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Willkommen im Kännchen-Blog! Nehmen Sie sich einen Keks und schauen Sie sich um. Wenn Sie mögen, besuchen Sie die Verkaufstheke und wählen Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Texten.

Dienstag, 23. Januar

Am späten Nachmittag bin ich um den See getigert. Denn plötzlich schien die Sonne. Ich war völlig geflasht und habe direkt mit Aktivität reagiert.

Blick auf den Phoenixsee im Gegenlicht

Den Hinweg über hatte ich einen Brief in der Hand. Denn in meinem Stadtteil besteht ein Mangel an Briefkästen. Der eine ist weg, der andere geschlossen, weil es der Post zu schwierig ist, ihn zu leeren. Im Stadtteil ist nämlich eine Baustelle, die das verkompliziert.

Wenn ich als Lehrbeauftragte an der Uni bin, frage ich meine Studenten (Gruß an Wolf Schneider): „Für einen guten Text muss immer einer leiden: Entweder der, der ihn schreibt, oder der, der ihn liest. Was ist wohl besser?“ Die Deutsche Post würde antworten: „Der, der ihn liest.“

Ich ging also oberhalb des Phoenixsees durch die Wohnsiedlung der Reichen und Schönen, weil ich dachte, dort sei vielleicht ein Briefkasten. Schließlich haben sie dort viele Häuser gebaut – da muss ein Briefkasten sein. Ist aber nicht. Also trug ich den Brief dreieinhalb Kilometer bis nach Hörde.

Auf dem Rückweg war die Sonne dann weg.

Phoenixsee, Südufer

*

Zum Abendessen gab’s Glückscurry mit allem, was weg musste. Das waren Paprika, zwei einsame Süßkartoffeln, Zwiebeln und eine frische Ananas. Als special guests mit an Board: Garnelen.

Glückscurry

Rezept: Gemüsezeugs leicht andünsten (kann man, muss nicht) und wieder aus der Pfanne nehmen. Zwei Teelöffel Currypaste in die Pfanne geben und in eine Dose Kokosmilch einrühren. Mit Zitronensaft (eher mehr), Fischsauce und braunem Zucker (eher weniger) abschmecken. Dann Gemüsezeugs und Ananas reingeben, Garnelen dazu, köcheln lassen, fertig. Dauert keine halbe Stunde.

*

Ein Interview mit der Historikern Marie Hicks in der Brand eins gelesen, warum Programmierer*in früher ein Frauenberuf war, es heute nicht mehr ist und warum diese Entwicklung Großbritannien in der Computertechnik zurückgeworfen hat. Interessant, sachlich und erfreulich unaufgeregt.

Außerdem gelesen: einen Text über die erste Amazon-Go-Filiale und was die Firma mit dem Start up Emotient vorhat, einer Gesichtserkennungs-Software, die Gefühle ausliest. Abgefahrene Sache, wenngleich sicher nicht so schlicht, wie im Text geschrieben. Und so leid es mir für die Kassierer*innen im Supermarkt tut: Der Akt des Aus-dem-Wagen-Räumens, des Aufstapelns, Kassierens und des Wieder-in-den-Wagen-Legens ist total unerfreulich. Wenn das jemand abschafft, bin ich dabei.

*

Ich plane hier gerade nur schöne Sachen und bin ganz hibbelig, Ihnen davon zu erzählen. Hachhachhach. Ein bisschen dauert’s noch.

Kommentare

7 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Daniela sagt:

    Für eine weitere Briefkastensuche empfehle ich die Standortsuche auf der Webseite der Post. ;)
    https://standorte.deutschepost.de/briefkaesten

    1. Vanessa sagt:

      Die Karte kenne ich, sie hilft allerdings nicht. Zum Beispiel sind die beiden genannten, toten Briefkästen dort eingezeichnet. Der eine existiert seit mehr als einem Jahr nicht mehr, der andere ist seit immerhin einem halben Jahr nicht mehr in Betrieb.

      Diese Aktualität als Ausgangspunkt genommen, hätte es gut sein können, dass in meiner fußläufigen Nähe, wo quasi wöchentlich ganze Straßenzüge neu hochgezogen werden, Briefkästen stehen, die nicht eingezeichnet sind.

      Es gibt aber einfach nur immer weniger Briefkästen. Dass in diesem kompletten neuen Phoenixseeviertel, in dem gar nicht mal so wenige Menschen leben, nicht ein einziger Briefkasten steht, finde ich seltsam.

  2. Herr S-Bahnfahrer sagt:

    Bei der Einkaufsache bin ich komplett bei Ihnen. Und die Bequemlichkeit wird sich gegen die Vorbehalte durchsetzen, keine Frage.

    1. Vanessa sagt:

      Sehe ich genauso. Alles, was signifikant zur Bequemlichkeit beiträgt, wird geschehen.

  3. Janina sagt:

    Vielen Dank für das Curry-Rezept! Ich habe mich in der Vergangenheit oft daran versucht, aber es hat immer der Pfiff gefehlt. Mit Zitronensaft, Zucker und Fischsauce ist es gleich eine ganz andere Geschichte, als wenn man nur Sojasauce dazukippt.

    1. Vanessa sagt:

      Gern! Sojasoße kommt bei mir gar nicht rein. Nur an den Reis, wenn ich ihn am nächsten Tag aufbrate.

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