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Vom Fliegen

Ich fliege durchaus gerne mit dem Flugzeug.

Wie die Erde beim Starten kleiner wird, wie wir durch die Wolken stoßen, wie wir der Sonne entgegen fliegen, wie wir auf die Erde hinabschauen können und plötzlich alles unbedeutend wird – das ist toll.

Natürlich ist es immer etwas eng im Flieger, besonders für Menschen über einsachtzig und solche, die keine Sitzriesen, sondern Stehriesen sind, also lange Beine haben. So wie ich. In den vergangenen Jahren ging das alles. Ich konnte meine Beine unter den Vordersitz schieben oder unter dem eigenen Sitz zusammenklappen. Der Vordermann konnte sogar noch seine Rückenlehne neigen. Es passte.

Seit meinen vergangenen Flügen deucht mir aber, dass die Sitzreihen immer enger werden. Bei meinen Flügen mit sunexpress und air berlin passte ich – und das ist keine Übertreibung – nicht in den Sitz (bei Germania übrigens schon). Selbst vollkommen aufrecht, mit dem Hintern fest an der Rückenlehne, drückten meine Knie dem Vordermann so sehr ins Kreuz, dass er sich zu mir herumdrehte und wütend darum bat, ich möge mich doch bitte „vernünftig hinsetzen“ und mich „aus seinem Rücken entfernen“. Ich selbst hatte nach kurzer Zeit das Gefühl, als säße ein Elefant auf meinen Kniescheiben.

Ich saß am Gang, also stellte ich das rechte Bein in selbigen und klappte das linke irgendwie darunter – mit dem Ergebnis, dass ein Bein und zwei Füße als Fleisch gewordene Poller den Weg der Saft-Wägelchen blockierten, mein Rücken völlig verdreht war und ich meine Flunken nicht immer binnen Sekundenbruchteilen einfahren konnte, wenn Getränke, pappige Sandwiches, Duty-Free-Zeug oder sonstwas angefahren kamen. Dem Herrn schräg hinter mir ging es genauso, wir bildeten eine natürliche Barriere. Die Flugbegleiterinnen wurden mit zunehmender Flugdauer immer ungehaltener, staksten wie Störche durch unsere herumliegenden Gliedmaßen und rammten uns ihre Wagen in Hacken und Zehen.

Nun bin ich als Bahnfahrerin mit einem geradezu stoischen Gleichmut sowie einer, auf einem sonnigen Gemüt gründeten Besonnenheit gesegnet. Bei derartigen Konstruktionen packt mich jedoch die Wut. Wie kann es bitteschön sein, dass es Fluggesellschaften um des Profits willen erlaubt ist, ihre Maschinen derart mit Sitzreihen vollzupacken, dass es Reisenden nicht mehr möglich ist, das zu tun, was sie bezahlt haben: zu reisen, sitzend. Gibt es für diese Sitzkonstruktion eigentlich eine Norm – und wer hat die gemacht? Zwerg Nase?

Kommentare

59 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Nein, Zwerg Geldgeil ist für diese unmenschlichen Sitzkonstruktionen verantwortlich… Ich fliege auch ungemein gern – und selbst ich mit „normaler“ Größe von ca. 1,70 Metern habe bei manchen Fluggesellschaften schon Probleme, eine bequeme Sitzposition zu finden.

    1. Nessy sagt:

      Von bequem kann nicht die Rede sein. Ich bin froh, wenn ich normal und aufrecht sitzen kann und meine Beine noch in die Reihe passen.

  2. Chris sagt:

    Ja, das Problem kommt mir bekannt vor. Und ich bin noch ein paar cm grösser. Lösung: Ich meide Billigflieger wo möglich, die sind idR die schlimmsten.

    1. Nessy sagt:

      Die gängigen Ferienziele (Kanarische Inseln, Mittelmeer) werden ja nur von entsprechenden Gesellschaften angeflogen. Dass das Ganze rentabel sein muss: logisch. Die haben ja nichts zu verschenken. Aber ein Mindestmaß an Sitzmöglichkeit, und ich spreche hier nicht einmal von Komfort, sollte doch gegeben sein.

      Ich biete mich ansonsten gerne an, mich hinzulegen, auf eine entsprechende Pritsche, dann können sie mich gerne mit anderen Fluggästen übereinander stapeln. Ich schlafe dann sogar ein und möchte auch keinen Sandwich.

    2. energist sagt:

      Auch bei Billigfliegern kann man noch etwas tricksen: entweder entsprechend früh da sein und bei seatguru.com die besten Sitze raussuchen und reservieren – oder als letzte Hilfe mal beim Boarden mit dem/der Purser reden, wenn es gar zu eng ist. Die können auch vor Ort spontane Sitztauschereien organisieren. Nicht zuletzt ist das ja auch eine Sicherheitssache – denn wenn Sie sich beim Crash die Beine an der Lehne des Vordermanns brechen, können Sie nicht mehr evakuieren und versauen die Statistik ;)

  3. Nic sagt:

    zugegeben – sicherlich sehr nervig, ärgerlich
    aber ich empfehle: reisen sie mal mit einem Kind unter drei Jahren welches keinen eigenen Sitzplatz erhält sondern auf Mamas Schoß platz nimmt, auch in ihren Gurt soll – aber nicht paßt.
    das gepaart mit einer guten Portion Flugangst, reichlich Luftlöchern und einer Zwischenlandung auf einer sehr kleinen Insel mit arg scharfer Kurve bei der Landung

    Deshalb bekommt mich niemand mehr in einen Flieger

    1. Nessy sagt:

      Haha!

      Oh, ‚tschuldigung. Das war sicherlich nicht lustig, nur humorvoll erzählt. Das erinnert mich an meinen Flug nach Peking, freilich ohne Zwischenlandung, aber mit schlechten Luftströmungen über der Mongolei, einem Landeanflug, bei dem ich die Sinnhaftigkeit der Gurte entdeckte und mich letztendlich in eine Papiertüte übergab. Hätte ich ein Kleinkind auf dem Schoß gehabt … Sie ahnen es vielleicht.

    2. jpr sagt:

      Dann waere kein Platz mehr fuer die Papiertuete gewesen?

    3. energist sagt:

      Der Vorteil, wenn man einen Arzt in der Familie hat: meine Mutter ist generell nur im „abgeschossenen“ Zustand luftverlastbar. Ein bisschen wie B.A. vom A-Team.

  4. virtualmono sagt:

    Das ist nur eine der „Unannehmlichkeiten“, wegen der mir Fliegen zunehmend unerträglicher geworden ist (mit 1,86 ist das absolut kein Spaß mehr). Und dann natürlich das nervige Drumherum am Flughafen (wer schon einmal 45 Minuten in der Schlange vor dem Sicherheitscheck in FRA-A verbracht hat weiß wovon ich schreibe)…

    1. Nessy sagt:

      Das Drumherum ging diesmal problemlos ab: In DUS war’s zu früh für Querelen, auf La Palma ist es klein und lauschig. Im Duty Free (ganz anderes Thema jetzt, aber es fällt mir zu „Drumherum“ ein) ist übrigens nichts mehr billiger. Das kostet alles genauso viel wie sonst auch im Laden. War auch mal anders.

      Früher war alles besser.
      //*stampft trotzig auf

  5. Micha sagt:

    Voll und ganz und zwar mit ganzer Inbrunst simmte ich dir zu: selbst Ikarus-Busreisen (seinerzeits absolute Billigklasse aller Busunternehmen) war Luxus gegenüber den Sitzen, die mittlerweile nahezu sämtliche Fluglinien anbieten. Man zahlt fürs Fliegen immernoch gutes Geld, aber was man dafür geboten bekommt, ist eine Zumutung.

    Dem profitgierigen Zwergnase gehört eine auf die Nase – aber volle!

    1. Nessy sagt:

      Bei Busreisen habe ich mich damals (Jugendfreizeiten, 24 Stunden-Fahrten Griechenland und solche Sachen) des nachts immer in den Gang gelegt.

    2. swuuj sagt:

      Busreisen sind himmlisch, wenn man eine private (trotzdem nach deutschen Verhältnissen spottbillige) Busreise in Asien unternimmt: Luxusreisebus mit echten Liegesesseln bis zur Vertikalen, Ledersessel und Video-/Spielekonsole. So erlebt von Singapur nach Kuala Lumpur. Da sind auch mehrere Stunden Monokultur vor dem Fenster ertragbar.

      Leider muss man auch da irgendwie hinfliegen…

  6. jpr sagt:

    Sie beschreiben eine der Schattenseiten davon, dass Fliegen das Taxifahren des 21. Jahrhunderts geworden ist in den letzten Jahren. Und die Konditionierung schlaegt ja zu – auch ich zucke schon mal, wenn Hin- und Rueckflug hoch dreistellig werden – versuche aber eigentlich wie oben erwaehnt auch immer haeufiger zumindest den Weg die ganzen „guenstigen“ Gesellschaften zu meiden und somit die einzige Art der Abstimmung zu zeigen, die ich kann – mit den Fuessen (sofern sie denn unter den Sitz passen).
    Auf die Fluggeselschaft die nicht auf 1.60 grosse Passagiere plant warte ich allerdings auch noch – sagen Sie Bescheid, wenn Sie sie gefunden haben.

    1. energist sagt:

      Andererseits hat eben auch die Generation unserer Großeltern uz großen Teilen nie im Leben in einem Flugzeug gesessen, während man als aktuell Zwanzigjähriger gefühlt schon etwas seltsam ist, wenn man in seinem Leben noch nicht auf mindestens drei Kontinenten war.

      Die Entwicklung ist genau wie bei Fernsehen, Radio, Auto: mit der Massenvermarktung haben sich Zauber, Schönheit und Luxus verabschiedet.

      (P.S.: Ich hatte unlängst Gelegenheit, mir verschiedene Erste-Klasse-Kabinen im A380 und A350 (?) anzusehen – wenn Beinfreiheit für Sie unabdingbar ist, wäre das der place to be.)

    2. jpr sagt:

      Richtig grosse Flugzeuge fehlen mir noch, sind aber sicherlich ertraeglicher (wobei man fuer die von Ihnen angesprochenen Sitze (oder muss ich schon Suite sagen) eher einen Kleinkredit braucht).
      Business und First habe ich aber in ‚kleineren‘ Fliegern schon mitgemacht und dort verliert es dann auch den Charme des Transports und wird wieder um Reisen. Inwieweit es das einem jeweils wert ist, ist dann wieder eine Abwaegung.

    3. Nessy sagt:

      Auf eine Erste-Klasse Kabine im A380 arbeite ich hin. 20 Euro habe ich schon im Schweinchen.

  7. siprecess sagt:

    Angeblich soll das in Zukunft mit den neuen Sitzen aus Carbondingens (na, Sie wissen schon) alles besser werden, da die Sitzlehnen dann wesentlich schmaler werden – angeblich bis 10 cm Platzeinsparung – und leichter werden die Sitze auch. Das soll Kerosin einsparen. Habe ich letztens in einem bekannten amerikanischen Newsmagazin gelesen. Im gleichen Artikel wurde Ihre Erfahrung bestaetigt: Ueber die Jahre quetschten die Fluglinien immer mehr Passagiere in ihre Flieger und die Abstaende zwischen den Sitzreihen schrumpften. Das soll mit der neuesten Neu-Technologie alles besser werden und eine Win-Win-Situation werden: Die Gesellschaften sparen Spritkosten und die Passagiere haben mehr Platz. Ich befuerchte nur, dass dies eine WIN-win-Situation wird: Die Fluggesellschaften stellen die Sitze noch ein wenig enger und die Passagiere sollen mit ein paar Zentimetern Platzgewinn abgespeist werden – dieser Platzgewinn wird natuerlich nicht mit Frueher verglichen, sondern von der schlechtesten Ausgangslage ausgehend und ist damit nur ein psychologischer, da netto immer noch im Minus. Sorry, das war sicher nicht das, was Sie hoeren wollten…

    1. Nessy sagt:

      Das klingt gut. Oder auch nicht. So ein Karbondingens gibt dann sicherlich auch nicht nach, wenn ich meine Knie reinpresse.

  8. crocodylus sagt:

    Ojee, da ist einem das die urlaubige Verspannung gesichert.
    Mit meinen 175 cm geht es gerade noch so. Aber der Mann ist 20 cm grösser. So bleibt ihm meist der Sitz am Notausgang. Je nach Gesellschaft muss man das vorher angeben, sogar manchmal mehr bezahlen. Es klappt aber. Ansonsten werden alle Saftschupsen über seine Beine fallen.
    Wenn eine gnädig ist, schaut sie, dass er wechseln kann auf einen Sitz mit freiem Nebensitz.
    Hier noch ein paar Infos, vielleicht helfen sie ja.
    http://www.airlinetest.com/airlines/sitzkonfiguration/lufthansa.html
    http://reisen.t-online.de/die-besten-plaetze-im-flieger/id_17487378/tid_embedded/sid_13006076/si_0/index

    1. Nessy sagt:

      Der Platz am Notausgang muss bezahlt werden: richtig. Und das sehe ich nicht ein. Ich bezahle gerne für einen per se komfortableren Sitz mit mehr Platz nach vorne und zur Seite – aber nicht für einen Platz, der ohnehin besetzt werden muss.

      Air New Zealand
      86 cm (B747)

      LTU
      76-78,5 cm

      So fühlte sich auch der Unterschied zwischen air berlin und Germania an.

    2. URi sagt:

      Hmm, ich hatte sicher schon 3 mal den Platz am Notausgang und musste dabei noch nie extra zahlen (Wenn ich mich recht entsinne einmal Etihad oder Emirates, einmal der Kranich und einmal Cebu Pacific). Das einzige was alle verlangt haben war, dass man in der Lage sein muss die Notausgangstür auch öffnen zu können (falls nötig).
      Deshalb sitzen da im Allgemeinen auch keine zierlichen Frauen.

      (oder hat sich das inzwischen geändert?)

    3. Nessy sagt:

      Eine zierliche Frau bin ich nicht. Das kriege ich hin.

      Ich habe weiter unten einen Text über die Notausgangsbezahlerei verlinkt. Bei den Urlaubsfliegern (nicht bei Inlandsflügen, aber die dauern ja auch nur 50 Minuten, da ist es mir wurscht) wurde ich bislang immer aufgefordert zu bezahlen. Vielleicht machen sie das auch nur bei großen Leuten, weil sie dann wissen, dass die darauf angewiesen sind? Keine Ahnung, aber ich denk’s mir nicht aus. Und wie gesagt: Es gibt ja durchaus mehr Leute über 1,80m im Flieger, als Plätze an Notausgängen vorhanden sind. Zwischendurch verliert man dann halt auch mal das Rennen.

    4. URi sagt:

      Gott bewahre. Ich wollte wirklich nicht andeuten, dass Du Dir das ausgedacht hast. Mich hat es eben nur gewundert, da ich andere Erfahrungen gemacht habe. Das letzte Mal bei Cebu Pacific war auch schon 2007 gewesen.

  9. Tim sagt:

    Flugreisen in der von Ihnen angesprochenen, altmodisch-lasziven, bräsigen, egozentrischen ‚Sitzstellung‘ gab es, als die Flugbegleiter noch Stewardess (bzw. Steward) hießen.
    Längst heißen sie (korrekt) ‚Saftschubsen‘ (bereits seit 2004 in den Duden aufgenommen – ist Ihnen das etwa entgangen?)
    Gleichzeitig wurde auch diese eklige Egomanie-Beinfreiheit der Ewig-Gestrigen auf moderne Maße angepasst, falls Ihnen das entgangen ist.
    Verzeihen Sie die Frage: In welcher Zeit leben und denken Sie?
    Total spießig. schädlich und überholt, pfff. Man hat heute ADHS und steht deshalb lieber. Und außerdem: Das ist Umwelt- bzw. Klimaschutz!
    Ich hoffe nur (um mich nicht *total* fremdschämen zu müssen), dass Sie wenigstens eine CO2-Spende geleistet haben (oder für das notleidende Zypern, Griechenland, …)

    1. Nessy sagt:

      Die überaus hübschen Flugbegleiterinnen waren übrigens gerade mal 15 Jahre alt. Geschätzt. Ich war leicht beunruhigt, was wohl in einem Ernstfall mit ihnen passiert. Ob sie sich unter dem Sitz verkriechen oder sich bei mir auf den Schoss werfen.

      Mit dem Stehen, das würde ich mir übrigens gefallen lassen, solange ein paar Biertischchen im Raum verteilt sind.

  10. Jörg Plewe sagt:

    Ich empfehle Harz, Spessart oder Eifel statt Malle.

    Problem gebannt. :)

    1. Nessy sagt:

      Wenn der Tag kommt, an dem ich mit meinen Flugreisen genug zum Klimawandel beigetragen habe und es in Harz, Spessart und Eifel durchgehend 25 Grad hat, dann urlaube ich auch dort. Das mit den 2500 Meter hohen Bergen, dem Meer, dem Lebensgefühl und der spanischen Küche kriegen die dort bis dahin bestimmt auch irgendwie hin.

    2. wenn das mit dem Klimawandel so weiter geht, ist der Harz ja dann eine Insel, also Klein-Hochkantistan, sozusagen.
      Mit Strand, urigen Eingeborenen, wilden Tieren (bisher nur Luchse, aber wer weiß, was so angeschwemmt wird im Laufe des Wandels), hohen Bergen (der Brocken stößt oft gegen die Wolken, vor allem, wenn die mal nicht so hoch hängen) und das mit den durchgehenden 25 Grad — na, Klimawandel! Ein Klacks.

      Besonders entzückt haben mich übrigens die „herumliegenden Gliedmaßen“.
      Bildhaft.

    3. Nessy sagt:

      Wenn die Harzregion dann noch die Immigration fördert, kommt es einem auch irgendwie exotisch vor. Das wäre doch was.

  11. Pummelfee sagt:

    :) ich hab mir bisher immer den Platz an den Notausgängen geben lassen…nur wegen der Beinfreiheit…dafür büsste ich dann den netten Ausblick ein, weil man die ganze Zeit nur auf die Flügel schauen kann.
    Hat bisher (3 mal) entweder schon beim Einchecken oder dann zum Tauschen im Flugzeug geklappt. Fragen kostet nix extra! ;)

    1. Nessy sagt:

      Doch – fragen kostet etwas extra. 60 Euro sollte ich zuletzt für den Platz am Notausgang zahlen. Im Flugzeug selbst konnte ich bislang nur einmal wechseln, auf einem Rückflug von NYC, als ein Platz frei war.

    2. URi sagt:

      Bei welcher Eierline war das denn? (oder darf das wegen Rufschädigung nicht veröffentlicht werden?)

    3. Nessy sagt:

      LTU. Weiter unten ein Text – es machen mehrere Airlines. Der Text stammt von 2006, es mögen mittlerweile also noch mehr hinzugekommen sein, und die Preise sind mittlerweile wohl auch andere.

  12. Vor einiger Zeit flog ich mit Freunden und Germanwings nach Sofia, aus einer Laune heraus reservierten wir uns Plätze in der ersten Reihe, und es stellte sich heraus, dass dort die Beinfreiheit deutlich höher war als in den Reihen hinter uns.
    Vermutlich aufgrund des verbreiteten Glaubens, man sei hinten im Flugzeug besser aufgehoben, ging das auch noch vergleichsweise späte vor dem Abflug.
    Vielleicht ist das auch noch eine kostengünstige Alternative zu den Notausgangs-Reihen?

    1. Nessy sagt:

      Die Idee hatte ich auch: online einchecken, Plätze reservieren. Ging mit den vom Reiseveranstalter ausgestellten Tickets nicht, sondern nur mit online gebuchten.

      Vorne saß ich einmal. Die Aussicht ist sehr übersichtlich, aber was gibt es sonst schon anderes zu sehen als Hinterköpfe.

  13. Gut das mein nächster Flug nur von Berlin nach Baden-Baden geht und für den geplanten Urlaub im Januar muss das Ziel wohl noch einmal überdacht werden….

    1. Nessy sagt:

      Wenn Sie nicht übermäßig groß sind, ist das Ganze ja kein wirkliches Problem. Oder Sie rudern halt nach Mallorca.

  14. Aurora sagt:

    Für das ultimative Flugabenteuer kann ich sunexpress empfehlen und zwar zum oder vom Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen. Von dem fliegen nämlich „nur die Bauern“ (Zitat: ein Istanbuler). Die Schlange vor dem check-in ist schon ganz großes Kino, das Verstauen des Handgepäckes dauert eine halbe Stunde (ich hab das mal gestoppt, ja), man wundert sich lediglich darüber, daß niemand seine Ziege oder sein Schaf noch mitgenommen hat. Die Klima-Anlage heizt entweder auf tropische Temperaturen oder kühlt auf Kühlschrank und um einen herum sitzen … siehe oben… mit Flugangst. Man hat also Nachbarn, die duschen offensichtlich schon lange nicht mehr gut finden, einem auf die Pelle rücken um Händchen zu halten und während des Fluges noch mehr schwitzen, lautstark zu beten anfangen und schon während des Lande-Anfluges klatschen.
    Daß ich trotz allem noch nach Istanbul fliege, darf als Liebeserklärung an die Stadt verstanden werden…

    1. Nessy sagt:

      Das hört sich grandios an. Wirklich jetzt. Das ist doch mal ein Urlaubserlebnis. Ich kenne Ähnliches von Flügen nach und von Russland – allerdings in den frühen 90ern: aeroflot bzw. pulkovo aviation – 20 Kilo zulässig, Handgebäck hingegen unbegrenzt. Bis hin zu kleinen Kommoden wurde alles in die Kabine verladen, kunstvoll in karierte Plaste eingeschlagen. Zum servierten Essen gab es eine Portion extra Butter, die der Russe neben mir roh und in einem Happs verzehrte. Es wurden Unmengen an Tee getrunken – und geraucht. So war das damals.

  15. allegra sagt:

    …wie recht sie haben frau nessy…wie oft habe ich in meinen knapp 15 jahren flugbegleitertum… den flugästen mit meinem getränkewagen die kniescheibe zertrümmert…oft…echt oft…
    ich denke sowieso immer oefter: man sollte zuhause bleiben…einfach zuhause bleiben…bleibt doch einfach alle zuhause…
    …war aber nicht immer so, beim fliegen…da gab´s mal zeiten mit echt leckerem essen…viel platz und flugbegleiterinnen, die wie sofia loren aussahen, sich mit rotweinen auskannten…eine anständige herzmassage hinbekamen (im fall der fälle)…und den flugängstlichen passgier mittels eingängigem gespräch von seiner flugangst befreiten…
    gibt´s heute bestimmt auch noch…irgendwo…in saudi arabien…bei einer privatairline…
    BTW…ich selbst pendel zu meiner arbeitsstätte (aus dem schönen münchen bis zum grauenhaften frankfurter flughafen) übrigens mit der bahn…ist wie yoga…ganz wunderbar…gibt nichts schöneres…

    1. Nessy sagt:

      Von Düsseldorf nach Berlin oder so würde ich auch nie fliegen. Das lässt auch mein Umweltbewusstsein nicht zu. Beim vierstündigen Flug gibt’s mittlerweile nur noch einen Pappsandwich. Nun ja, wenn man’s weiß, kann man sich ja drauf einstellen.

  16. Mercator sagt:

    Hier geht es auch nach oben. Allerdings viel schöner:

    http://wordlesstech.com/2012/11/06/la-luna/

    Gerade eben entdeckt und episch schön ;-D

    1. Nessy sagt:

      „Dieses Video ist aufgrund eines Urheberanspruchs nicht verfügbar.“ Gna.

    2. Mercator sagt:

      Das ist aber schade. Hier kann man zumindest den Anfang sehen:
      http://www.youtube.com/watch?v=igqGdTQIX30

      Ansonsten absolut sehenswert. Die Leute bei Pixar haben es einfach drauf…

    3. Mercator sagt:

      Wer sagts denn:
      hier gibts das wunderschöne Filmchen in voller Länge…

      http://www.dailymotion.com/video/xuwkf0_la-luna-cortometraje-de-pixar-2012_shortfilms?search_algo=2

      Hoffentlich noch länger sichtbar.

  17. Nina sagt:

    Bei R.yanair soll man auf Kurzstrecken bald sowieso stehen müssen, hörte ich neulich. Dann kommt es dann schätzungsweise nur noch auf den Bauchumfang an. Oder auf die Schuhgrösse.

    Ich hatte ein wunderbares Mal das Vergnügen, einen Nachtflug von L.A. in der V.irgin At.lantic Business Class geniessen zu dürfen. Bis auf das grenzwertige Essen (obwohl vollmundig als à la carte Menü angekündigt) – ein Traum! Man sass in einer kleinen Bucht. Niemand hat mit Ellenbogen etc. genervt, man konnte in allerschönster Ruhe ein Buch lesen oder einen Film sehen. Zum Schlafen konnte man ich in seiner kleinen Bucht richtig ausgestreckt hinlegen und bekam eine Bettdecke.

    Wenn’s geht, vermeide ich Fliegen. Ich kriege sowieso immer diese 3,5 Tonnen schweren Sitznachbarn, die mich befürchten lassen, dass sie beim nächsten sauren Aufstossen die gesamte Sitzreihe sprengen. Ja, und dann will’s wieder niemand gewesen sein.

    (Billig)fliegen ist leider, leider zu einer Tortur geworden. Ich bin übrigens auch kein wirklicher Fan vom Semi-Striptease beim Security Check. Da setze ich mich lieber in einen komfortablen Zug und schwenke triumphierend meine 250ml Flasche Shampoo.

    1. Nessy sagt:

      Wenn ich auf Kurzstrecke stehe, werde dann in Luftlöchern alle schwerelos? Ich hatte schon den ein oder anderen Flug, auch innerdeutsch, das wär’s mit dem Stehen schwierig geworden. Aber bitte … mit Stehbiertischen und einer Bar soll’s mir recht sein.

      Eine kleine Buch zum Hinlegen und lesen? Boah, ein Traum.

  18. SilkeSolingen sagt:

    Tipp: immer einen Platz am Notausgang wählen, da hat man Beinfreiheit :)

    1. Nessy sagt:

      Wie bereits gesagt: Ein Platz am Notausgang kostet in den Urlaubsfliegern (Text von 2006), manchmal nicht wenig.

      Außerdem geht es ja nicht nur um mich. In einem mit 240 Menschen besetzten Urlaubsflieger sind durchschnittlich mehr Leute über 1,80m als Plätze am Notausgang vorhanden sind. Was soll ich also machen? Mich schlagen?

    2. SilkeSolingen sagt:

      hmmm… da hatten wir noch nie probleme… direkt bei der buchung den platz mitbuchen war immer möglich :(

  19. Oppa Andy sagt:

    Ein „Muss“ auf den Parties zweier befreundeter Piloten:

    http://www.youtube.com/watch?v=5L0EdfhnoPo&feature=youtube_gdata_player

    ;-)

  20. meerfrau sagt:

    Die dänische „Politiken“ schreibt heute genau über dieses Thema. Mal die Kurzfassung auf Deutsch: Bei Iberias bekommt man 71,1 cm bei Easyjet 73,7, Ryanair hat 76,2 cm, den meisten Platz hat man bei Cathay Pacific mit 81,3 cm. Ich bin nur 1,75, aber auch ich fühle mich oft zu groß, für die mir zugestandene Beinfreiheit.

    Zum Reisen mit Kleinkind auf dem Schoß und gleichzeitigem Kampf mit wieder aufsteigendem Essen, kann ich aus eigenen Erfahrung nur raten, das Kind sofort an den nächsten Mitreisenden abzugeben. Egal wer, Kind in die Hand drücken. In meinem Fall saß gottseidank das andere Elternteil neben mir. Kinder unter zwei kennen keinen Ekel und sind verdammt neugierig, nie wieder bin ich beim Kotzen so bejubelt worden. Hat nur gefehlt, dass er nochmal, nochmal ruft.

    Wobei mich das noch zu der Frage bringt: Wieso brauchen Kinder im Auto einen Kindersitz, im Flugzeug jedoch reicht der Schoß eines Elternteils?

  21. frau k. sagt:

    wiedereinmal lob ich mir, ein echter zwerg zu sein. meine haxen haben überall platz

  22. wiederhoeren sagt:

    Ich bin zwar auch nur 175cm lang, habe aber aufgrund meines Hüftumfangs bei R.ynair fast nicht in den Sitzt gepasst, bzw. musst mich die 2 Stunden die der Flug dauerte plus die 1.5 Stunden die wir ohne Info auf dem Rollfelld warteten, schif in den Sitz quetschen. Angenehm war das nicht.
    Aufgrund der Sitzwahl in der ersten Reihe beim Hinflug und dem Notausgang Sitz beim Rückflug hatte ich wenigstens genug Beinfreiheit. (Strecke Memmingen (Allgäu) – Dublin überigens ohne Aufpreis dafür.)
    Dafür bekommt man gar nichts mehr Kostenlos. Jedes Getränk und jeder Snack muss bezahlt werden, es läuft alle paar Minuten eine Werbedurchsage ( Duty Free, Gewinn-Lose, Kreditkarten usw.)
    Auch be der Warterei von 1.5 Std. auf dem Rollfelld wurde nciht mal ein Becher Wasser kostenlos abgegeben.
    Na ja, das muss man offenbar einfach hinnehmen, wenn der Flug günstig war.

  23. Laternchen sagt:

    Ich (schlank, nur zum Verständnis) habe mal in einem türkischen Charterflugzeug in der Breite nicht in den mir zugewiesenen Sitz gepasst. War aber kein Problem, wir haben zu viert(!) in dem passagierplatzoptimierten Flugzeug gesessen…

    1. Laternchen sagt:

      (man sollte seine Sätze auch zu Ende führen)
      … ich konnte dann auf einen breiteren Sitz umziehen – der hatte allerdings weniger Beinfreiheit, die ich schräg im Gang ausglich.

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