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Liebe Eltern, habt keine Bedenken aufzufallen

5. 09. 2016  •  22 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Adoleszenz«

Liebe Eltern,

die ihr euch manchmal genauso fühlt wie Claudia, die schreibt,

… wie anstrengend es ist, mit einem Kleinkind Bahn zu fahren. Wie sehr der Druck und die Angst einem ständig im Nacken sitzt, vielleicht negativ aufzufallen, zu laut zu sein, zu stören. Die genervten Blicke, der Widerwillen, der an der Grenze zum Hass wandelt und sich stumm und vorwurfsvoll durch die Sitze bohrt.

Ich möchte euch Mut machen: Habt keine Bedenken aufzufallen.

Wenn wir mehr als einer im Raum sind, fällt der eine dem anderen eben auf. Wenn der eine dann noch ein Kind ist, das nicht gut drauf ist, dann fällt es mehr auf. Aber deshalb direkt negativ? Ist es nicht bedenklicher, wenn ein Kind bei einer Fünf-Stunden-Zugfahrt gar nicht auffällt?

Es ist nicht schlimm für mich, wenn euer Kind quengelt, wenn es weint, wenn es nölig ist. Zugfahrten sind einfach langweilig, wenn man drei oder fünf oder sieben Jahre alt ist. Sie sind es auch noch, wenn man 38 ist – wobei man mit 38 langweilige Zugfahrten durchaus schön finden kann, zum Beispiel weil man selten Langweile hat, obwohl man Langweile mag.

Ich gehöre zu den Menschen, die Langeweile sehr mögen. Blöder als im Zug sitzen ist es deshalb für mich, wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehe und wenn die Schlange lang ist. Schlimm wird es dann noch, wenn ich einen blöden Tag hatte, wenn ich Hunger habe und müde bin und es nicht vorangeht. Ich fühle mich dann schlecht und habe keine gute Laune, aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Euer Kind noch nicht – deshalb habe ich Verständnis, dass es quengelt. Macht euch also keine Gedanken.

Wenn sich euer Kind nicht benimmt – wie man so sagt, dabei benehmen sich Kinder immer, nämlich wie Kinder, deshalb formuliere ich es mal neutraler: Wenn euer Kind die Situation gerade nicht kompensieren kann (und manchmal, na klar, sich auch noch nicht mal bemüht), dann habt keine Bedenken, dass ihr negativ auffallt. Leben wird nicht zu Hause gelebt und auch nicht nur auf Spielplätzen und in eingezäunten Kinderparks, sondern im Zug, im Supermarkt und Restaurant – dort, wo Menschen zusammenkommen. Ich persönlich finde es erfreulich, wenn Erziehung stattfindet.

Und manchmal, das weiß ich, ist es keine Frage der Erziehung: Fünf Stunden Zugfahrt sind einfach lang, irgendwann hilft nichts mehr. Auch wenn einige von euch Eltern es mir nicht zutrauen: Auch ich kann  Trotzheulen von Müdigkeitsquengeln von richtigem Weinen unterscheiden. Genauso sehe ich, wenn ihr euch abmüht und wenn manchmal gar nichts mehr geht. Dann fühle ich mit euch. Lasst uns dann einfach einander anlächeln.

Es ist toll, dass ihr euch kümmert. Danke dafür.

Kommentare

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  1. Herr Banger sagt:

    „Lasst uns dann einfach einander anlächeln.“ – diesen Satz kann ich sowohl als Vater als auch als unbeteiligter Öffis-Passagier nur unterstreichen.

    Ein kurzes Lächeln, sei es als „Ich verstehe Dich!“ oder als „Alles nicht so schlimm!“ gemeint, ist für alle Beteiligten deutlich angenehmer als genervte Reaktionen.

    1. Nessy sagt:

      Anlächeln funktioniert übrigens auch bei motzigen Rentnern. Wenn auch nicht so zuverlässig.

  2. Anlächeln glättet sehr oft die Wogen. Allerdings hilft das nichts, wenn die Eltern arrogant und die Kinder verzogen sind. Auch das kann durchaus vorkommen. ;-)

    1. Nessy sagt:

      Diesen Aspekt habe ich jetzt mal außer Acht gelassen – weil es zwei verschiedene Themen sind und weil ich tatsächlich wenigen arroganten Eltern mit verzogenen Kindern begegne. Manchmal sind die Eltern doof, aber die Kinder nicht. Manchmal sind mir tatsächlich auch die Kinder unsympathisch. Aber das kommt halt wenig vor und wenn, dann ist es halt so.

    2. Herr Banger sagt:

      Im Nachhinein muss ich (auch selbstkritisch) feststellen, dass man viele Verhaltensweisen von Eltern und Kindern erst dann versteht, wenn man selbst Kinder hat.

      Ich würde rückblickend eine ganze Menge meiner früheren Einschätzungen hinsichtlich „arrogant und verzogen“ revidieren und mir die Frage stellen, wie lange die Eltern schon zu kämpfen* hatten, bevor ich sie in der Bahn getroffen habe.

      Wie letztens in der Bahn: Ein ca. 1,5-2jähriges Kind sitzt im Buggy und macht in unregelmäßigen Abständen „Hmbäähwääh!“, während die Mutter einfach nur tatenlos daneben sitzt.
      Omi aus der Sitzgruppe schräg gegenüber zum Kind: „Hömma, Du schreist ja einfach nur und weinst ja gar nicht!“
      Mutter, leise und tonlos: „Ja. Und das schon den ganzen Tag.“
      Kinderlose denken dann „Herrgott. TU DOCH MAL WAS!“, Eltern hingegen „Du arme.“

      Übrigens ist das mit am nachhaltigsten unangenehm in Erinnerung gebliebene Geräusch einer Eltern-Kind-Kombination das beständige „PSSSSST! Du störst die Leute!“ einer Mutter, die ihr kleines Kind in der Bahn vom Brabbeln und Singen abhalten wollte.

      *) Ausführlicherer als geplanter Disclaimer: Unsere Tochter ist das liebreizendste Wesen des mir bekannten Universums und hat uns in ihren bisherigen zehn Monaten nie öffentlich in ernsthaft anstrengende Situationen gebracht. Bisher hat sie nur einmal einen ALDI-Markt zusammengebrüllt, weil ich mit dem ganzen Einkaufskram zu lange gebraucht und sie über ihre Essenszeit hinweg geschleppt habe. Das war aber irgendwie auch witzig, wenn außer uns waren nur drei Leute im Laden und es echote so herrlich.
      Ansonsten brabbelt sie meistens einfach vor sich hin oder guckt mit großen Augen durch die Welt, sodass wir mehr Mühe damit haben, Damen gehobenen Alters davon abzuhalten, sich ungefragt in den Kinderwagen zu beugen und die Frucht unserer Lenden zu begrabschen.
      Aber daheim kann sie sich schon mal wunderbar an babytyischen Paradoxa wie „Ich finde es gerade total doof, dass ich müde bin, weil ich lieber schlafen würde, aber das müde sein mich davon abhält!“ festquengeln, und das kann sehr lange dauern, und manchmal muss man auch nach mehreren Stunden von vermeintlichen Erfolgen und Rückschlägen feststellen, dass einem alle Optionen ausgegangen sind außer mit leerem Blick da zu sitzen und „Dibedibedab“ zu murmeln.

    3. Nessy sagt:

      Kinderlose denken dann „Herrgott. TU DOCH MAL WAS!“, Eltern hingegen „Du arme.“

      Sagen wir doch lieber: „Verständnislose Menschen denken dann: ‚Herrgott.'“ Denn auch ohne Kinder kann man Verständnis haben, und auch ohne eigene Kinder kann man die Herausforderungen der Elternschaft verstehen (wollen). Das geht ganz einfach: Indem man zum Beispiel Eltern zuhört und Zeit mit Familien verbringt. Es ist eine Frage der Empathie und nicht des Kinderhabens oder -nichthabens.

      Im Übrigens finde ich diesen Anspruch, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und gleichzeitig seine Ruhe haben zu wollen, befremdlich. Das sind zwei Dinge, die einfach nicht zusammenpassen. Wenn man reisen und seine Ruhe haben möchte, empfiehlt es sich, alleine zu reisen. Dafür gibt es Autos, und wenn man kein Auto hat, gibt es Firmen, die welche vermieten, und wenn man kein Geld hat, welche zu mieten – ja, dann ist das halt so. Aber es gibt keinen Anspruch auf Alleinreisekomfort in Zusammenreiseverkehrsmitteln. Es gibt nur segensreiche Mittel, die diesen Alleinreisekomfort künstlich herstellen, zum Beispiel Ohrstöpsel und die Fähigkeit, einfach einzuschlafen.

      *) In meiner Nachbarschaft wohnt seit ein paar Wochen offenbar ein Kind, das sich gerne in die beschriebene Nicht-Einschlafschleife bugsiert. Es ist Sommer, alle Fenster sind geöffnet, es beschallt die Gärten, und ich fühle jedesmal, wenn ich es höre, mit den Eltern, ganz ohne Groll.

    4. Herr Banger sagt:

      Sagen wir doch lieber: „Verständnislose Menschen denken dann: ‚Herrgott.’“

      Ja, definitiv! Das war etwas blöd von mir formuliert.

  3. Dirk sagt:

    ja, die Bahnreisen – immer wieder ein willkommener Anlass, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Meines Erachtens sind Kinder da noch das geringste Problem wenn es darum geht, das Leben in vollen Zügen zu genießen …

    1. Nessy sagt:

      Es gibt vor allem Bevölkerungsgruppen, die weitaus anstrengender für Außenstehende sind.

  4. Silke sagt:

    <3

  5. dot tilde dot sagt:

    ich kenne da nur zwei mögliche fälle: neid, mit den coolen eltern so viel glück gehabt zu haben. und das unerträgliche gefühl, zeuge sein zu müssen, wie furchtbar menschen mit ihren kindern umgehen.

    alles andere ist doch mal echt völlig latte.

    .~.

  6. Frau Vorgarten sagt:

    Definieren Sie „kinderlos“.
    Bin ich kinderlos, weil ich „nur“ Nichten habe?

    1. Nessy sagt:

      Meinen Sie mich – oder die Mitkommentator/innen?

      Ich persönlich definiere „kinderlos“ als
      – nicht mit Kindern in einem Haushalt lebend (unabhängig davon, ob es die leiblichen Kinder oder die des Partner/der Partnerin sind) und
      – nicht biologische/r Vater/Mutter

      Dass es andere Formen gibt, für Kinder zu sorgen und für sie verantwortlich zu sein (und dass es auf der anderen Seite auch biologische Eltern gibt, die die Verantwortung für ihre Kinder nicht wahrnehmen), ist richtig und ein guter Einwand.

  7. Tobee sagt:

    Erinnere mich gerade an eine sehr lustige Anekdote, die alle drumherum Stehenden zum Schmunzeln brachte: Bekannter Drogeriemarkt zu einer stark frequentierten Zeit, Kleinkind im Ausnahmezustand liegend im Kassenbereich, Mutter wuselte vorsichtig drumherum, packte ihren Sachen auf’s Laufband und sagte dann sehr ruhig (und ohne rechtfertigenden, aber lustig ironischem Unterton): „Einen Moment noch, ich räume das (meinte ihren kleinen Trotzquengelzwerg) gleich weg.“ Sie strahlte dieses „Ich werde dies noch eine Weile weiter aushalten, ihr schafft das jetzt auch“, absolut bewundernswerte Selbstvertrauen aus. Cool! Seitdem fühle ich mich mit schlechtgelauntem Kind unterwegs viel selbstbewußter.

  8. Caramelia sagt:

    Hmmm … ich denke mal, die Eltern die NICHT auffallen wollen (und es manchmal doch tun) sind gerade die Eltern, die eh alles versuchen, um ihre Kinder zu umgänglichen, „normalen“, gesellschaftstauglichen Wesen zu erziehen. Manchmal klappt das halt einfach nicht, weil Kinder Kinder sind und sie sich in dem Moment nicht so mitteilen können, dass wir Erwachsenen ihr Problem erfassen und lösen können.

    Womit ich jedoch ein deutlich Problem habe, sind „Eltern“ die ihre komplett unerzogenen Kinder in der Öffentlichkeit ignorieren und einfach machen lassen was sie wollen (wild herumrennen und (alte) Leute anrempeln; im Restaurant auf fremde Tische zugehen und einfach mit den Fingern von fremden Tellern Essen grapschen; laut und nervig quer durch den Laden quengel-schreien, ohne auch nur den Hauch eines Versuchs der Aufsichtsperson – die 5 Regale weiter ist und das Kind ignoriert – die Lautstärke runterzuregeln; Sachen in Läden aus dem Regal reißen und mit Schmackes auf den Boden werfen; mir mit Kawumms den Einkaufswagen in die Hacken rammen und auf Aufforderung, doch bitte besser aufzupassen, Anlauf zu nehmen und das gleich nochmal zu tun … —> all diese Szenarien innerhalb der letzten 3-4 Monate hier live miterlebt).
    In solchen Situationen kann ich kein Verständnis für die Eltern aufbringen, wenn sie nicht mal versuchen, das Kind unter Kontrolle zu bringen und das scheinbar auch noch nie getan haben.

    Sie haben absolut recht, dass es keinen „Alleinreisegefühlsanspruch“ in öffentlichen Verkehrsmitteln gibt … aber es gibt doch bitte den Anspruch, von ALLEN Mitreisenden / Anwesenden in Läden mit einem Minimum an Respekt und Rücksicht behandelt zu werden.

  9. Ach, danke dafür. Das ist doch genau das, was ich meine. Kinder dürfen sein wie sie sind und gehören dahin, wo sie gerade sind und damit basta. <3

  10. Danke. Ich reise nicht mehr mit dem Zug zur Verwandtschaft, seit meine Tochter laufen kann. Sie ist nicht besonders verhaltensauffällig, und ich bin sehr um Rücksichtnahme bemüht, aber die 8-stündige Reise hat mich am Ende so zermürbt, dass ich jetzt lieber mit dem Auto fahre.

    Der sprichwörtliche Tropfen war ein junger Mann, der laut und vernehmlich „Orrr“ gemacht und die Augen verdreht hat, als wir ins Abteil kamen. Da hatte das Kind noch keinen Mucks gemacht, ich aber schon 5 Stunden Bespaßungsleistung hinter mir. In diesem Moment hätte ich fast geweint im Angesicht der jungmännlichen Genervtheit, so dünn war mein Fell.

    Frau Nessy, es soll bitte viel mehr von Ihnen geben. Können Sie sich vielleicht klonen? Danke.

    1. fujolan sagt:

      Danke, Nessy!“

      Und orrr, kiddothekid – mönsch Bahnfahren mit Kindern kann so toll sein und Autofahren so ein Stress. Unsere guten Erfahrungen überwiegen. Auch der Geschäftsmann, der brav fragte, ob er sich im Kinderabteil in die Ecke setzen dürfe (er durfte)

  11. blogspargel sagt:

    Also, aus meiner Sicht kommt es darauf an, dass man merkt, dass die Eltern versuchen, die Situation für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten und das Kind nicht einfach für sich laufen lassen. Für die anderen Beteiligten bedeutet es, etwas mehr Rück- und Nachsicht zu üben, was gegenüber Kindern selbstverständlich sein sollte, was aber nicht in Selbstaufgabe münden darf, falls das dann ausgenutzt wird.

    Und wir Älteren haben vielleicht auch eine andere Sicht auf die Dinge und eine andere Reizschwelle. Seitdem unsere Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, genießen wir auch wieder die Ruhe, gehen Familienhotels aus dem Weg und freuen uns auf eine ruhige Reise. Das erklärt vielleicht auch das eine oder andere Augenrollen.

  12. X-tinna sagt:

    Hallo zusammen,
    Ich habe gerade zwei achtstündige Zugreisen mit der einjährigen Tochter hinter mir.Es war herrlich. Meine Tochter musste nicht eingezwängt im Maxicosi liegen, was sie hasst. Sie konnte sich frei bewegen und mit den Mitreisenden flirten.Viel beschäftigen musste ich sie nicht, viel beaufsichtigen hingegen schon.Die angelächelten Personen im Zug haben einen Riesenspaß an der kleinen Maus gehabt.

    Klar war sie irgendwann müde und hat geweint, doch die Mitreisenden waren alle verständnisvoll.Zum Glück hat das Kind auch nicht lange zum einschlafen gebraucht.

    Mit dem Auto hätte ich diese Fahrt nicht machen können, weil das Kind bereits nach zehn Minuten geschrien hätte wie am Spieß.

    Ich bin sehr dankbar für diese Urlaubserfahrungen im Zug.Hatte vorher sehr große Bedenken, ob acht Stunden mit dem Zug die richtige Wahl sind. Ich kann es nur empfehlen.Im Fernverkehr empfehle ich die Reservierung von Kleinkindqbteilen, doch auch im Großraumabteil war alles entspannt.
    Wir werden weiterhin mit dem Zug verreisen!

  13. flyhigher sagt:

    Letztens beim Samstags-Lebensmittel-Einkauf. Ein süsser blonder kleiner Engel fordert vehement von Papa einen eigenen Kinder-Einkaufswagen. Der Papa gewährt es nicht. Die kleine fängt an wie am Spieß zu schreien und zu toben und zu heulen. Die ließ sich nicht mehr beruhigen. Ich fand es toll, dass Papa das ziemlich cool durchstand, und bei seinem „Nein“ blieb (obwohl sicher nichts schlimmes dabei gewesen wäre, wenn das Mäderl einen Wagen bekommen hätte, aber da geht es um das Prinzip des „Nachgebens“…). Ich musste jedenfalls ein bisschen lachen, weil das Mäderl gar so verzweifelt war, als ob jetzt die Welt untergehen würde. Da bist du als Eltern halt mal machtlos. Ich hatte aber auch den Vorteil, genau zu wissen, warum die Kleine wie verrückt brüllt. Wenn ich die Vorgeschichte (den nicht erhaltenen gewünschten eigenen Kinder-Einkaufswagen) nicht kennen würde, würde ich mich vermutlich fragen, warum das Kind wie am Spieß brüllt.
    Ich maße mir, obwohl kinderlos, an, zu urteilen. Ob ich mit meinen Urteilen richtig liege, ist natürlich etwas, was sich nicht so einfach bewerten lässt. Würde man die Eltern fragen, läge man vermutlich bei einem „das Kind ist verzogen-Urteil“ nie richtig. Das ist ja auch so eine Ermessensache – bei jedem ist die Grenze zwischen gut- und nicht so gut erzogenen Kindern ja eine andere. Und recht machen kann man’s ja eh nie.
    Aber ich gehe mit meinem Urteil im Normalfall keinen Eltern auf die Nerven, weil es mich nichts angeht (außer, wenn ein Kind neben mir misshandelt wird!). In der Not kann ich ja noch immer meine Ohrstöpsel reintun, gute Musik hören und den Rest der Welt ignorieren – in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Restaurants kommt das nicht so gut ;-).

    1. ohmskine sagt:

      Och, ein kleines Lob an den standfesten Vater wiegt vielleicht manches Augenrollen auf.

      Hab letztens eine Mutter mit drei kleinen Söhnen früh morgens in der S-Bahn bewundert, da sie einen ausgiebigen Trotzanfall des mittleren einigermaßen gefaßt ertrug. Ich denke, über meinen mitfühlenden Kommentar hat sie sich gefreut, zumindest hat sich ein nettes Gespräch ergeben.

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