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Archiv der Kategorie »Adoleszenz«

20 Jahre danach

26. 01. 2017  •  34 Kommentare

In diesem Sommer feiert meine Stufe ihr 20-jähriges Abitreffen.

20 Jahre sind erstaunlich viel Zeit, mehr als mein halbes Leben. Entgegen anderslautender „Als wäre es gestern gewesen!“-Ausrufe fühlt sich meine Abizeit allerdings tatsächlich wie 20 Jahre entfernt an – und nicht wie gestern. Auch nicht wie vorgestern. Eher wie damals, als Otto der Große König des Ostfrankenreichs war.

Denn emotional war meine Gymnasialzeit Mittelalter, eine Mischung aus Hexenverbrennung und Beulenpest; ein neunjähriger Feldzug gegen mich selbst, den ich, anstatt ihn in meinen 20ern aktiv posttraumatisch zu verarbeiten, zu einem pürree-artigen Erinnerungsmatsch eingestampft habe. Das Ergebnis ebenso aktiven Verdrängens wie passiven Vergessens ist ein Mash-up aus Gedichtanalyse, Tuffi-Kakao und nach Pubertandenumkleide riechendem Gruppendruck – diffuse Gefühlsreminiszens ohne konkrete Szenen. In Vorgriff auf das Treffen erzählte mir eine Freundin letztens zahlreiche Schulzeit-Episoden, Anekdoten von Feueralarmen, Turnstundendramen und Wermitwem. Nach mehreren Gedächtnisanstupsern begann ich, mich an einige Geschichten zu erinnern, allerdings auf eine nebulöse Art und Weise, kaum mehr als Blinzler in einem Film, den ich verschlafen habe.

20 Jahre Abi also, und im Sommer treffen wir uns wieder. Im Gegensatz zu all den Menschen, die sich vor Klassentreffen geradezu körperlich gruseln, freue ich mich. Eine Parallele zu einst: Das gegenwärtige Abitreffen scheint das Pendant zu den damaligen Bundesjugendspielen. Niemand findet sie gut – außer ich.

Bundesjugendspiele, das als Einschub, waren seinerzeit die einzige Gelegenheit für mich, mit meinen Körper erfolgreich zu sein. Bei den Jungs in meiner Stufe erhielt ich nämlich nicht einmal eine Teilnahmebescheinigung; ein Umstand, den ich heute mit ironischer Distanz belächele, der mich als 15-Jährige jedoch ausgiebig bedrückte, um nicht zu sagen, in tiefes seelisches Leid stürzte. Ich brauchte Jahre, ja, fast ein Jahrzehnt, um mich von der Schmach meines unerwiderten und zugegebenermaßen auch sehr subtil vorgetragenen Knutschverlangens zu erholen und mein Flirtverhalten grundlegend zu überarbeiten.

Unzureichend zu sein, in der Liebe wie in der Freundschaft und vor allem vor mir selbst, war mein alles überstrahlendes Schulzeitgefühl. Es wurde durch Klassenkameraden wie M bestärkt, der mich „Fetti“ nannte – dabei war ich niemals dünner als zu diesen Zeiten, in denen ich mich zu dick fühlte – und der mich zu diversen Gelegenheiten piesackte. Einmal riss er mir meinen Stuhl weg, als ich mich gerade hinsetzen wollte, zur Belustigung der Klasse. Schlimmer als die Tat selbst war dabei der Umstand, dass meine MitschülerInnen im Ergebnis nicht mehr nur metaphorisch, sondern tatsächlich auf mich hinabblickten.

Zusammengefasst waren die Jahre bis zum Abi eine Mischung aus amoröser Charly-Brownigkeit und mitmenschlichem Mordor.

Schon 2007, beim 10-jährigen Abitreffen, führte mein mangelndes Erinnerungsvermögen dazu, dass mir manche Anwesenden vollkommen unbekannt waren. Nicht nur, dass ich mich nicht an ihre Namen erinnern konnte. Ich war mir sicher, sie noch nie gesehen zu haben. Vor ein paar Tagen ging die Liste der Leute herum, die im Verteiler für 2017 noch fehlen: Kennt sie jemand? Hat wer Kontakt? Ich schwöre erneut Stein und Bein, einige der Namen noch nie gehört zu haben.

Es wird also eine tolle Veranstaltung: Ich werde viele neue Menschen unvoreingenommen kennenlernen.

Liebe Eltern, habt keine Bedenken aufzufallen

5. 09. 2016  •  22 Kommentare

Liebe Eltern,

die ihr euch manchmal genauso fühlt wie Claudia, die schreibt,

… wie anstrengend es ist, mit einem Kleinkind Bahn zu fahren. Wie sehr der Druck und die Angst einem ständig im Nacken sitzt, vielleicht negativ aufzufallen, zu laut zu sein, zu stören. Die genervten Blicke, der Widerwillen, der an der Grenze zum Hass wandelt und sich stumm und vorwurfsvoll durch die Sitze bohrt.

Ich möchte euch Mut machen: Habt keine Bedenken aufzufallen.

Wenn wir mehr als einer im Raum sind, fällt der eine dem anderen eben auf. Wenn der eine dann noch ein Kind ist, das nicht gut drauf ist, dann fällt es mehr auf. Aber deshalb direkt negativ? Ist es nicht bedenklicher, wenn ein Kind bei einer Fünf-Stunden-Zugfahrt gar nicht auffällt?

Es ist nicht schlimm für mich, wenn euer Kind quengelt, wenn es weint, wenn es nölig ist. Zugfahrten sind einfach langweilig, wenn man drei oder fünf oder sieben Jahre alt ist. Sie sind es auch noch, wenn man 38 ist – wobei man mit 38 langweilige Zugfahrten durchaus schön finden kann, zum Beispiel weil man selten Langweile hat, obwohl man Langweile mag.

Ich gehöre zu den Menschen, die Langeweile sehr mögen. Blöder als im Zug sitzen ist es deshalb für mich, wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehe und wenn die Schlange lang ist. Schlimm wird es dann noch, wenn ich einen blöden Tag hatte, wenn ich Hunger habe und müde bin und es nicht vorangeht. Ich fühle mich dann schlecht und habe keine gute Laune, aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Euer Kind noch nicht – deshalb habe ich Verständnis, dass es quengelt. Macht euch also keine Gedanken.

Wenn sich euer Kind nicht benimmt – wie man so sagt, dabei benehmen sich Kinder immer, nämlich wie Kinder, deshalb formuliere ich es mal neutraler: Wenn euer Kind die Situation gerade nicht kompensieren kann (und manchmal, na klar, sich auch noch nicht mal bemüht), dann habt keine Bedenken, dass ihr negativ auffallt. Leben wird nicht zu Hause gelebt und auch nicht nur auf Spielplätzen und in eingezäunten Kinderparks, sondern im Zug, im Supermarkt und Restaurant – dort, wo Menschen zusammenkommen. Ich persönlich finde es erfreulich, wenn Erziehung stattfindet.

Und manchmal, das weiß ich, ist es keine Frage der Erziehung: Fünf Stunden Zugfahrt sind einfach lang, irgendwann hilft nichts mehr. Auch wenn einige von euch Eltern es mir nicht zutrauen: Auch ich kann  Trotzheulen von Müdigkeitsquengeln von richtigem Weinen unterscheiden. Genauso sehe ich, wenn ihr euch abmüht und wenn manchmal gar nichts mehr geht. Dann fühle ich mit euch. Lasst uns dann einfach einander anlächeln.

Es ist toll, dass ihr euch kümmert. Danke dafür.

Mein 1998

4. 11. 2014  •  23 Kommentare

Post aus dem Jawl – beziehungsweise von Christian via Facebook. Er hat mich gebeten, ein paar Stichworte zu meinem Jahr 1998 aufzuschreiben. Ich mache das mal hier im Blog.

1998 also.

Alter:
20 Jahre

Aufenthaltsort:
Essen, Düsseldorf und Menden/Sauerland

Beruf:
Studentin. Psychologie, Medienwissenschaft und Verlegenheitssoziologie. Schlimme Kombination, es sei denn, man strickt gerne. Ich hatte die NC-Zulassung für die beiden ersten Fächer erhalten, und die Studienordnung ließ, verbunden mit meiner Interessenslage, nichts anderes als das Hauptfach Soziologie zu. Das war mittelprächtig schrecklich. Im Jahr 1998 änderte die Uni die Studienordnung, und ich konnte eine Sprache als alleiniges Hauptfach wählen. Ich habe sofort gewechselt und im Hauptfach fortan Italienisch studiert.

Neben dem Studium habe ich gearbeitet. Diese Studiererei musste finanziert werden; außerdem bedurfte es angesichts der Fächerkombination einer Vorbereitung auf meine Taxifahrerkarriere Anschlussverwendung. Am Wochenende war ich als Freie für die Tageszeitung in Menden unterwegs, habe über Schützenfeste, Orgelkonzerte und Wellensittichzucht geschrieben und Fotodienste gemacht. Das war damals noch Analogfotografie mit Film entwickeln in der Dunkelkammer – die Älteren unter Ihnen erinnern sich. Unter der Woche habe ich Nachhilfe gegeben. In den Semesterferien habe ich in einer Buchbinderei gearbeitet und für eine Messebaufirma Messestände aufgebaut.

Beziehung:
Status: „Es ist kompliziert.“ Im Laufe des Jahres bin ich aus der gemeinsamen Wohnung aus- und in ein eigenes Ein-Zimmer-Appartment gezogen.

Haare:
Gute Frage. Ich glaube: lang. Und ich fürchte, ich hatte einen Pony.

Urlaub:
Insel Pag (Kroatien)

Bemerknis #1:
Mit dem Umzug habe ich mir mein erstes Modem gekauft und hatte fortan Internet in meinem Zuhause. Ich habe es nur eingeschaltet, wenn ich es brauchte, denn wir hatten damals ja nix, nicht einmal eine Flatrate. ICQ war der letzte heiße Scheiß.

Bemerknis #2:
Ich konnte fünf Fernsehprogramme empfangen: ARD, ZDF, WDR, RTL und einen niederländischen Sender. Wenn ich nachmittags von der Uni kam, habe ich gerne Hans Meiser zugehört. Sehen ging nicht, denn RTL war voller Schnee. Leider ging RTL irgendwann verloren, und ich hatte nur noch Eins, Zwei und Drei. Und den Holländer.

Weiterführende Literatur:
Ich bin mal ins Blogflöz hinabgestiegen und habe mein Teenietagebuch abgestaubt. Das ist zwar nicht aus 1998, sondern von 1995, dafür aber mit Special Audio Feature. Falls Sie also nichts vorhaben:

22. April 1995: Gestern PUR-Abend bei Tanja.
6. Mai 1995: Hervorragende Nachrichten!
10. Mai 1995: Die Lösung der Montagssache.
11. Mai 1995: Die Ereignisse überschlagen sich.
13. Mai 1995 (besagter Samstag): O-ber-pein-lich.
14. Mai 1995 (Sonntag nach besagtem Samstag und vor besagtem Montag): Dann doch lieber eine scheiß Taufliege sein.
15. Mai 1995 (besagter Montag): Geredet. So richtig.
23. Mai 1995: Schluckauf.
30. Juni 1995: Ein Leben wie auf einer Galeere.
3. Juli 1995: Der Brief.

Falls Sie gerne mitmachen und ein Jahr von mir haben möchten, schreiben Sie es in die Kommentare. Ich schüttel dann den Kalender für Sie.

 

 

Kinderkleidung – historische Bilddokumente

8. 09. 2014  •  12 Kommentare

In der vergangenen Woche haben das Nuf und Frau Quadratmeter über das Thema „Kinderkleidung“ geschrieben. Genau genommen ging es darum, dass es für Mädchen fast nur noch Rosa und für Jungs nur Blaugrünbraun zu kaufen gibt.

Ich habe mich daraufhin gefragt: Wann ist das eigentlich passiert? Diese Rosa-Blau-Sache. Dieses Applikationen-, Rüschen- und Glitzerding. Denn ich kann mich nicht erinnern, als Kind in rosa Klamotten gestopft worden zu sein.

Ich hatte nicht einmal viele Kleider, nur zwei: ein rot-weißes Kleid mit Puffärmeln und ein schlammfarben gemustertes, das die Bundeswehr gut zur Anschauung im Kurs „Tarnen und Täuschen“ hätte verwenden können.

Herausgekramtes historisches Bildmaterial zeugt – ebenso wie bei Frau Cloudette – von einer Überlegenheit der Funktionalität:

Kinderfoto Baustelle

1980: Funktionale Arbeitskleidung dominierte den kindlichen Alltag.

 

Kinderfoto Wiese

1979: Modische Sachlichkeit ohne Glitzerapplikationen

 

Latzhosen waren ganz weit vorne. Aus Cord. In Braun und Rot. Obwohl nicht in Bayern aufgewachsen, bin ich in meiner Kindheit außerdem mehreren Lederlatzhosen entwachsen. Der Hosenboden hielt Rutschexzessen stand und war nahezu schmutzresistent.

In Kombination mit karierten Hemden entstand folgerichtig mein erster Berufswunsch: Försterin. (Rückblickend denke ich: Der war gar nicht mal doof. Aber das ist ein anderes Thema.)

Kinderfoto Kies

1981: Die robuste Lederlatzhose – eine Allzweckwaffe

 

Schon damals habe ich übrigens Maßstäbe in der Schlafbekleidung gesetzt. Kenner wissen: Dieser Trend setzt sich in der Gegenwart fort.

Kinderfoto Schlafanzug

1979: Fashion-Trend Jumpsuit – Frau Nessy im lässigen Einteiler

 

Pferdemädchen

2. 08. 2013  •  30 Kommentare

Frau Anne hat eine Blogparade zum Thema „Pferdemädchen“ gestartet.

Ich bin ja eher ländlich aufgewachsen. Trotzdem gab es in meiner Schulklasse wenig Pferdemädchen. Wir waren alle mit Wald, Schlamm und Baumbudenbauen befasst. Da blieb nicht so viel Zeit für Pferde. Abgesehen davon hatte ich noch nie großes Interesse an Pferden. Pferde sind mir zu unhandlich.

Ich hatte erst zwei Zebrafinken, die sich allerdings trotz duldsamer und einfühlsamer Kontaktaufnahme meinerseits zu keiner Zuneigungsbekundung hinreißen ließen. Sie hießen Pumuckl und Meister Eder. Sie sind dann ziemlich schnell gestorben. Danach hatte ich einen Wellensittich, der Maxi hieß. Er führte eine Beziehung mit dem Zeigefinger meines Vaters. Zu Maxi gesellte sich Pinki, ebenfalls ein Sittich. Er verstarb, als wir im Urlaub waren. Unsere Nachbarin steckte ihn in eine Gefrierüte und fror ihn für mich ein, damit ich ihn nach meiner Rückkehr bestatten konnte. Seine Gebeine liegen seither neben einer Garagenauffahrt.

Einmal jedoch ging ich tatsächlich mit zum Reiten – mit der einzigen Schulfreundin, die sich mit Pferden befasste. Sie zeigte mir den Reiterhof, holte ein Pferd aus dem Stall und ritt damit im Kreis. Das Pferd quietschte komisch. Nicht als Kommunikationsform, sondern aus seinem Körper. Ich fragte, warum das Pferd so quietsche. Es sei ein Wallach, sagte meine Freundin, bei denen sei das so. Ich traute mich nicht zu fragen, was ein Wallach ist. Zu Hause fragte ich meine Mutter. Sie sagte, während sie eine Gurke teilte, das sei ein Pferd, dem man die Hoden abgeschnitten habe. Ach du heilige Scheiße!, dachte ich.

Ich bin danach nicht wieder auf den Reiterhof gegangen und kein Pferdemädchen geworden.

#aufschrei

27. 01. 2013  •  91 Kommentare

Zum Thema #aufschrei wurde schon viel gesagt.

Ich möchte das nicht alles wiederholen. Wer mag, kann beispielsweise bei Frau Journelle, Frau Anne, Frau Nuf, Frau Kiki, oder Frau Antje nachlesen. Auch die Kaltmamsell hat etwas geschrieben. Am meisten kann ich mich mit ihrem Beitrag und dem von Frau Serotonic identifizieren.

Was am erstaunlichsten an dieser ganzen Sache ist, ist, dass offensichtlich jede Frau mindestens fünf Begebenheiten erzählen kann. So natürlich auch ich.

Ich möchte an dieser Stelle nicht in die Tiefe gehen, denn mit den meisten Begegnungen, insbesondere denen der vergangenen fünf Jahre, halte ich mich nicht lange auf. Ich bin inzwischen selbstbewusst genug, um mir davon nichts anzunehmen, auch wenn der vertraute Griff eines unvertrauten Herrn bei mir jedesmal Abscheu auslöst, egal ob er an die Taille, ans Gesäß oder nur an den Arm geht. Das jüngste Ereignis war vor wenigen Monaten, als ich in der Innenstadt stand, auf jemanden wartete und eine männliche Stimme mir mit warmem Atem von hinten ins Ohr raunte: „So schöne feste Schenkel. Zwischen denen möchte ich liegen.“ Ich ging wortlos fort, einfach geradeaus, ohne mich zu ihm umzudrehen. Ich habe noch nicht einmal sein Gesicht gesehen.

Zwei Begegnungen werde ich niemals vergesse. Ich hatte sie als junges Mädchen. Einmal befand ich mich im Freibad. Ich tauchte und konnte sehen, wie ein Mann im Nichtschwimmerbereich des Beckens stand, sein Glied hing aus der Badehose, und er rieb es. Ich konnte das seinerzeit nicht einordnen, fand es nur abstoßend und erzählte es meiner Mutter. Sie war sich sicher, ich hätte es mir nur eingebildet.

Die zweite Begegnung fand statt, als ich schon ein Teenager war, 15 oder 16 Jahre alt. Meine Mutter hatte mich einkaufen geschickt, es war ein sonniger Sommertag, ein Auto mit einem Mann hielt neben mir.

„Kann ich dich etwas fragen?“, sagte er. „Ich suche etwas.“

Ich ging zu ihm, denn es kam öfters vor, dass Leute nach dem Weg fragten, ich dachte mir nichts dabei. Auch er fragte mich nach dem Weg – zum Puff.

Ich wusste, wo der Puff war, ich war schließlich alt genug, außerdem gab es in diesem kleinen Ort im Sauerland nur einen einzigen Puff – den kannte jeder. Dennoch war ich für einen kurzen Moment perplex: So eine direkte Frage, wer rechnet denn damit? Ich schaute mir den Mann an, und als mein Blick auf den Sitz wanderte, sah ich, dass er nur eine Shorts trug, eine sehr kurze Shorts. Sein Penis hing aus der Hose auf seinen rechten Oberschenkel. Er war mit einem Gefrierbeutel umhüllt, und der Mann musste bereits mehrmals hinein ejakuliert haben, denn der durchsichtige Beutel war verschmiert und voll mit Sperma.

Ich erklärte ihm schnell den Weg zum Puff. Einmal wenden, die Straße runter, dann rechts, und nach 500 Metern sind Sie da. Bitteschön.

„Wenn du magst, kannst du mitkommen“, sagte er und grinste.

Ich lief fort. Ich habe niemandem davon erzählt.

Schule muss abgehen

14. 12. 2012  •  38 Kommentare

Zwei Jäuster in der U-Bahn.

„Nächste Woche wird Schule voll lutsche. In Englisch gucken wir den Film weiter, in Deutsch gucken wir auch ’nen Film, in Sport … pffff … vergiss es, ey. Alta, aber Mathe. Der zieht das echt voll durch.“

„Finde ich aber gut, Alta, dann hängst du nicht so rum. Dieses Filmgeglotze, davon wirst du doch krank, ey. Da kann ich auch zu Hause bleiben. Der Name Mathelehrer ist echt noch so’n Lehrer alter Schule. Da komm‘ ich viel besser drauf klar als auf diese ganzen Versager, ey, die nur einen auf Harmonie machen.“

„Schule is‘ nich‘ Harmonie, Schule muss auch mal krass abgehen. Sonst gehst du hinterher arbeiten und bist voll überrascht, wie das da abgeht.“

Es besteht also noch Hoffnung für unsere Renten.



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