Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

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Willkommen im Kännchen-Blog! Nehmen Sie sich einen Keks und schauen Sie sich um. Wenn Sie mögen, besuchen Sie die Verkaufstheke und wählen Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Texten.

Sonntag, 16. September

Ein letztes Mal Schwimmen an der Sonne: lockere 2.000 Meter, in denen ich einen tollen Rhythmus fand. Tschüß, Freibad. Wir sehen uns in 2019 wieder.

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Lasst den Wald stehen!

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Haushaltsabzeichen in Gold: Fenster geputzt. Balkon herbstschön gemacht. Terrasse herbstschön gemacht. Tomaten für die letzte Ernterunde gestutzt. Gemüse geerntet.

Letzte Ernte: 1 Kürbis, 4 Zucchini

Wäsche gewaschen. Risotto gekocht. Apfelkuchen gebacken.

Apfelkuchen mit Knusperdeckel

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Gelesen: Why Your Cardiologist Should Ask About Your Love Life. Der wissenschaftlich nachgewiesene Zusammenhang zwischen emotionaler Befindlichkeit und Herzerkrankungen.

Gelesen: Warum Hitler bis heute die Erziehung von Kindern beeinflusst. Interessante Forschungsergebnisse zu Erziehungsmustern, die Menschen unnahbar, sprachlos und unfähig machen, Nähe zuzulassen – bis hin zu Depressionen. Interessant auch die Hinweise auf einen Übergang ins Erbgut.

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Weitere Bruchstücke aus 1.000 Fragen (Teil 1, Teil 2, Teil 3):

Würdest du gern wieder in einer Zeit ohne Internet leben?

Ich bin ja nun eine ganze Zeit ohne Internet aufgewachsen, genau genommen die ersten 19 Jahre meines Lebens. Auch die nachfolgenden sechs, sieben Jahre waren eher dünn, was Internet angeht. Es kam ein bisschen Internet aus dem Modem, irgendwann gab es auch eine Flatrate, aber insgesamt war das Thema „Internet“, zumindest privat, überschaubar.

Beruflich hatte ich schon früh mit dem Internet zu tun, so etwa ab 1999. Da habe ich angefangen, für Verlage Webseiten aufzubauen. Mein erstes Smartphone hatte ich 2011, im zarten Alter von 33. Viel eher gab’s ja auch keine.

Heute frage ich mich oft, wie das alles ohne Internet ging. Dieses viele Wissen, das im Netz steckt – wo war es früher? In der sauerländischen Stadtbibliothek vielleicht, wo ich mir Buch um Buch und zur Schullektüre die Sekundärliteratur ausleihte. Damals verabredeten wir uns für einen Termin in zwei Wochen, es wurde dann auch nicht mehr nachgefragt, es wurden keine Nachrichten geschickt, sondern nach zwei Wochen war man einfach zum verbredeten Zeitpunkt am verabredeten Ort, ohne auf dem Weg zu schreiben, dass man zehn Minuten später kommt, eine verrückte Welt. Es gab Telefonketten, wenn das Training ausfiel. Im Auto lag der Reiseatlas. Wenn man selbst fuhr, musste man sich den Weg vor Fahrtantritt ansehen und merken. Musik kam von der Kassette. Wenn mir langweilig war, schaute ich im Fernsehen „Ein Heim für Tiere“ oder „Tele Illustrierte“ oder schlief.

Es ist heute nicht alles besser, aber das Leben mit Internet ist sehr viel besser als das Leben ohne. So viel mehr Wissen, so viel mehr Austausch – und so viele Menschen, die dadurch in mein Leben gekommen sind.

Welchen Wochenendtrip oder welche Kurzreise hast du gerade geplant?

Ich reise bald zum Barcamp nach Dangast. Im November bin ich auf dem agiLE-Barcamp in Leipzig. Sonst gibt’s keine Pläne.

Bist du ein Landmensch oder ein Stadtmensch?

In den vergangenen 20 Jahren habe ich nur in Städten gelebt, aber eigentlich mag ich es auch gemütlich. Hier in Dortmund lebe ich hauptsächlich in meinem Stadtteil, also in einem eher kleinstädtischen Milieu. Das finde ich sehr schön. Ich würde also sagen, dass ich ein Kleinstadtmensch bin.

Was bedeutet Freundschaft für dich?

Freundschaft kommt aus dem Hintergrund. Zwei Menschen mögen sich. Etwas beginnt zu wachsen, ganz ohne Knall und Ekstase. Freundschaft verbindet durch Zuneigung und Verständnis und ist intim, ohne körperlich zu sein. Freundschaft ist ein beiderseitiges Versprechen, ist Loyalität und Verlässlichkeit. Sie rechnet nicht gegeneinander auf und besteht unabhängig von Zeit und Distanz.

Welche Stadt im Ausland würdest du gern besuchen?

Ich halte es mit der Einfachheit und mag es, im Gewöhnlichen nach dem Schönen zu suchen. Deshalb besuche ich weniger Städte, sondern eher Landstriche, und bin ziellos. Städtereisen sind okay, aber ich mag sie immer weniger, denn Städte sind voll, da möchte ich mich nicht einreihen, das ist mir zu anstrengend. Wenn ich in Städte reise, dann heißt die Stadt Tartu, Odziena oder  Pitigliano.

Gehst du gelegentlich auf einem Friedhof spazieren?

Sehr gerne.

Wie viel gibst du maximal für eine gute Flasche Wein aus?

Der meiste Wein, den ich kaufe, liegt zwischen 6 und 20 Euro pro Flasche.

In welchem Meer bist du zuletzt geschwommen?

Diese Frage hat bei mir zartes Entsetzen ausgelöst. Denn tatsächlich ist es wohl fünf Jahre her, dass ich zuletzt in einem Meer geschwommen bin. Es war 2013 im Mittelmeer, auf Zypern.

Kochst du oft Fertiggerichte?

Nachdem ich vor 21 Jahren den Auszug aus meinem Elternhaus mit einem feierlichen Ein-Jahresprogramm begangen habe, das im Wesentlichen aus Fertigpizza, Fertiglasagne und Instant-Kartoffelpüree bestand und bei dem ich einen Geschmacksverstärker-Overkill erlitt, bin ich dazu übergegangen, selbst zu kochen. Heute verwende ich manchmal Tiefkühlgemüse, aber ansonsten lebe ich ziemlich frei von Convenience Food.

Was ist dein Schönheitsgeheimnis?

Mein Entschluss, glücklich zu sein.

Wie schön schreibst du noch mit der Hand?

Handschriftlich: Diese Frage müssen Sie sich selbst beantworten.

Wer sollte dich spielen, wenn man dein Leben verfilmen würde?

Alwara Höfels

Kommentare

7 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Herbstschön … mein Wetterbericht verspricht mir für diese Woche noch mal 27° und mehr … Herbstschön? Vielleicht/bestimmt dann nächste Woche.

    1. Vanessa sagt:

      Die Blumentöpfe hatten Herbst. Ich habe noch keinen Herbst. Aber um mich ging’s ja nicht.

  2. Franziska sagt:

    Darf ich mir was wünschen? Da ich gerade eine ähnliche Anzahl von Zucchinis zuhause habe – verrätst du mir dein Lieblingsrezept?

  3. Oecherin sagt:

    Mir träumte, ich hätte das Rezept zu diesem Apfelkuchen hier irgendwo gelesen. Oder bin ich nicht sehr gut im Finden?

    1. Vanessa sagt:

      Ich möchte nicht unhöflich sein, aber letzteres. Hier isses.

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