Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

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Samstag und Sonntag, 20. und 21. Januar

21. 01. 2018  •  2 Kommentare

Mein glamouröser Samstag: Altpapier, Altglas, aufräumen, abhängen. Turnen im Fitti mit guter Performance nach zwei Wochen Pause.

Spaßig ist es dieser Tage, wenn Diegutenvorsätze™ auf dem Crosstrainer neben mir turnen, wenn sie zu mir rüberschielen und bemerken, dass ich auf Stufe Zwölf strampel und sie auf Stufe Vier. Sind Diegutenvorsätze™ männlich, stellen sie gerne ihren Crosser ebenfalls auf Zwölf. Was die dicke Frau kann, können sie schließlich auch. Ein paar Minuten lang funktioniert das ganz gut, dann beginnt’s neben mir zu schnaufen, wird arthythmisch und danach ist’s auch schon genug mit dem Aufwärmen.

Ebenso viel Spaß an den Geräten: An denen bin ich ganz gut unterwegs; ich mach das seit mehr als zehn Jahren und bin ohnehin ein Typ Mensch, der gut Muskeln aufbaut. Seit der Bildungsbandscheibe 2013 trainiere ich besonders Bauch und Rücken; da kommt dann schon ein bisschen Gewicht ins Spiel, 50 Kilo bei den Crunches zum Beispiel, das ist für den Anfang nicht zu empfehlen. Wenn ich dann aufstehe, und Diegutenvorsätze™ übernehmen das Gerät, entblößen sie sich meist nicht, das Gewicht herunterzustellen.

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Abends Neujahrsempfang des Round Table Dortmund. Angenehme Veranstaltung in angenehmer Gesellschaft mit gutem Essen. Da ich gefahren bin, leider ohne Gin Tonic.

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Am Sonntag Feindbeobachtung. Denn nächste Woche: Showdown der Hinrunde in der Handball-Kreisliga. Die Kalendergirls, derzeit Tabellenzweiter mit 20:0 Punkten, spielen gegen den Tabellenersten, ebenfalls 20:0 Punkte. Wäre dieser Blogbeitrag ein Samstagabendfilm, käme jetzt dramatische Musik.

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Ich bin ja nicht so im Thema, aber es gibt offenbar Schnuller, die im Dunkeln leuchten. Beetlebum hat diese Leuchtnuckisache ver-comict.

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Via Sven: Bei WhatsApp gibt es demnächst Unternehmensaccounts.

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Ich bin nun Weiterbildungsstudentin an der Fernuniversität Hagen und freue mich darauf, wieder an einer Uni etwas zu lernen. Die Fortbildung heißt „Mediation kompakt“, und es wird darum gehen, Konflikte zu erkennen und sie zu moderieren. Also alles, was Eltern von Geschwisterkindern ohnehin können. Am Samstag habe ich die Unterlagen bekommen.

Lernmaterial Mediation

Ich mache das bereits im Arbeitsalltag, denn die Herausforderung taucht immer wieder in unterschiedlichen Formen in Beratungsaufträgen und Workshops auf. Ich habe allerdings für mich erkannt, dass ich noch Luft nach oben habe, auch wenn die Kunden zufrieden sind.

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Friederike hat die Vogelfutterstation gekillt. Das Eichhörnchen hat bereits vor Monaten sehr robust allen Zierrat entfernt, nun sind auch der Haken und die Sitzstangen abgebrochen. Doch noch ist nicht aller Tage Abend: In den Baum geklemmt, macht sie noch ihren Job.

Vogelfutterstation im Kirschbaum

Die Vögel sind ohnehin wenig am Design interessiert. Sie kümmern sich mehr um den Inhalt.

Freitag, 19. Januar

20. 01. 2018  •  2 Kommentare

Den Tag habe ich mit einem beruflichen Blogbeitrag begonnen: Wie Sie als Führungskraft positiv mit der eigenen Unsicherheit umgehen. 

Sogleich habe ich die Frage bekommen: „Und was mache ich als Mitarbeiter, wenn mein Vorgesetzter unsicher ist?“ Darüber gibt’s dann demnächst einen Text.

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Den Großteil des Tages am Newsletter rumgedengelt. Denn ab der kommenden Woche möchte ich einen Newsletter anbieten, den ich einmal im Monat verschicke. Es wird um Veränderung, Führung, Team und Kommunikation im Unternehmen gehen – und manchmal auch außerhalb. Die Anmeldeseite geht alsbald online.

Obwohl es für alles Vorlagen gibt, ist es erstaunlich, wie viel Zeit man damit verbringen kann, Dinge schick zu machen. Natürlich den Newsletter selbst, aber auch die Bestellseite (danke an Christian für die spontane Unterstützung), die Abbestellseite, die E-Mail mit dem Bestätigungslink, die Double-Opt-In-Seite, die Danke-fürs-Bestellen-Seite, die Seite mit dem Newsletterarchiv, die Updateseite fürs persönliche Bestellprofil undsoweiterundsofort.

Dann habe ich ein paar Testanmeldungen gemacht, mir Testmails geschickt und natürlich jedesmal Unschönheiten entdeckt, zum Beispiel die Linkfarbe im Footer oder Texte, die automatisch generiert werden und nicht optimal waren. Da bin ich ja dann ein Korinthenkacker. Und immer noch ändert sich im mobilen Design im zweiten Textblock von Zauberhand die Schriftgröße, WARUM DENN BLOß HERRGOTTNOCHMAL!

//*seufzt leise

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Neues von meiner Namensvetterin und E-Mail-Doppelgängerin: Sie hat eine Absage auf ihre Bewerbung bekommen. Ich habe freundlich geantwortet, dass ich die falsche Vanessa sei, habe kurz meinen beruflichen Hintergrund erklärt und angeregt, doch mal einen Blick auf meine Website zu werfen. In Liebesromanen entstehen auf diese Weise jahrelange, innige Freundschaften.

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Abends Handball und Sushi.

Sushi

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Zum Ausklang:  Tiere, die aussehen wie Plattencover (via Dennis).

 

Donnerstag, 18. Januar

18. 01. 2018  •  9 Kommentare

Ein Tag im Zeichen des Sturms.

Am Vormittag bin ich zu wenig gekommen, denn ich war sehr damit beschäftigt, umherfliegende Gegenstände einzusammeln, damit sie niemandem den Kopf abhacken. So gegen 11 Uhr fing es an, kräftig zu winden, und als ich um 12 Uhr vom Schreibtisch aufblickte, flog der Gartenstuhl meiner Nachbarin am Wohnzimmerfenster vorbei. Einige Zeit später liefen mir eine Sonnenliege und ein Insektenhotel zu. Ich lagerte alles im Wohnzimmer, enterte den Balkon der Nachbarin und verkeilte dort alles, was nicht niet- und nagelfest war.

Im Garten das Gleiche: Ich sicherte den umherfliegenden Deckel einer Regentonne, ein Vogelhäuschen, Blumentöpfe und eine Gießkanne, das meiste davon zugeflogen. Eine Dämmplatte entwischte mir in die Nachbarschaft. Außerdem holte ich dieses scharfkantige Teil rein, das der Wind mit Schwung in meinen Rasen gerammt hatte:

Windfundstück: scharfkantiges Blech

Das sind dann wohl die Gegenstände, deretwegen man zu Hause bleiben soll.

Später, und darauf bin ich ein bisschen stolz, fischte ich, auf dem Balkon stehend, mit ausgestrecktem Arm eine Weber-Grill-Abdeckung aus der Luft. Alle Gegenstände sind inzwischen wieder bei ihren Besitzern – mit Ausnahme des Blechteils. Von ihm weiß ich nicht, wo es herkommt.

Es war also ein ganz munterer Morgen, übrigens auch in meiner Heimatstadt.

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Beim Frühstück hatte ich kurz Augenzucken wegen des aktuellen DAK-Gesundheitsmagazins:

Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll.

Oder doch: Es geht nicht um diese eine Textpassage. Es geht um das Denken und die Strukturen, in denen solche Texte entstehen; um die Leute, die an einem Kundenmagazins beteiligt sind, und um ihre Haltung – Marketingleitung und verantwortliche*r Redakteur*in, umsetzende Agentur, Autor*in, Lektor*in, das ganze Konstrukt, beide Unternehmen. Ich weiß übrigens nicht, was ich gruseliger finde: das Frauenbild der dienenden Hausfrau oder das Männerbild des unselbstständigen Idioten.

Die DAK hat am Nachmittag auf Twitter geantwortet.

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(Erneut) über das Interview mit Scheidungsanwältin Helene Klaar gestolpert, das gute Gedanken enthält, zum Beispiel:

Ich bin überzeugt, dass die 40-Stunden-Woche viel dazu beiträgt, dass die Menschen unzufrieden sind. Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.

Außerdem nimmt Frau Klaar kein Blatt vor den Mund, wenn sie über den häufigsten Scheidungsgrund spricht: das zweite Kind.

Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein. […] Ich habe ja selbst zwei Kinder. Das erste Kind war schwierig und anstrengend. Wenn Besuch kam, hat einer von uns das brüllende Kind herumgetragen, der andere hat die Gäste charmant unterhalten. Als wir zwei Kinder hatten, ist jeder in einem Zimmer verschwunden, und die Gäste haben nicht mehr gewusst, warum sie da sind. Nach kurzer Zeit hatten wir einen neuen Freundeskreis: Leute, die auch brüllende Bälger hatten. Mit anderen Menschen kann man nicht verkehren in dieser Phase.

Ich besuche viele Leute mit zwei kleinen Kindern. Die Beobachtung trifft zu: Ich sitze zwischendurch alleine da. Ich finde das aber nicht schlimm; eine gute Gelegenheit, um sich zu entspannen oder, wenn gewünscht, nützlich zu machen – zum Beispiel schonmal den Nachtisch oder die Käseplatte für die Erwachsenen vorbereiten oder den Tisch ab- und die Spülmaschine einräumen. Mit guten Freunden ist man ja entsprechend vertraut; zumindest in meinem engeren Freundeskreis sind wir, was Kühlschrank und Spülmaschine angeht, nicht genierlich. Freundschaften, die es nicht aushalten, dass man als Gast mal 15 oder 30 Minuten auf sich gestellt ist – was sind das bitte für Freundschaften?

Meine Freunde kriegen übrigens nur sympathische Kinder, mit denen ich gerne Zeit verbringe. Ich verstehe nicht, warum Kinder per se als Zumutung verstanden werden. Es ist schön, wenn sie da sind, und klar – es ist auch schön, wenn sie im Bett sind. Alle Teile des Abends sind aber doch in Ordnung so, wie sie sind.

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Abends Jahreshauptversammlung der Handballabteilung. Wesentliche News:

  • Der Sportplatz kriegt eine Tartanbahn. Das hat zur Folge, dass die Spielfelder beim alljährlichen Handballfest weiter vom Bierwagen weg rücken. Raunen unter den Versammlungsteilnehmern.
  • Das vereinsälteste Mitglied der Abteilung hat sich seinerzeit erst mit 73 Jahren, nach 60-jähriger Sportlerkarriere, aus dem aktiven Handballsport verabschiedet. Ich muss sagen, das setzt mich ein bisschen unter Druck.

Mittwoch, 17. Januar

17. 01. 2018  •  16 Kommentare

Nachts um 3 Uhr tat’s einen Riesenrumms, gefolgt von Gewittergetöse. Das war bestimmt dieser „starke Knaller“ nebenan.

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Gestern schrieb ich darüber, dass ich eine Namensvetterin habe, die des öfteren meine E-Mail-Adresse angibt statt ihre. Das führt dazu, dass ich rege an ihrem Leben teilhabe.

Offenbar haben viele Menschen E-Mail-Namensvetter. Denn ich bekam zahlreiche Rückmeldungen. Zitat aus dem Kommentar von Sandra:

Meine Namensvetterin sitzt in Amerika. Ich erhalte regelmäßig Einladungen zu Kindergeburtstagen, zu denen sie und ihr Kind eingeladen sind. Letztes Jahr mit Übernachtung!

Kommentar von fxf:

Mein E-Mail-Namensvetter einer gmail-Adresse sitzt in Brasilien. Neulich hat er sich wohl für einen Volkswagen interessiert, denn ich erhalte seitdem die Newsletter von VW do Brazil. Und laut den Facebook-Aufforderungen, seine Kontakte doch freizugeben, heißt er Roberto.

Kommentar von Katharina:

Ja, bitte eine Serie über Mail Namensvetter.
Unserer bestellt Winterreifen und Schmidt Lebkuchen

Replies auf Twitter:

An dieser Stelle möchte ich kurz verweilen, denn als Frau Eeek versuchte, der Mädels-Mittagessengruppe wieder zu entkommen, ergaben sich lorioteske Szenen. Es gibt bereits Ideen zur literarischen Aufarbeitung dieser Begebenheit:

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Wie zauberhaft ist das denn! Man kann die Streufahrzeuge der schottischen Straßenmeisterei  tracken:

Schottischer Streudienst: Online-Karte

Alle Fahrzeuge haben Namen! Sir Salter Scott, Gritty Gritty Bang Bang, Frosty, The Golden Great Gritter … Jetzt bin ich verliebt in den schottischen Streudienst.

Die letzte Namenswahl erfolgte öffentlich. Das neue Baby heißt: Gritsy Bitsy Teeny Weeny Yellow Anti-Slip Machiney. Der Artikel in der Metro (via Charly) fasst die wesentlichen Ereignisse des  Doncaster Gritting World Cup zusammen.  Mehr als 40.000 Menschen beteiligten sich an der Namensgebung.

The two finals saw David Plowie beat Basil Salty with 58% of the vote, while Gritsy Bitsy won a tighter contest with 53% of the vote against Spready Mercury.

They join a line-up of gritters with puntastic names, including Brad Grit, Gritney Spears, The Subzero Hero, Mr Plow, and Usain Salt.

Names knocked out in earlier rounds of the Doncaster Gritting World Cup included Grit Van Dyke, True Grit, Rule Grittania and Salt Disney.

Wenn ehemalige Studenten einen in Zusammenhang mit schottischen Streufahrzeugen auf Facebook erwähnen und die Erwähnung so aussieht, geht übrigens die Sonne auf – für fünf Tage am Stück:

 

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Den Rest des Tages damit verbracht, die Termine der vergangenen Tage nachzuarbeiten; meinen Kunden Material bereitgestellt, E-Mails bearbeitet, Neues vereinbart, Technik bestellt und Handball geschaut. 25:25 gegen Mazedonien – wenig Ideen, unvorbereitete Abschlüsse im Angriff und eine mäßige Abwehrleistung gegen diese riesigen, kartoffelförmigen Kreisläufer.

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Zum Schluss noch eine wichtige Meldung, insbesondere für die Älteren unter Euch:
Illegales Glücksspiel! Bingo in Seniorenheimen verboten

Das ist kein Artikel des Postillon, sondern ein sehr, sehr ernste Sache.
//*guckt wichtig

 

Dienstag, 16. Januar

16. 01. 2018  •  12 Kommentare

Matt erwacht. Das Hotelzimmer war irre warm.

Das ist das zweite Hotel innerhalb von zwei Monaten, in dem es total heiß ist. Warum tun Hotels das? Warum lässt sich das nicht regulieren? In Bonn war ich in einem Hotel, das noch Rippenheizungen hatte, es aber unterbunden hat, dass man die Temperatur am Thermostat einstellt. Es war unerträglich warm. Um das Fenster dauerhaft zu öffnen, war es zu laut.

Als Hotel verkaufe ich guten Schlaf. Wie kann ich da am Wesentlichen sparen?

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Einen Workshop für Gründerinnen und Gründer im Lokaljournalismus gehalten.

Workshop

Unter anderem haben wir gemeinsam überlegt, was es braucht, um die schlechteste lokale Plattform der Welt zu starten. Darüber haben wir uns den Bedürfnissen der Nutzer*innen genähert.

Beispiel: Eigenschaft eines schlechten Angebots wäre es, immer nur ein und dieselbe Meinung oder Sichtweise abzubilden. Warum ist das schlecht? Menschen haben das Bedürfnis, überrascht zu werden, neue Perspektiven zu bekommen und etwas zu lernen.

Andere Bedürfnisse sind, Teil einer Gemeinschaft zu sein, Selbstwirksamkeit zu spüren, einfache Bedienbarkeit – und so weiter.

Workshop: schlechteste lokale Plattform

Der Verkehren ins Gegenteil hilft, Abstand von der eigenen, manchmal festgefahrenen Idee zu bekommen und sich nochmal intensiv den Bedürfnissen der potentiellen Kunden und ihrem Anspruch an mein Produkt zuzuwenden.

Danach haben wir beispielhaft zwei Fragen formuliert („Wie helfe ich den Menschen, Neues zu lernen?“ / „Wie schaffe ich Gemeinschaft?“) und entlang dieser Fragen Ideen entwickelt. So haben wir das große Vorhaben auf Teilaspekte heruntergebrochen, die die Gründer nach und nach angehen können.

Wir haben auch über Kundensegmente und mögliche Partner gesprochen, über das Erstellen von Businessplänen und über Beratungsbedarf. Die Leute haben weitere Methoden zur Ideen- und Produktentwicklung kennengelernt, die sie auch ohne mich weiter nutzen können. Am Ende hatten die Teilnehmer*innen einen Eindruck, wo sie Unterstützung brauchen und können die Startphase nun besser planen.

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Passend zum Lokal-Thema habe ich auf der Rückfahrt einen Eins-zu-Eins-Talk mit dem Dorfladenbesitzer Andreas Auer gehört. Er führt den „Ladenbergen“, also einen Laden in Bergen, einer Ortschaft im Chiemgau. Interessant, was er da alles auf die Beine stellt und mit welcher Haltung und Gemütsruhe er erzählt.

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Ich habe eine Namensvetterin, die so heißt wie ich. Sie hat eine E-Mail-Adresse beim gleichen Anbieter, allerdings ohne Punkt zwischen Vor- und Nachnamen. Das vergisst sie regelmäßig, wenn sie ihre E-Mail-Adresse angibt, und ich bekomme ihre Post. Ich war schon Teil ihrer Lerngruppe, ihrer Vorbereitungsgruppe fürs Referat und kenne einige ihrer Online-Bestellungen. Zuletzt war es lange ruhig. Nun bewirbt sie sich bei Unternehmen, und was soll ich sagen? Ich freue mich, dass die Unterlagen angekommen sind und dass es mit der Karriere vorangeht.

Montag, 15. Januar

15. 01. 2018  •  4 Kommentare

Nicht viel zu bloggen heute. Mittags Kundentermin in Heidelberg. Danach Termin im Rheinhessischen. Danach Fahrt nach Düsseldorf. Jetzt Hotel, weil morgen: Kundenworkshop.

Vielleicht wundern Sie sich, warum ich mir ein Hotel in Düsseldorf nehme, wo ich doch in Dortmund wohne und morgens fahren könnte. Der Grund ist: Wenn ich vor 6 Uhr aufstehe, bin ich absolut unzurechnungsfähig. Leider müsste ich das, um sicher pünktlich zu sein, denn der Verkehr zwischen Dortmund und Düsseldorf ist zur Pendlerzeit total irre. Weil ich mein eigener Arbeitgeber bin und selbst bestimmen kann, welche Kosten ich mir genehmige: Frühaufstehvermeidungs- und Gute-Laune-Kosten sind sinnvolle Kosten, weil sie mich besser machen und gesund halten.

Das Bett ist sehr groß und weich und ruft schon.

Hotelbett, groß

Samstag und Sonntag, 13. und 14. Januar

14. 01. 2018  •  14 Kommentare

Morgens nach Wiesbaden gefahren und dort mit der Lauchröllchenbäckerin und der Heidelberger Turnschwester gebruncht. Empfehlung: Mathilda.

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Danach Wiesbaden erkundet: Altstadt, Kurhaus, Kurpark. Alles sehr mondän.

Wikipedia sagt, das Kurhaus in Wiesbaden sei einer der „prunkvollsten Festbauten Deuschlands“. Man mag es glauben.

Wiesbaden: Kurhaus von innen

Der Kurpark ist im Januar erwartungsgemäß trist, was mehr am Januar liegt als am Kurpark. Entlang des Parks: Villa an Villa. In den Villen arbeiten Rechtsanwälte an Rechtsanwälte. Ganz Wiesbaden scheint aus Rechtsanwälten zu bestehen.

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Danach Fahrt nach Mainz zum ZDF, das sportstudio besuchen. Die Freundin arbeitet dort und fragte vor einigen Wochen, ob ich mal kommen, ihr beim Arbeiten zusehen und die Kollegen kennenlernen wolle, von denen sie immer erzählt.

Ich schaue mir im Studio die Sendung an und lerne die Leute kennen, die allesamt so sympathisch sind wie angekündigt. Nach der Aufzeichnung trinken wir noch eine Cola, danach geht’s heim. Ein langer, runder Abend. Um 2:30 Uhr liege ich in Heidelberg auf der Schlafcouch.

*

Am Sonntagmittag zarter Sonnenschein in Ziegelhausen.

Heidelberg: Blick auf Ziegelhausen mit ein bisschen Sonne

Ich werde aufs Land und in den Wald gefahren – so weit hinein, dass ich mir sicher bin: Gleich kommt Räuber Hotzenplotz aus dem Tannenwald. Wir erreichen einen Ort, in dem es keinen Handyempfang gibt, nicht für Telefon und schon gar nicht für LTE. Ich werde Menschen vorgestellt; wir trinken Espresso und Apferlschorle und essen Geschnetzeltes.

Fragen Sie mich nicht, wie ich diese Sachen immer erfahre und wie es dazu kommt, dass die Leute mir all diese Geschichten erzählen – ich weiß nun jedenfalls:

Vor Monaten wurde der Postbote des Ortes zuletzt gesehen. Man munkelt, er lebe aktuell in Vollpension in der Landesstrafanstalt, denn der Tag seines Verschwindens fällt mit dem Tag zusammen, an dem dieser Undercover-Polizeieinsatz war, der nur aufgefallen ist, weil der Huber Leopold, nachdem er bereits drei Kilometer mit zugefrorener Frontscheibe über die Landstraße fuhr,  sich dachte, dass es eine gute Idee sei, die Scheibe mal freizukratzen. Er fuhr rechts ran und kam direkt neben einem Polizisten zu stehen, den er allerdings beim Ranfahren nicht sehen konnte, weil ja die Scheibe dicht war. Der Huber Poldi stieg also aus seinem Wagen, den Eiskratzer in der Hand, und wie er sich erhob, stand er Auge in Auge mit diesem Bär von Mann mit Knarre und schusssicherer Weste und Knopf im Ohr, der ihm zuraunte: „Steigen’s bittschön wieder ein. Bis die Kirch‘ anfängt, sind wir wieder weg“, woraufhin der Poldi geräuschlos und in einer fließenden Bewegung zurück in sein Auto glitt und weiterfuhr, ohne die Scheibe freizukratzen. Er las dann später in der Presse, dass da dieser Polizeieinsatz war, bei dem es um Waffen oder um Drogen ging, das hat er vergessen; jedenfalls ist seither der Postbote weg.

Das eigentliche Problem an der Sache ist, und das ist auch der Grund, warum wir darauf zu sprechen kamen: Die Post verteilt nun ein Anderer, und er macht das dergestalt, dass die Familie Altmann alle Briefe bekommt, deren Empfängernamen mit A beginnen, die Familie Becker alle Briefe für Menschen mit B und so weiter, was natürlich ein unhaltbarer Zustand ist, denn jetzt müssen die Altmanns und die Beckers und alle Anderen von A bis Z durchs Dorf rennen und den Job des Postboten zu Ende machen. Ein wirres Durcheinandergelaufe, wie man sich vorstellen kann. Allerdings muss man sagen, dass auch vorher nicht alles rund lief, denn der Postbote, der jetzt nicht mehr Postbote ist, hat die Briefe bisweilen einfach bei den Leuten ins parkende Auto geworfen, deren Scheibe wegen des Hundes ein Stückerl unten war, wobei sich im Nachhinein herausstellte, dass der Halter des Wagens doch nicht mit dem Empfänger des Briefes übereinstimmte.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Biber, der Dämme baut, die den Bach stauen. Der Bach überflutet dann die Felder des Bauern. In dem Bach badet ab und an die Fischerin, die Fischer Leni, bei Sonnenaufgang, nackt und mit langem Haar wie eine Nymphe, aber das ist eine andere Geschichte, die jetzt den Rahmen sprengt. Der Bauer möchte den Biber am liebsten tot sehen. Der Biber steht allerdings unter Naturschutz und hat außerdem Fans im Ort, weshalb ein Streit entbrannt ist, der dazu führte, dass der Bauer einen Betonpoller gegossen und auf den Feldweg gestellt hat. Jetzt können die Leute, die den Biber mögen, aber den Bauer nicht, nicht mehr über den Feldweg fahren, obwohl sie müssen. Vielleicht wird deshalb irgendwann nochmal der Mann mit der schusssicheren Weste kommen – wir hoffen aber, dass nicht.

Ende des Tages.

Freitag, 12. Januar

12. 01. 2018  •  2 Kommentare

300 Kilometer nach Süden gefahren. Dabei Instrumentalmusik gehört. Vielen Dank für die Tipps. Ich bin noch dabei, alles aufzuarbeiten. Ich habe mir Game-Musik runtergeladen. Außerdem noch ein bisschen Einaudi und Yann Tiersen.

Dabei bin ich auf Elijah Bossenbroek gestoßen.

Tolle Stücke. Und verdammt, der Mann sieht auch noch gut aus.

*

Wie viele Menschen seit Jahren oder Jahrzehnten ein Leben leben, das sie nicht leben möchten. Die ein Familienleben leben, in dem sie sich seit Jahren nicht wohlfühlen. Die sich jahrzehntelang auferlegen, dass sie ihre Homosexualität nicht leben dürfen und sich damit quälen. Die am liebsten eine andere Arbeit machen würden (und finanziell und persönlich auch könnten), aber immer wieder Gründe finden, warum es nicht geht, und daran zerbrechen.

Mir ist aufgefallen, dass all diese Menschen (mehr Männer als Frauen), denen ich in der jüngeren und älteren Vergangenheit begegnet bin, starke Väter (seltener Mütter) hatten. Solche Väter, die sehr dominant sind, die viel verlangen, die wenig reden, schon gar nicht über Gefühle.

(Gedanken während der Autofahrt.)

*

In Heidelberg angekommen. Im Gasthaus zum Klosterhof in Ziegelhausen zu Mittag gegessen.

Salat mit Apfelschorle und Brot

Anschließend bin ich über den Wald am Neckarhang und den Philosophenweg in die Stadt gegangen. Das sind circa sieben Kilometer und hat fast schon Tradition: Wenn ich früher ankomme, als die Freundin Feierabend hat, parke ich bei ihr vorm Haus und laufe in die Stadt, wo sie mich aufgabelt.

Auf dem Weg gibt’s schöne Blicke ins Neckartal. Bisschen grau halt:

Heidelberg

Außerdem stehen viele alte Bäume rum.

Baumwurzel am Hang

Auf dem Weg mehrmals Ihn und Sie überholt, mal war ich diejenige, die langsamer ging, mal waren sie langsamer, mal bin ich stehengeblieben und habe ins Tal geschaut, mal sie. Sie unterhielten sich den ganzen Weg. Ich verstand nicht, worüber, und hätte ohnehin nicht zuhören wollen. Ich spürte nur an ihren Gesten, an ihrer Mimik und an den Redeanteilen, wie sehr sie einander mögen – und wie gut sie einander zuhörten. Ich freue mich für die beiden. Das ist ein Geschenk.

 

Donnerstag, 11. Januar

11. 01. 2018  •  6 Kommentare

Beim Dortmunder Unternehmerfrühstück gewesen. Das findet alle zwei Monate statt und ist kurz und knackig; immer richtet ein anderes Unternehmen ein Frühstück aus, Veranstalter ist die Wirtschaftsförderung.

Diesmal ging’s um Digitalisierung bei der Signal Iduna und unter anderem um deren Innovationshub „signal open studios“ in Berlin. Wir sind nicht so tief eingestiegen, dass ich mir eine Meinung bilden konnte; was mir allerdings gefiel, war die Haltung des Unternehmens, wenn es um Zukunft geht und darum, die Mitarbieter mitzunehmen. Selbst wenn man die üblichen Marketing- und Schönwetterrednerpunkte abzieht, bleibt da was übrig.

Kritik aus dem Publikum, so einen Hub in Berlin und nicht im Ruhrgebiet zu machen, wenn man ein Dortmunder Unternehmen ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Frischen Wind spürt man nicht, wenn man nur um die Ecke zieht. Denn dann kommt ständig der eigene Mief rübergeweht.

*

Maximilian Buddenbohm schreibt über mittelgrobröhriges Schnittlauch und seine Anwendungsfälle. Wenn Sie das Wort „mittelgrobröhrig“ einmal getippt und alle Buchstaben an die richtige, ihnen zugedachte Stelle gebracht haben, können Sie auch schon Feierabend machen.

*

Am Abend Training mit den Kalendergirls. Mit den gleichen Beschwerden gegangen wie gekommen. Das ist gut! Denn in meinem Alter gibt es die Möglichkeiten:

  • Mit mehr Beschwerden gehen als kommen: schlecht
  • Mit den gleichen Beschwerden kommen und gehen: super!
  • Mit weniger Beschwerden gehen als kommen: Wunderheilung \o/

Alles ist schon vorgekommen. Die mittlere Variante ist der Normalfall. Heute war zum Glück die Torfrau da. Sie hat manueltherapeutische Kenntnisse. Das war hilfreich. Es kribbelt nämlich in meinem kleinen Finger und an der Handaußenkante. Googelt man die Symptome, ergeben sich folgende drei Möglichkeiten: Hirntumor, Bandscheibenvorfall, Multiple Sklerose. Ich habe mich nach ausführlicher Lektüre und gezielten Selbsttests für Diagnose Nummer vier entschieden und wähle die Behandlungsmethode „Abwarten“.

Achtzig Prozent meiner Beschwerden verschwinden nämlich durch entschiedenes Abwarten. Weitere zehn Prozent durch Abwarten plus Blackroll. Die restlichen zehn Prozent durch Abwarten, Blackroll und Ibuprofen. Leider dauert es mittlerweile immer länger, bis Zipperlein abklingen, obwohl meine Restlebenszeit konsequent kürzer wird. Ich bemängele das.

Mittwoch, 10. Januar

10. 01. 2018  •  14 Kommentare

Neue Termine gemacht: Vom 16. bis zum 23. Februar bin ich in München.

Ich besuche das Digital Media Camp des Media Lab Bayern. Außerdem bin ich bei 48forward, Eigenwerbung: „Future and Innovation Conference“ – wir werden sehen. Tickets gebucht, Unterkunft gebucht. Dazwischen und auf den Hinweg werde ich mir weitere Termine legen. Das passt perfekt.

Ich freue mich auf Gesellschaft. Für Spezi, Kaffeetrinken oder Abendessen. Mag wer?

*

Wegen dieser Terminlage kann ich nun erstmal doch nicht „Gut gegen Nordwind“ im Theater sehen. Schade, schade. Vielleicht dann im April.

*

Die Kaltmamsell schreibt über Großraumbüros:

Ich scheine der einzige Mensch auf der ganzen Welt zu sein, der Großraumbüros wirklich mag.

Nein, wir sind zu Zweit. Mir geht es wie der Kaltmamsell: Ich neige nicht dazu, meinen Arbeitsplatz zu wohnzimmerisieren – weder mit Bildern noch mit Topfpflanzen noch mit, Gott bewahre, irgendwelchem Dekokram. Ich habe mich im Großraumbüro immer wohl gefühlt – eben weil man gut in die Zusammenarbeit kommt. Ich kann mich allerdings prima konzentrieren. Wer etwas von mir will, muss mich laut mit Namen ansprechen, sonst bin ich geistig woanders.

*

Sandra ist in ein Herz-Reha-Aqua-Fitness mit Rentnern geraten.

Einer der drei Hans möchte wissen, warum Jürgen mich noch nicht vorgestellt hat. Ob er mich vielleicht nicht gesehen hätte. Jürgen bestätigt, dass er meine Anwesenheit wahrgenommen hat. Ich erkläre Hans, dass Jürgen vielleicht abwartet, ob ich nächste Woche wieder komme. Hans informiert Jürgen, dass, wenn ich nächste Woche nicht wiederkommen würde, niemand wüsste, wer ich bin.

Wenn ich keine Kundentermine habe, gehe ich gerne morgens in Fitnessstudio – statt wie sonst abends. Am Vormittag ist es leerer und ruhiger, und ich starte danach wach beschwingt in den Tag.

Morgens bin ich die Queen of Turngruppe. Denn wenn ich dem morgendlichen Herrentrüppchen dort Glauben schenken darf, bin ich optisch kurz vor Beachvolleyball, mit dem Leistungsstand einer Olympiaathletin. „Ihre Geschmeidigkeit möchte ich haben, junge Frau.“ Ersetzt acht Sitzungen beim Psychologen.

*

Doktorarbeit, Reminiszenzen:

Der Mann hat übrigens literarisch herausragende Threads zum Weihnachtsurlaub mit seinen Eltern geschrieben, wirklich wundervoll.

*

Sonst für einen Kundentermin in der kommenden Woche gearbeitet. Etliche neue Sachen frisch vorbereitet, das hat einiges an Zeit in Anspruch genommen. Passt aber gut zum Jahresanfang.



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