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Montag, 17. Dezember

Noch vier Tage Arbeit, eine Hotelübernachtung, ein Workshop. Es macht alles Freude. Dennoch freue ich mich auf Weihnachten und auf Zeit für mich.

*

Es ist Jahresende, die Zeit der Rückblicke. Im Fernsehen gibt es Menschen, Bilder und Emotionen, es wird getalkt, es gibt Satire, Gesang und ein Album des Jahres, dazu die berühmtesten Todesfälle.

Ich habe dieser Tage wenig Zeit zurückzublicken. Dennoch blitzen in stillen Momenten Gedanken an das auf, was sich in diesem Jahr verändert hat. Eine neue Liebe und neue Menschen sind in meinem Leben. Ich war einen geschenkten Monat lang allein in Italien (im Februar ging’s los). Es gibt einen neuen Buchvertrag: Ich schreibe die Romanbiographie einer spannenden Frau. Ich habe neue Kunden und mit ihnen gute Projekte gemacht. Ich habe vorgelesen. Im Sommer entdeckte ich das Kraulschwimmen, und im Herbst bekam ich einen großen Auftrag, der mich auch im kommenden Jahr viel beschäftigen wird. Ich entschied mich für Neues in der Wohnung, inklusive Gemälde.

Ich machte eine Weiterbildung in Mediation und Konfliktlösung und eine Weiterbildung in Design Thinking. Ich besuchte vier Barcamps (Agile Ruhr in Essen, Digital Media Camp in München,  Agile Leipzig und Barcamp Dangast). Ich habe zwei Veröffentlichungen mit Studentinnen und Studenten (und meiner tollen Kollegin Steffi) gestemmt. Mein Newsletter ging an den Start und auch mein Podcast mit Christian.

Ich war in Berlin, Hamburg und Hannover, in Wuppertal, Wetzlar und Düsseldorf, in München und Heidelberg, ich war in Parma, in Bergamo und in vielen anderen Städten in Italien, ich war in Langenthal in der Schweiz, in Pleurs in Frankreich und im niederländischen Venlo, ich habe das Meer gesehen, und ich bin in den Bergen gewandert.

Es gibt in der Aufzählung Dinge, die Ursache, und andere, die Wirkung sind; manche sind beides – die Folge des Einen und der Ausgangspunkt für Anderes; manche Ereignisse stehen für sich allein. Wie ich das alles hintereinander runterschreibe, fällt mir auf, dass ich in diesem Jahr Einiges geschafft und angestoßen habe, auch wenn es sich zwischenzeitlich nicht so anfühlte. Rückblickend habe ich viel, sehr viel gelernt; wenn ich es genau betrachte, bestand der größte Teil des Jahres daraus zu lernen.

Ich war nur einmal krank: eine fünf Tage währende Erkältung, eingeschleppte Killerviren aus Berlin. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit war ich nicht mehr beim Arzt, nur zur Vorsorge – eine überraschende Begleiterscheinung meiner beruflichen Entscheidung.

Was sich nun, Ende Dezember, einstellt, ist das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin mit dem Leben, das ich mir ausgesucht habe.

*

Gelesen: Der Mann, der auf Klonen reitet. Der Polo-Spieler Adolfo Cambiaso hat die Haut seines Lieblingspferdes eingefroren. Forscher haben die Stute geklont. Neun Jahre später gewinnt Cambiaso mit acht Klonen das wichtigste Poloturnier der Welt. (via Anke Gröner)

GelesenEnd of life decisions. Wir müssen reden. Der Narkosearzt schreibt über Entscheidungen am Ende des Lebens, über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

[…] man kann nicht keine Entscheidung treffen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt – man kann Entscheidungen aufschieben, aber auch das ist eine Entscheidung.

‚Ich entscheide das jetzt nicht‘ heißt im Umkehrschluss – wir lassen alles erstmal so weiterlaufen. Das ist auch eine Entscheidung.

Ich möchte das Zitat zehnfach unterstreichen, mit Textmarker, mit Kuli und mit einem Ausrufezeichen am Seitenrand: Auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung, immer.

Gelesen: Mehr als nur Kohle. Die Süddeutsche Zeitung zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet mit einer treffenden Zusammenfassung der Situation in meiner Region.

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. jpr sagt:

    Was sich nun, Ende Dezember, einstellt, ist das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin mit dem Leben, das ich mir ausgesucht habe.

    Ich weiss, was Sie meinen: Diese Mischung unterwegs und doch angekommen zu sein – das ist ein hervorragender Zustand und es ist grossartig zu hoeren, dass Ihr Sprung keinen Fallschirm brauchte, sondern zum Segelflug wird. Auf (mindestens) ein weiteres Jahr damit!

    1. Vanessa sagt:

      „Unterwegs und doch angekommen sein“ – das trifft es gut.

    1. Vanessa sagt:

      Danke für den Link!

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