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Sonntag, 17. Juni

Weiterhin große Schwimmfreude.

Heute bin ich 2.000 Meter geschwommen, davon 1.000 Meter zügig – in 27 Minuten. Vielleicht waren es auch 26 Minuten. Ich habe nur die große Uhr am Schwimmmeisterhäuschen, auf die ich schauen kann; jedenfalls habe ich um 20 nach angefangen und war etwas über Viertel vor fertig – ich muss der Uhr allerdings immer noch eine halbe Bahn entgegenschwimmen, damit ich es genau erkennen kann.

Ich erkläre mir die gute Perfomance mit dem vorangegangen Grillabend, der fulminant in einem Erdbeertörtchen mündete und eine gute Grundlage bildete.

Freibad mit zwei Schwimmerbahnen, Bänken und Wiese

In einem Kommentar zum Dienstag habe ich eine Frage zu meinem Schwimmstil beantwortet: Ich schwimme Brust, weil ich nichts anderes kann – mit Armzug, untertauchen, Beinschlag, gleiten, wie man das so macht. Ich habe nur Seepferdchen und niemals Unterricht in Schwimmtechnik genossen, deshalb ist das wahrscheinlich alles sehr verbesserungswürdig. Auf den zweiten 1000 Metern schiebe ich immer ein bisschen Kraul ein. Nach einer dreiviertel Bahn muss ich allerdings jedesmal aufgeben, weil Kraulen mich so anstrengt. Ich mache also irgendwas falsch. Oder muss einfach mehr üben.

*

Auf dem Grillabend gab es Bierchen – also ein Bierchen, das „Bierchen“ heißt. Wundervoll.

Stauder Bierchen

Schmeckt auch gut. Traditionelle Ruhrgebietsbraukunst aus Essen, Etiketttext: „Aromastarkes, frisches Charakter-Bierchen, handwerklich gebraut.“

*

Ich bin müde von zwei Dingen.

Ich bin müde von Talkshowthemen und Magazincovern, die sich mit nichts anderem als mit Flüchtlingsthemen befassen, während wir hier in Frieden leben, unsere Wirtschaft boomt, jeder vierte Geflüchtete mittlerweile einen Job hat und während viele tolle Dinge im Land passieren – während uns allerdings das Pflegepersonal fehlt, die Mieten in Großstädten durch die Decke gehen, während es in Schulen und Turnhallen hineinregnet, während der Verkehr in meinem Bundesland sich ins Absurde staut und während ich, sobald drei Meter Rapsfeld um mich sind, nicht mal mehr Egde-Empfang habe.

Ich frage mich, warum wir, statt in roter Farbe und großen Buchstaben Angst zu schüren, nicht unaufgeregt über eine zukunftsgerichtete Einwanderungspolitik reden, damit neben Asylsuchenden und Konzernmitarbeitern auch Krankenpfleger aus Jordanien, Maschineinrichter aus Namibia oder Busfahrerinnen aus Moldawien geordnet und mit unserer Unterstützung hier einreisen und leben können. Was spricht dagegen, dass sie friedlich hier wohnen, arbeiten und mit uns das Land gestalten? Nur: Wir bieten normalen, durchschnittlich qualifizierten, redlichen Menschen aktuell keine Möglichkeit, sich darum zu bewerben. Das ist weltfremd.

Statt also einen pragmatischen, lösungsorientierten Diskurs anzustoßen, erlebe ich eine bedingungslose Fokussierung auf eine Bedrohung, die es weder in der Kriminalitätsstatistik noch in anderen Zahlenwerken gibt – und das in einer Tonalität und Vehemenz, die mich an sehr, sehr dunkle Zeiten erinnert.  Die Ignoranz und Unfähigkeit von Redaktionen, andere Perspektiven zu beleuchten als die des wohlsituierten Redakteurs, der sich in seinem Reihenmittelhaus von marodierenden Arabergruppen bedroht sieht, macht mich müde – und ich frage mich, woher das journalistische Selbstbewusstsein kommt, diese Themensetzung als Reflexion der Volksseele zu sehen. Die Volksseele hat bald Sommerferien, sitzt dann cremegeschmiert und sandpaniert an Badeseen, brät Bratmaxe oder reist mit Charterflugzeugen auf Mittelmeerinseln, um dort in teutonischer Geselligkeit Schnitzel zu essen und sich weltgewandt zu fühlen. Die größte Bedrohung ist dabei der Klimawandel, der übrigens auch ein Thema wäre. Aber wenn wir erstmal Ankerzentren haben, gibt es auch keinen Starkregen oder keine Polkappenschmelze mehr – das habe ich doch richtig verstanden, oder?

Ich bin außerdem müde von Einladungen zu Veranstaltungen, zu Sommerfesten, Technologie-Summits und Diskussionsrunden, in denen Podiumsgäste stehen, die allesamt mittelalt und männlich sind, ohne Migrationshintergrund, und die, legt man all diese Einladungen ausgedruckt nebeneinander, in ihrer Homogenität gut in eine Werbekampagne für Herrenhemden passen. Diese Woche erhielt ich drei dieser Einladungen mit zusammengenommen acht Podiumsgästen. Es war weder eine Frau darunter, noch gab es Gäste, die anderweitig aus dem Hemdenwerbungsraster fielen. Hätte ich in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Veranstaltungen trotz der uniformen Gäste erhellend und horizonterweiternd sind, würde ich mich nicht so daran festbeißen; aber das sind sie nicht: Es sind Veranstaltungen, in denen ich immer das Gleiche höre, nur aus unterschiedlichen Mündern (manchmal, andernorts, wird es schon lachhaft absurd, zum Beispiel wenn das Thema des Herrenabends „Gemeinschaft säen. Zukunft ernten“ lautet). Die guten Veranstaltungen hingegen – und ich gehe durchaus regelmäßig auf Veranstaltungen – sind immer diejenigen, die möglichst viele unterschiedliche Menschen zu Wort kommen lassen – in Formaten, die das zulassen, und mit Gästen, die vielfältig sind.

Das Festhalten an homogenen Podien ermüdet mich, denn es bringt uns genausowenig voran wie die Fantasie des Reihenhausredakteurs, und es ist beides so sehr an meiner Lebenswelt vorbei, dass ich sogar beginne, wütend zu werden. Ich werde sehr selten wütend und es dauert sehr lange, bis das passiert; ich bin ein freundlicher, vorwärtsgewandter Mensch. Aber diese beiden Dinge, das journalistische Framing und die sich selbst bestätigenden Speakerrunden, machen mich nicht nur müde, sondern langsam wirklich sauer, und ich weiß nicht, wo das hinführen wird.

Kommentare

37 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Chris sagt:

    Ich kann diese Punkte nur zu gut verstehen – mir gehts auch so.

  2. Kirsten sagt:

    Danke. Es tut gut, Sie zu lesen.
    Manchmal fragt man sich ja schon, wohin man noch verzweifeln soll.

    1. Vanessa sagt:

      Manchmal frage ich mich auch, ob die meisten Leute, insbesondere die Leute außerhalb dieses Internets und der Blogs, das nicht einfach normal und gut finden.

  3. Ju sagt:

    Ich danke. Für den Absatz der meinen Ärger und meine Fassungslosigkeit mit der derzeitigen einseitigen Nachrichtenlage um vieles eloquenter zum Ausdruck bringt als ich es könnte. Und für immer wieder lesens- und liebenswerte Texte <3

  4. Jungsmama sagt:

    Auch ich kann die Aufregung nur zu gut verstehen. Beide Themen gehören auch zu meinen persönlichen Aufreger-Themen. Gegen letzteres besuche ich Ende des Monats das 3. und letzte Seminarwochenende einer Reihe der Mercator Stiftung zur Gläsernen Decke und Frauen in Führungspositionen. Ich freue mich auf Gespräche mit 15 gleichgesinnten Damen. Letztes Mal war Seehofer Männerriege einer unser Aufhänger-Aufreger…
    Im Freibad haben wir uns wieder verpasst. Ich war nun am Freitag Nachmittag mit dem Sohn da – allein unter ein paar Senioren. Werden uns auch eine 11er-Karte gönnen Sowohl Sie als auch ich haben aber gegen die Baderegeln verstoßen. Keine Fotos! Hier geht es aber lediglich ums Prinzip, da wohl selbst der Bademeister ihr Foto nicht beanstandet hätte, aber wer weiß… Er hat auch den Nichtschwimmer trotz Schwimmflűgeln und Begleitperson und gähnende Leere auch aus Prinzip aus dem Schwimmerbecken verwiesen
    So, nun aber Licht aus. Morgen wartet der nächste Aufreger. Unschöne organisatorische Umstrukturierungen bei der Arbeit. Gehe ich da unausgeschlafen hin, rege ich mich nur mehr als ohnehin nötig auf… LG

    1. Vanessa sagt:

      Ein Seminar der Mercator-Stiftung zur gläsernen Decke? Spannend. Sitzen dort nur Frauen drin oder auch Männer? Was lernt man?

    2. Jungsmama sagt:

      Nur Frauen ungefähr in unserem Alter und etwas jünger. Alles Akademikerinnen, aber in allen möglichen Berufen tätig. Die Reihe ist sehr breit angelegt und dchwer in wenigen Worten zusammenzufassen: Ich habe sehr viel über mich selbst gelernt, vor allem über Strategien zum Leben und Arbeiten im Vereinbarkeitskartenhaus. Was ist mir wirklich wichtig? Wo will ich hin? Wie komme ich dahin? Aber auch: was lasse ich sein? Es geht aber auch um Machtspiele, männliche und weibliche Kommunikation, Konflikte im beruflichen Alltag etc.

    3. Jungsmama sagt:

      Und noch ein Mediathek-Tipp zum „Kleinen Unterschied 2018“ zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt:
      https://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-die-Reporter/Der-kleine-Unterschied-2018/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049192&documentId=52932964

    4. Vanessa sagt:

      Top. Danke.

      Unabhängig vom konkreten Seminar: Ich seufze immer etwas, wenn ich sehe, dass nur Frauen diese Seminare besuchen – oder das Thema nur für Frauen vorgesehen ist.

    5. Jungsmama sagt:

      Deine Position zu den Seminaren nur für Frauen verstehe ich nur zu gut. Ist auch meine erste rein weibliche Fortbildung. Mein Motivationsschreiben für die Bewerbung auf die Seminarreihe fing mit dem Satz an: „Vor wenigen Jahren hätte ich ein Seminar speziell für weibliche Führungskräfte zum Phänomen der „gläsernen Decke“ noch belächelt…“… Die Erkenntnis, dass es in manchen Situationen doch immer noch einen Unterschied macht, ist mir erst in den letzten Jahren gekommen und mich hat es neugierig gemacht, auf Ursachenforschung zu gehen.

  5. Sabine sagt:

    Danke, danke, danke. Allein: Was tun gegen Müdigkeit und Wut? Außer im Kleinen zu versuchen, was zu ändern. Aber das reicht mir im Moment nicht, kostet Kraft (weil Widerstände) und macht noch müder. Mehr Gleichgesinnte suchen vielleicht, sich gegenseitig versichern, dass man nicht allein ist. Aber dann spricht man wieder über alles, was falsch ist, und ich werde auch davon wütend. Ach, ach, ach. Müde Grüße!

    1. Vanessa sagt:

      Es macht sehr müde – gerade im Alltag.

  6. Petra sagt:

    Liebe Frau Nessy,

    mir geht es ähnlich. Vielleicht ein Tipp um dem politischen/journalistischen Mainstream zu entgehen: http://www.nachdenkseiten.de

    1. Vanessa sagt:

      Die Seite kenne ich – trotzdem danke für den Hinweis. Vielleicht lesen Leute mit, die die Seiten nicht kennen.

      Ich fürchte allerdings, dass der Mainstream den Mainstream konsumiert.

    2. Alexandra sagt:

      Danke für den Link! Und für mich ist dieser Blog auch immer eine gern gelesene „Nachdenkseite“!

  7. PaulineM sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele. Bei den Flüchtlingsthemen der Journalisten kann ich nur vermuten, dass die Einschaltquote/Zahl der Leser Text/Thema und Tonfall vorgeben. Man muss ja dann auch nicht mehr so viel selbst denken, weil alles schon x-mal vorgekaut wurde. Ich habe es nie für möglich gehalten, aber langsam befürchte ich, dass man ein Land auch kaputt reden kann. Und Gnade uns Gott, wenn wir dann bekommen, was in den Talkshows so vehement herbeigeredet wird.

    1. Vanessa sagt:

      Ist die Einschaltquote qirklich so hoch? Und: Wie sehr sollten öffentlich-rechtliche Sender sich von Einschaltquoten lenken lassen, um ihren Auftrag zu erfüllen – egal ob hoch oder niedrig?

  8. Nihilistin sagt:

    „…..in ihrer Homogenität gut in eine Werbekampagne für Herrenhemden passen“
    Danke, Danke, Danke, Danke. Leider, so oft.

  9. Provinzin sagt:

    Danke für die lesenswerten Beiträge!
    Mich hat diese Einseitigkeit so sehr zermürbt, dass ich nach vier Jahren intensivem Engagement für Neuzugewanderte nun seit fast zwei Monaten auf dem Abstellgleis stehe und mich frage, wie meine innere und äußere Zukunft aussieht.
    Es bleibt aber nicht bei den Neuzugewanderten, ein Wort, welches Arbeitsimigration nicht so ausschließt, sondern auch bei stupider Einseitigkeit in so vielen anderen Bereichen, für mich exemplarisch im Reitsport: Wer reitet, bodenarbeitet, voltigiert und kutschiert so durch die Welt von jedem Selbstversorger(!)stall, ist entweder „Turnierreiter“ oder „Zylinderzicke“, Kutscher oder Trainer? Und guckt dann komisch, wenn ich sage, dass ich Pferdebesitzerin bin?
    Müde. Demotiviert. Ratlos. Hmmm…

    1. Vanessa sagt:

      Den Transfer zum Reitsport kriege ich jetzt nicht ganz hin.

    2. Provinzin sagt:

      Ach, ich glaube, dass das einfach ein bisschen sehr komprimierter Weltschmerz ist. Bei Neuzugewanderten gibt es so eine Sprachpraxis von „wir“ und „die“, in der es leicht fällt, eine Gruppe zu suggerieren. Da braucht man gar nicht mehr auf
      die Einzelnen eingehen, Etikett drüber und fertig. Und das geht dann weiter in Berufsgruppen, dass sprachlich einfach an Realitäten vorbeigruppiert wird: „Die Erzieher-Debatte“, „Die Gewerkschafter“… und wenn es dann Frauen nicht hinkriegen, sich selbst als Reiterin zu bezeichnen, sondern von sich selbst als Reiter sprechen („Wieso auch nicht, wir sind doch mitgemeint!“), dann bin ich einfach auch echt müde.

      Also, nix für ungut, ich wollte nicht von Thema ablenken, es zeigt sich für mich nur schon im Kleinen und bietet dann weniger Grundlage im Großen.

    3. Vanessa sagt:

      Aaah, okay! Jetzt habe ich verstanden.

      Ich habe das Thema „mitgemeint“ öfter beim Schreiben und Redigieren von Texten und bin da immer noch auf der Suche nach einer guten Lösung. Momentan wechsel ich zwischen den Geschlechtern oder erwähne beide – und ich bilde mir ein, dass es so für den Lesefluss am besten ist.

  10. Sigrid sagt:

    Den Abschnitt über die Nachrichten kann ich nur unterschreiben. Zum zweiten fehlt mir die Erfahrung, da ich keine Einladungen zu solchen Veranstaltungen bekommen. Aber einen Denkanstoß habe ich schon wieder mitgenommen.

    1. Vanessa sagt:

      Ich empfehle einen Blick in den Twitter-Account „Und wie viele Frauen?“, der in der Breite gut zeigt, dass die Perspektive von Frauen im öffentlichen Diskurs unterrepräsentiert ist.

  11. jpr sagt:

    Was denn, Homogenitaet? Ist doch voll divers, jedenfalls frei nach https://twitter.com/ma_rieba/status/1005411710419849216

    Entschuldigung, ich bin so bei Ihnen, da geht manchmal nur noch Sarkasmus, weil der wenigstens ein wenig hilft – nur muede verzweifelt sein ist ja auch kein Daseinszustand. Dass es die ’schweigende Mehrheit‘ gibt glaube ich immer noch nicht, weil es doch gleich dem Verzweifeln am Guten in den Menschen entsprechen wuerde, und dass es dsa grundsaetzlich gibt – quer durch alle Laender und Schichten – zeigen Sie ja nicht zuletzt hier immer wieder schoen.
    Aber dass die Grossmaeuler gewinnen, nur weil sie schneller und lauter sprechen und auf den ersten Blick die einfachere Loesung haben (die dann leider nicht lange oder gar nicht haelt) ist halt schon deprimierend. Wann ist denn aufgekommen, dass alles schnell sein muss? Slow politics waere ja mal eine Bewegung, der ich etwas abgewinnen koennte.

    //PS. Trotz inzwischen mehrjaehrigem andauernden Schwimmen meide ich Kraul, weil ich es nicht so gut kontrollieren kann wie Brust. Sie machen also nicht unbedingt etwas falsch, sondern es vielleicht noch nicht lang genug?

    1. Vanessa sagt:

      Ich hoffe wirklich (einerseits), dass es die Großmäuler sind, die die Diskussion anfachen. Ich wünsche mir wirklich (andererseits), dass diese Großmäuler endlich mal verstummen. Gewählte Politiker gießen wissentlich Öl ins Feuer des Fremdenhass. Wie können wir das tolerieren?

      P.S.: Denke auch, dass mir einfach die Übung fehlt. Jahrelanges, seit Kindheit antrainiertes Brustschwimmen.

  12. obadoba sagt:

    So wahr. Und so wunderbar zusammengefasst.
    Vielen Dank dafür!

  13. ruediger sagt:

    Auch ich teile die Müdigkeit , die stetig geschürte Sorge um Umstände die es nur im Schüren zu geben scheint. Das Aufplustern von Einzelmeldungen mit künstlichen oder erlogenen Tatsachen, die herbeigeredet Angst weil ‚man irgendwo gelesen hat, das etwas (was genau?) passiert sei‘ . Und dazwischen labern die Gewählten in neuer widerlicher Schärfe und spielen völlig sorglos mit Feuer, nur weil sie der Auffassung sind es tun zu müssen.

    1. Vanessa sagt:

      Es ist auch die Kombination, auf die ich mit großer Sorge blicke.

  14. Sonja sagt:

    Hallo Frau Nessy,

    A propos Schwimmstil: Auch ich bin Seepferdchen-Absolventin, die in der Kindheit nie gescheit das Kraulen gelernt hat. Habe dann mit 40+ ein paar Schwimmstunden besucht und schwimme seitdem fast aussschliesslich Kraul, meist draussen im See.
    Meine Erfahrung: Es dreht sich zum grossen Teil um die Atmung. Kriegt man die hin, klappt das. Ich atme jeden dritten Zug (also mal rechts, mal links) und konzentriere mich auf das Ausatmen unter Wasser. Dazu dachte ich mir am Anfang „Bubbles, bubbles bubbles“, um es nicht zu vergessen.
    Ausserdem merkte ich, dass ich Anfangs viel zu heftig mit den Beinen strampelte – das sind grosse Muskeln, die viel Sauerstoff brauchen und ich konnte das kaum eine Bahn durchhalten . Ich las damals, dass viele Open Water Schwimmer die Beine wenig oder kaum bewegen – und das war der Trick. Klar, einen Geschwindigkeitsrekord stelllt man so nicht auf – aber was man durch den fehlenden „Heckmotor“ verliert, macht man andererseits als Laie durch einen ruhigeren und dadurch stromlininefoermigeren Schwimmstil leicht wett.

    1. Vanessa sagt:

      Die Beine sind nur dazu da, um sich stabil zu halten, oder? Das habe ich mal gelesen. Es könnte auch sein, dass sie genau das Problem darstellen, denn mit der Atmung (ich atme auch alle drei Züge) komme ich gefühlt gut hin.

    2. Sonja sagt:

      Yupp, genau – man muss nur schau’n dass man den Koerper in moeglichst horizontaler Lage haelt und die Beine nicht nach unten sacken (zwecks „Stromlininenform“). Das schaffe ich sogar ganz ohne Beinschlag – ich hab wohl von Natur aus ziemlich starken Auftrieb ;-)

  15. Suse sagt:

    Danke.

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