Draußen nur Kännchen
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Archiv der Kategorie »Küche«

Welcome to the New World of Waffelkraft

27. 03. 2017  •  23 Kommentare

Mein Haushalt hat einen zweiten Mitbewohner. Einen, der mich sattglücklich macht. Ein neues Waffeleisen.

Nicht irgendein Waffeleisen. Sondern ein Profi-Waffeleisen. Eins aus der Gastronomie, 25 Kilo schwer, aus Edelstahl mit gusseisernen Platten und einem Temperaturregler für Hitze bis 300 Grad. Ich kann in meinem Waffeleisen auch ein Schwein braten.

Belasse es aber vorerst bei: Waffeln.

Kürbiswaffelteig

Wunderbar fluffige, eckige Waffeln. Waffeln, so dick wie Brote und so weich wie Babyspeck. Mit einer mundschmeichelnden Festigkeit, die, kurz vor einer leichten Kruste, am Gaumen zergeht und in einer wohligen Süße mündet. Waffeln mit einem Kern aus Liebe.

Das fluffigere Waffelinnere

Die Waffeln aus meinem neuen Waffeleisen sind auf der Internationalen Waffelskala™* mindestens eine 9. Wenn nicht gar eine 9++.

Damit Sie genau sehen, wie toll diese Waffeln sind, hier nochmal ein Foto:

Goldgelb gebackene Waffeln

Das Gute auch: Ich muss das Eisen nicht einmal groß saubermachen. Es reinigt sich quasi selbst. Einfach mit der Stahlbürste ausbürsten, fertig. Außenrum bleibt es tipptopp, denn es tropft fast nichts runter – was möglicherweise daran liegt, dass eine halbe Teigschüssel ins Eisen passt und dass der Deckel ungefähr zehn Kilo wiegt.

Ich werde meinem neuen Waffeleisen einen Namen geben müssen. Einen Männernamen. Chuck vielleicht.

Chuck verbraucht ein bisschen überdurchschnittlich Strom, glaube ich. Jedenfalls flackern in der Nachbarschaft immer kurz die Lichter, wenn ich ihn einstecke. Was er mehr an Strom verbraucht, spare ich allerdings an Heizkosten: Chuck und sein Gusseisen bleiben noch eineinhalb Stunden warm, nachdem ich ihn ausgeschaltet habe.

Falls Sie nachbacken möchten, hier zwei von einer ausgewiesenen Waffelexpertin** erprobte Rezepte:

Die klassischen Hauswaffeln:

250 g Butter
150 – 175 g Zucker, je nach Geschmack
2 Pk. Vanillezucker
6 Eier
1 Prise Salz
500 g Mehl, hälftig 550 und 405
2 Pk. Backpulver
500 ml Milch

Für Kürbiswaffeln habe ich mich an diesem Rezept orientiert und genommen:

500 g Kürbispürree (inkl. Wasser)
60 g geschmolzene Butter
2 Eier
3 EL Zucker
das Innere einer Vanilleschote
200 g Mehl
Backpulver
Zimt
250 ml Milch

*Skala, auf der sich die eindeutigen Waffelmerkmale „Geschmack“, „Bräunungsgrad“ und „Fluffigkeit“ in einer Zahl zwischen 1 (ganz übel) und 10 (der Himmel auf Erden) vereinen.

*von mir

Selbstbestimmt geknetet, selbstbestimmt gegessen werden – eine Studie zur multikulturellen Kekskultur

7. 11. 2016  •  13 Kommentare

Dortmund. (nes) Sie sind viele, und sie haben eine klare Vorstellung davon, wie sie leben und wie sie sterben möchten: die Kekse des Jahres 2016. Das zeigt eine Studie aus Dortmund. Wir Menschen können ihnen dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen. 

Pünktlich zur Adventszeit hat das Dortmund Research Institute for Suicidale Cookies (DRISC) eine Studie veröffentlicht, die uns alle aufatmen lassen kann. Ihr Ergebnis: Kekse wissen genau, was sie wollen. Und es ist ganz im Sinne aktueller Entwicklungen.

Das DRISC hat in aufwändigen Untersuchungen mehr als 5.000 Kekse verschiedener Sorten befragt. Schwerpunktthemen waren in diesem Jahr ihre Einstellung zu einer multikulturellen Kekskultur vor dem Hintergrund eines vermehrten Zuzugs auswärtiger Plätzchensorten. Außerdem ging es um ihre Vorstellung eines selbstbestimmten Sterbens unabhängig von religiösen Traditionen.

Zustimmung zu einer weltoffenen Keksgesellschaft

Die Studie zeigt: Kekse befürworten mit großer Mehrheit ein Leben in einer heterogenen Gesellschaft und den Zuzug von Keksen aus anderen Ländern. Nur Kekse aus dem konservativ-etablierten Milieu, darunter die traditionellen Vanillekipferl, stimmten der Aussage zu, dass es eine Obergrenze für den Kekszuzug geben solle. Alle anderen Kekse äußerten sich weltoffen.

In qualitativen Leitfadeninterviews gab sich sogar der ansonsten als traditionell geltende Gewürzspekulatius eindeutig: Seine Zutaten seien seinerzeit allesamt aus dem Orient zugezogen und bereicherten seither die europäische Küche. Dieser Tatsache gelte es nun, Rechnung zu tragen, indem man auch Kekssorten wie Crunchy Peanut, die dem prekären Milieu zuzuordnen seien, wohlwollend aufnehme.  „In Gottes Keksdose ist Platz für viele Cookies“, werden die Teilnehmer der Studie einhellig zitiert. Vielfalt stärke letztendlich die Kernkompetenzen der einheimischen Sorten.

Genuss ohne religiöse Schranken

Zweites Thema der Studie war die Frage eines selbstbestimmten Sterbens unabhängig von religiösen Traditionen. Bereits jetzt, Anfang November, beginnt in vielen Küchen das Backen. Die Folge: Zahlreiche Kekse erleben die Adventszeit gar nicht erst.

Auch hier zeigten sich die Befragten tolerant. 89 Prozent stimmten der Aussage zu, dass ein religiöser zeitlicher Hintergrund nicht notwendig für den Genuss von Weihnachtskeksen sei. „Es geht auch ohne brennende Kerze auf dem Adventskranz“, heißt es aus Spritzgebäckkreisen. Vielmehr helfe der Akt des Essens, egal zu welchem Zeitpunkt, den Keks als solchen zu würdigen. Das sei Religion genug. Weitere 72 Prozent der befragten Plätzchen sagten sogar, dass ein frühes Ableben ganz in ihrem Sinne sei. „Viele Kekse wollen sofort gegessen werden“, wird ein Zimtstern zitiert. „Da geht es nicht um den passenden Zeitpunkt. Der ist für mich schon gekommen, wenn ich noch warm bin.“

Na dann: Guten Appetit! Auch jetzt schon, Anfang November.

Overnight Oats: Haferflocken für Hipster

14. 02. 2016  •  28 Kommentare

Bütterken zum Frühstück. Eine gute und solide Sache. Wenn es allerdings auf Donnerstag und Freitag zugeht, habe ich meistens zwei Probleme: kein Brot mehr da. Nix mehr für drauf. Und irgendwie auch keine Lust mehr auf Bütterken.

Instagram-Models, Foodbloggger und Low-Carb-Paleo-Gesundheitsratgeber empfehlen für diese Situationen Dinge wie Joghurt. Mit Früchten. Oder Hüttenkäse mit Tomaten. Das ist sind total töfte Ideen – wenn es danach noch zwei Stullen gibt.

Durch Herrn Paul erfuhr ich von Overnight Oats: aufgehippsterte Haferflocken – zusammengemischtes Zeug im Glas, das über Nacht ruht.

Overnight Oats im Weckglas mit Heidelbeere und Sanddorn

Auf der Seite Overnight Oats gibt es viele Rezepte. Anfangs habe ich einige ausprobiert, inzwischen mische ich frei Schnauze.

  • 5 Esslöffel Haferflocken in ein Gefäß tun
  • Saft dazugießen, bis die Haferflocken matschig sind, aber nicht schwimmen
  • 5 Esslöffel Milchprodukt dazugeben, z.B. Joghurt, Skyr, Magerquark oder eine Mischung daraus
  • Früchte oder Fruchtartiges (z.B. Apfelmus) drauf
  • Glas verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Über Nacht ziehen die Haferflocken Flüssigkeit und werden schön saftig. Wem es ohne Zucker zu sauer ist, der kann ein viertel bis halbes Tütchen Vanillezucker über den Joghurt tun. Special guest: Leinsamen. Einfach auf den Joghurt streuen.

Als Saft habe ich bislang Maracuja, Orange und Traube ausprobiert, wobei mir Orange zu penetrant war. Die neueste Entdeckung ist Sanddornnektar, der überraschend super ist. Als Früchte mag ich besonders Heidelbeeren und Mango.

So ein Gläschen kommt auch am Wochenende gut – als Stütze zwischen spätem Frühstück und Abendessen – oder als kleines Mittagessen auf der Arbeit.

Und optisch – da fühle ich mich wie eine Foodbloggerin.

Prokrastinieren mit dem Freistellen von Buttermilchmuffins

17. 08. 2015  •  16 Kommentare

Was mein Leben mit Buttermilchmuffins angeht, so kann ich sagen, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander haben.

Buttermilchmuffin

Lassen Sie mich, nicht zuletzt, weil ich genug anderes zu tun habe, einige Gedanken zu Papier bringen:

Buttermilchhmuffins sind eine Übersprungshandlung meines Daseins. Eigentlich möchte ich, wenn Buttermilchmuffins in mein Leben treten, am Strand liegen, wandern und Liebe, viel Liebe. Aber da gibt es diese Energie in mir, die mich Buttermilchmuffins backen lässt, und wenn sie erstmal da sind, bin ich auch nicht unglücklich mit ihnen.

An diesem Wochenende fehlte es an Sommer, an Hängematte und dem Geruch von salzig geschwitzter Sonnencreme auf der Haut, weshalb plötzlich, Sie ahnen es, ein Rührgerät brummte, eine Schüssel sich mit Teig füllte und wieder einmal Buttermilchmuffins in mein Leben traten. Das geschieht an solcherlei Wochenenden öfters, doch an diesem Sonntag passierte noch etwas anderes, etwas Besonderes: Ohne vorherige Planung, lediglich mit einer lockeren Handbewegung, landete ein Toffifee im Förmchen mit dem Teig und buk sich in den Muffin hinein.

Beißt man nun in den Muffin und schaut ihm in sein Inneres, so sieht man davon überraschenderweise: nichts. Im Gegenteil, es schaut alles aus wie immer: weich, fluffig und schokoladig.

Buttemilchmuffin, angebissen

Ein Toffifee ist dort nicht – oder doch. Es ist zwar mit dem Auge nicht zu erkennen, aber man schmeckt es, erst ein bisschen und dann ganz doll. Sein Äußeres hat sich aufgelöst im Herzen des Muffins, Karamell ist Teig und Teig ist Karamell. Nur die Nuss bleibt die Nuss.

Es ist mit dem Toffifee und dem Muffin also ein bisschen wie mit der Liebe, wenn das Äußere weich wird und die inneren Kerne sich berühren: Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Anders als meine Bügelwäsche.

Skyr

15. 07. 2015  •  20 Kommentare

Dieser Tage streife ich nichtsahnend durch den Supermarkt, als – boah!

Skyr im Supermarktregal

Skyr! Nur eine Armlänge von mir entfernt! Seit vierzehn Jahren träume ich davon, dass Skyr es aus Island nach Deutschland schafft (historisches Tondokument aus dem Urlaub).

Falls Sie Skyr nicht kennen: Es ist ein Milchprodukt, irgendwas zwischen Quark und Joghurt. Sehr cremig, man vermutet 500 Kalorien pro Löffel. Tatsächlich ist er relativ fettarm. Darum geht’s aber nicht: Isländischer Skyr ist einfach wahnsinnig lecker.

Jetzt gibt’s die Ar*la-Variante in Deutschland. Ich bin entzückt. Natürlich habe ich direkt zwei Becher gekauft. Und probiert.

Skyr im Test

Vielleicht verklärt meine Erinnerung den Geschmack. Vielleicht entspricht aber auch die hiesige Adaption nicht ganz der isländischen. Auf Island schmeckte Skyr besser.

Aber hey – egal. Skyr!! <3

Tagelange, aufopferungsvolle Probe-Essungen haben nun ergeben: Heidelbeermarmelade pimpt den Skyr ins Optimum.

Sagte ich schon, dass ich mich über Skyr freue?

Das große Cupcake-Finale

1. 06. 2015  •  3 Kommentare

Was für die Handballbäckerinnen und mich das große Finale war, war für Braut und Bräutigam ein wunderbarer Anfang.

Eine tolle Hochzeit, freudig, tanzwütig, schnapsseelig. Und mit Gebäck. Aber beginnen wir vorne.

Cupcake-Dingsis ohne Topping, dafür mit Glasur und Herzen

Wie Sie sehen, sehen Sie kein Topping.

Ich habe mit wirklich bemüht, vom gefühlvollen Rühren bis zum maximalen Einsauen meiner selbst und der Küche, ein Frosting aus Buttercreme herzustellen. Grillen kann ich einfach besser.

Und seien wir ehrlich: Reine, pure Teigware ist ohnehin das Beste. Keine Sahne, kein Obendrauf, kein Innendrin. Nur Teig (Waffeln!). Es tat mir also für die Braut leid, dass ich kein Topping zustande brachte, meine eigene Enttäuschung klang aber schnell ab. Und mit dem Wrapper – das Papiergetüdel, dieses Fachwort musste ich erst lernen – sahen die Muffincupcakes auch sehr hübsch aus.

Die Gesamtkomposition aller Cupcakes war dann tatsächlich beeindruckend speichelstürzend:

Die finale Cupcake-Etagere

Mit dabei: Oreo-Cupcake, NYC Cheesecake, Snickers und Rübli. Ich werde nicht umhin kommen, einige Varianten nachzubacken.

Hier meine Rezepte (#serviceblog):

Schoko-Buttermilch-Muffins

100g Butter
150g Zucker
2 Eier
1 Pk. Vanillezucker
250g Mehl
1 Pk. Backpulver
250g Buttermilch
½ Pk. Raspelschokolade
etwas Salz

Wie überall: Butter schaumig schlagen, Eier dazu, Zucker dazu. Dann Mehl und Backpulver. Am Schluss die Buttermilch und die Raspelschokolade zufügen.

20-30 Minuten bei 160 Grad Umluft.

Im ursprünglichen Rezept standen 175g Zucker, ich habe das reduziert. Machen Sie, wie Sie mögen.

Schokocupcakes (vegan)

1 Tasse Sojamilch
1 TL Apfelessig
1 ½ Tassen Mehl
2 EL Stärkemehl
1 Pk Backpulver
½ TL Natron
⅓ Tasse Öl
¾ Tasse Zucker
1 Pk. Vanillezucker
etwas Salz

Sojamilch und Essig verrühren, stehen lassen. In der Zeit Mehl, Stärke, Backpulver, Natron und Salz in einer Extra-Schüssel verrühren. Dann Öl, Zucker, Vanillezucker zur Sojamilch geben, verrühren. Alles zusammenschmeißen, mixen, und backen. 20 Minuten bei 160 Grad Umluft. Nach Lust und Laune weitere Zutaten zufügen, zum Beispiel Früchte. Weniger Zucker macht die Sache auch hier besser, finde ich.

Frau Schüßler hat sich übrigens noch einmal eingehend mit der Muffin-Cupcake-Frage auseinander gesetzt.

Ein kurzes, trauriges Kapitel an diesem freudvollen Abend: Ein Sieg im Ballspielfinale war uns nicht vergönnt. Ich möchte bitte nicht darüber sprechen. Dadurch, dass ich die Niederlage nur aus dem Augenwinkel verfolgt habe, kann ich sie aber emotional ganz gut verarbeiten. Eins möchte ich allerdings festhalten: Ich habe – als mentale und rituelle Unterstützung – schon beim Frühstück aus meinem Mats-Hummels-Stadionbecher getrunken. Ein T-Shirt hatte ich auch. An mir lag’s nicht!

Auf der Heimfahrt ins Bett war es dann bereits hell, die Vögel zwitscherten mit dem Lautstärke-Regler auf „Raketenstart“. Ein dickes Hach für diesen Abend.

Die Muffin-Cupcake-Frage

28. 05. 2015  •  59 Kommentare

Am Wochenende heiratet die Rechtsaußen, und die Mannschaft hat zu tun.

Nicht nur am entsprechenden Abend (Hoch die Tassen!). Wir Handballerinnen haben die Aufgabe, Cupcakes zuzuliefern.

Wer Hochzeits-Cupcakes backen soll, muss das Hochzeits-Cupcake-Backen üben. Cupcakeherstellung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Grundsätzlich nicht und schon gar nicht bei einem solch wichtigen Ereignis – schließlich muss alles stimmen: Geschmack, Konsistenz, Bräunung und dann auch noch das Gezwirbel, das obendrauf kommt. Dabei kann einiges schief gehen, zumal die Fachliteratur nur mit Grundrezepten arbeitet, denen die Bäckerin Verfeinerungen hinzufügt. Früchte zum Beispiel. Oder Schokostücke. Nur: wie viele? Das weiß man nicht. Das muss man ausprobieren.

Also werden im Ruhrgebiet derzeit Probebackungen durchgeführt.

Die Whats-App-Koordindationsgruppe nimmt das Ergebnis der Probebackung ab und begutachtet es. Natürlich erstmal nur optisch. Aber immerhin.

Ich habe diese Woche bereits zwei Rezepte getestet, die ich jeweils zweimal gebacken habe. Der erste Erfolg kann schließlich ein nicht reproduzierbarer Zufallstreffer sein. Oder der Versuch misslingt. Nach Rezept A war das Backwerk zum Beispiel zu süß. Denn wenn man hinten Schoko hinzufügt, kann vorne Zucker weg. Zumal das Ganze noch ein süßes Topping bekommt. Raketenwissenschaft ist ein Dreck gegen diese Cupcake-Sache.

Was ich eigentlich sagen will: Mir ist ein bisschen schlecht.

Die Backungen, das Ablecken der Rührstäbe, das ständige Leerkratzen der Schüssel, das geht ganz schön an die Substanz. Aber was soll ich machen? Einsatz ist gefragt!

Als ich mein Schicksal auf Twitter teilte, bekam ich neben sehr viel Mitgefühl  (Danke, Crowd!) die Frage gestellt, ob das denn Muffins oder Cupcakes seien, die ich büke. Frau Schüßler merkte an, für Amerikaner (die Menschen, nicht das Backwerk) seien das völlig unterschiedliche Sachen. Es entsponn sich ein kurzer Wissenstransfer, der mit der Conclusio endete, es sei vermutlich kompliziert.

Da es sich hier um ein Kännchencafé und überdies sowohl um ein Serviceblog™ als auch um ein Bildungsblog™ handelt, möchte ich die Sache nicht so stehen lassen. Wer kann Erhellendes beitragen? Unqualifizierte Meinungsäußerungen („Omm-nomm-nomm!“) sind auch gut.

Dinkelbrötchen

6. 04. 2015  •  5 Kommentare

Die besten und einfachsten Brötchen, heute zum Osterfrühstück:

Dinkelbrötchen

 

Zutaten:
1 Kilo Dinkelmehl
½ Liter Wasser
1 Würfel (42g) Hefe
4 TL Salz

To Do:
Hefe in warmem Wasser auflösen, zum Mehl geben, verkneten. Salz dazugeben, weiterkneten. Gegebenenfalls weiteres Wasser zufügen, bis der Teig gummiartig ist.

Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und mindestens 4 Stunden ruhen lassen. Es geht auch über Nacht.

Aus dem Teig Brötchen oder Baguettebrote formen – wie man halt mag – und auf ein Blech legen. Den Teig obendrauf einschneiden. Nochmal 30-45 Minuten feucht abgedeckt ruhen lassen.

Ein Eiweiß mit etwas Wasser mischen und den Teig damit bestreichen. Bei vorgeheizten 220 Grad 20 Minuten backen. Dabei eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen.

Indoor-Regen [mit UPDATE]

1. 04. 2015  •  12 Kommentare

Vor einigen Momenten erzählte ich bereits vom Wasserschaden in meiner Küchendecke.

Ich habe das Ganze bislang unaufgeregt hingenommen; sowas kommt vor, das passiert. Der Schaden war bislang überschaubar, kein Grund zur Hysterie also.

Inzwischen ist es allerdings so, dass ich doch recht ungehalten bin. Denn der herbeigerufene Klempner fand nichts: Beim Nachbar über mir sei alles trocken im Bad, kein Leck, keine Pfütze, weder unter der Wanne noch an einem anderen Ort. Ein Untersuchung mit der Rohrkamera zeigte nichts Auffälliges.

An meine Küchendecke grenzt nicht nur das Bad, sondern auch der Balkon des Nachbarn. Der Dachdecker kam, nahm eine Etage über mir Bodenplatten und Kies auf und sagte zerknirscht: Oje, oje, das Wasser komme vom Balkon, da hätten seine Jungs vor zwei, drei Jahren gepfuscht, die Folie gehe nicht bis in den Abfluss, da sei eine Lücke, kein Wunder, dass da Feuchtigkeit eindringe. Er sorge sofort für Abhilfe.

24 Stunden später rückte die Dachdecker-Crew in voller Mannstärke an und machte sich drei Tage lang am Balkon des Nachbarn zu schaffen. Am Freitag wurden die letzten Handgriffe getan. Nun sei alles dicht, hieß es, nichts für ungut. Ich nickte: Alles klar, kein Ding. Kommt vor.

Dann kam Sturm Niklas, und nun ist Land unter in meiner Küche. Die Situation eskaliert seit zwei Tagen zusehends, am gestrigen Abend tropfte es nicht nur großflächig von der Decke, sondern auch in solch einer Menge, dass zu einem durchgehenden Wasserstrahl nicht mehr viel fehlte.

Entsprechend konsultierte ich heute Morgen den Dachdecker und berichtete ihm, dass seine Maßnahme keine Früchte trage. Er reagierte fröhlich. Vom Balkon, meint er, könne es nicht kommen. Der sei schließlich gerade erst neu gemacht worden.

Wie gut, dass es in diesem Internet Menschen gibt, mit denen ich gemeinsam das Gute sehen kann.

 

Ich habe nun einen Experten für Wasserschäden und Bautrocknung bestellt, der die Sache begutachtet und so lange sucht, bis er das Leck gefunden hat.

Noch ein positiver Aspekt: Demnächst bin ich nicht nur Fachfrau für Orthopädie, sondern auch für Tropfsteinhöhlen und Handwerk.

 

UPDATE nach Besuch des Leck-Ortungs-Mannes:

Die Heizung ist’s! Ein gebrochenes Heizungsrohr in der Wohnung obendrüber tropft kontinuierlich Wasser in meine Küche.

Weil die Nachbarn Wasser in die Heizungsanlage nachfüllten, während zeitgleich draußen Sturm Niklas begann, tropfte es während des Sturms in meine Bude. Aber nicht von draußen. Womit wieder bewiesen wäre: Korrelation ist nicht Kausalität.

Morgen klempnert der Installateur das Rohr schön.

Schade nur um die Möglichkeiten, die sich boten:

Küchenschütten

7. 03. 2015  •  23 Kommentare

Seit eineinhalb Jahren habe ich nun meine neue Küche. Ich freue mich jeden Tag über sie.

Am Herd war eine Sache jedoch unpraktisch: Salz und Zucker waren zu weit weg. Manchmal, besonders wenn ich für mehrere Leute koche, brauche ich eine dicke Prise Salz: hingreifen, reinstreuen, wieder wegstellen. Oder Zucker. Manchmal auch Mehl.

Dafür habe ich jetzt Küchenschütten:

Küchenschütten

Man attestiert mir, dass die Bewegung lässig-professionell aussehe.



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