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Donnerstag, 24. Januar

25. 01. 2019  •  Keine Kommentare  •  Aus der Kategorie »Allgemein«

Aus’m Flöz | Den Tag beim Kunden gebracht und dort wieder zwei Schritte nach vorne gemacht. Ich mag es, wenn Dinge sich bewegen, und ich mag es, wenn sie es in der richtigen Geschwindigkeit tun: Angemessen zügig, aber auch so, dass alle mitkommen.

Unverhofft | Gestern Abend hatte ich den Auftrag, Training für die Kalendergirls zu machen. Vor uns trainieren die B-Mädels, und die Mädels hatten sich ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Athletiktraining mit Simon. In Zweiergruppen standen sie in einem weiten Kreis, jedes Paar mit einer Aufgabe; Zwei hatten Westen um, waren mit einem Band verbunden und versuchten, gegen den Widerstand der Anderen in unterschiedliche Richtungen zu rennen.

Nachdem Simon mit ihnen durch war, meinte er: „Wenn ihr auch wollt: Ich habe heute Abend nichts mehr vor.“ Wir berieten kurz und schenkten uns auch eine Stunde Simon.

Meine Beine fanden sehr bald, dass das eine schlechte Idee war.

„Wenn es gleich anfängt zu brennen, nochmal ein Stück weiter runtergehen“, meinte Simon, und ich wusste nicht genau, was er mit „anfangen“ meinte. Es brannte schon lange.

Mit einem Gummiband um die Knie hockte ich in Kackstellung in der Sporthalle, Stuhlsitzen ohne Stuhl, dazu immer schön Beine zusammen und auseinander, und mir fiel wieder ein, was Gruppendruck ist: Keine will als Erste aufgeben.

Insgesamt gab’s eine schöne Stunde für Beine, Arme und Rumpf. Ein Liegestütz wird übrigens nochmal besser, wenn man dabei mit einer Hand den Boden wischt. Das kann ich zuhause auf dem Parkett schön nachmachen. Vielleicht.

Gelesen | Kurz vor dem Abi und null Ahnung von Geld, Miete, Steuern – Schüler helfen sich selbst. Einerseits: ja. Ich halte eine finanzielle und wirtschaftliche Grundbildung für wichtig – zu wissen, warum es Steuern gibt, welche Steuern mit meinem Leben zu tun haben und warum, wie bestimmte Marktmechanismen funktionieren. Das hat etwas mit Demokratienbildung zu tun, mit einem Bewusstsein von Zusammenleben.

Was hingegen die lebenspraktischen Dinge angeht, so bin ich sehr skeptisch, ob sie Aufgabe der Schule sind. Zu wissen, was in einem Mietvertrtag stehen darf und was nicht, wie man sich ummeldet und wie man ein Konto eröffnet, sind doch Sachen, die das Umfeld den Jugendlichen beibringen sollte – und die sie selbst recherchieren können. Ich fände es viel sinnvoller, wenn die Schule den Schülerinnen beibringt, sich solche Dinge selbst zu erschließen. Wie gehe ich vor, wenn ich etwas nicht weiß? Wo recherchiere ich welche Informationen? Wie bewerte ich die Informationen, die ich gefunden habe? Wie finde ich Dritte, die mir helfen können? Das kann man gut im gemeinsamen Lernen tun – in Open-Space-Formate, in denen die Schüler sagen, was sie wissen wollen, und in denen Leute ihnen beibringen, wie sie es herausfinden. Haben sie etwas herausgefunden, teilen sie das Wissen mit anderen und erzählen, wie sie zu dem Wissen gekommen sind.

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