Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

Archiv der Kategorie »Tagebuchbloggen«

Montag, 29. April

29. 04. 2019  •  Keine Kommentare

Tüdelü | Lange geschlafen. Ein bisschen gearbeitet. Kaffee getrunken. Dann wieder nach Hause gegangen.

Straßenzug mit Altbauten in Hannover

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Rechnungsadresse bei Kindle-Käufen | Ich habe herausgefunden, was ich tun muss, damit die richtige Rechnunsgadresse auf meiner Amazon-Rechnung steht, nachdem ich mir ein Buch auf den Kindle geladen habe. Die Rechnung wies nämlich stets eine falsche Adresse aus, und ich habe immer wieder versucht, das zu ändern, habe zigmal meine Stammdaten neu eingegeben. Aber es tat sich nichts.

Weil ich mir die meisten Fachbücher als E-Books kaufe und ich die Anschaffung entsprechend von der Steuer absetze, wollte ich dieses Problem aber lösen – und fand heute den richtigen Weg. Die Anleitung für alle Betroffenen:

Ins Konto einloggen. Unter „Mein Konto“ den Punkt „Inhalte und Geräte“ wählen. Dort auf „Ländereinstellungen“ gehen und eine Adresse hinterlegen. Die Adresse wird nicht angezeigt. Es ist nach der Eingabe vielmehr alles wie vorher und hat den Anschein, die Adresse sei nicht übernommen worden. Wird sie aber. Bei allen nachfolgenden Käufe stand die korrekte, hinterlegte Adresse auf der Rechnung.

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Investition | Ich habe mir einen Laptoprucksack gekauft, und zwar diesen hier in Gelb [#werbungskennzeichnung, obwohl’s keine Werbung ist, sondern nur Tagebuch]. Ein spontaner Kauf, dem Wochen vergeblicher Recherche vorausgingen.

Ich trage meinen Kram bislang in einer ledernen Schultertasche, einer sehr schönen Cowboybag [#werbungsundsoweiter]. Die Sache ist jedoch, dass diese von mir heiß geliebte und sehr geräumige Tasche mittlerweile eng wird, denn ich schleppe neben meinem Macbook und meinem iPad die passenden Netzteile und Adapter mit mir herum, außerdem meist etwas Papierkram, allerlei Kleinkram, bisweilen auch Mittagessen und eine Wasserflasche. Mit Letzterem ist die Tasche dann spätestens überfordert; das wird alles zu eng. Außerdem ist mir das alles zu schwer zum Umhängen. Wenn Sie sich jetzt noch vorstellen, dass mein aktueller Kunde mir einen Laptop zur Verfügung stellt, damit ich vor Ort bei ihm arbeiten kann, und dass ich diesen Laptop ebenfalls manchmal rumschleppe, können Sie sich mein Problem vorstellen.

Also recherchiere ich seit Wochen nach einem Laptoprucksack, der Platz für einen 15“-Laptop bietet, außerdem ein Extrafach fürs iPad besitzt, ein Extrafach für Kabel, überdies ausreichend kleine und große Fächer für den restlichen Prütt wie Adapter und Kopfhörer und Geldbörse und eine Tube Handcreme, in den eine Tüte mit zwei bis drei Brötchen passt, der zudem einen Ort hat, an dem ich meine Wasserflasche griffbereit habe – und der weder aussieht, als käme ich gerade von einer Expedition in Nepal oder als sei ich Dreiviertelhosen und Gesundheitssandalen tragender Busfahrer.

Heute fand ich einen Rucksack, unvorbereitet, und zwar hier in Hannover [#werbungtralala]. Ich freue mich. Das Leben wird davon zwar nicht leichter, aber das Gewicht verteilt sich besser.

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Mahlzeit | Zum Abendessen habe ich grünen Spargel mit großen Hörnchennudeln gekocht. Das war gut.

Wochenende, 27. und 28. April

29. 04. 2019  •  5 Kommentare

Dortmund – Mainz – Hannover | Von Dortmund nach Mainz gefahren. Dabei das Derby im Radio gehört. Ein Glück, dass ich das nicht sehen musste.

In Mainz dann den ersten Spargel der Saison gegessen. Danach ins aktuelle sportstudio gefahren und der Sendung beigewohnt.

Am Sonntag Spaziergang am Rhein, Altstadtbummel, Kaffeetrinken, RIesenrad gefahren.

Blick vom Rheinufer auf einer Brücke, ein Binnenschiff fährt darunter her, beladen mit Containern.

Dann Weiterfahrt nach Hannover. Auf der Fahrt zugehört, wie Nürnberg den Bayern ein Unentschieden abringt. Schwere Gefühle. Außerdem allerlei Podcasts gehört, etwas über Johanna von Orleans und über norwegische Vereinbarkeit erfahren.

Abends Ankunft in Hannover. Zu später Stunde noch den Tatort in der Mediathek gestartet – mit der Idee, reinzuschauen und am nächsten Tag weiterzugucken. Doch er war so spannend, dass wir zu Ende geschaut Abend.

Später Schlaf.

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Angeguckt | Die Nudel-Landkarte Italiens

Gelesen | Rechtsruck in Österreich: Politik der Abschreckung. Erschreckend.

Gelesen | Ein Elfjähriger mit Masern kommt ins Wartezimmer eines Arztes. Er steckt dort zwei Säuglinge an. Beide Säuglinge erkranken und entwickeln Jahre später die tödlich verlaufende Krankheit „Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)“ – eine Spätfolge von Masern.  Ein eindringlicher Artikel (€), der erklärt, warum Impfungen wichtig sind; mit Zahlen und Fakten.

Gelesen | In Erfurt wird moderne Waldorfpädagogik gelebt (€). Entscheidend dabei sind die männlichen Erzieher und neue Rollenbilder.

Freitag, 26. April

26. 04. 2019  •  3 Kommentare

Servicelevel Platin | Heute Home Office. Ich habe Bürokram erledigt und unter anderem Rechnungen geschrieben.

Ich nutze als Buchhaltungsprogramm Papierkram. Damit schreibe ich Angebote und Rechnungen, ich verbuche meine Belege und mache Zeiterfassung. Steuerkram ist damit auch einfach – dank guter Übersichten und Elster-XML.

Heute hatte ich ein technisches Problem: Das Programm übernahm den Inhalt einer Rechnung nicht ins Rechnungs-PDF; mein Briefpapier blieb blanko. Um 14:08 Uhr schrieb ich den Support an. Um 14:17 Uhr erhielt ich eine Antwort. Um 14:27 Uhr war das Problem behoben.

Auch vorherige Supportanfragen löste Papierkram schon innerhalb von vier Stunden. Das heute war aber sensationell. Mit ein Grund, warum ich den Dienst uneingeschränkt empfehlen kann.

[Wer es als Werbung gekennzeichnet haben will, bitteschön: #Werbungskennzeichnung]

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Garten-Gossip | Die Meisen haben Kinder gekriegt und fliegen wie die Besessenen in den Nistkarten rein und wieder raus, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.

In der Mauer gibt es wieder ein Wildbienennest. Großartig. Die Bienen sind klein. Sie fliegen raus und rein und lassen sowohl Menschen als auch die Terrasse als auch Kuchen in Ruhe. Sie interessieren sich nur für Blumen.

Die Natur hat außerdem eine Nutzungsänderung für den toten Baumstamm im Gemüsebeet eingereicht und beantragt die Eröffnung eines Beherbergungsbetriebs.

Beet mit Salat, darin ein alter Baumstamm mit langer Wurzel

Die Insekten haben sich ihr eigenes Insektenhotel gebaut und waren dabei sehr akurat:

Kleine, runde Löcher in der Wurzel
Kleine, runde Löcher im Baumstamm

Nachwuchs: Nach mehrmaligem Einsäen, aufwändigem Hätscheln und Gießen wurden in der Gartenklinik zwei Kürbissetzlinge geboren. Es war eine Steißlage. Möge das Gedeihen fürderhin einfacher vonstatten gehen.

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Serviceblog | Auf meiner Job-Website gibt’s eine Übersicht der besten Service-Podcast-Folgen von Christian und mir: Wie unterstütze ich meinen Chef/meine Chefin? Was macht Sprache in Veränderungsprozessen? Wie geht gutes Netzwerken? Wir bequatschen das – und noch mehr.

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Raumplanung | Abendspaziergang um den See und auf den Hügel. Fotos mit einem speziellen Gruß an Freunde der Stadt- und Raumplanung.

Panoramabild auf den Phoenixsee

Der Regen am Horizont setzte just ein, als ich wieder zu Hause ankam. Timing.

Ein Foto mit Strukturwandel-Content: Vorne neu, hinten in der Mitte alt.

Vorne eine Wiese, dahinter Steintreppen und zwei moderne Bauten. Im Hintergrund ein braunes Mehrfamilienhaus.

Ich mag diese Kombination aus Neuem und Alten, aus Arbeiterhäusern und Neubauten.

Ich mag auch die Kombination der Menschen am See, diese Mischung aus Ruhrgebietsschickeria, Halbstarken mit und ohne Migrationshintergrund, Sonnenblumenkerne knuspernden Großfamilien und Hartmut und Ulla, die einen Nordic-Walking-Kurs belegen – und mittendrin Fußbalprofis, die, je nachdem um wen es sich handelt, eher zur einen oder zur anderen Gruppe gehören.

Uder-Promenade des Sees

Der Rückweg führte mich über den Friedhof im Dorf.

Eine baumbestandene Wegekreuzung, links im Hintergrund Gräber. Die Sonne geht unter.

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Gelesen | Die estonische Präsidentin Kersti Kaljulaid im Interview zur Digitalisierung ihres Landes und warum Estland in dieser Hinsicht fortschrittlicher ist als Deutschland (englische Version, weil deutsche hinter der Paywall).

Mittwoch, 24. April

24. 04. 2019  •  2 Kommentare

Mal so| Gestern ein Tag beim Kunden – heute einen halben. Den heutigen Nachmittag habe ich auf dem Balkon und im Garten verbracht, einfach so, ganz ohne Arbeit. Das war schön.

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Wetterfrosch | Am Spätnachmittag habe ich die Beete gesprengt. Nur 45 Minuten später zog sich der Himmel zu. Gleich regnet es. Ich habe noch kein Businessmodell, aber ich bin etwas ganz Heißem auf der Spur.

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Finnische Intelligenz | Die Universität Helsinki, genauer gesagt der Professor Teemu Roos, hat einen Online-Kurs entwickelt, der Laien erklärt, was es mit KI, englisch AI (artificial intelligence) auf sich hat. Der Kurs heißt „Elements of AI“ und ist auf Finnisch und Englisch frei im Netz verfügbar. Der Kurs hat das Ziel, dass Menschen Künstlicher Intelligenz vorbehaltloser begegnen können, weil sie besser informiert sind und verstehen, wie sie funktioniert. Zum Beispiel wird der Unterschied zwischen Robotik, Maschinenlernen und neuronalen Netzwerken erklärt, außerdem gehts um Problemlösen.

Von dem Kurs habe ich bei ada erfahren. Das ist ein Magazin der Verlagsgruppe Handelsblatt. ada bietet einen Podcast, von dem ich heute zwei Folgen gehört habe. In der einen Folge gings um Finnland, in der anderen Folge darum, was Schule zukünftig leisten und welche Fähigkeiten sie vermitteln soll.

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Gelesen | Ein Immobilien-Investor will einen Mieter loswerden. Der Mieter wehrot sich gegen seine Schikanen. Eine Geschichte aus Berlin.

Gelesen | Das Recherchenetzwerk Correctiv hat sich das Parteiprogramm der AfD angeschaut und es in Klartext übersetzt. Es wird deutlich, was die AfD wirklich will – zum Beispiel soziale Sicherung zerschlagen, Arbeitslosenversicherung privatisieren, staatlich kontrolliertes Fernsehen einführen und Reiche geringer besteuern.

Gelesen | Norwegen fördert Elektromobilität. Jeder zweite zugelassene Wagen war im ersten Quartal 2019 in E-Auto. Das ist ein Ergebnis des Nationalen Transportplans. Der Staat investiert in Ladesäulen, E-Autos haben Privilegien und sind unterm Strich preiswerter als Verbrenner – wegen geringerer Steuern. Ein Blick in eine andere Welt.

Gelesen | Nachruf auf den Bergsteiger David Lama. Er starb in der vergangenen Woche in einer Lawine.

Ostern, 21. und 22. April

22. 04. 2019  •  1 Kommentar

Ostern | Den Karsamstag habe ich vertrödelt und verhaushaltet: Ausflug mit dem Fahrrad ins Dorf, dabei einen kleinen Umweg gemacht, im Dorf Geschenke gekauft, wieder heim, mit der Nachbarin geschwatzt, Lebensmittel erworben, mit den anderen Nachbarn geschwatzt, gefegt und Wäsche gewaschen, in der Sonne gelegen und auf eine Geburtstagsfeier ins Sauerland gefahren. Dort sehr angenehm im kleinen Kreis gefeiert. Ich freue mich sehr, dass dieser Kontakt, der seit der Schule schlief, in jüngster Vergangenheit wieder erwacht ist. Das ist großartig.

Die restlichen Ostertage geschlafen, mit Menschen verbracht, weitergeschlafen, Sonne genossen, Garten gegossen, geschlafen, die nistenden Meisen beobachtet.

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Paris | Das Feuer in Notre Dame hat mich dazu bewegt, die Fotos meines Paris-Urlaubs vor 13 Jahren durchzusehen. Ich verbrachte Silvester 2006 auf 2007 dort.

Notre Dame war beeindruckend; ein majestätisches Gebäude. Insbesondere der Innenraum beeindruckte mich seinerzeit.

Notre Dame im Dunkeln mit Laterne
Notre Dame innen, Hochformat
Notre Dame innen, Fenster
Notre Dame vom anderen Seine-Ufer

Ich kletterte auf den Arche de Triomphe.

Blick vom Arche de Triomphe, Weitwinkel

Der Begleiter und ich wohnten seinerzeit im Bed & Breakfast bei einer Französin, die unweit des Eiffelturms wohnte und die zur Finanzierung dieser exklusiven Wohnlage das Schlafzimmer ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung untervermietete. Morgens golfte sie, nachmittags trank sie Whiskey.

Weitere Stadtimpressionen:

Metro bei der Einfahrt
Hand, die Spatzen füttert
Straßenkreuzung mit verwischten Lichtern

Seinerzeit aufgenommen mit einer Nikon D70.

Fotografie ins Spiegelbild

Edit, 23. April: Die Fotos vom nächtlichen Eiffelturm habe ich vorsichtshalber wieder entfernt. Deshalb.

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Gut zu wissen | Das Landkartenblog hat eine Steckdosenübersicht für Reisende. #serviceblog

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Die kleine Innovation | Samsung hat eine Blumenvase erfunden, die gleichzeitig ein Feuerlöscher ist. Sie soll helfen, mehr Feuerlöscher in die Haushalte zu bekommen. Die Vase enthält Kaliumkarbonat, das freigesetzt wird, wenn man sie ins Feuer wirft und sie zerbricht.

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Angeguckt | Auf Twitter gibt es Videos von Hunden, die ihren Schwanz gefangen haben und daraufhin ratlos sind.

Karfreitag, 19. April

19. 04. 2019  •  Keine Kommentare

Pause | Osterwochenende. Großartig. Ich werde vier Tage nichts arbeiten.

Naja, fast nichts.

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Podcastfrühstück | Heute war Christian bei mir, und wir haben eine neue Podcastfolge aufgenommen. Es geht ums Netzwerken analog und digital, wie man’s gut macht, was nicht so super ist und wie es auch klappt, wenn man introvertiert ist. Außerdem hat uns Jutta zwei Fragen geschickt – bei einer geht’s darum, die bei der Planung des Familienurlaubs alle Bedürfnisse übereinander zu bringen.

Die Folge hat zwei Special Guests: C und seinen Sohn I.

Die Folge gibt’s wie immer auch als mp3. Wir haben einen Feed, sind bei iTunes und bei Soundcloud.

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Gartennews | Der Salat hat die Kälte gut überstanden. Die Thorstens sind doppelt so groß wie vor drei Wochen. Die Bonuskinder haben Möhren gesät und Kartoffeln eingegraben. Ich habe den bestgegossenen Garten Dortmunds.

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Gelesen | Finnland schafft die Schulfächer ab. Hört sich vernünftig an. Nach einer Grundlagenschulung halte ich es für sinnvoll, Dinge um der Sache willen zu lernen – und nicht um des Lernens Willen.

Gelesen | Nachruf auf Augustín Herrerín, Mitarbeiter von Real Madrid. Er war 1998 der Held, als im Halbfinale der Champions League das Tor umfiel.

Dienstag, 16. April

16. 04. 2019  •  10 Kommentare

Auf Schicht | Zwei Tage Teamworkshop mit dem Kunden im Tagungshaus.

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Notre Dame | Das Feuer hat mich gestern Abend betroffen gemacht. Tat weh. Solch ein großartiges Gebäude. Europäische Geschichte. Erhebendes Gefühl, wenn man drinsteht. Heute Morgen: erster Blick aufs Handy und auf die Nachrichten, um zu lesen, ob die Fassade noch steht. Erleichterung.

Gleichzeitig verspürte ich heute eine ebensolche Verwunderung wie gestern Betroffenheit: Es ist erstaunlich, wie schnell plötzlich 300 Millionen Euro locker sind, um Notre Dame zu renovieren, während es eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa gibt, immer weniger Menschen immer mehr besitzen und Geflüchtete bitte draußen bleiben sollen, weil Fremde uns etwas wegnehmen könnten.

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Frühlingsgefühle |Abendspaziergang im Park.

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Gelesen | Deutsche Bummel-Bahn: Warum der französische Schnellzug TGV auf der Strecke Paris – Marseille deutlich schneller ist als der deutsche ICE auf der Strecke Hamburg – München, obwohl die Strecken gleich lang sind.

Gelesen | Der Schriftsteller Thomas Pletzinger hat Basketballer Dirk Nowitzki in der letzten Woche seiner Spielerkarriere begleitet und ein pathetisches, aber dennoch großartiges Stück geschrieben. In diesem Zusammenhang auch empfehlenswert: Pletzingers Buch „Glentlemen, wir leben am Abgrund“. Auch lesenswert: Interview mit Dirk Nowitzki nach seinem Abschied.

In allen Huldigungen, die nun in den Zeitungen erscheinen, wird als größter Erfolg Ihrer Karriere bezeichnet, dass Sie sich Ihre Bodenständigkeit, ja Ihre Schüchternheit erhalten haben.

Nowitzki: Das klingt jetzt merkwürdig, aber ich weiß auch nicht genau, woran das liegt. Vielleicht daran, dass ich Menschen einfach gern habe und deshalb respektvoll mit ihnen umgehe. 

Gelesen | Die Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf übers digitale und papierende Lesen, übers Schnelllesen, über räumliche Mechanismen, die Komplexität von Gedanken und über den Wunsch, beim Lesen schnell zum Ende zu kommen.

Gehört | Ikea liest die Namen seiner Produkte vor und nennt es den „Ikea Sleeps Podcast“. Vielleicht bin ich ein Freak, aber ich finde es tatsächlich beruhigend.

Sonntag, 14. April

14. 04. 2019  •  Keine Kommentare

Testszenario | Ausgeschlafen.

Nach dem Frühstück waren C und die Jungs Versuchskaninchen für mein berufliches Tun.

Ich gab ihnen eine Gemeinschaftsaufgabe, die sie innerhalb von 30 Minuten erfüllen mussten. Sie mussten dazu verhandeln und kommunizieren und hatten drei Versuche, um nach einem vagen Briefing eine möglichst hohe Qualität bei begrenzten Ressourcen zu erbringen.

Das Ganze ist eigentlich ein Komplexitäts-Trainingstool für Teams. C und die Jungs hatten ihren Spaß und im dritten Versuch ein sehr gutes Ergebnis.

Ich beobachtete die Drei, ihre Herangehensweise, ihr Miteinander, erhielt Hinweise für die Versuchsanordnung und änderte noch ein bisschen was für mein morgiges Team. Mit dem Team bin ich zwei Tage im Workshop.

Ich danke den Beteiligten an dieser Stelle für ihr Engagement und werde in Eisbechern bezahlen.

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Sonntagsprogramm | Kaffeekränzchen. Uno-Spiel. Entschleunigter Nachmittag.

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Die Pflicht ruft | Abends Fahrt zum Tagungszentrum.

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Angeguckt | Über die Alpen wandern: Von Meran zum Gardasee. Jetzt große Wandersehnsucht.

Samstag, 13. April

13. 04. 2019  •  5 Kommentare

Früher Vogel | Da kann ich einmal ausschlafen und was ist? Ich bin um 06:15 Uhr wach. Ich, die an Werktagen vor 9 Uhr nur schwerlich aus dem Bett kommt. Wie so eine Vierjährige, wenn kitafrei ist.

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Haushalt | Fenster geputzt. Das kam so:

Als letztens die Sonne schien, bemerkte ich eine beeindruckende Schmutzschicht auf dem Glas. Das störte mich zunächst nicht weiter, ich kann derlei Umstände gut ignorieren.

Dann war ich allerdings einen ganzen Tag lang zu Hause, und es schien den ganzen Tag lang die Sonne. Zudem beginnt nun der Garten zu blühen, und ich schaue gerne raus. Diese Kombination verleitete mich dazu, zumindest mal das Fensterabsauggerät – den Laubbläser unter den Haushaltsgeräten – aus der Kammer zu holen und es zum Laden an den Strom anzuschließen. Schließlich kann man nie wissen, wann die Motivation die kritische Grenze von „Jetzt aber!“ erreicht. Das kommt bisweilen ganz unvermittelt.

Während ich heute Morgen zu dämmriger Stunde am Herd stand und mir Kaffee kochte, fiel mein Blick auf das Putzdings, und ich fühlte ein seltsames „Heute könnte es soweit sein“-Kribbeln. Dasselbe Gefühl müssen Schafe haben, bevor ein Erdbeben einsetzt.

Am frühen Nachmittag erreichte das Kribbeln seinen Break Even. Es schneite und graupelte, aber solche Rahmenhandlungen gilt es dringend zu vernachlässigen, wenn die Motivation erst einmal den Siedepunkt erreicht hat. So putzte ich, während der Himmel mich mit Eis bewarf, und was soll ich sagen? Potztausend! Es ist beeindruckend, welche optischen Effekte man mit dieser Tätigkeit erzielen kann – selbst bei nur minimal vorhandenen Kompetenzen. Als hätten fünf Handwerker die Wohnung frisch gestrichen. Und: Ich durfte dabei ein wichtiges elektrisches Gerät bedienen! Ich bin versucht zu sagen: Das sollte ich öfter tun.

Allerdings würde eine höhere Frequenz, also ein Putzen bei geringem Verschmutzungsgrad, den Vorher-Nachher-Effekt schmälern. Meine Heldenhaftigkeit wäre dadurch kleiner. Also lieber lassen.

Jetzt muss ich noch die Fensterrahmen abputzen. Irgendwann, wenn die Blütenstaubthematik durch ist. Das ist ja sonst verschenkte Liebesmüh.

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Angeguckt | Die Grüßstatistik von Marco. Marco läuft – im Sinne von Sport. Und er grüßt. Dabei zählt er die Gegrüßten und die Zurückgrüßer. Er hat eine durchschnittliche Zurückgrußquote von 63 Prozent bei mittlerweile 3722 gegrüßten Menschen. Läufer sind die freundlichsten Menschen, gefolgt von Gassigehern. Am unfreundlichsten sind Schneemänner (null Prozent Zurückgrüßer).

Gelesen | Die Stadt Dortmund hat Pläne für eine Industriebrache: Es soll ein neuer Stadtteil mit FH-Campus entstehen. Tolle Sache.

Gelesen | Episches Kapitel aus dem Buch „Direktorin Novemberregen fährt Bahn“, verfasst 2014, aber immer noch großartig.

Angeguckt | Cosmonautic’s Day: Russia’s Space Exploration In Photos

Freitag, 12. April

12. 04. 2019  •  2 Kommentare

Arbeit | Die meiste Zeit beim Kunden verbracht. Viel Bewegung. Gut.

Vor meinem dortigen Fenster trieben heute kleine Schneeflocken. Ich dachte zunächst, es seien Blütenblätter. Aber nein. Herrje, ey.

Termine aktualisiert.

Nun ist Abend, und ich habe gerade noch einen Workshop vorbereitet.

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Garten | Der Nistkasten im Baum ist doch bewohnt. Vor einigen Wochen hatte ich dort eifriges Treiben bemerkt, doch in jüngster Zeit ging niemand mehr ein und aus. Nun sah ich wieder eine Kohlmeise, die hineinschlüpfte. Habe mich gefreut.

Angesichts der Schneeflocken habe ich Schutzvlies über den Salat montiert. Der ist ja schon im Beet und friert dort bestimmt. Armer Salat.

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Vacanze mare e montagne | Vermehrte Urlaubsnachdenkung. Noch sehr unzielgerichtet. Werde Gedanken reifen lassen.

Unabhängig davon, gleichzeitig doch zusammenhängend, habe ich auf Apple Music die Playlist „Top 100 Italien“ entdeckt und bis 71 durchgehört.

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Angeguckt | Fotostrecke über Gegenstände, die Schönheit versprechen. Mein Favorit: Bild Nummer sieben – der Lächel-Trainer.

Gelesen | Buddenbohm junior hat ein Update eingespielt.



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