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Wochenende, 6. und 7. Oktober

Das war ein sehr schöner BVB-Sieg. Und eine schöner Sieg von Gladbach.

Den ganzen Samstag über habe ich versucht, nichts zu hören und nichts zu sehen, keine Bundesligakonferenz, keine sozialen Medien, keine Nachrichten, um abends im sportstudio erstmals die Spiele zu gucken und das Ergebnis zu erfahren. Klappte so halb.

Freue mich sehr mit Mario Götze. Und mit Marco Reus, der endlich mal längere Zeit unverletzt ist. Und mit dem kleinen Spanier, der einfach mal sechs Hütten in drei Spielen macht. Und mit Sancho, der bei uns bleiben möchte. Das macht alles sehr viel Spaß.

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Juli Zehs Unterleuten fertig gelesen. Begonnen im August, war rasch auf der Hälfte, dann stockte das Lesen aufgrund äußerer Umstände und auch, weil die Handlung nachließ. Ich nahm das Buch immer wieder zur Hand, las, hatte dann wieder Besseres vor, es zog ich mich auch nichts dringend zur Geschichte hin. Ich las dennoch weiter, denn eigentlich gefallen mir die Geschichte und Julia Zehs Erzählweise. Aber so richtig packte mich Unterleuten nicht mehr. Jetzt habe ich es beendet, und ja: Ich kann die Lektüre empfehlen. Ich empfehle aber auch, das Buch am Stück im Urlaub zu lesen. Oder vielleicht auf langen Zugfahrten.

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Beim heutigen Frühstück über Schwimmen im Winter sinniert, im Hallenbad mit Ausziehen, Umziehen, Anziehen, trocknen oder eben nicht trocknen, hoher Luftfeuchte und dem Überstreifen enger Jeans auf feuchter Haut. Darauf gekommen, dass die deutsche Ingenieurskunst eine Sache sträflich vernachlässigt hat: die Erfindung einer Dusch- und Anziehstraße in Schwimmbädern und Privathaushalten.

Funktion ähnlich einer Autowaschstraße: Ich stelle mich auf ein Laufband, von vorne und hinten kommt warmes Wasser, ich werde geschäumt und abgespült, ganzkörpergeföhnt, leicht gecremt, anschließend Wellness-Trocknung, zum Schluss streift mir ein Anziehautomat meine angewärmten Klamotten über und es gibt einen Becher Milchkaffee mit auf den Weg.

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Drei Jeans sind gleichzeitig kaputtgegangen. Das passiert immer zum selben Zeitpunkt, nie geht nur eine einzelne Jeans kaputt. Warum ist das so?

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Die Frau, die den gleichen Namen hat wie ich und die bei allen Online-Dingen meine Mailadresse angibt (ich erwähnte es schonmal), fährt jetzt in Australien mit Uber rum. Offensichtlich hat es mit den Bewerbungen geklappt und sie hat einen richtig guten Job gekriegt. Freue mich mit ihr.

Ich begleite sie bereits seit ihren ersten eigenen Amazon-Einkäufen und war in der Uni Teil ihrer Lerngruppe. Zuletzt befand sie sich bei verschiedenen Firmen in Bewerbungsverfahren, selbstredend mit meiner Mailadresse. Habe überlegt, zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, wäre sogar fast ums Eck gewesen.

Das ist aber alles nichts gegen das verbindende Schicksal von Moritz und seinem Namensvetter:

Ich empfehle den ganzen Thread.

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Gelesen (offline): Was kann der deutsche Ingenieur? [ZEIT epaper, €] – über einen Berufsstand, dem Deutschland viel verdankt und der ein neues Selbstverständnis finden muss.

Kommentare

14 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Iris sagt:

    Das mit den gleichzeitig sich einmütig verabschiedenden Kleidungsstücken kenne ich auch nur zu gut. Frau kauft sie alle mehr oder weniger gleichzeitig, nutzt sie mehr oder weniger gleichzeitig und mehr oder weniger gleichzeitig gehen sie kaputt.
    Funktioniert auch mit Birnen von Autoscheinwerfern oder Rücklichtern, Glühbirnen, Handtaschen, Schuhen, …

    1. Vanessa sagt:

      Ich habe auch gedacht: Die gute Nachricht ist, dass ich meine Kleidung gleichmäßig trage und abnutze.

  2. jpr sagt:

    Die Briten sind bei Ihrem Wunsch schon weiter (jedenfalls im haeuslichen Bereich, aber die Adaption auf das Schwimmbad ist dann ja nicht mehr schwer): https://youtu.be/pqGTtFIZm5Y?t=64

    1. Vanessa sagt:

      Kein schlechter Ansatz. Nur das Shampoonieren müssten wir noch einbauen.

  3. AnGarasu sagt:

    Thema Namensvetterin: Auch ich habe mal wieder per Mail den Scan eines Blitzerschreibens von der Sekretärin des Ehemannes an dessen Frau bekommen, die mit dem Firmenwagen in eine Radarfalle geraten ist. Mit Zeit, Datum, Ort, Kennzeichen und Foto. In kürzester Zeit das dritte Mal übrigens. Meine NV legt es scheinbar sehr auf einen Führerscheinentzug an … Kann nur hoffen, dass ich nicht aufgefordert werde es statt ihrer zu tun.

    1. Vanessa sagt:

      Sie fährt also mit seinem Firmenwagen in Radarfallen, während er … ja, was? Betrunken daneben sitzt? Arbeitet? Bei einer anderen Frau liegt? Den Garten umgräbt? Wir werden es nie erfahren.

  4. Ellen sagt:

    Meine Namensvetterin hat 10 Jahre im gleichen Stadtviertel gewohnt. Wir waren sogar beim gleichen Friseur, den wir nachhaltig verwirrt haben. Mails haben wir nicht voneinander bekommen. Aber echte Post. Und ich wurde öfters mal auf „mein“ lokalpolitisches Engagement angesprochen… Gott sei Dank haben wir in der Richtung ähnliche Ansichten.
    Kennengelernt haben wir uns allerdings nie – und jetzt bin ich umgezogen.

    1. Vanessa sagt:

      Ach, wie schade. Es hätte fast eine Freundschaft werden können, gerade bei ähnlichen Ansichten und dem gleichen Friseur.

  5. Amélie sagt:

    Hehe, so eine Dusch- und Anziehstraße habe ich mir auch schon des Öfteren gewünscht… so schön das Schwimmen auch im Winter ist – so lästig das Anziehen danach. Vor allem bekomme ich in den meist hübsch warm aufgeheizten Umkleiden gerne einen Hitzschlag und hätte mir die Dusche sparen können: bis ich in der Kleidung stecke, ist sie nass geschwitzt.

    Und auch für daheim wäre das die perfekte Ergänzung! Oh, wie hasse ich duschen (baden auch). Dieses sinnlose Geseife, irgendwann ist es immer kalt/warm, der Wasserstrahl zu hart/lasch, was ich in der Zeit alles anstellen könnte! Und habe ich mich dann erst einmal zur Dusche überwunden, bin ich danach unnötig nass und muss wieder alles trocken rubbeln, über den Haarschopf läuft das restliche Wasser noch Minuten später am Rücken herunter, und nicht zu vergessen die unzähligen Male, in denen ich meinem Tod quasi schon ins Auge blickte, weil ich in der Wanne (beinahe!) ausgerutscht bin. Nun, vielleicht nicht dem Tod, aber zumindest der Spannung versprechenden Geschichte „nach der Dusche im Bade aufgefunden“.

    Dusch- und Anziehstraße! Wo kann ich investieren?

    1. Vanessa sagt:

      Wir könnten ein Crowdfunding machen und brauchen nur noch eine kleine Ingenieurskombo, die sich der Sache annimmt.

      Wasserstrahl – großes Thema. Ist selten optimal. Auch so eine Sache, die viel zu wenig Beachtung findet.

  6. Lexi sagt:

    Oh ja, definitiv pro Dusch- und Anziehstrasse!

    Als Winterhallenbadschwimmerin habe ich meine Abläufe auf maximale Effizienz getrimmt (in meinem Fall hat das Schwimmbad genau 1h geöffnet, man wird spätestens 7:45 aus dem Wasser gepfiffen und muss um 8 wieder vor der Tür stehen):
    Bloß keinen Schnickschnack! Ein Stück festes Shampoo reicht für alles, unbedingt zwei Handtücher, da trocknen die Haare schonmal an, während man nur die essentiell wichtigen Hautstellen cremt.
    Schuhe möglichst ohne Senkel, Hose ohne Verschluss, nur Unterhemd und kein BH, Mütze auf die nassen Haare. Ich habe das große Glück, in diesem Aufzug ins Büro zu können, Haare trocknen dann dort. Vielleicht wäre das ja eine Option für Homeofficetage.

    1. Vanessa sagt:

      #team2handtücher

      An Homeofficetagen muss man nur in den Jogger.
      Also, habe ich gehört.

  7. birke sagt:

    http://www.no1jeans.com/

    Ein kollege schickt seine jeans immer zum reparieren. Habe das noch nicht selbst getestet. Aber die Fotos auf der website sehen sehr vielversprechend aus. Nahezu unsichtbar geflickte jeans…

    Viele grüsse!

    1. Vanessa sagt:

      Keine schlechte Sache. Zumindest für Lieblingsjeans. Jeanse. Jeansese. Also, mehrere Jeans.

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