Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

Artikelinfo

Willkommen im Kännchen-Blog! Nehmen Sie sich einen Keks und schauen Sie sich um. Wenn Sie mögen, besuchen Sie die Verkaufstheke und wählen Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Texten.

Mittwoch, 28. März

28. 03. 2018  •  4 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Expeditionen«

300 Kilometer geradeaus gefahren – von Langenthal nach Heidelberg zur Turnschwester.

Ich war gerade hinter der deutsch-schweizerischen Grenze, als sie anrief: „Bevor du ankommst, rufste nochmal durch, ja? So ’ne halbe Stunde vorher.“
„Willst du Rosenblätter streuen und Badewasser einlassen?“
„… und nichts essen auf der Fahrt.“

Ich meldete mich an und war gerade unten am Berg, als das Telefon erneut klingelte.
„Wo biste denn?“
„Unten am Berg.“
„An unserem Berg?“
„Jo.“
„Gut, gut. Dann bis glei-heich!“

Torte mit 10 Kerzen und einer 40

Tortenstück mit Kaffeetasse und Sektglas

Eine Überraschungsnachfeier! Hach! Der Rest des Nachmittags war Sekt, Torte, Klönschnack.

*

Zwischen Basel und Heidelberg bin ich kurz hintereinander an zwei schweren Unfällen vorbeigefahren, die gerade erst passiert waren; noch keine professionellen Helfer vor Ort. Der erste Unfall war auf einer Landstraße, während ich einen (unfallbedingten) Stau auf der A5 umfuhr: Eine Frau war mit ihrem Wagen auf einen Lkw aufgefahren. Motorhaube total weg, die Ersthelfer lagerten sie am Fahrbahnrand, der Krankenwagen fuhr gerade heran.

Der zweite Unfall nur wenige Kilometer weiter, nachdem ich gerade auf die A5 aufgefahren war. Ein Pkw hatte die Leitplanke durchbrochen, sich auf dem Feld überschlagen. Überall Trümmerteile. Ersthelfer hatten den/die Verletzte gerade aus dem Fahrzeug geborgen und telefonierten Retter herbei. Das einzig Gute: Es hatten jeweils viele Leute angehalten und halfen bereits. Niemand gaffte.

Ich war danach wirklich schockiert.

*

Wenn man mehrere Wochen in einem Land mit Tempolimit auf Autobahnen gefahren ist, wird klar: Ein generelles Tempolimit macht sehr viel Sinn. Alle fahren ungefähr gleich schnell, es gibt keine großen Geschwindigkeitunterschiede, keine Bremsmanöver, keine Staus – auch nicht dort, wo wirklich viel los war. Es fließt, und es fließt sehr sicher. Man kann den Tempomat reinmachen und fahren, fahren, fahren.

Kaum war ich hinter der deutschen Grenze: Fahren mit Tempomat kaum möglich. Dann Stau ohne Grund. Wegen Unfall. Und wieder ohne Grund.

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Elfe sagt:

    Sehr leckere Torte, da freu ich mich noch mehr, dass Sie heil in Heidelberg (höhöhö) angekommen sind.
    Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen wäre wirklich toll, wir sind lange Zeit oft durch die Schweiz gefahren, wo man gemütlich mit 120 km/h mitfließen kann. Aber sobald man bei die Grenze überquert, drücken alle aufs Gaspedal – leider gerade oft die mit den schweizer Kennzeichen – und schon ist das Fahren mit Stress, Staus und Unfällen verbunden.

    1. Vanessa sagt:

      Alle. Die Deutschen. Die Schweizer. Die Franzosen. Gas geben, abbremsen, Gas geben, abbremsen. Ich finde ja auch, dass schnell fahren Spaß macht. Ist aber im Gesamtkontext irgendwie nicht zielführend.

  2. lihabiboun sagt:

    Es ist ganz egal, ob man aus Dänemark, der Schweiz, aus Frankreich oder woauchimmer herkommt: in Deutschland spinnen die Autofahrer, es ist nur noch abartig. Und ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich daran etwas ändert, die Lobby ist zu stark ….. traurig.

    1. Vanessa sagt:

      Je autonomer wir fahren, desto besser wird’s vielleicht. Habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Die Kommentare sind geschlossen



In diesem Kaffeehaus werden anonym Cookies gereicht. Indem Sie auf „Ja, ich möchte Cookies“ klicken, bestätigen Sie, dass Sie damit glücklich sind. Dieser Hinweis kommt dann nicht mehr wieder. Rezeptinformationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen