi gegessen – das war jedesmal sehr lecker. Ich habe außerdem mehrfach sehr lecker bei Freunden gegessen; meine Freunde kochen fantastisch. Die frische Pasta mit Zucchini und Salsiccia, die ich mir oft auf meiner Reise gekocht habe, waren jedesmal super. Ich habe einen hervorragenden Tiramisu-Hersteller kennengelernt. Am zweiten Weihnachtstag sind mir die Rinderrouladen ausgesprochen gut gelungen. Außerdem gab es eine Pizza am See, einfach aus dem Karton, auf einem Stein sitzend, die auch super war.

Das beeindruckendste Buch?

Ich habe in diesem Jahr wenig gelesen. Erst hatte ich zu gut zu tun, dann war ich zu verliebt, dann hatte ich zu gut zu tun.

Der ergreifendste Film an den du dich noch erinnerst?

Siehe Buch. Ich habe mich immer schon wenig für Filme interessiert. Ich gucke gerne mal einen guten Film und bin dann auch begeistert, aber alles in allem gibt es zu viele mäßige Filme, als dass ich mit Filmegucken viel Zeit verbringen möchte. Vorgestern habe ich nach langer Zeit mal wieder den Clou geschaut. Das war sehr prima.

In 2018 habe ich auch sehr wenig Fernsehen geguckt. Linear schaue ich fast nichts mehr außer den Tatort am Sonntagabend und vielleicht die sportschau und das sportstudio am Samstag. Ansonsten nur über die Mediathek und dort zum Großteil Reportagen und Dokumentationen, dazu ein paar Fernsehfilme, zuletzt Aenne Burda.

Die beste Musik?

Ich mag es durchaus, gute Musik zu hören, besonders im Auto. Aber ich könnte keine Band oder ein spezielles Musikstück nennen, das mich nachhaltig beeindruckt hat.

Die meiste Zeit verbracht damit …?

… zu lernen. Ich habe in 2018 Weiterbildungen gemacht, dazu Barcamps besucht und erhellende Gespräche geführt. Das war toll.

Die schönste Zeit verbracht …?

mit C, auf meiner Reise und im Schwimmbad.

Vorherrschendes Gefühl 2018?

Neugier.

2018 zum ersten Mal getan?

Eine Weiterbildung in Mediation gemacht. Eine Weiterbildung in Design Thinking gemacht. Fünf Wochen lang verreist. Eine Wasserleitung mit einem Feuer aus Obstkisten enteist. Parma, Bergamo, Reggio Emilia, den Bolsenasee, Etruskerwege, die Abbruzzen, die Marken, den Iseosee, Luzern und Solothurn besucht und den Weissenstein erklommen.  Im Eisregen durch den Appenin gefahren. Einen Pelletofen bedient. Auf einem französischen Schloss gewohnt. In Venlo gewesen. Für Vorträge bezahlt worden. Einen eigenen Podcast gemacht. Einen eigenen Newsletter gemacht. Im September in der Nordsee geschwommen. Die Legenden von Andor gespielt. In der Bibliothek des Deutschen Museum recherchiert. Eine ganze Bahn Kraul geschwommen. Danach viele weitere Bahnen Kraul geschwommen. Richtig viele Gurken geerntet. Gemeinsam mit Hansbahnhof vorgelesen. Ein Annual General Meeting des Ladies‘ Circle besucht.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
 

Duisburg besucht. Zuletzt auf einer Klassenfahrt in den 1990ern. Und: einen Abschleppdienst gerufen. Zuletzt Anfang der 2000er Jahre auf einem Parkplatz in der Nähe von Haiger Burbach.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Knieschmerz, sonst nix. Selbst der kaputte Reifen in Montefiascone war okay, denn so habe ich Dinge erlebt, die ich sonst nicht erlebt hätte.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Mmmh. Nee. Da fällt mir nichts ein.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das müssen Andere sagen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Mich zu küssen.

2018 war mit einem Wort …?

Abwechslungsreich.

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Gelesen: Landlust? Wie Unternehmen Fachkräfte in die Provinz locken. Das Problem wäre für mich ja nicht, auf dem Land zu leben, sondern dass es meist nur dieses eine Unternehmen gibt. Ergeben sich dort keine Entwicklungsperspektiven mehr oder stellt sich die Unternehmenskultur als hierarchisch, entwicklungsunfreudig oder sexistisch heraus – das merkt man oft erst nach zwei oder drei Jahren -, helfen auch kein Fitnessraum und kein Home Office. Meist gibt es für Hochqualifizierte keinen weiteren Arbeitgeber in der Region. Jobwechsel heißt dann: Umziehen, soziales Umfeld aufgeben, ein kompletter Neustart. Das sehe ich als eigentliches Hemmnis.

Gelesen: Lieferando schluckt Foodora, Lieferheld und Pizza.de. Ich fahre ja immer noch selbst zu Senminuten, der Feinkosttempel meines Vertrauens.

GelesenWie mich mein Wunsch nach einer gleichberechtigten Vaterrolle den Job gekostet hat. Passend dazu: „Und, wo ist dein Kind gerade?“ – Ninia LaGrande schreibt über Gleichberechtigung, Scheuermilch, Ehegattensplitting und dass sie sich, im Gegensatz zu ihrem Mann, ständig rechtfertigen muss, wo denn ihr Kind ist, während sie arbeitet.

Gelesen: Malte Welding antwortet auf die Frage: Ich bin gerade verlassen worden und so traurig. Ein Tipp?

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Perlasam sagt:

    Die Milch sollte max. 1,5 % Fettgehalt haben.
    Falls das noch irgendwie zur Perfektion beitragen kann.

    Viel Erfolg weiterhin beim Milchschaumbasteln!

    1. Vanessa sagt:

      Ich werde die Experimente fortsetzen.
      //*nickt entschlossen

  2. Cathrin sagt:

    Da habe ich doch für eine Hundertstel Sekunde gedacht du meinst mich.
    Ach, es sei dir von Herzen gegönnt.

    Nächstes Jahr dann wieder im Freibad.

    1. Vanessa sagt:

      Die Freibadbesuche mit Freundschaftscalippo bedürfen einer Wiederholung!

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