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Dienstag, 12. Juni

Es ist ein bisschen eskaliert. Nach mehr als zwölf Jahren bloggen habe ich zwar ein Gefühl dafür, welcher Blogbeitrag rumkommen wird und welcher nicht. Aber manchmal überrascht die Resonanz dann doch.

Parship hat mir neben 140 Kommentaren im Blog auch rund 80 neue Twitter-Follower geschenkt. Das sind 3,3 Follower pro Stunde. Das bedeutet: Alle 18 Minuten folgt mir ein Twitterer dank Parship. Ein völlig unterschätztes Potential – unter Marketingsgesichtspunkten.

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Gestern bin ich für einen Kundenworkshop unterwegs gewesen, 14 Stunden in der Bütt und auf der Autobahn. Der Tag danach ist dann immer irgendwie ein Durchatmetag. An der Uni haben die Kollegin und ich uns mit Studierenden aus dem Montagsseminar getroffen: Produktionsplanung, Vorgehensplanung, Deadlines, wer macht was bis wann.

Auf dem Heimweg habe ich am Freibad angehalten. Nachdem ich am Sonntag schwimmen war, bin ich angefixt. Ich habe mir eine 11er-Karte gekauft.

11er-Karte Freibad

11er-Karten im Freibad sind wie 11er-Karten 1985 und völlig analog: Eine Papierkarte, in die der Bademeister ein Loch stanzt. Ich fühlte mich um 30 Jahre in die Vergangenheit versetzt, nicht nur wegen der Karte, sondern auch, weil das ganze Bad ist, wie Freibäder 1985 waren. Die Zeit in der Freibadwelt, sie ist relativ. Das ist auf meditative Weise wunderbar.

Das Bad war wenig besucht – wegen zu kalt, zu wolkig, zu Nachmittag, zu Dienstag. Ich bin 1,5 Kilometer geschwommen: 1000 Meter mit gebotenem Ernst, danach bin ich noch 500 Meter rumgeflippert. Großes Wohlgefühl für 2 Euro 90.

Für die 1000 Meter habe ich 28 Minuten gebraucht. Damit bin ich zufrieden – gemessen daran, dass ich seit Jahren nicht geschwommen bin und in meiner Schwimmkarriere nie mehr als Seepferdchenunterricht genossen habe. Wie ich hinterher las, genügt die Zeit sogar für das Schwimmabzeichen in Gold und für das Sportabzeichen. Vielleicht sogar für ein Goldabo für Freibadpommes, wenn es so etwas gäbe und wenn es mein Freibad Freibadpommes hätte.

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Gelesen: Discover EU – Europa schenkt jungen Menschen 15.000 kostenlose Interrail-Tickets. Super Sache. Wenn es das irgendwann mal für Senioren gibt, bin ich dabei.

Kommentare

11 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Mercator sagt:

    Oh wie schade, ich habe die Parship-Eskalation verpasst!

    Allerdings hat mir auch das nachträgliche Lesen ein seeehr breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke fürs Teilen …

    Und wie immer. Im Moment der Wahrnehmung traurige Geschichte, im Nachhinein zum Brüllen.

    1. Vanessa sagt:

      War es Woody Allen, der sagte: „Humor ist Tragik plus Zeit“? Jedenfalls: So isses.

  2. Joriste sagt:

    keine Freibadpommes (mehr)? Oder nur nicht geöffnet gewesen wegen Wetter? Zum Saisonabschluss letztes Jahr (seither war ich noch nicht da ) hab ich dort noch mit den Füßen im Sandkasten damit geliebäugelt, einen Schwimmbadpommesreiseführer zusammenzustellen.

    1. Vanessa sagt:

      Der Kiosk dort hat zu. Weiß auch nicht, warum.

  3. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Jetzt sind Sie die zweite Bloggerin, nach der werten Frau Kaltmamsell, deren Freibaderlebnisse ich neidisch verfolge.
    Leider ist da bei mir Hopfen und Malz verloren, als Segelvereins-, Segelboot-, Segelurlaubs-, Wildbadekind und Teenager machen mich mehr als fünf, womöglich auch noch Fremde, so unsicher, verklemmt und nervös das ich das so gar nicht kann. Schwimmhalle ist noch schlimmer, da kommt der Chlorgeruch dann noch abschreckend dazu.
    Aber ich freue mich über jede Geschichte dieser mir so fremden Welt.

  4. Und nun wieder nur 4 Kommentare. So wird das nichts :(

  5. Anja sagt:

    Darf ich eine Frage zu Ihrem Schwimmstil stellen? Seit meiner Bandscheibe vor 6 Jahren (leider ohne Bildung, ich verlegte die Rekonvaleszenz unklugerweise genau auf die Sommerferien-Urlaubszeit) ist es mir unmöglich, länger als 100 m im Bruststil zu schwimmen, ohne das sich die Rückseite schmerzhaft in Erinnerung bringt. Für Rückenlage fehlt meist der Platz und die Orientierung, um niemand und nichts um- und anzuschwimmen. Mehr Schwimmstile beherrsche ich aber nicht (immerhin DDR Schwimmunterricht der End-70er Jahre, Seepferdchen war bei meinen Kindern max. Brustschwimmen). Liegts an meiner Technik, an der Körperlage im Wasser (für mein Empfinden hab ich ziemliche Tieflage, Heck weit unten, dadurch Rücken nach hinten überstreckt, um den Kopf über Wasser zu halten)? Schwimmen Sie einen anderen Stil? Ist es alles Übungssache? Ich hatte so viel Hoffnung in die Bewegung im Wasser gesetzt. Gerade wenn das ein oder andere Zusatzkilo an einem klebt, gilt es doch als gelenkschonende Alternative. Aber die Schmerzen schon nach kurzer Zeit reduzieren schon ziemlich den Spaßfaktor.

    1. Vanessa sagt:

      Ich kann das jetzt nur sehr subjektiv beantworten. Ich habe ja auch nur Seepferdchen und habe nie Unterricht in Schwimmtechnik genossen.

      „Liegts an meiner Technik, an der Körperlage im Wasser (für mein Empfinden hab ich ziemliche Tieflage, Heck weit unten, dadurch Rücken nach hinten überstreckt, um den Kopf über Wasser zu halten?

      Heißt das, dass Sie mit dem Kopf nicht untertauchen? Ich schwimme Brust mit Kopf unter Wasser, der Armzug drückt den Oberkörper hoch, dann – wenn ich unter Wasser bin – Beinschlag, gleiten, dabei Kopf zwischen die Arme, Gesicht nach unten und mit dem nächsten Armzug wieder hoch. Also so wie Schwimmer, die es können, nur in laienhaft. Ich kann meine Wasserlage nicht beurteilen, denn ich sehe sie ja nicht. Ich denke aber, dass ich insgesamt recht gerade bin und wenig ins Hohlzkreuz gehe.

      Ich hatte die schmerzhafte Rückseite längere Zeit nach der Bildungsbandscheibe. Ich hatte sehr viel Spannung auf dem unteren Rücken und erkläre es mir dadurch, dass mein Körper versucht hat, die verletzte Stelle zu schützen, indem die Muskeln immer leicht angespannt waren. Ich habe Muskelaufbau betrieben – drumherum: Schultergürtel, Latissimus, gerade und schräge Bauchmuskulatur – nicht (!) an der Stelle des Bandscheibenvorfalls. Dort, im unteren Rücken, habe ich lediglich versucht, gezielt zu entspannen. Das fand im Kopf statt und mit Dehnübungen.

  6. jpr sagt:

    A propos Freibad: ich habe gerade gelernt, dass es auch Beach-Handball gibt: https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/sportart-im-aufwind-im-beach-handball-sind-auch-pirouetten-gefragt

    Vielleicht auch noch eine Alternative fuer Ihre Mannschaft? „Beach Queens“ kann ich mir als Kandidaten fuer den Teamnamen jedenfalls schon mal vorstellen…

    1. Vanessa sagt:

      Habe ich schon gespielt, ist gar nicht mal unanstrengend. Das Gefährliche ist allerdings, dass alle immer fürchterlich betrunken sind beim Beachen.

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