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Haushaltshilfe gesucht

15. 06. 2016  •  58 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Vor eineinhalb Jahren schrob ich über die Unmöglichkeit, legal eine Putzfrau zu beschäftigen.

Das Projekt „legale Haushaltshilfe“ ist seither eine Unternehmung mit Höhen und Tiefen. Derzeit mehr Tiefen als Höhen. Aber ich gebe nicht auf. Nach zahlreichen Enttäuschungen suche ich weiterhin Verstärkung.

Ich stelle ein:

Haushaltshilfe (m/w)

für Reinigungsarbeiten im Privathaushalt.

Ich biete:

  • einen fairen Lohn deutlich oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns
  • Fahrtzuschuss/Erstattung der Anfahrt innerhalb des Stadtverkehrs
  • familienfreundliche Arbeitszeiten, flexibel einteilbar
  • ein gepflegtes Arbeitsumfeld ohne Ekelerlebnisse
  • alle Arbeitsmaterialien
  • Urlaubsanspruch und Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall
  • Beiträge zur Sozialversicherung
  • Absicherung bei Arbeitsunfällen

Klingt gut? Dann freue ich mich über Ihre Bewerbung!

Das sollten Sie mitbringen:

  • Sie denken mit: Falls Sie schummeln, dann putzen Sie die Regalbretter immerhin in Augenhöhe der Auftraggeberin (1,80 m) – und nicht ausschließlich in der eigenen (1,50 m).
  • Sie haben einen miesen Geschmack. Wenn Sie schon heimlich meine Süßigkeiten aufessen, dann bitte das Mon Chéri.
  • Sie nehmen, um zur Arbeit zu gelangen, immer den Bus in die richtige Richtung. Falls nicht, bemerken Sie es rechtzeitig und nicht erst, wenn Sie bereits in Bochum sind. Weil: Dann lohnt es sich ja nicht mehr umzukehren! Schließlich wohnt dort Ihre Schwester, mit der Sie ohnehin verabredet waren.
  • Ihnen entfällt auch nicht spontan und nach Monaten, wo ich wohne. Falls doch: kein Problem! Fragen Sie gerne jederzeit nach. Aber fahren Sie nicht ziellos in der Stadt umher und erzählen Tage später in blumigen Worten von Ihren Erlebnissen. Wenn hier einer blumige Sachen bloggt, dann bin ich das.
  • Sie haben ein gutes Zeitmanagement: Falls Sie weniger arbeiten als Sie abrechnen – kein Ding! Solange Sie es geschickt tun. Ich sollte niemals früher nach Hause kommen und es bemerken.
  • Sie sind pragmatisch und weitgehend ohne eigene innenarchitektonische Ansprüche. Wenn Sie trotzdem umdekorieren möchten, weil Ihnen mein Stil in den Augen brennt, dann sagen Sie zumindest Bescheid, wo Sie was hingestellt haben. Es sei denn, es ist Ostern. Dann suche ich natürlich gern!
  • Nach dem Fensterputzen kann ich besser durch die Fenster durchgucken als vorher. Streifenfreiheit wäre schön, muss aber nicht. Der Erhalt der Bausubstanz zählt! Alles andere ist Ritz-Carlton.
  • Falls Sie einfach mal vorbeikommen möchten – außer der Reihe, weil Sie etwas vergessen haben oder noch ein paar Mon Chéri naschen möchten: Herzlich willkommen! Aber sagen Sie vorher Bescheid, damit ich mir etwas anziehen kann. Oder klingeln Sie.
  • Falls Sie beim Überraschungsbesuch Ihren Mann mitbringen, klingeln Sie bitte erst recht.

Besondere Fähigkeiten im Saubermachen sind nicht erforderlich. Wir können gemeinsam an der Aufgabe wachsen. Der Weg ist das Ziel!

Bewerbungen unter Angabe der zeitlichen Verfügbarkeit und der Gehaltsvorstellung bitte an fraunessy (at) vanessagiese (punkt) de.

Kommentare

58 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Astrid sagt:

    Oder Ihr kauft Euch doch einen Saugroboter

    1. Nessy sagt:

      Wenn er auch Staub wischt, Waschbecken und Dusche mitmacht, feucht über die Fliesen wischt, Fenster putzt und Betten bezieht, dann ist das eine Option.

    2. jpr sagt:

      Dann wird es wohl eher eine Roboterfamilie. Wobei – das ist ja auch schoen, besser als so ein armer einsamer, der dann vor sich hinkuemmert. Oder doch die Hausschweine, von denen Sie mal sprachen.

    3. Nessy sagt:

      Die Hausschweine sind noch hoch im Kurs – und Laufenten. Letztere essen Nacktschnecken auf. Zugegeben, eher eine Problematik im Garten als in der Wohnung. Vielleicht kann ich ein paar Schildkröten dressieren – zum Wollmäusefangen. Gibt es nicht auch Putzerfische? Und wie heißen die Tiere, die im Aquarium immer an der Scheibe kleben und das Glas abschnubbeln?

    4. Ponder sagt:

      Für die Wollmäuse empfiehlt es sich, Freunde mit einem neugierigen Baby im Krabbelalter einzuladen und einen mit Swiffer-Pads bestickten Strampler bereitzuhalten. Nachteil – so ein Baby passt nur begrenzt lange unter eine Couch, es braucht also einen fortpflanzungsfreudigen Freundeskreis. Interessantes Spielzeug zur Steuerung des Babys wird dringend empfohlen, es können allerdings unterwegs feuchte Stellen entstehen.

      Viele Grüße,

      der Ponder

  2. Croco sagt:

    Ach ja, wir kennen anscheinend die selben Damen. Die Busgeschichte kenne ich nicht, und statt Mon Cherie waren es Ibuprofen. Aber gut, man muss auch ein bißchen flexibel sein.
    Dafür hatte ich wilde Anrufe des Exfreundes der Dame. Es saß dann auch weinen vor der Haustür.
    Ach, jetzt kommen die ganzen Geschichten hoch…..
    Wenn Sie ein Buch schreiben , möchte ich ein Kapitel übernehmen.

    1. Nessy sagt:

      Ibuprofen … 400, 600 oder 800? Die verschreibungspflichtigen sind schließlich schwieriger zu ersetzen.

      Ein Buch – ach, das ist eine gute Idee. Von 30 Kapiteln kann ich 15 füllen. Aber weitere 15 bleiben dann ja übrig.

    2. flyhigher sagt:

      2 Kapitel kann ich beisteuern!!! :-D

    3. Leuchtturm sagt:

      Ich kann aus Schüler-Nebenjob-Putzsicht ebenfalls ein paar beisteuern!

    4. kalesco sagt:

      Am Buch wäre ich interessiert! Ich kann nur tote Orchideen beisteuern, die stillschweigend (unabsichtlich) vernichtet und entsorgt wurden.

  3. speybridge sagt:

    Mein Sohn hat in Dortmund auch genau so jemanden gesucht, der legal und zuverlässig saubermacht. Er hat jemanden zu einem guten Preis über die AWO gefunden – dort fest angestellt.

    1. Nessy sagt:

      Danke für den Tipp! Ist Gold wert.

    2. Wobei die Dame Ende der Woche das erste Mal kommt, wir also noch keine Erfahrung haben. Die Empfehlung war aber warm…

    3. Nessy sagt:

      Eine neue Option reicht schon. Schlechter kann’s nicht werden.

      Obwohl – das habe ich beim letzten Mal auch gedacht. Ich nehme den Satz wieder zurück.

    4. speybridge sagt:

      Wenn dieser kleine Kommentarbereich vielleicht auch nicht zu einer guten neuen Putzhilfe führt (oder doch?), so sind hier doch zumindest gewisse verwandtschaftliche Verbindungen offensichtlich geworden … Mein Sohn und ich scheinen z.T. denselben Blogs zu folgen :-)

  4. Sanníe sagt:

    Protipp: Immer erst die alte Bettwäsche abziehen, bevor die frische aufgezogen wird.

    (Ich hab aufgegeben.)

    1. Nessy sagt:

      //*lacht (nur ein bisschen)

      Sonderprojekte wie „Bettwäsche wechseln“ bereite ich entsprechend vor. Ist dann alles schon abgezogen. Weil … ach, egal. Sie kennen das ja.

  5. jpr sagt:

    Vielleicht muessen Sie es umdrehen: schoepfen Sie weiter aus dem heutigen Topf, aber wandeln das Ganze in eine Vormittags-Reality-Fernsehsendung. Von den Tantiemen koennen Sie dann ins Ritz-Carlton ziehen.

    1. Nessy sagt:

      Wie man hört, werden für 30 Drehtage nur 150 Euro fällig. Ich würde dabei also sogar noch sparen!

  6. Christian sagt:

    Ich hoffe ja insgeheim, dass man (wie das so üblich ist) immer nur die negativen Sachen hört bei dieser Thematik.
    Und die tausenden privaten Arbeitgeber, bei denen das mit den Reinigungskräften problemlos funktioniert, eben einfach nichts zu erzählen haben.

    Allerdings haben mich diese (insgesamt hoffentlich wenigen) Schauergeschichten, die ich von einigen Seiten regelmäßig höre/lese, bisher nachhaltig davon abgehalten, meine Reinigungsaktivitäten extern zu vergeben.

    (Andererseits wären hier jede Menge olle Süßigkeiten am Start, die noch eine Verwendung suchen…)

    1. Nessy sagt:

      (Andererseits bin ich auch bereit, un-olle Süßigkeiten bereitzustellen, ganz offiziell. Wenn’s der Sache denn dienlich ist.)

    2. Anne sagt:

      Wir hatten bisher drei Putzfrauen und von denen war eine super und die anderen nicht so. Bei der superen ist uns leider erst im Nachhinein bewusst geworden wie super sie war, als wir den Vergleich hatten. Aber das war in unserer Wohnung in Düsseldorf und ich fürchte, der Einzugsradius reicht nicht bis Essen.

    3. Nessy sagt:

      Das Gute an allem ist: Mein Erwartungen sind wirklich ganz, ganz unten. Nicht so wie bei Euch, die Ihr erst die Düsseldorfer Putzfrau hattet. Nein. Ich freue mich einfach, wenn jemand am verabredeten Tag tatsächlich kommt, also den Weg findet, und sich einbringt. Ergebnisoffen.

  7. Claudia Matthes sagt:

    Sie müssten nur schnell einen Umzug organisieren und das Haus hier im Rheingau aufstellen. Dann hätte ich die wohl netteste, zuverlässigste und freundlichste Reinigungsfachkraft die Sie sich nur vorstellen können.

    Und ja, es gibt sehr viele gute Beispiele und genau, über die gibt es nichts zu berichten ausser das sie zuverlässig reinigen.

    Claudia

    1. Nessy sagt:

      Möchte die Dame sich in nächster Zeit umorientieren? Strebt sie einen Ortswechsel an? Ist schön hier in Dortmund. Sogar überraschend grün.

  8. Kiki sagt:

    Und die Kanditaten sollten modernen Putzmethoden gegenüber nicht abgeneigt sein. Die etwa 60jährige russische Perle eines befreundeten Paars putzt die Fenster mit einem Eimer Spiritus, dem ein Schuss Wasser zugesetzt wurde und wischt dann mit Zeitungspapier trocken. „Chabe ich so gelernt von mein Papa der hat gelernt in Armee.“ Dass sie ihre BILD-Zeitung sammeln und mitbringen musste, weil kein Produkt mit genügend Druckerschwärze im Haushalt vorhanden war, stellte sie extra in Rechnung.

    1. Nessy sagt:

      Dahingehend bin ich nicht mehr wählerisch!

    2. Ellen sagt:

      naja – ähnliches habe ich zum Reinigen der Schaufenster anno 1997 in der Ausbildung zur Reingungsfachkraft Augenoptikerin auch gelernt. Funktioniert erstaunlich gut; ich habe allerdings die Zeitung durch Geschirrtücher ersetzt. Damit die Chefin auch mal was zu waschen hat…

  9. Katharina sagt:

    Ich habe eine Frage, die zwar nicht zum Thema passt, mir aber auf den Nägeln brennt. Habe ich in grammatikalischer oder humoristischer Hinsicht einen Trend verpasst? Sie schreiben „ich schrob“, der Kinderdoc schreibt „ich frug“. Was sind das für seltsame Wortkreationen? Ist das eine Challenge? Warum verwenden Sie Konjugationen, die ein lautes „Autsch“ entlocken? :)

    1. Nessy sagt:

      „Frug“ ist tatsächlich eine korrekte Präteritumsform von „fragen“ (starke Konjugation, „fragte“ ist die schwache Konjugation).

      „Schrob“ gibt’s nicht und ist falsch. Genauso wie die Stellenausschreibung falsch ist. Vielleicht ein Hinweis im ersten Satz? Vielleicht auch nur ein Spleen.

      (Das Wort „Bemerknisse“ hingegen wird sicherlich bald in den Duden aufgenommen.)

    2. Frau Vorgarten sagt:

      ich sag aber auch oft „schrob“.
      Absichtlich verfremdete Verben!
      Sollte sich jeder mal gönnen.

  10. Sandra sagt:

    – Sparen Sie Ihre Kräfte: Die vorhandene Spülmaschine spült gerne. Sie brauchen nicht alles, was Sie auf der Arbeitsplatte der Küche vorfinden, zu spülen.
    – Ihr Drang zur Entsorgung in allen Ehren. Aber das ein limitierter Chanel-Nagellack im Bad steht, bedeutet nicht, dass Sie ihn durch Mitnahme entsorgen müssen.
    – Pro-Tipp: Die meisten Räume haben Ecken.
    – Auch, wenn Sie die Bettdecken gerne anders falten als die Herrin des Hauses: Wenn die Betten gemacht sind, müssen Sie nicht korrigierend eingreifen.
    – Spleenig aber wahr: Ich habe drei verschiedene Küchenhandtücher. Und keines dieser drei, insbesondere nicht das rein-leinene Gläserhandtuch, ist für das Nachwischen von Flächen geeignet. Dafür sind die „Putzhandtücher“, die Sie immer fröhlich aus dem Putzeimer räumen.
    – Wenn Sie nicht an die oberen Fenster kommen, sagen Sie mir das. Lassen Sie sie nicht einfach ungeputzt.
    – Mehr ist nicht immer besser: Wenn Sie einen Monatsverbrauch von einer Flasche Orangenreiniger haben, wird es nicht sauberer, sondern wir kleben am Boden fest.

    Ach, ich könnte ewig so weiter machen. Wir werden in den neuen Räumlichkeiten auf unsere jetzige Putzfrau verzichten – weil ich zu viel Angst um den Holzboden habe und um den Zustand anderer Dinge.

    1. Nessy sagt:

      Zum Thema „obere Fenster“: Die Handhabung einer Klappleiter, obwohl vorhanden und ausführlich gezeigt, muss echt schwierig sein. Da kann man noch so sehr zur Nutzung ermuntern. Wir ahnen alle gar nicht, wie schwierig das ist. Ich kann mir das sogar bis heute nicht vorstellen.

      Aber ach, das sind so Randthemen … in die setze ich schon gar keine Hoffnung mehr.

  11. Anne sagt:

    Ich hätte noch anzubieten:

    – Wenn Sie schon nicht mitdenken, hören Sie wenigstens zu und leiten Sie daraus einfache Schlüsse ab. Wenn Ihnen Ihr Auftraggeber einen Vogelschiss an der Balkontür zeigt, mit dem Hinweis, hier wäre ein Vogelschiss an der Balkontüre, nehmen Sie dies nicht nur zur Kenntnis, sondern entfernen Sie den Vogelschiss.

    – Achten Sie auf die Schwerkraft, vor allem in Zusammenhang mit Parkett. Unser Parkett besteht nicht aus Diamant, sondern aus Holz. Lässt man einen schweren Staubsauger darauf fallen, dann gibt es Macken, die man leider nicht mit Fimo wieder auffüllen kann. (Gleiches gilt für den lackierte Türen, aber da können Sie es noch nicht mal auf die Schwerkraft schieben.)

    – Wenn Sie die Hemden Ihres Auftraggebers gewaschen und gebügelt haben, lassen Sie nicht noch mal den Hund drüber laufen. Und wenn doch, geben Sie das Hemd nicht mit Hundepfotenabdrücken bei Ihrem Auftraggeber ab. Das mit dem Hund ist eine niedliche Geschichte, hilft aber hier nicht weiter.

    Wenn ich länger drüber nachdenke, fällt mir bestimmt noch was ein.

    1. Nessy sagt:

      Die Hundegeschichte ist aber wirklich putzig. Danach hat er bestimmt die Hausaufgaben gefressen. Der kleine Rabauke.

    2. Sandra sagt:

      Frau Schüssler und ich greifen auf die selbe Putzkraft zurück. Die eigentlich ziemlich gut war, bis wir sie drei anderen Haushalten empfohlen haben. Seitdem müssen wir mit einem Viertel der Leistung auskommen. Aber wir sind quasi selbst schuldig.

    3. Anne sagt:

      Vielleicht haben wir sie auch kaputt gemacht. Wir haben ihr zum Beispiel sehr mühevoll beigebracht, dass sie Dinge wegräumen, die Oberfläche sauber machen und die Dinge wieder hinräumen darf und wir sie nicht belangen, wenn nicht alles exakt an dem gleichen Ort wie vorher steht (als ob wir wüssten, wie da was vorher gestanden hätte). Möglicherweise sind beim Erlernen dieser Fähigkeit andere Dinge verlernt worden.

      Aber bei der Putzfrau vorher mussten wir mal die Wände im Flur neu streichen, weil sie die Fußabtreter mit dem schwarzen Plastikrand immer sehr energisch an der Wand entlang auf einen Kasten geschmissen hat und wir irgendwann sehr viele schwarze Streifen an der Wand hatten. Das war auch die gleiche, die den Staubsauger sehr energisch in den Couchtisch gefahren hat. Und die das Putzmittel im Schuhregal umgeschmissen hat, aber nicht auf die Idee gekommen ist, das von den Schuhen zu wischen. Die Lektion, die sie daraus gelernt hat, war „Ich darf das Putzmittel nicht umwerfen“, mein Mann hat darauf versucht, ihr zu erklären, dass die eigentliche Lektion „Ich darf das Putzmittel umwerfen, aber wenn ich das Putzmittel umwerfe, muss ich danach den Schrank und die Schuhe saubermachen“ wäre. Ach ach. Die erste Putzfrau war wirklich super.

  12. Erkenntnis: Wir haben eine wunderbare Putzhilfe, gleich beim ersten Versuch. Zwar geht sie ein bisschen verschwenderisch mit ihrem Parfum um, aber das sind Kinkerlitzchen.

    Sie ist bombastisch zuverlässig, berlinert wunderschön, erzieht uns mit Konsequenz und Milde unsere ekelhaften Angewohnheiten ab, bringt dem Kind Kuscheltiere mit und verwendet unheimlich kreative Emoji-Kombinationen auf WhatsApp.

    Ich würde sagen – Volltreffer.

    Ihnen wünsche ich von Herzen auch so ein Putzwunder, Frau Nessy.

    1. Nessy sagt:

      Eine Berliner Seele würde auch meinem Haushalt gut tun. Diese liebevoll-rotzige Konsequenz, gepaart mit gestöhnter Duldsamkeit und Improvisationsgeist. Doch, doch, das kann ich mir vorstellen.

  13. kaltmamsell sagt:

    Ich würde Ihnen zu gerne meine beiden abwechselnden Putzmänner (aka Lolek und Bolek) vorbeischicken. Zwar meckern meine Eltern bei jedem Besuch, ob die wohl was am Nacken hätten, weil Spinnweben an der Decke und Staub auf oberen Regalbrettern Jahre überleben, und meine Bananen mögen sie mir einen Tick zu gerne – aber sie sind seit 17 Jahren zuverlässig, professionell und machen uns selbst das Bezahlen einfach, weil sie ein Gewerbe angemeldet haben.
    (Um die Waage zugunsten positiv ein wenig auszugleichen. Ich kann die Herren ja mal fragen, wie sie das Ruhrgebiet eigentlich so finden.)

    1. Nessy sagt:

      Sehr gerne. Ich nehme auch Wanderarbeiter, wenn es denn passt. Und Bananen kann ich auch kaufen, da bin ich nicht kleinlich. Mögen die Herren sie lieber hellgelb oder wenn sie schon ein paar Tage liegen?

  14. Merle sagt:

    Liebe Frau Nessy,
    nach vielen unerfreulichen Erlebnissen (und nach einer tollen Putzfee, die aus privaten Gründen leider wegzog -nicht ins Ruhrgebiet-)) haben wir in einen IRobot-Saugroboter und in seinen kleinen Bruder, einen Wischroboter, investiert. Zusammen unschlagbar und es ist schön, in ein sauberes Haus zu kommen.
    Das Fenster putzen übernimmt eine externe Firma und beim Rest müssen wir eben ran….., aber wenn man nicht saugen und wischen muss, ist es schon eine Erleichterung….

    1. Uwe sagt:

      Den iRobot kann ich auch empfehlen. Damit sich der Kleine nicht so alleine fühlt, haben wir auch gleich zwei :-)
      Ne, im Ernst, da er leider keine Treppen steigen steigen kann, haben wir einen oben und einen im EG.

  15. Ponder sagt:

    Liebe Frau Nessy,

    oha. Auf wie viele Reinigungsfachkräfte verteilen sich die Erfahrungen aus dieser Anzeige?

    Wir greifen auf eine Studentin zurück, die nachweislich gut reinigen und bügeln kann – und scheinen da ja einen expliziten Glückstreffer gelandet zu haben … hoffentlich braucht sie noch eine Weile Geld. Die legale Beschäftigung war sogar erstaunlich einfach zu regeln, ich hatte da mit mehr Formularkrieg gerechnet.

    Fenster machen wir allerdings selbst (nicht), sie wäre aber auch größer als wir.

    Viele Grüße,

    der Ponder

  16. Frau Vorgarten sagt:

    also, ich hab da den anderen Weg gewählt.
    Wenn die Fenster dreckig sind und ich rausgucken will, mach ich sie auf. Tageslicht wird überbewertet.
    Staub im Bücherregal hab ich nicht, Bücher werden auch überbewertet.
    Staub unterm Bett findet nicht statt, ist ne Hängematte.
    Und der Boden, ach wissense, … ich bin halt viel draußen. Und bei Freunden.

  17. Petra sagt:

    Ich muss gestehen, ich bin wohl ein bißchen naiv – nie hätte ich mir solche Geschichten vorstellen können! Aber das Geburtstagsgeschenk für die Putzfrau meiner Mutter wird jetzt definitiv größer ausfallen – allein aus Dankbarkeit, dass wir solche Geschichten nicht erzählen können. Und nein, abgesehen davon, dass sie keinen Termin mehr frei hat, ist der Anreiseweg etwas zu weit…

  18. kinderdok sagt:

    Klingt alles fair.

    Aber Vorsicht mit der Fairness-Polizei: Genderneutral haben Sie ja grade so hinbekommen, aber Lesben finden sich in Ihrer Annonce nicht wieder. Da könnte jemand die Stelle einklagen.

    1. Anke sagt:

      Hauptsache sie putzt gut!

  19. Brit sagt:

    Um mal etwas positives zu erzählen, meine Putzfrau ist auch super (leider auch Berlin). Sie ist nicht nur freundlich und gründlich, sondern außerdem völlig frei von unangenehmer Neugier oder erzieherischen Ansprüchen.

  20. Herr S-Bahnfahrer sagt:

    Ach herrje!
    Nach dem Lesen Ihres amüsanten und informativen Textes und all der putzigen und gruseligen Kommentare darunter steht eines für mich fest: Selbst wenn wir uns eine Haushaltshilfe leisten könnten, ich würde sie/ihn niemals in meine Wohnung lassen!

  21. FrauZimt sagt:

    Ich nehme ja aus den hier geschilderten Erlebnissen mit, das ich damals in meinem Putzjob zu Oberstufenzeiten bei einer Nachbarin (montags nachmittags zwei Stunden, für die ich 20 Mark bekam) viel zuviel gemacht habe. Ich Doofchen wischte die Regale bis zu meiner eigenen 180-Reichweite, wo doch die Augenhöhe der Arbeitgeberin (eher Normalwuchs) völlig genügt hätte. Tja, ich war jung und dumm…

  22. Julika sagt:

    In Deiner Stellenanzeige sollte ergänzt werden, dass die Putzfee gerne die Schuhe der Arbeitgeberin tragen darf, solange sie es nicht merkt (in echt jetzt: Letzte Woche passiert!)
    Liebe Frau Nessy, ich wünsche viel Geduld und Durchhaltevermögen!

    1. hin&weg sagt:

      meine Schwiegermutter hat ihre mal erwischt wie sie sich mit ihren Schminksachen angemalt hat.

  23. Katja sagt:

    Ich kann nicht mehr :D Wie herrlich ist diese Job-Anzeige <3
    Danke dafür ;)

  24. Soulweeper sagt:

    Jedes Mal, wenn ich wieder frisch das Thema „Haushaltshilfe“ bei uns daheim aufreiße, und KURZ DAVOR bin, der Gattin Zustimmung auf Probe zu erheischen, surfe ich VOM SCHICKSAL GELEITET zufällig wieder bei Frau Nessy vorbei…

    …lese den post….
    …lese die Kommentare…

    und dann hat sich das Thema erst mal wieder erledigt für ein Vierteljahr^^.

    Der Kännchenblog als aktive Lebenslesehilfe, wie hab ich das vermisst ♥.

  25. hin&weg sagt:

    Ich musste mal nen Artikel über Frühjahrsputz schreiben. Hatte nen Fensterputzer den ich interviewen sollte. Als es darum ging ihn namentlich und mit Foto zu nennen hat er dankend abgelehnt. Das könne er nicht bringen meinte er. Denn er putze bei den Damen nicht nur Fenster *zwinkerzwinker* wenn ich wüsste was er meine….
    Ich möchte nebenbei nur erwähnen: ich putze noch selbst….

  26. engelchenfiona sagt:

    Seufz ich brauche ne Haushaltshilfe wahlweise ein babysitter und ich brauche dringend Schlaf. Ich verzweifel etwas wenn ich das hier alles so lese. An der babysitterfront schauen die Storys nicht besser aus.
    LG
    Fio

    1. Ponder sagt:

      Mit Babysittern haben wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht, Kopf hoch :) – im Bekanntenkreis finden sich bestimmt Teenies oder Studenten mit Abendfreizeit und Geldbedarf!

      Viele Grüße,

      der Ponder

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