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Donnerstag, 3. Mai

Viel mit Mediation beschäftigt (Medi-a-tion, nicht Medi-ta-tion, Verwechslungsgefahr). Von Freitag bis Sonntag ist das erste von zwei Präsenzseminaren meiner Weiterbildung. Es geht ums Vermitteln, Konfliktlösen, Interessenübersetzen.

Mindmap Mediation: Ablauf, Prinizipien, Projekte, KOmmunikation, Verhandeln, Konflikte

Auf der Mindmap stehen nur die Sachen, die für mich relevant sind. Den juristischen Kram habe ich weggelassen. Ich werde demnächst noch einmal ausführlicher darüber schreiben, besonders über die neurologischen Ebenen der Veränderung und die verbundene Fragen.

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Mit tiefer Erschütterung habe ich Vorkommnisse in der sauerländischen Heimat verfolgt: Trecker-Truppe randaliert bei McDonald’s! Ich zitiere aus dem aufwühlenden Bericht über die verrohte Landjugend:

Als die Gruppe das Lokal betrat, hob ein Jugendlicher aus der Gruppe einen Blumenkübel hoch und ließ diesen aus etwa eineinhalb Metern Höhe auf den Boden fallen, wodurch der Kübel beschädigt wurde. […]

Nach der Essensbestellung entfernte sich die Gruppe auf vier Treckern in Richtung Ostsümmern.

Danke, Merkel!!1!!11

Der Heimatfunk hat mir außerdem geflüstert, dass es im Swingerlub gebrannt habe. Man munkelt, die Freiwillige Feuerwehr sei trotz überschaubaren Brandgeschehens vollzählig vor Ort gewesen. Pflichtbewusste Truppe.

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Mit einer Mischung aus Irritation, Befremden und Amusement habe ich die Debatte um die Bundeswehr bei der re:publica verfolgt. Mehr dazu bei Thomas Wiegold, Sascha Stoltenow und bei Meedia. Ich selbst finde es inhaltlich bedauerlich, dass es keinen gemeinsamen Diskurs auf der re:pblica unter Beteiligung der Bundeswehr gibt; da gäbe es viel zu bereden und ich bin mir sicher, dass sich eine hochwertige Auseinandersetzung ergeben würde. Auf beiden Seiten sitzen meinungsstarke und reflektierte Menschen. Politisch und demokratisch ist es hingegen begrüßenswert, dass eine private Veranstaltung sich ihre Gäste aussuchen darf und keine Staatsorgane behebergen muss, wenn sie es nicht möchte.

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Gelesen über den Lumos-Fahrradhelm, der mit der Apple-Watch gekoppelt ist, Handgesten deutet und beim Abbiegen blinkt.

Gelesen über die Firma WD-40, die das gleichnamige Kriechöl herstellt, mit dem man Türzargen und alles Mögliche schmiert. Gelernt: Die 40 im Namen kommt von den 40 Versuchen des Erfinders, das Richtige zu kreieren.

Gelesen über die Neurologische Intensivstation der Charité Berlin (€), die Ärzte, die dort arbeiten, und ihre Gefühle.

Gelesen, wie Bushido, der jetzt in Kleinmachnow lebt, seine Nachbarn zu einer Gesprächsrunde trifft. Ich sach‘ ma: ein bisschen eigenwillig isser, der Herr Rapper, aber es gibt sicherlich schlechtere Nachbarn. Es ist jedenfalls ziemlich ausgeschlossen, dass Bushido sich darum schert, ob Nachbarin Hösl den Müll korrekt trennt.

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Stör sagt:

    Als Soldat mit über 20 Jahren Dienstzeit auf dem Buckel, habe ich nich schon sehr über diese Aktion gewundert. Insbesondere über die geschriebene Zeile „Bundeswehr protestiert“. Ich glaube nicht, dass man als Staatsorgan das Recht hat zu protestieren. Personalwerbung ist wichtig, aber nicht um jeden Preis auf jeder beliebigen Veranstaltung. Und erst recht nicht wenn ein privater Veranstalter dies auf seiner Veranstaltung nicht möchte. Das ist unseriös. Durch diese trotzige Aktion zeigt die Bundeswehr wie groß ihr Problem der Personalgewinnung ist.

  2. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Danke für den WD-40 Artikel, gehe mal die Dose sanft streicheln … ist schon genial das Zeug.
    @stör
    Zu was brauch‘ die Buneswehr noch Personal?
    Piloten können nicht fliegen … andere haben keine Panzer … U-Boote gibt es auch nicht … wahrscheinlich müssen die Kampftaucher ihre eigene Badehose mitbringen …
    Da stimmt hinten und vorne so ziemlich alles nicht, die Aktion bei der re:publica ist wieder ein Puzzelstein mehr.

  3. Alexandra sagt:

    Ich war noch nie auf der re:publica und habe auch, ehrlich gesagt, noch keine Vorstellung davon, was für eine Art von Veranstaltung das eigentlich ist.

    Aber zuvorderst hat der Gastgeber Hausrecht, denke ich, ungeachtet der Kriterien, nach denen er davon Gebrauch macht.

    So kann die innere Diskussion (die der Kriterien) erst stattfinden, wenn die äußere – die des indirekten Verstoßes durch den vom Hausrecht nicht berührten „Protest“ vor der Tür – „durch“ ist.

    Wobei ich es irritierend finde, dass mit dieser „Protestaktion“ die Rollen quasi vertauscht sind.

    Andererseits darf der Veranstalter sich wenigstens fragen lassen, ob Toleranz, die keine Uniform duldet, wirklich eine ist …

    Ja, verwirrend. Und von mir nicht zu beurteilen, nur zu betrachten und zu durchdenken.

  4. jpr sagt:

    Bei mir hat ja vor allem die feine Unterscheidung im ersten Absatz dazu gefuehrt, dass ich prompt immer das falsche Wort lese, aber so funktioniert es dann wohl, das Hirn.
    Die Heimatnachrichten sind natuerlich schon erschuetternd, so waeren wir niemals gewesen, erstaunlicher finde ich aber, dass es ein offizielles Swinger-Etablissement gibt, ich haette eher angenommen, dass man sich hier halt jeweils in einer benachbarten Scheune trifft, aber da maag der Stadtkind-Blickwinkel sprechen (es wuerde einfach besser zur Trecker-Gang passen).

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