Draußen nur Kännchen
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Willkommen im Kännchen-Blog! Nehmen Sie sich einen Keks und schauen Sie sich um. Wenn Sie mögen, besuchen Sie die Verkaufstheke und wählen Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Texten.

Montag und Dienstag, 16. und 17. April

Deadlines, welch freudiger Quell der Motivation.

Aufgaben für diese Woche: Zwei Vorträge vorbereiten, zwei Seminare vorbereiten, ein Konzept abgeben und eine große Kiste voller Kleinzeug erledigen. Ich bin mit allem spät dran. Aber es ist noch nichts verloren!

Am Samstag bin ich als Referentin beim Matchday des start2grow-Gründerwettbewerbs und halte dort zwei Vorträge für Gründerinnen und Gründer:

  1. Wie kommuniziere ich mein Unternehmen? In 10 Schritten zu einer guten Außendarstellung
  2. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für erklärungsbedürftige Produkte

Nummer Eins habe ich fertig. Falls Ihnen Beispiele für Nummer Zwei einfallen, wer ein kompliziertes Produkt gut verkauft: Gerne kommentieren!

*

Zur Vorbereitung unseres Montagsseminars habe ich mich heute Vormittag mit meiner Dozentenkollegin getroffen. Sie erinnern sich: Montags ist die Veranstaltung am Institut für Journalistik zu den Bildungs- und Karrierewegen, wir produzieren journalistische Beiträge. Beim gemeinsamen Frühstück haben wir die nächsten zwei Sitzungen geplant. Das ging Hand in Hand, Laptop, Kaffee, frische Brötchen, ganz wunderbar, ich liebe diese Art zu arbeiten. Ziel des kommenden Montags wird es erstmal sein, das Thema weiter einzugrenzen, festzuzurren, Beitragsthemen zu vergeben und das Projektmanagement in Studierendenhände zu übergeben. Das wird wieder sehr interaktiv.

Die geschätzte Kollegin, im Zweitleben beim ZDF, hat mich überraschend beschenkt. Große Mainzelfreude!

Mainzelmännchentasse vor Mainzelmännchentüte

Ich stelle mehr und mehr fest, dass es sehr vorteilhaft ist, über den Geburtstag wegzufahren. Ich bekomme sukzessive Geschenke und befinde mich in kontinuierlicher Endorphinausschüttung.

Von anderer Seite habe ich diese Woche Socken bekommen. Ja, lachen Sie ruhig! Ich habe sie mir ausdrücklich gewünscht, denn seit geraumer Zeit herrscht hier Sockennotstand, und gute Socken sind einfach unerhört teuer, wenn man bedenkt, wie viele man von ihnen braucht, um unter Einbezug auch nur minimaler Farbvarianz maximale Sockenzufriedenheit und -verfügbarkeit in Qualität und Quantität zu empfinden.

An alle Freunde, die mitlesen: Partytermin ist auserkoren und kommt.

*

Blume im Garten. Ich stelle mir ihre Evolution so vor, dass Gott mit einer Flasche von dem guten Roten und einem Eimer Ton auf dem Balkon saß und dachte: Eine mach‘ ich noch vorm Insbettgehen!

Plümchen

*

Gelesen: Why Instagram Is the Worst Social Media for Mental Health – über psychischen Stress, den junge Menschen in sozialen Netzwerken empfinden. Unbenommen der Tatsache, dass soziale Netzwerke psychischen Stress sicherlich verstärken, wenn man nicht gefestigt ist, möchte ich einige Dinge anmerken:

Auch ohne Social Networks emfpand ich Teenagersein als fürchterlich anstrengend. Zum Glück gab’s damals noch keine sozialen Netzwerke. Es wäre alles noch grauenhafter gewesen. Texte, die das Thema behandeln, suggerieren meist von ein einfaches Ursache-Wirkung-Schema: psychischer Stress, Mobbing, sozialer Vergleich – alles schlimm dank Instagram. Das Vergleichen mit Anderen, das Unterdruckgesetztfühlen war und ist allerdings auch ohne soziale Netzwerke da.

Mir fehlt bei der Debatte die Ausgewohnheit, mir fehlen die positiven Aspekte, die es neben den negativen ja auch gibt: Dass Andere aus ihrem Leben posten, empfinde ich zum Beispiel als entspannend. Ich freue mich über die Einblicke, denn sie zeigen mir: Joaa, alles genauso unaufregend wie bei mir. Wenn ich mal ein gelungenes Foto von mir online stelle und Andere das auch gelungen finden, nimmt das kein Selbstbewusstsein, sondern gibt welches.

Weil ich Instagram intimer als andere Netzwerke empfinde, habe ich einen geschützten Account, zu dem ich nach meinen Regeln Leute zulasse. Bei dem geschützten Account geht es mir vor allem darum, dass Fremde und Geschäftspartner, die nichts mit Instagram am Hut haben und die Gepflogenheiten und die Tonalität des Netzwerks nicht kennen, nicht einfach die URL aufrufen und meine Bilder sehen können. Entsprechend lasse ich zwar viele Leute zu, aber eben nicht alle.

Kommentare

16 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Lena sagt:

    Schade, ich wäre dir bei Instagram sehr gerne gefolgt. Leider hattest du damals meine Anfrage nicht bestätigt. Vor allem auf weitere Italien Bilder hätte ich mich sehr gefreut. Leider bin ich selbst bei Instagram nicht aktiv, da ich nicht so der Typ bin, mich im Netz zu zeigen. Dafür bin ich allerdings ein reger Follower. Aber mir ist auch klar, dass ein leerer Feed andere nicht dazu einlädt mich als Follower zuzulassen. Dafür freue ich mich eben umso mehr, dass hier wieder reger Betrieb herrscht :-)
    Viele liebe Grüße aus dem schönen Land zwischen den Meeren

    1. Vanessa sagt:

      In dem Fall einfach nochmal eine Anfrage stellen und eine kurze Mail schreiben. Oder eine Twitter-DM. Dann kann ich das einordnen und dann passt das.

      Es wäre hilfreich, wenn Instagram Anfragende eine kurze Nachricht zur Anfrage schreiben ließe. Wäre mal eine Idee für eine Funktionserweiterung.

  2. Birgit sagt:

    Die Mainzelmann-Tasse ist nett – aber es geht doch nichts über die „originalen“ von Wolf Gerlach.

    1. Vanessa sagt:

      Ich freu mich über diese Mainzeltasse. Und über die Mainzeltüte. Und überhaupt. Ich bin einfach sehr gut im Freuen.

  3. Line sagt:

    Liebe Frau Nessy, diese Frage drängt sich mir gerade auf:
    Gott – Rotwein – Eimer Ton : Passiflora, selbstgezüchtet?

    1. Vanessa sagt:

      Geschenkt bekommen, selbst eingepflanzt und selbst gegossen.

  4. Alexandra sagt:

    Die Evolution dieses Posts stell‘ ich mir so vor, dass Vanessa mit einem Glas von dem guten Roten (aus Italien selbst mitgebrachten) am Laptop saß und dachte:“Eins texte ich noch vorm Insbettgehen!“. Schön wie eine Blume – echt jetzt!

    1. Vanessa sagt:

      Die Evolution des Beitrags basierte im Wesentlichen auf der Prokranistation von Arbeit. Oder, formulieren wir es anders: auf einem Moment der Zerstreuung bei einem Becher Milchkaffee.

    2. Alexandra sagt:

      Vielleicht ein bisschen „Mrs. Last Minute“, so wie ich … ?

  5. Jungsmama sagt:

    Oh, der erste Satz! Den sollte ich mir neben den Schreibtisch hängen. Hab ihn heute Abend noch getestet …

    Zu Vortrag Nr. 2.: Habe heute bei brandeins einen Beitrag über Wilo und deren Marketingstrategie gelesen. Marketing für ein unsichtbares Produkt aus Dortmund.

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/marketing/wir-sind-die-mit-den-pumpen

    LG

    1. Vanessa sagt:

      Das habe ich zufällig gestern auch gesehen. Die Fragestellung „Wie kommuniziere ich ein erklärungsbedürftiges Produkt?“ ist zweiten Grades verwandt mit der Frage „Wie verkaufe ich ein unsexy Produkt?“ Denn nichts gegen Pumpen – aber Stracciatella-Eis, Sofas und sogar Handrührgeräte wecken einfach mehr Gefühle in mir.

  6. flyhigher sagt:

    Socken! Ein Endlosthema. Das fängt schon damit an, dass sie meine Lieblingssocken, die ich bis vor etwa 10 Jahren getragen habe, auf einmal nicht mehr produzierten. Die Nachfolger sind gut, aber nicht soooo gut. Das geht damit weiter, dass ich nahezu ausschließlich schwarze Socken besitze. 16 Paar an der Zahl. Damit ich 2 Wochen locker über die Runden komme. Nun sind die 16 Paar aber nicht gleichzeitig gekauft, und waschen sich daher unterschiedlich stark aus. Und der Sockenproduzent dürfte öfter mal das Gewebe ändern. Denn da unterscheiden sie sich auch. Obwohl ich jedes Mal die gleichen Socken kaufe. Das macht beim Wäsche aufhängen nach dem Waschen eine gefühlte Ewigkeit, diese Socken wieder halbwegs so zusammen zu sortieren, dass es passt. Passen tut es trotzdem nicht. Socken. Eine Endlosthema!

    1. Vanessa sagt:

      Zur Sockensortierei: Ich benutze Sockenklammern, und diese kleine Erfindung hat mir inzwischen viele Stunden wertvoller Lebenszeit geschenkt. Kaufen Sie Sockenklammern, wirklich – es wird Sie glücklich machen. Gibt es in Schuhgeschäften oder im Internet. Man steckt die Socken paarweise zusammen, kann sie so waschen und aufhängen und muss nichts mehr auseinandersuchen. Dem Menschen, der sich das ausgedacht hat, gebührt ein Verdienstkreuz.

      Ich habe jetzt Falke-Socken geschenkt bekommen und bin schwer begeistert. Tolles Tragegefühl. Es lohnt sich halt doch, Geld zu investieren.

  7. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    @line
    Ja, auch ich habe mir diese Frage gestellt.
    Und außerdem noch, hat Frau Nessy dieses Schmuckstück vielleicht sogar im Garten, gut eingewachsen und liebevoll verpackt, über den Winter bekommen?
    Meine Passiflora, zwar gut eingewachsen aber leider so gar nicht liebevoll verpackt, hat den Winter nicht überlebt.

    1. Vanessa sagt:

      Keine Überwinterung. Ich habe sie geschenkt bekommen. Sie wohnt erst seit zwei Wochen bei mir.

  8. Frau Pappelheim sagt:

    Oh ich danke dir für deine Einordnung von Instagram! Zwischen der Großen Noch-Kein-Teenie-Tochter und mir gibt es da immer wieder Reibereien, auch, weil ich schlicht Angst habe. Aber du hast Recht: dabei vernachlässigt man die positiven Aspekte, die es eben auch hat.

    Liebe Grüße,
    Frau Pappelheim

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