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Archiv der Kategorie »Die Anderen«

Charlie Hebdo: Links

9. 01. 2015  •  2 Kommentare

Was soll man schreiben zu den Anschlägen in Paris? Mir fällt nichts ein.

Ich verfolge die Ereignisse – hauptsächlich in den Liveblogs beim Figaro und beim Guardian. Ein Hoch auf den gymnasialen Sprachunterricht. Und ich lese bei anderen. Hier ein paar Links.

Buzzfeed hat die Karrikaturen aus der ganzen Welt gesammelt:

Karikaturisten weltweit trauern um ihre Kollegen, die heute bei einem Anschlag in Paris getötet wurden. Viele der Getöteten arbeiteten für das Satiremagazin Charlie Hebdo.

Michael Deacon vom Telegraph wendet ein: Es gehe nicht um Satire. Auch nicht um den Islam.

 Here’s a theory. Terrorists aren’t offended by cartoons. Not even cartoons that satirise the Prophet Muhammad. They don’t care about satire. For all I know they may not even care about the Prophet Muhammad. Instead, they merely pretend to be offended by cartoons, in order to give themselves a pretext to commit murder.

Titanic-Chef Tim Wolff im Interview mit der taz:

Wir lassen uns durch so ein Ereignis nicht unsere schöne Freiheit rauben, das zu machen, was wir für relevant und lustig halten. Bisher kommt der Berufsstand der Satiriker ja gut weg, man wird recht selten ermordet.

Hakan Tanriverdi ist Journalist bei sueddeutsche.de. Er schreibt über seine Arbeit am Tag des Anschlags und über seine Gedanken als Muslim:

Gleich bei der ersten Eilmeldung („Schießerei in Redaktion von ‚Charlie Hebdo‘: Elf Tote und vier Schwerverletzte bei Angriff auf Satirezeitung in Paris“) musste ich an den Comedian Maz Jobrani und seinen TED-Talk denken […]. „Als dieser eine weiße Typ mit einem Flugzeug in das Gebäude geflogen ist“, sagte er 2010, „ich weiß, dass alle meine Freunde aus dem Mittleren Osten und alle meine muslimischen Freunde, die in den USA leben und das im Fernsehen gesehen haben, dachten: ‚Bitte komm‘ nicht aus dem Mittleren Osten! Bitte heiß’ nicht Hasan! Bitte heiß’ nicht Hüseyin! Und dann wurde der Name genannt – JACK! – und ich brüllte: ‚WOOOO!’ Das ist keiner von uns!“

Ich sitze also in der Redaktion von Süddeutsche.de und hoffe, dass das auch so ein Jack-Moment wird.

In dem Text erwähnt Hakan Tanriverdi ein Interview mit einem Imam, das er an diesem Tag führte.

Sie sind Imam in Penzberg und reden oft mit muslimischen Menschen über das Thema Terrorismus. Was ist das Feedback in Ihrer Community?

Empörung! Es herrscht Angst in der Community. Unsere Religion wird durch solche Kriminellen komplett in Frage gestellt. Diese Menschen haben unserer Religion viel mehr Schaden zugefügt, als diese Karikaturen es jemals tun könnten.

Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online (übrigens das von mir meist gelesene Nachrichtenportal), darüber, was der Anschlag für das Gefühl in seiner Redaktion bedeutet:

Früher erschraken Redaktionen, wenn Polizisten in ihre Büros kamen und fragten sich, welches vertrauliche Material die Einsatzkräfte zu beschlagnahmen suchten. […] Spätestens seit gestern sind wir froh, wenn Ordnungshüter hin und wieder vorbeischauen und mit Maschinenpistolen und Panzerwesten vor unserem Haus in Stellung gehen.

Natalie vom Gemischtwarenlädchen schreibt, warum sie nicht „Je suis Charlie“ postet:

 Ja, ich weiß. Wie ich oben schrieb: Den Opfern ist nichts vorzuwerfen. Es gibt hier kein Victim Blaming. Sie haben ihren Tod weder herausgefordert noch verdient. Und dennoch waren die Inhalte von Charlie Hebdo nicht mein Ding. Ich kann die Redaktion der Zeitschrift jetzt nicht künstlich überhöhen für ihre Arbeit, nur weil ein Teil von ihnen tot ist.

Sebastian Loudon, Chefredakteur des österreichischen „Horizont“, sagt auch: „Wir sind nicht Charlie“:

Nein, wir sind nicht Charlie Hebdo. Unsere Kinder wurden am Vormittag des 7. Jänner nicht zu Waisen gemacht.

 

Die Anderen – diesmal mit schönen, aber traurigen Texten und einer Skifahrt

12. 12. 2014  •  4 Kommentare

Lesetipps fürs besinnliche dritte Adventswochenende:

Juliane Schiemenz darüber, wie sie ihren demenzkranken Vater ins Pflegeheim fährt:

«Na, das war ja grad ein Panzer! Donnerwetter! Fahr schön langsam, Trinchen!» Trine, mein Spitzname. Schon immer. Trinchen, wenn ich lieb war, Trine Sauerbier, wenn ich schmollte. «Trinchen, darf ich noch Trinchen sagen?», fragst du.

Du zerrst an deinem Gurt und schnallst dich ab, zum Glück ist die Kindersicherung aktiviert. Ich beuge mich über dich und hantiere am Gurt herum, du herrschst mich an: «Guck auf die Strasse! Fahr langsamer!» Du wirst unruhig, boxt gegen den Vordersitz, ziehst und drückst den Knopf in der Tür, Knopf rauf, Knopf runter. «An der Tür sind die Luftkrallen angeschraubt, dann rasieren sie das trocken», brabbelst du. 

Der Schlussatz (des Textes, nicht des Zitats) ist mir etwas zu pathetisch, ansonsten finde ich ihn sehr eindrücklich. Besonders die Zerrissenheit kommt gut rüber. Traurig, aber auch Mut machend.

Er erinnert mich an die berührende Dokumentation „Der Tag, der in der Handtasche verschwand„, in der die Regisseurin Marion Kainz in einem Duisburger Altenheim Eva Mauerhoff begleitet. Der Film ist zurecht mehrfach preisgekrönt.

*

Veronica Frenzel über eine schwangere Frau, die in der Schwangerschaft erfährt, dass ihr Kind wahrscheinlich behindert sein wird:

Drei Tage später bestätigt die Genetikerin die Diagnose Turner-Syndrom. Das Kind werde mit größter Wahrscheinlichkeit bald sterben. Sie rät zur Abtreibung. Julia Allers wird wütend. „Wenn mein Kind sowieso stirbt, wieso sollte ich es abtreiben?“ Es sei eine große Belastung, ein Kind auszutragen in dem Wissen, dass es sterben wird, erwidert die Genetikerin.

Das Kind ist ein Mädchen und inzwischen ein Jahr alt. Es muss noch ein paarmal operiert werden. Danach wird es voraussichtlich ein Leben ohne großartige gesundheitliche Beeinträchtigungen führen.

*

Stefan Krauth schreibt über den Tod seines Sohnes:

Auf einem Heizkörper sitzend, führte ein junger Arzt eine weitere Anamnese durch. „Wurde Emil bis zum Tod seiner Mutter gestillt?“ Ja, und danach auch, er wurde von vier verschiedenen Frauen gestillt. Und in der Nacht des Todes seiner Mutter hatte ich gelernt, Emil das Fläschchen zuzubereiten.

Emil starb ebenso wie seine Mutter an einem Hirntumor.

*

Raul Krauthausen hat die Glasknochenkrankheit und erzählt ganz unaufgeregt vom Behindertsein und -werden:

Ich darf keinen Bausparvertrag abschließen, keine Lebensversicherung, keine Altersvorsorge betreiben außer Riester, die sich nicht lohnt, weil ich nicht weiß, ob ich bis 67 arbeiten kann. Erben darf ich auch nicht, das kassiert das Sozialamt. Wenn ich heiraten würde, würde das Geld meiner Frau eingezogen werden. Ich bin eine tickende Bombe für jede Frau. […] Aber: Ich bringe der Volkswirtschaft mehr, als ich koste. Ich habe das mal spaßeshalber mit meinem Steuerberater ausgerechnet. Nur dadurch, dass ich morgens aufgestanden werde, kann ich zur Arbeit bei Sozialhelden kommen. Dort habe ich acht Arbeitsplätze geschaffen, die nichts mit meiner Behinderung zu tun haben. 

Ich halte die aktuellen Regelungen, so wie Raul sie an seinem Beispiel beschreibt, für ziemlich skandalös. Es geht in dem Interview aber nicht nur um Geld und Probleme. Er erzählt von seinem Aufwachsen, seiner Ausbildungszeit und seinem Rollstuhl, der rennen kann. Sehr entspannend finde ich den Ton des Interviews, der vor allem einfach mal nur freundlich ist. Sowas mag ich.

*

Schauen Sie sich zum Schluss gerne dieses kurze, anderthalbminütige Video an. Da fährt ein Typ auf Skiern durch ein enges Dings. Der Mann heißt Cody Townsend, das Dings ist in den Tordrillo Mountains in Alaska und nur 1,80 Meter breit. Ich habe mit Skifahren nix am Hut, aber das ist schon ganz beeindruckend:

 

Die Anderen: Alkohol, Ausflüge und Astronautinnen

26. 11. 2014  •  13 Kommentare

Leseempfehlungen:

Benjamin von Stuckrad-Barre darüber, keinen Alkohol (mehr) zu trinken:

Der Reiz der sich permanent wiederholenden, nur in Nuancen das bereits Gesagte variierenden Ausführungen erschließt sich dem Nüchternen nicht, sein Widerspruchsimpuls ist von naiver Ungeduld: Aber das wurde doch längst festgestellt, so weit waren wir doch schon! Ein typisches Betrunkenengespräch ist schließlich gebaut wie ein Meisterwerk der klassischen Musik, mit mal sich entfernenden, dann wieder annähernden Umkreisungen eines Grundthemas – der Nüchterne aber denkt, die Platte habe einen Sprung.

Man muss nicht Alkoholiker sein, um nichts zu trinken. Ich trinke öfter mal nichts; mir macht es nichts aus, an einem Abend die Fahrerin zu sein. Wenn ich Alkohol trinke, trinke ich mit Genuss. Egal ob Bier oder Wein, ich trinke dann, weil ich es mag, weil es mir schmeckt, nicht weil ich betrunken werden möchte. Ich verstehe diese Attitüde nicht, sich besaufen zu wollen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich nur schwierig wirklich betrunken werde. Ich vertrage gut und bin ein kontrollierter Mensch. Diese Kombination führt praktisch nie zu alkoholischen Ausschweifungen. Selbst das Kicherkicher-Alles-ist-so-lustig-Stadium erreiche ich erst nach fünf Cocktails, danach schmeckt mir der Alkohol nicht mehr, und es ist automatisch Schluss. Deshalb habe ich auch nie einen Kater. Das ist ausgesprochen praktisch.

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In die weite Welt hinaus: Schüler einer Berliner Schule haben geprobt, drei Wochen alleine zurecht zu kommen. Ganz alleine.

Wer wie sie in den Siebzigerjahren aufwuchs, kann rückblickend kaum fassen, wie er das überlebt hat. Fahrrad fuhr man ohne Helm, Autos hatten weder Gurte noch Airbags, Handy und GPS-Armbänder waren noch nicht erfunden und der Tagesablauf war nicht durch Yoga, Geige oder Hockey getaktet. Es war normal, dass Eltern nicht wussten, wo sich ihre Kinder herumtreiben.

Das Experiment, Kinder drei Wochen auf sich allein gestellt zu lassen, ist natürlich extrem. Ich habe mich aber letztens noch darüber unterhalten, wie wenig ich in meiner Kindheit unter der Beobachtung Erwachsener stand. Hatte es nicht geregnet, hat meine Mutter mich nach Mittagessen und Hausaufgaben auf die Straße geschickt. Waren grad keine anderen Kinder da, musste ich welche rausklingeln. Wir hatten spätestens ab der Grundschule einen Aktionsradius von sicher einem Kilometer in die eine und einem Kilometer in die andere Richtung, von „Kemper’s Hof“ bis zur Knochenbrecherbahn. Möglich, dass meine Mutter sich manchmal hinterm Baum versteckte und uns beobachtete – um sicher zu gehen. Aber wenn, dann habe ich das nie wahrgenommen. Mir wurde früh beigebracht, die Uhr zu lesen, und wenn die Zeiger gerade standen und der Kirchturm sechsmal schlug, war ich zu Hause.

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 Eine ernsthafte Abhandlung darüber, wie Astronautinnen im All menstruieren:

However, given the low-gravity environment of space, some scientists wondered about the possibility of „retrograde menstruation,“ the backward flow of menstrual blood up into the fallopian tubes.

Zugegeben, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich bin halt auch keine Astronautin, insofern ist es kein drängendes Problem. Die Quintessenz des Artikels ist, das kann ich an dieser Stelle vorwegnehmen: so wie auf der Erde auch. Interessant fand ich die Fakten über Östrogene und den weiblichen Zyklus und ihrer beider Einfluss auf Dekompressions-Übelkeit.

Die Anderen: 40 Überraschungen, eine besondere Doktorandin und ein Rant

13. 11. 2014  •  Keine Kommentare

Leseempfehlungen:

Die coolen Leute kommen erst um elf? Die coolen Leute können mir den Schritt shampoonieren (…)

Kiki regt sich über Unpünktlichkeit auf.

 Achenbach schnellt aus dem Sofa und führt durch ihr Haus. Die Treppen geht sie rückwärts hinunter: „Hab‘ ich mir wegen der Kinder angewöhnt. So fällt man im Zweifelsfall nach vorn – und serviert niemandem eine Leiche, die auf dem Rücken liegt.“

Tobias Jochheim über Rosemarie Achenbach, die im Alter von 90 Jahren über den Tod promoviert.

Wenn man aus einem sozialen Brennpunkt kommt, mit türkischem Namen, dann sieht es mit der Chancengleichheit düster aus. Ich bin nicht bei null gestartet, sondern bei minus zehn – und das kenne ich von vielen Freunden mit Migrationshintergrund.

Samuel Acker über die ersten deutschen Stipendiaten des muslimischen Werks Avicenna.

Und manche Logos sind auf den zweiten Blick regelrechte kleine Kunstwerke mit versteckten Botschaften. Wie diese 40 Icons.

40 Logos mit versteckten Botschaften – unter anderem mit Amazon, Vaio und Toblerone.

Wolfram Beer hat sein rechtes Bein so verstümmelt, dass es amputiert werden musste. Er wäre dabei beinahe gestorben. Das klingt irre. Beer weiß das. Aber er ist nicht verrückt.

Björn Stephan über einen Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als kein rechtes Bein mehr zu haben.

 

 

Die Anderen: Hans und Greta, Helden und eine Frau, die singt

17. 10. 2014  •  8 Kommentare

Hach – das Internet hält so schöne Sache bereit:

Wie fühlt sich das Alter an? Zeit-Autor Henning Sußebach hat Greta, 79, und Hans, 81, besucht:

„Dabei rast die Zeit gar nicht“, sagt sie, „wir sind nur langsamer geworden. Viel, viel langsamer. Früher ging mir alles ruck, zuck von der Hand. Wie lange ich jetzt brauche, um mir die Haare zu waschen. Oder den Frühstückstisch abzuräumen. Und wenn ich denke, dass ich fertig bin, liegt da immer noch was.“

„Die Grünphasen an der Ampel schaffen wir aber noch“, sagt er.

„Ich bin neulich sogar mal wieder über Rot gelaufen, Hans.“

„Ich soll ja nicht mehr rennen seit meiner Hirnoperation.“

Ein wunderbarer, wirklich wunder-wunderbarer Text mit vielen Zitaten, die man sich gerne an die Wand hängen möchte. Humorvoll, melancholisch, anrührend. Einfach großartig. So wie Henning Sußebach ein großartiger Autor ist.

Der liebe MC Winkel zeigt, wie die bekanntesten Apps auf der Apple Watch aussehen werden.

Da denkt man immer, die Welt sei riesig. Und dann sowas: Unser Planet Erde im Vergleich zu anderen Teilen des Sonnensystems.

Die NSA spioniert uns aus? Kein Ding. Das Nuf weiß: Schlimmer als die NSA überwachen uns unsere Kinder.

Die Uni Wien möchte international sein. Deshalb nutzt sie für Marketingzwecke wiederholt ein Bild, auf dem ein dunkelhäutiger Student zu sehen ist. Nur dumm, dass die einzige Internationalität des Bildes darin besteht, dass der Abgebildete nicht aus Wien, sondern aus Oberösterreich kommt – wie er der Uni in einem offenen Brief schreibt.

So macht man gutes Marketing: Die Polizei Reykjavik auf Instagram. Da möchte man doch gleich nach Island fliegen und sie knuddeln.

Nils Pickert wundert sich darüber, dass er offenbar ein Held ist – nur weil seine Frau mit dem dritten Kind schwanger ist. Seiner Frau wird indessen suggeriert, sie habe den Verstand verloren.

Etwas fürs Auge und zum Träumen: Die erste Klasse des neuen A380 von Qatar Airways A380. Unterscheidet sich ein klein wenig von der Holzklasse meines Ferienfliegers.

In New Orleans werden Tote nicht begraben. Warum, schreibt Eva Schulz im Hurra-Blog.

Der Kiezneurotiker über junge Menschen mit Realschulabschluss, die sich bei ihm bewerben: „Schade, leider dumm„. Die Kommentare unter dem Beitrag sind sehr kontrovers.

Sachen gibt’s! Die Sängerin Anna-Maria Hefele kann zwei Töne gleichzeitig singen. Ab 0:30 beginnt sie, dann kommt langsam der zweite Ton dazu. Ziemlich abgefahren:

Frische Links gibt es übrigens auch jeden Freitag bei den Gärtnerinnen.

Die Anderen: Strand, Musik und ein Tagebuch

2. 09. 2014  •  6 Kommentare

Meer, Strand, Entspannung. So ein Strand ist einfach da, ganz selbstverständlich. Oder nicht? Warum in vielen Urlaubsorten der Sand verschwindet.

Jessica Valenti, Journalistin beim Guardian US, stellte aus Recherchegründen auf Twitter die Frage, ob jemand ein Land kennt, in dem Frauenhygiene frei verfügbar oder subventioniert ist. Die Replies sind ekelhaft.

Ein Hamburger fährt viel Fahrrad und fotografiert alles, was den Radweg blockiert: Things on bike lanes. Hier in Dortmund sieht es übrigens genauso aus. Kann ich aus Erfahrung sagen.

Ein Kleinkind bewegt die Massen:

Carolin Weinkopf hat einen ehrlichen Text über das Muttersein geschrieben.

Beetlebum hatte ein Erweckungserlebnis.

Vierzehnachtzehn: Julian Finn veröffentlicht die Tagebucheinträge seines Urgroßvaters Ernst Pauleit, der im Juli 1914 als Fußartillerist in den ersten Weltkrieg zog. Zur Erklärung: „In der Widmung an seinen Sohn, meinen Großvater Hans Pauleit, schrieb er ‚Dieses Buch übergebe ich meinem Sohn Hans mit dem Wunsche ‘Möge es Generationen überdauern!’‘. Diesem Wunsche werde ich nun Rechnung tragen und die Tagebucheinträge in den kommenden vier Jahren hier in diesem Blog veröffentlichen. Jeweils auf den Tag genau 100 Jahre nach den Ereignissen.“

Fünf neue Wege, um Unterkünfte zu buchen. Ich habe noch keinen Ansatz ausprobiert, aber die Ideen klingen gut.

„Kindchen!“: Was Zoë Beck auf Kongressen mit älteren Herren erlebt.

Tetris auf Violine und Gitarre. Gerade im Detail recht hübsch:

Das Lied heißt übrigens Korobeiniki, stammt aus dem Jahr 1861. Korobeiniki waren Hausierer, die Kleinzeug verkauften (#bildungsblog). Auf seiner Facebook-Seite postet Violinist Richard Jones weitere Audios, die mir prima gefallen.

Die Anderen: Bananen, Ei im Glas, ein Kaufhaus, eine Reise und viel mehr

29. 07. 2014  •  4 Kommentare

Es gibt mal wieder ein paar Link- und Lesetipps:

Im Bestatterblog geht’s um Benehmen im Hotel.

Herr Hibbe macht zu: Henning Sußebach schreibt darüber, wie ein Neustadt am Rübenberge ein Kaufhaus schließt und warum ein Onlinehändler aus Zürich Erfolg hat.

Astronaut Alexander Gert (@astro_alex) hat dem Mutzelchen geschrieben.

Frau Gminggmangg hat Kinder, Mann und Hund in den Gefährten gepackt und ist wieder auf der Reise. Drei Monate lang wird sie unterwegs sein. Bislang ging es von der Schweiz über Italien und Kroatien nach Bosnien-Herzegowina. Der beeindruckendste Bericht für mich bislang, wie Gaga vom Balkankrieg erzählt.

Wie viel Prozent einer Filmcrew ist weiblich?

Den Bananen dieser Welt geht es gar nicht mal so gut.

Gesa hatte mehrere Wochen lang Mustafa zu Gast, einen afghanischen Jungen, der in Deutschland im Herzen operiert wurde. Was sie mit Mustafa erlebt hat, können Sie bei ihr nachlesen. Bei „Was machen die da?“ gibt es eine Zusammenfassung.

Zwei Seiten eines Selfies im Konzentrationslager Auschwitz.

Wer steckt hinter Flightradar24?

Paulus Müller wird in der Händematte erschreckt.

Seit 17 Jahren wird Lego an die Küste Cornwalls gespült. Warum das so ist. Es gibt auch eine Facebook-Seite dazu.

Die Anderen: Fußball-WM, Geburtstagsinterviews und athletische Körper

8. 06. 2014  •  4 Kommentare

Zur Einstimmung auf die WM: Christoph Niemann, Illustrator, war für die New York Times in Brasilien und hat den Maracanaço gefunden.

Die Fußballspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski widerlegen Tweets von Fans:

Etwas ganz anderes – schon etwas älter, trotzdem eine interessante Diskussion: Jule zum Thema „Sexualität in der Pflege“, genau genommen über die Frage, ob Pfleger und Pflegerinnen behinderten Menschen die Selbstbefriedigung ermöglichen sollen.

Kein Mindesthaltbarkeitsdatum mehr für die Nudel? Die EU überlegt, Lebensmittel, die sehr lange haltbar sind, nicht mehr mit einem MHD zu versehen, sondern mit dem Produktionsdatum.

Ich habe mir gerade eine Wohnung eingerichtet, bin bei Freunden zu Besuch und  – Herr Buddenbohm kennt das Phänomen -, ach sehen Sie selbst:

Frau Gminggmangg interviewt zu jedem Geburtstag ihre Kinder: Y zum fünften Geburtstag, Äm zum dritten.

Frau Journelle über sich, ihren Körper und Körperkult.

Unterschiedliche Körpertypen olympischer Athleten.

iRecorder, ein iPhone-Spieler im Look früherer Kassettenrekorder.

Die Anderen: Kochbücher, niesende Katzen und eine Fahrt durch Bangkok

5. 02. 2014  •  9 Kommentare

Links:

Richard Ortmann sammelt die Geräusche des Ruhrgebiets – in erster Linie die, die nach und nach aus der Welt verschwinden. Die Dortmunder Ruhr Nachrichten haben das Ganze in eine Audio-Foto-Sache gegossen.

Über den Tellerrand kochen, ein Kochbuch mit Rezepten von Asylbewerbern aus Berlin – hier auch die Facebook-Seite. Vor Weihnachten habe ich mir übrigens „Unsere Lieblingsrezepte für die Welt“ gekauft, eine Empfehlung von „Penne im Topf„. Dort sind nicht nur super Rezepte drin, es werden auch, hochwertig bebildert, die Geschichten von Frauen in Krisengebieten erzählt. Beim Kauf gehen 3 Euro an „Women for Women International„.

Christian aus dem Jawl stellt Strategien vor, den Abend mit einem Vegetarier zu überleben. Ich empfinde es als  befremdlich, wie er immer wieder in Diskussionen verwickelt wird: Wenn jemand irgendwas nicht isst oder mag oder Pickel davon kriegt, egal ob es Fleisch, Nüsse, Alkohol oder Kartoffeln mit Pelle sind, nehme ich persönlich das ja einfach so hin. Wenn es sich um seltene Allergien handelt, frage ich auch schonmal interessiert nach, wie sich die Unverträglichkeit denn äußert – letztens bei Histamin, das war mir nicht bekannt. Dass die Menschen allerdings schlecht mit Menschen leben können, die anders essen und trinken als sie selbst (besonders, wenn es sich um in unseren Breiten etablierte Nahrungsmittel handelt), kenne ich; ich trinke zum Beispiel keinen Filterkaffee. Wenn ich Kaffee trinke, dann nur einen Hauch von Kaffee in Geschäume mit sehr viel Milch. Bis ich 30 war, bekam ich zu hören, dass ich jetzt aber mal alt genug fürs Kaffeetrinken sei,  respektive: „Als ich in deinem Alter war, habe ich schon lange Kaffee getrunken“, als sei Kaffeetrinken so eine Art Entjungferung. Seit meinem 30. Lebensjahr höre ich ab und an schonmal ein: „Du trinkst immer noch keinen Kaffee? Dann musst du ihn wirklich nicht mögen!“, was auf eine gewisse Einsicht schließen ließe, käme nicht direkt: „Aber zum Frmühstück trinkst du schon Kaffee, oder?“ (Nein.) Gerne geäußert ist auch der Satz: „Das ändert sich noch! Bei mir hat sich der Geschmack noch mit 50 geändert!“ Obligatorisch natürlich: „Komm! Nur’n Schluck!“

Etwas ganz anderes: Katzen vor dem Niesen.

Thomas Wanhoff, Podcaster, Berater und freier Journalist, lebt schon seit vielen Jahren in Asien. Vor ein paar Tagen hat er seine Go-Pro-Helmkamera aufgesetzt und seinen morgendlichen Trip zur Bahnstation gefilmt –  „Auf dem Moped durch Bangkok“:

Ein Rant über der Verlangen von Arbeitgebern nach prosaischen Bewerbungsanschreiben. Ich finde zwar nicht, dass man auf das Anschreiben komplett verzichten kann, aber mehr als ein paar sachliche Sätze braucht’s wirklich nicht.

Zum Schluss noch ein Tipp für Damen: Signora e la moda stellt hübsche Kleidung vor, meistens Angebote. Praktisch: Nathalie Hosp schreibt immer Preise und verfügbare Größen dabei. Ich habe nach dem Angucken schon zweimal etwas gekauft – jedesmal ein Kleid. das ich im Laden gar nicht entdeckt hätte.



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