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Liebe Kinder,

22. 10. 2010  •  56 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

in der Schule habt Ihr Euch bestimmt schon oft gefragt:
„Was soll der Stuss? Diesen Quatsch brauche ich eh nie wieder.“

Früher haben wir dann immer unter dem Tisch die Bravo aufgeschlagen und uns sinnvoller Lektüre gewidmet, im Speziellen den mittleren Seiten, auf denen wir mehr fürs Leben lernten, als der Wollunterwäschenträger dort vorne an der Tafel jemals würde rüberbringen können. Was Ihr heute tut, weiß ich nicht, aber sicher etwas ähnliches, vielleicht in elektronisch. Insbesondere den Sprachbegabten unter Euch ist es bestimmt sehr schleierhaft, wofür all der Zahlenkrams notwendig sein soll, den dieser mit Kreidestaub eingebleichte Frühpensionär von Mathelehrer regelmäßig vortanzt. Dreisatz, okay, dafür findet man im Supermarkt noch eine Anwendung: Ein Liter Smirnoff für 5,99, oder zweimal anderthalb Liter Rotwein im Tetra für 3,99 – wovon werde ich effektiver besoffen? Aber Prozentrechnen und Zinseszins – Humbug für alle, die sich und ihre Zukunft nicht als schlipstragende Spätkonfirmanden in der Volksbank sehen, deren Gestus traditionell einen derartigen Frohsinn signalisiert, als wollten sie sich gleich hier und jetzt an der flackernden Deckenbeleuchtung aufknüpfen.

Wenn Ihr die Schule dann hinter Euch habt, geht es genauso weiter. Ihr geht zur Uni, und obwohl Ihr Euch jetzt lerntechnisch auf Fächer beschränkt, die Euch interessieren (zumindest mehr als andere, es sei denn, Mutti hat Euch dazu genötigt, etwas „Anständiges“ zu studieren wie Jura oder BWL oder zumindest Lehramt, was zwar eher angeschimmelt als schillernd ist, außerdem tragt Ihr keine Wollunterwäsche, aber immerhin noch eine Beamtenpension garantiert), quatscht der komische Kauz dort unten im Hörsaal unfassbar viel sinnloses Zeug. Außerdem habt Ihr Kopfschmerzen von gestern abend, als es auf der SpoWi-Party ein bisschen spät wurde, aber als Mitglied des Fachschaftsrates hat man halt gesellschaftliche Verpflichtungen, gerade interdisziplinär, das ist wichtig. Ihr schlagt dann die NEON auf oder surft im Internet, vielleicht legt Ihr auch den Kopf auf den Klapptisch und lasst Euch ein bisschen treiben – in der Uni fällt das ja alles zum Glück nicht mehr so auf oder wird dankbar ignoriert. Die Multiple-Choice-Klausur kriegt Ihr auch so irgendwie hin, schließlich könnt Ihr die Unterlagen mit in die Prüfung nehmen, und ein bisschen Transferleistung ist immer drin, vorausgesetzt, man ist nüchtern.

Ihr bringt also irgendwie Euer Studium rum und zu Eurer eigenen Verblüffung ist das Ergebnis gar nicht so schlecht. Wie es dazu kommt, könnt Ihr Euch selbst nicht erklären, schon gar nicht, dass Ihr mit der Zeit sogar so eine Art Freude am Studieren entwickelt habt. Ich meine jetzt nicht am Drumherum, sondern wirklich am Studium, am Fach, an der Sache, am Inhalt. Aus einem Anflug von Wahnsinn heraus oder weil Euch grad nicht Besseres einfällt, vielleicht, weil Ihr denkt „Auf dem Klingelschild macht sich das bestimmt super“ oder „Damit krieg‘ ich Weiber wie ein Tortenboden Erdbeeren“, entschließt Ihr Euch in einem Moment debilen Irrsinns, eine Doktorarbeit zu beginnen. Und jetzt kommen wir zum Kern meiner Ansprache, zum Epizentrum dieser flammenden Rede – wenn Ihr im Zuge dieses Vorhabens nun, mehr als 20 Jahre nach Eurer Einschulung und circa 30 Fachschaftspartys nach der Erstsemestervorlesung, am Schreibtisch sitzt und Eure Ergüsse verfasst, dann erkennt Ihr,

dass Ihr diesen ganzen Scheiß tatsächlich nochmal braucht!

Merkt Euch das. Und lernt schön.

Kommentare

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  1. Nihilistin sagt:

    Die Weisheit des Alters. (*)
    Danke für die flammenden Worte – aber ich fürchte, diese Erfahrung muss jede Studi-Generation selber machen. Immer wieder und immer wieder neu.
    Weiter viel Erfolg bei dem Doktörarbeitchen, liebe Frau Nessy!

    (*) ich darf das sagen, ich bin über 40

    1. Nessy sagt:

      Besten Dank. Es geht voran.
      (*) Mit 40 ist man wirklich jenseits von Gut und Böse, da darf man alles, einschließlich daumendick Butter aufs Brot.

  2. Clara sagt:

    Hm, hört sich nach Statistik an…

    1. Nessy sagt:

      Könnte man meinen. Und nach den ganzen Theorien aus dem ersten bis dritten Semester, die damals nur angerissen wurden mit Verweis auf den Handapparat, in den man natürlich oberflächlich mal reingeschaut hat, aber eben nicht so tief, wozu denn auch.

  3. Das war jetzt die Langfassung von: „Eines Tages wirst du erkennen, daß du fürs Leben lernst und nicht für die Schule.“ — oder?

    1. Nessy sagt:

      Also, ob ein Mensch das, was ich da niederschreibe, fürs Leben braucht, bezweifle ich ein wenig. Sagen wir einfach: „Für später.“

  4. croco sagt:

    Die Hälfte von dem Zeugs, das man lernen sollte, wird man nie, nie brauchen.
    Nur weiß man im Voraus eben nicht, welche Hälfte.

    1. Nessy sagt:

      Sie sind doch vom Fach. Wissen Sie dafür keine Lösung?

    2. croco sagt:

      Reden nutzt nichts.
      Aber wenn man nicht merkt, dass man lernt, ist es am besten. Man kann Statistik auch an Black Jack und Pokern erklären.
      Und Ökologie eben an einem kleinen Waldstück, auf das man aufpassen muss ein Jahr lang, und aufschreiben,was sich tut.
      Wenn das Interesse geweckt wird, dann klappt der Rest auch.
      Oder warum schauen unsere Mädels Soaps und merken sich jeden Scheiß?
      Und sie glauben eben nicht, dass so das Leben ist, oder dass sie das mal brauchen. Sie sind ja nicht doof. sie behalten alles nur aus Spaß, damit sie die Geschichte nicht aus den Augen verlieren.
      (das hilft Ihnen jetzt nicht wirklich weiter, stimmt’s?)

    3. Nessy sagt:

      Jetzt, wo’s zu spät ist, sowieso nicht mehr. Aber vielleicht eine Idee für später.

      (Die Sache mit der Geschichte mache ich bei der Lindenstraße genauso. Das ist auch das einzige Motiv, warum ich gucke, und das einzige Motiv, warum meine Nachbarn mich gucken: Um die Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren.)

  5. sweetkoffie sagt:

    …lach mich schlapp,
    Liebe Nessy, du hast es treffend geschildert!

    Heute weiß ich endlich , warum ich den ganzen Stuss gelernt habe,nämlich nur dazu, damit ich meinen Kindern bei den Hausaufgaben helfen konnte, als die das auch lernen mußten ;-)

    Lg und schones Wochenende
    Sweetkoffie

    1. Nessy sagt:

      Und wer keine Kinder hat, schreibt halt eine Abhandlung, damit das Gelernte zu späten Ehren kommt.

  6. anima sagt:

    Astrein. Glaube, ich reiche deine Abhandlung mal an meine Tochter weiter – sie glaubt nämlich auch immer noch, dass man mit einem Minimum an Einsatz trotzdem alles noch mit links schafft.

    Aaah … und ich oute mich hiermit als nunmehr nicht nur stille (Mit-)leserin.

    1. Nessy sagt:

      Herzlich willkommen!
      \*reicht Kekse rüber

      Leider bin ich in dem Fall ein schlechtes Beispiel. Denn bis fast zum Ende des Studiums hat das mit dem minimalen Einsatz immer sehr, sehr gut hingehauen.

  7. Vit sagt:

    Ich lese hier öfter „anonym“ mit, also ohne einen Kommentar zu hinterlassen, aber bei dieser Blogpost weckt Erinnerungen und Befürchtungen ;)

    1. Nessy sagt:

      Herzlich willkommen auch Ihnen!
      //*schenkt ein Tässchen ein

      „Alterssuizid“ ist allerdings auch nicht grad ein ermunterndes Thema. :o)

    2. Vit sagt:

      Wenn ich mir meinen vorherigen Kommentar anschaue, sollte ich vielleicht beim „anonymen Lesen“ bleiben… ;)

    3. Nessy sagt:

      Aber nicht doch. Dass Sie ein Wort zu viel untergebracht haben, zeugt nur von Ihrer Großzügigkeit in Zeiten knapper Buchstaben.

  8. Buecherhase sagt:

    Ich bin mittlerweile im 5. Semester und so viel konnte ich vom Schulwissen bisher noch nicht gebrauchen. Auch muss ich ehrlich sagen das es die Schule nicht geschafft hat mir richtig beizubringen das ich nicht die ganze Zeit erwarten kann das mir immernoch alles so schön aufbereitet wird. Auch schlechte Noten sind nicht so das Problem in der Schule. Einmal eine Klausur versemmelt, strengt man sich halt mehr an bei der nächsten und es wird später zusammen gerechnet. An Hochschulen nicht bestanden heißt du musst es nochmal schreiben…das „schöne“ learning by doing-prinzip. Schafft man das winkt vielleicht ein guter Abschluss, wenn nicht bundesweite Sperrung auf’s Studienfach.

    Viel Erfolg beim Schreiben Frau Nessy und nicht verzweifeln ;)

    1. Nessy sagt:

      Jaja, die Sache mit der Selbstständigkeit und dem Sichselbstzusammensuchen von Büchern und Material. So doof ich die kopierten Arbeitszettel in der Schule auch fand – gemütlich war es, alles so gut portioniert zu bekommen, dass ich es nur noch abheften musste.

  9. energist sagt:

    Dummerweise sind die Fächer, die man dann wirklich braucht, meist die, die so trocken daherkommen wie die Wüste Gobi bei Sandsturm. Die tollen, interessanten Themengebiete sind dann die, von denen man nie wieder etwas hört.

    Übrigens hatte ich beim Lesen bis zum Ende Angst, daß Sie die Hoffnung „damit“ bekäme man Weiber wie ein Tortenboden Erdbeeren (schönes Bild übrigens) auch zerstören. Haben Sie aber nicht. Ich darf also weiter hoffen ;-)

    1. Nessy sagt:

      Dürfen Sie! Ich hingegen bin wohl gekniffen, wenn man landläufigen Studien glauben darf. Nach denen bevorzugen Männer Frauen, die in Sachen (geistiger und wirtschaftlicher) Status unter ihnen stehen, während Frauen gerne aufschauen. Der „Dr.“ wird das Projekt „Männer wie Erdbeeren“ also eher behindern denn befördern – und das liegt nicht an mir: Handwerker, das weiß schließlich jeder, sind sexy.

    2. energist sagt:

      Daaaaas, werte Frau Nessy, is der Simpson-Effekt:

      Diese Studien können das vielleicht ganz genau nachweisen, aber glauben Sie mir, in der *interessanten* Zielgruppe sieht das anders aus. Ganz anders.

      (Wobei das jetzt natürlich nicht auf die beiden Buchstaben abzielt, sonder so generell… Sie wissen schon.)

    3. Nessy sagt:

      Ergänzend zum Simpson-Effekt möchte ich hier den Homer-Simpson-Effekt anbringen, der besagt, dass dicke Menschen bei einem Wahrnehmungstest, bei dem sie mehrere Wörter auswendig lernen müssen, schlechter abschneiden als dünne Menschen.

      Aber zurück zum Thema.

      Zu welcher Zielgruppe zählen Sie sich, Herr Energist? Und welcher der Männer, die dort vom Steg springen, sind Sie? Doch nicht der, der die Socken anlässt?

    4. energist sagt:

      Die „Socken“, geschätzte Frau Nessy, sind solche-muß-man-doch-jetzt-unbedingt-haben-Surferschuhe. Habe ich mir von nämlichem Kollegen erzählen lassen. Schützen gegen Seeigel, Glasscherben und Hammerhaie… oder so.

      Und natürlich zwingt mich meine Eitelkeit, mich insgeheim jeder mir sympathischen Zielgruppe zuzuordnen. Die Aussage oben traf ich davon aber unabhängig: die wenigsten intelligenten und/oder erfolgreichen MhNihA, die ich kenne, angeln sich ein Dummchen. Oder eine antriebsbeschränkte Schlaftablette. Häufiger sind vordergründige Mauerblümchen, die auf den zweiten Blick aber garnichtmehr so ruhig sind. Der häufigste Typus Frau sind aber zweifelsfrei solche, die selbst beruflich (bzw. studienmäßig) und privat geistige Tiefe und Wachheit aufweisen können. Und bei eigentlich allen Unbeweibten ist das der Typ, der in der Traumfrau-Ecke im Hinterkopf herumschwirrt.

      Die Überlegungen scheinen mir auch rational: Mit einem dummen Lebensgefährten wird es früher oder später langweilig. Ein unselbständiger/antriebsloser/unbeweglicher benötigt ständig „Fürsorge“ und schluckt Energie.

      Aber wieder weg vom Thema: der blaue. Also der mit der blauen Hose. Aber das Bild – überhaupt nicht getroffen und die Lichtverhältnisse und die Dynamik des Sprunges und so. Siewissenschon.

    5. Nessy sagt:

      Also nicht die Blümchenbadehose mit den Socken.
      //*seufzt erleichtert
      //*stempelt Bienchen ins Muttiheft

    6. energist sagt:

      Bienchen?
      Muttiheft?

      Ich bin verwirrt.. was tun Sie da Frau Nessy?

    7. Nessy sagt:

      Nichts von Belang, Herr Energist. Ich habe nur einen Pluspunkt notiert.

  10. Søren sagt:

    Wunderschön zusammengefasst. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie manches Erlernte zu späten Ehren kommt.

    Dreisatz im Supermarkt, physikalische Kräfte bei den Hausaufgaben der Kinder, neue Rechtschreibung und alte Rhetorik bei der Bewerbungsmappe. Und überhaupt, wie subtil das Studium auf das spätere Berufsleben vorbereitet. Volle Leistung unter Einfluss von Alkoholika und trotz ausgeprägten Schlafmangels. Multitasking, mehrsprachig. Und nach einem erfolgreichen BAföG-Antrag ruft selbst Anlage G der Steuererklärung nur noch ein belustigtes Lächeln hervor.

    Irgendwie doch fein, diese Zeiten.

    Jetzt hamse misch janz melanscholisch jemacht. Hach.

    1. Nessy sagt:

      Auch die Fächer „Wach gucken bei totaler Schläfrigkeit“ oder „Referate unter Einsatz von Medien und Fachbegriffen so präsentieren, dass die Substanzlosigkeit nicht auffällt“ sind für spätere Meetings Gold wert.

  11. zimtapfel sagt:

    Ich weiß schon, warum ich das mit der Doktorarbeit gelassen habe.

    1. Nessy sagt:

      Das soll Sie jetzt nicht entmutigen!

  12. Meerauge sagt:

    Wenn ich demnächst mal wieder im Bereich Berufsorientierung arbeite, werde ich diesen Beitrag gerne (mit Quellenangabe versteht sich) zitieren.

    1. Nessy sagt:

      Sehr gerne. Sie sind Interessensverteterin der Handwerkskammer, nicht wahr?

    2. Meerauge sagt:

      Nein, ich quäle Realschüler…
      Und die kriegt man so vielleicht gepackt.
      Schönen Gruß von der nun regelmäßig lesenden Leserin :)

  13. Wolfram sagt:

    Hm, ich habe mein Vordoktorat zwar aus anderen Motiven (aber nicht weniger gewollt) in den Sand gesetzt, aber… da is was dran.
    Nur hatte ich das kleine Detail anders, daß ich selbst dann noch Bestnoten kriegte, wenn ich überhaupt nicht im Unterricht gewesen war, geistig… und für manche Vorlesung galt das sogar körperlich. (Wenn ich da an meinen Philosophie-Schein im Grundstudium denke: einmal war ich in der VL, EIN MAL im ganzen Semester, und dann in der Prüfung!)
    Ich könnte ja immer noch mal mit ner Promotion anfangen. Aber ich finde, Landpfarrer mit Doktortitel haben was Einschüchterndes an sich. Also lasse ich es.

    1. Nessy sagt:

      Es gab auch Vorlesungen, in denen ich allerdings immerhin zweimal war: Am Anfang und am Schluss, um zu sehen, wie weit der Prof mit dem Stoff gekommen ist. Dann Klausur. Hat geklappt.

    2. Wolfram sagt:

      Oh ja, sowas habe ich auch gehabt. Und Vorlesungen, wo der Prof am Anfang eine Art Inhaltsverzeichnis gab – und am Ende durfte man feststellen, er war immer noch im Punkt 1.1 von sechs Hauptpunkten…

      Für meine allgemeine Faulheit im Studium habe ich nur einmal büßen müssen, pikanterweise bei einer Promotionsdisputation. Die mußte ich nämlich simultan übersetzen. Aua haua hei, nach einer guten Viertelstunde war ich aber am Ende… und zum Glück der Österreicher auch, so daß wieder französisch gesprochen wurde!

  14. antagonistin sagt:

    Ich hatte seinerzeit einen sehr, sehr humanen Prof, der sich bzgl. der Kompatibilität von angehenden Geisteswissenschaftlern und Statistik keinen Illusionen hingab und während der beiden Pflichtklausuren vollständig hinter einer Zeitung verschwand. Ohne dieses Gebaren hätte ich vermutlich mein Studium nicht beendet. Fürs Promovieren empfehle ich einen Forschungsinhalt, bei dem man auf qualitative Methoden zurückgreifen kann. Zumindest in meiner Branche. Kurzum: mitunter braucht man auch später nicht jeden Scheiß. ;)

    1. Nessy sagt:

      Diesen Prof hatte ich auch. Und zu was hat’s geführt?
      //*seufzt ergreifend

  15. gottseidank ist bei meinem thema nicht viel mit fragebögen oder statistiken. aber würden sie generell LaTex empfehlen oder ist das in der anwendung recht kompliziert?

    1. Nessy sagt:

      Kann ich empfehlen. Alles erscheint so wie eingegeben. Was voraussetzt, dass Sie es „nur“ richtig eingeben müssen. Die gängigen Befehle konnte ich mir allerdings schnell aneignen, und kompliziertere Dinge wie Tabellen sind schlicht logisch – was ja aber nicht jedem liegt.

    2. Dann schau ich mir das mal an. Tabellen brauche ich eh nicht, das heisst ich sollte nicht ueberfordert werden ^^.

  16. Shannon sagt:

    Ich fühle mich nicht angesprochen. So. Als erstes.
    Trotz der Tatsache mich selbst Lehrerin nennen zu dürfen, trage ich keine Wollunterwäsche. So.

    Und dann frage ich mich doch, wie es sein kann, dass die Schüler nicht den Prozentsatz lernen. Der wird ihnen bei uns nämlich bis zur Dreizehnten hoch immer wieder eingepaukt. Demnach muss ich, um von der Weisheit auch nähren zu können, eine Frage stellen: Gilt das auch für Logarithmus-Funktionen? Werde ich die irgendwann später doch noch brauchen, vielleicht im Supermarkt, oder wenn ich mit meiner Klasse Schwimmen gehe?

    lg, Shannon

    P.S.: Die „buschfunken“ momentan gern per I-Phone im Schüler-VZ, das ist besonders lustig, wenn die Kollegin im Medienraum gerade bei ihren Kiddies einen Kontrollgang macht und das sieht.

    1. Nessy sagt:

      Es gibt Unterrichtsinhalte, die mein Langzeitgedächtnis nie erreicht haben: Mathe, Physik, Chemie zum Beispiel. Zum Glück muss man das Abitur nicht regelmäßig wiederholen.

      P.S.: Ein iphone mit Tarif für die jungen Menschen … und ich musste mir mit 14 anhören, dass der backsteingroße graue Gameboy, den ich mir wünschte, meine geistige Verdummung und emotionale Verrohung endgültig beschließen würde.

  17. antagonistin sagt:

    Mathe, Physik, Chemie… ich bin froh zu wissen, wie man diese Wörter schreibt und was in etwa sie bedeuten. Ab und an trägt das bei Menschen mit naturwissenschaftlichem Fetisch zur Belustigung bei. Ansonsten bin ich bislang auch ohne Etablierung der genannten Fächer im Neocortex unbeschadet durchs Leben gekommen. Ich finde, man sollte das semantische Gedächtnis nicht mit jedem Kram zupflastern. Das bereitet nur Kopfweh. ;)

    1. Nessy sagt:

      Kenne ich. Das hängt mit den vielen Zahlen zusammen.

  18. Iche sagt:

    *entschimmelt sich mal* Danke Frau Nessy…. Sowas brauchte ich *seufzt*
    Mein Prinz ist dann wohl gegen die Statistik, hmmmm? Er findet es cool, dass ich studiere im Gegensetz zu ihm… Und nu?

    1. Nessy sagt:

      Solange Sie studieren, ist ja noch nichts passiert. Aber danach …

  19. Le Saucisson sagt:

    20% von dem was ich da an der Uni gelernt hab kann ich tatsächlich heute brauchen… leider sind diese 20% Informatik…braucht jemand meine 80% Diplomkauffrau? (Alleine schon das Wort: Kaufen, Frau und Diplom in einem Wort…Klischee?)

    1. Nessy sagt:

      Die wenigsten Menschen tun doch nach einigen Jahren noch das, was sie ursprünglich gelernt haben, sondern eher das, wozu sie Talent beweisen. Irgendwie verändert sich das Leben auch viel zu schnell.

  20. katerwolf sagt:

    frau nessy goes weise, sehr schön ;-)

    1. Nessy sagt:

      Weise wird man nicht durchs Lernen, weise wird man nur durchs Leben. :o)

  21. Liebe Nessy!
    Ich hab´s meiner Lieblings-15-jährigen zum Lesen gegeben.
    Die hat mich wieder angeschaut, als ob ich gleich wieder eine Geschichte aus meiner Schulzeit … iss doch noch garnicht solange her … erzählen möchte, hat abgewunken und ist mit unverständlichem Gemurmel davongerannt.

    Schreiben Sie gerade Dr.-Arbeit?

    1. Nessy sagt:

      Glückwunsch, Ihre Lieblings-15-Jährige ist völlig gesund und hat sie alle beieinander. Keine 15-Jährige hätte anders reagiert.

      Ja, tue ich. Schon länger, aber das sei an dieser Stelle taktvoll verschwiegen.

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