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Donnerstag, 15. November

Nachdem die Überschrift des gestrigen Blogeintrags, die immerhin aus zwei Wörtern und einer Zahl besteht, zwei Flüchtigkeitsfehler enthielt, habe ich mich bei der heutigen Überschrift sehr konzentriert.

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Ein Frühstück im Hotel am Düsseldorfer Flughafen ist illuster. Ich hätte noch zwei Stunden dort sitzen und das Publikum beobachten können: arabische Geschäftsleute, die sich selbst bedienen, wo es keine Selbstbedienung gibt; sylteske Individualreisepaare mit loriotesken Beziehungsausprägungen; nicht näher zuzuordnende Männern in Muskelshirts, die Eiweißomeletts mit Sekt frühstücken. Ich werde dort noch einmal hin müssen.

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Nach dem Frühstück bin ich zur Messe gefahren, wo der 41. Deutsche Krankenhaustag stattfand, auf dem ich zum Thema „Geschichtenerzählen“ gesprochen habe.

Vor mir haben Sascha Lobo, Christian Müller und Anja Lüthy geredet, jeweils mit sehr guten Vorträgen. Sascha schlug den Bogen von Biotechnolgie zu gesellschaftlichen Fragestellungen und war beeindruckend bewandert in Medizintechnologie. Christian hat sich mit Zielgruppen für soziale Einrichtungen beschäftigt. Bei ihm habe ich gelernt, dass es inzwischen digitale Sinus-Milieus gibt; das war an mir vorbeigegangen. Anja Lüthy hat sich mit digitalem Recruiting beschäftigt und lauter Apps vorgestellt, die ich nicht kannte, unter anderem Jodel.

Weil ein paar Leute auf Twitter gefragt haben: Ich bereite die Inhalte meines Vortrags beizeiten mal in einem Beitrag auf.

Es ist ja mitnichten so, dass ich immer total routiniert und cool bin; das macht vielleicht den Eindruck, jedenfalls wird mir dieser Eindruck zugetragen, ist aber anders. Ich mache mir vor Terminen regelmäßig ins Hemd, weil ich, seit ich selbstständig bin, ständig Dinge tue, die ich noch nie vorher gemacht habe. Also … schon irgendwie gemacht, aber jeder Kunde ist ja individuell, und ich bin mir dann immer nicht sicher, ob es so passt, wie ich es mir denke und wie ich es vorbereitet habe und überhaupt: Es gibt halt immer Unwägbarkeiten. Mir ist in meinem Kopf dann schon klar, dass ich das kann und dass ich das gut machen werde. Mein Bauch denkt jedoch: „Aaaaaaaah! Wie bin ich hier hineingeraten?! Fuckingshitaaaaaaaah!!1!11!!!“

Bevor’s dann wirklich losgeht, überkommt mich zum Glück immer eine tiefe, innere Ruhe. Meine Vermutung: Vielleicht ist das die gleiche Ruhe, die ein Mensch vor seinem Tod fühlt – in diesem Moment, in dem eh alles zu spät ist.

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Anschließend fuhr ich zum Nordpark und habe mit Franzi eine Waffel gegessen und übers Selbstständigsein und all so’n Zeugs geschnackt.

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Ich habe ein Gemälde gekauft: Surfer Boys von Sonja Neumann.

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Frau Irgendwas ist immer sagt:

    Natürlich würde ich auch gerne was über Ihren Vortrag hören bzw lesen … noch mehr interessiert mich aber, wieso und warum und überhaupt genau dieses Bild? *nein, ich bin nicht neugierig, überhaupt nicht*
    Schon mal ein schönes Wochenende!

    1. Vanessa sagt:

      Warum dieses Bild? Mmmh. Weil ich ingermaßen manierlich darauf aussehe und nicht gerade den Mund aufhabe, weil ich ein Wort mit O sage oder sowas. Und weil im Hintergrund was Sinnvolles zu sehen ist.

  2. Susan sagt:

    Ich glaube, die Frage nach dem Bild bezog sich auf das Gemälde. :)

    1. Vanessa sagt:

      Ach so, ich hatte mich auch schon gewundert.

      Dann hier noch eine Antwort: Ich hab’s während einer Veranstaltung gesehen und fand es sofort toll – die Farben, das Motiv mit dem Wasser, den Pinselstrich, die Spiegelungen. Ich habe mir gedacht: Wenn du irgendwann mal Geld frei hast, dann kaufst du es. Habe ich jetzt gemacht.

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