Draußen nur Kännchen
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Die letzten Lieblingstweets des Jahres 2016

30. 12. 2016  •  1 Kommentar

Die Tweets aus November und Dezember:

https://twitter.com/mattslusser/status/812696991134347264

 

17 Bemerknisse zu einer Reise nach Teneriffa

29. 12. 2016  •  13 Kommentare

1. Es braucht nicht viel zum Glücklichsein. Wärme, Meer, Berge. Frisches Baguette, Manchego und ein bisschen Salami. Ein kaltes Getränk. Ein gutes Buch. Ach ja, und: Meer. Erwähnte ich die Berge schon? Und das Meer?

2. Das Meer. Es ist am schönsten, wenn es windig ist. Die Farbe, der Geruch, das Tosen der Wellen, die spritzende Gischt. Toll. Ich kann mir das lange anschauen. Dasitzen, auf einem Stein, zusehen, wie die Wellen ankommen, wie sie brechen, wie sie mal über die Steine rollen, gegen sie schlagen, sie verschlingen, sie verschonen.

Teneriffa: Porís de Abona, Strand

3. Die Wärme. Erstaunlich, was Sonne mit Menschen macht. Alles ist viel wärmer, und damit meine ich nicht nur die Luft, nicht nur die Haut. Es ist das Leben. Es ist leichter, es ist herzlicher, es ist angefüllt mit Freude. Nein, nicht nur, weil Urlaub ist. Vielleicht liegt es auch an der Siesta. Man sieht die Wärme richtig:

Teneriffa: Wanderung auf den Roque de Conde, Rückweg

4. Die Pflanzen: alles riesig. Die Weihnachtssterne: mannshohe Büsche. Die kleinen Zimmerpflanzen von Ikea: bis zum Bauchnabel. Lustige Dickblattgewächse. Ficusse wie Eichen. Kakteen wie Häuser. Und eine Würgefeige wie aus Avatar.

Teneriffa, Botanischer Garten. Würgefeige

5. Bananen. Ich finde es ja immer super, die Dinge, die bei uns im Supermarkt liegen, in freier Wildbahn zu sehen.

Im Bananenwald

6. Im Urlaub schmecken sie viel besser. Weil im Urlaub alles anders schmeckt. Natürlich kann es auch an der vorab zurückgelegten Wegstrecke liegen. Denn die traditionelle kanarische Stützbanane gibt es erst nach der Hälfte des Wanderweges. Dann schmeckt sie besonders gut.

Teneriffa: Banane vor Palmenkulisse

7. Feigen!

Feigen am Baum

8. Nach der Wanderung gibt es ein Eis, das muss so, das steht in der von mir noch zu verfassenden Allgemeinen Wanderbibel. Der spanischen Eismarke Kalise gehört in diesem Zusammenhang ein Orden verliehen: für die Evolution des Sandwich-Eises. Statt einer harten, hellen, styroporesken Strukturwaffel begleitet eine weiche, glatte Kakaowaffel den Inhalt und wertet das schnöde Sandwich-Eis erheblich auf. Geschmack, Mundgefühl – hamma. Geradezu Kunst. Ich empfehle das Werk „Kubanito“.

Teneriffa: Kubanito-Eis

9. Pinke Mützen sind bei jeder Wanderung hilfreich. Bei Wind halten sie warm. Denn auch wenn die Hose kurz ist, fegt’s oben oft heftig um die Ohren. Und man ist inmitten des schwarzen Vulkangesteins immer zu finden. Deshalb: mehr pinke Wandermützen.

Pinke Wandermütze

10. Wolken, ne: super. Von oben. Das ist wirklich erhebend: über den Wolken laufen, atmen, sein. Diese Fluffigkeit. Wie sie fließen. Wie sie sich in die Berge schieben. Wie sie sich in Fetzen verlieren und zu Kissen sammeln. Wie sie in den Wald hinein kriechen.

Teneriffa: Wolken kriechen in den Wald

11. Ganz oben über den Wolken, auf 3.600 Metern Höhe, sieht man, wie der Horizont sich biegt. Großartig. Abgesehen davon ist es kalt. Und sehr, sehr windig. Wenn man fünf Schichten übereinander zieht, geht’s – auch wenn man sich dann wie ein Wanderklops fühlt.

Teide: Auf 3.600 Metern Höhe knapp unter dem Gipfel - Blick nach unten

12. Die erstaunlichste Erfahrung: Was die Höhe mit mir macht. Es fühlte sich an, als hätte ich leicht einen sitzen. Ging es bergauf, war das Kraxeln überraschend anstrengend. Wie das Herz dann von innen gegen die Rippen hämmert – spooky. Auf Meereshöhe wird die Luft mit 1.000 mbar in unsere Lungen gepresst, auf 3.600 Metern nur noch mit 650 mbar, ich hab’s nach der Expedition nachgelesen, um sicher zu gehen, dass ich mir meine Benommenheit nicht eingebildet habe.

Teide: Blick auf La Gomera und La Palma

13. Die Städte auf Teneriffa sind hübsch hässlich: Santa Cruz können Sie sich knicken. Puerto de la Cruz ist schon netter. Es ist auch zugebaut, es gibt auch viele Ecken, die nicht so schön sind, aber die Stadt hat Charakter. Die Hanglage, das viele Grün, die Altstadt – das ist alles einladend.

Teneriffa, Puerto de la Cruz: Altstadt

14. Schonmal so ein Graffiti gesehen? Hamma, ne? Gibt es Puerto de la Cruz, irgendwo in der Altstadt. Man geht dort entlang, der Blick schweift in Richtung Häuserwand, und dort ist das:

Puerto de la Cruz: Graffiti

15. Manchmal ist das Leben ja Loriot: Ab zum Strand, 30 Kilometer Weg. Auto parken. Liege aussuchen. Die hier am Rand? Oder lieber eine in der Mitte? Mit Schirmchen? Ach, lieber die hier vorne, nah am Wasser. Liege mieten. Liege einstellen: halb hoch, zum Lesen und Schlummern. Handtuch ausschütteln. Handtuch ausbreiten. Frei machen. Klamotten ins Schirmchen hängen. Einschmieren. Und als ich mich gerade gebettet habe und das Buch raushole, zack: Wolke vor der Sonne. Und noch eine Wolke. Wind. Regen. Aus dem Nichts! Das ist doch Truman Show!

16. In Spanien gibt es diese Seniorenspielplätze: Trainingsgeräte, die irgendwo herumstehen. Manchmal sieht man dort tatsächlich Leute turnen – warum auch nicht. Ich mache das auch, das ist prima: Man kann mit den Beinen schlenkern und fühlt sich gut. Besonders mit dieser Aussicht:

Frau Nessy von hinten auf einem Seniorenspielgerät am Meer

17. Fliegen. Auch wenn ich schon 40-, 50-, vielleicht 60-mal geflogen bin: Ich finde es weiterhin faszinierend. Ich möchte auch jedesmal einen Fensterplatz. Die Wolken, die Welt von oben, die Berge, die Meere, die Risse in der Oberfläche, das Erkennen aller Strukturen – Wahnsinn.

Teneriffa von oben

Weil das hier ein Serviceblog ist, folgt demnächst noch eine Übersicht der Wanderungen. Mit Fotos von der schönen Aussicht, ohne dass Sie selbst hochkletten müssen.

Weihnachtspause bei den Kalendergirls

5. 12. 2016  •  8 Kommentare

Noch ein Spiel, dann ist Weihnachten bei den Kalendergirls. Dann haben wir zehn Spiele gespielt, also schon ganz schön viele, und das Schöne ist: Wir sind alle gesund. Keine Brüche, Risse und Zerrungen. Na gut, einmal Meniskus hatten wir, aber der ist schon älter, von vor der Saison, und am Wochenende gab’s ein blaues Auge.

Es gab auch keine Alterswehwehchen, keine verrenkten Rücken oder steifen Nacken, nur ein paar Befindlichkeiten. Aber da wir nur einmal in der Woche trainieren, und das am Donnerstag, bleibt vom Spiel am Sonntag bis zum Training am Donnerstag und vom Donnerstag bis zum Spiel am Sonntag ausreichend Zeit, wieder beizukommen – dank aktivierender Ruhetherapie, Entspannungsbädern, Wärmesalbe und Pralinés einer ausgeklügelten Ernährung.

Kalendergirls Kabine

Neben dem Gesundbleiben haben wir es geschafft, acht Spiele zu gewinnen, dazu einmal Unentschieden gegen den Spitzenreiter, der nur Spitzenreiter ist, weil er ein Spiel mehr hat als wir, sonst wären wir Spitzenreiter. Aber so ist es schon ganz gut: Verfolger sein ist besser als Anführer, denn dieser Druck! Der würde uns nur raschelig machen.

Außerdem ist unser Ziel der Klassenerhalt und nicht das A-Wort, das Eine-Liga-höher-Wort, das wir hier nicht nennen möchten. Obwohl wir uns natürlich schon überlegt haben, wie es wäre, eine Liga höher, wie es dort riechen würde und ob wir das noch schaffen könnten, nicht körperlich, das würde wohl noch gehen, aber zeitlich. Müsste man dann nicht zweimal pro Woche trainieren? Wie geht das konform mit den Entspannungsbädern und der aktivierenden Ruhetherapie? Und überhaupt, die ganze Sportwäsche. Einige von uns haben drei Kinder, die anderen zwei, wir haben alle schon genug Wäsche. Wenn dann noch mehr Sportwäsche dazukommt, brauchen wir eine Mannschaftselfe – oder einen Elf, einen Trikot- und Leibwäschenwart, so eine Art Cristiano Ronaldo fürs Waschen und Bügeln. Dann wiederum würden wir es natürlich hinkriegen. Auch motivatorisch.

Am Wochenende hatten wir aber erstmal Weihnachtsfeier: erst Glühwein, dann Buffet beim Thailänder. Das Glühweinbüdchen war am Ende so beseelt von uns, dass wir Kekse geschenkt bekamen – und einen Weihnachtsstern und zwei Packungen Champignons. Fragen Sie nicht, das würde jetzt zu weit führen.

Als wir beim Thailänder ankamen, bemerkten wir, dass der Oktober fehlt. Der Oktober wollte nachkommen, familiäre Verpflichtungen, doch statt dem Oktober tauchte in unserer WhatsApp-Gruppe ein Foto vom Bahnhof Fröndenberg auf, einem Ort im Sauerland, begleitet von den Worten: „Mädels, ich fahre gerade bis Pusemuckel!! Falsche Regionalbahn!!“ Wir konnten gar nicht schnell genug mit Emojis antworten, nur: „Danach kommt irgendwann Willingen! Skifahremoji! Aprè-Ski-Emoji!“, als schon das nächste Foto erschien, der Oktober mit einem sympathischen Herrn: „Habe einen Gleichverwirrten getroffen!! Wir fahren jetzt zurück!! Der Sekt ist schon halb leer!“

„Das is‘ doch mein Nachbar! Was macht der denn in Fröndenberg?“, rief der Juli, und tatsächlich! Der Nachbar ist jetzt als Edelfan zu einem unserer Spiele eingeladen – mit freier Auswahl beim Hallenverkauf. Also einmal Mettbrötchen für umsonst. Außerdem überlegen wir nun, nach Saisonende eine Mannschaftsfahrt nach Fröndenberg zu machen, wenn man dort so nette Leute trifft. Mallorca kommt natürlich auch in Frage, aber Fröndenberg wäre ein alternativer, zukunftsweisender Ansatz. Denn dort gibt es ein Hotel mit Wellness und Golf, und wer weiß, wo wir alle sportlich mal enden. Wir könnte mit dem Fahrrad hinfahren – von Dortmund aus geht es sogar nur bergab. Und zurück nehmen wir die Regionalbahn, den Bahnsteig finden wir ja jetzt.

Bis dahin müssen wir aber erst noch ein paar Spiele spielen. Spätestens zum Showdown gegen den Spitzenreiter werde ich Sie hier an dieser Stelle wieder informieren. Vielleicht möchten Sie dann vorbeischauen? 60 Minuten dynamischer Spitzensport voller taktischer Finessen – also, ich würde mir das nicht entgehen lassen.

Was schön war – Kalenderwoche 47 und 48, 2016

4. 12. 2016  •  10 Kommentare

Die tödliche Männerbronchitis ist weg. Halleluja. Nach fünf Wochen endlich wieder Sport. Im Spiel mit den Kalendergirls und auch im Fitti war ich noch etwas kurzatmig. Aber das wird schon.

Was schön war:

  • Gartenäpfel verwertet und zweimal für Vatta Apfelpfannkuchen gemacht. „Hatte ich schon ewig nicht mehr!“, sagte er. Ich auch nicht. War super.
  • „Einmal noch in den Tempel!“ Weil sie an den Neckar in die fußballerische Diaspora zieht (Hoffenheim zählt nicht), habe ich A. meine Karte für das Champions-League-Spiel BVB – Warschau vermacht. Und was ist passiert? Der BVB macht acht Buden. Alta! Acht! Und der Gegner vier. Zwölf Tore! Ich habe schon Handballspiele mit weniger Toren gesehen. Da gibste einmal ’ne Karte ab! Habe mich für A. gefreut.
  • Am Wochenende danach dann Umzug. Starke Männer waren da. Für Speis und Trank war gesorgt.  Wir haben Klamotten aussortiert; A. hat Unmengen an Klamotten. „Möchte dieser Poncho mit an den Neckar?“ – „Darin habe ich 1998 W. kennengelernt!“ – „Also ja.“ – „Nein! Gott bewahre!“ … „Möchte dieses T-Shirt mit …“ – „Das hatte ich beim ersten Date mit J. an.“ – „Also nicht.“ – „Doch!“ Die guten und die schlechten Erinnerungen, eingewebt in Textilien.
  • Besuch bei S. und A., die gerade etwas sehr Tolles in Essen machen – unter anderem eine Porschewerkstatt, aber nicht nur das. Das wird wirklich unfassbar gut. Ich möchte glatt mit einziehen. Von dieser Stelle aus: Weiterhin viel Erfolg und gute Nerven! Ihr schafft das! //*Motivationsfaust
  • Was aktuell sehr schön ist: Ich investiere Zeit in Aus- und Weiterbildung, höre zu, lerne Menschen kennen, das ist echt super. Es passiert so viel in dieser Stadt und im Ruhrgebiet, und es gibt so viele Dinge, die ich noch nicht weiß. Überhaupt interessiert mich viel zu viel, das ist das Paradoxe: Je älter ich werde, je mehr ich sehe und je mehr ich lerne, was ich alles noch nicht gelernt habe, desto mehr möchte ich wissen.
  • Einen 20-Euro-Schein verloren. Mich kurz geärgert. Mir dann vorgestellt, wie derjenige sich freut, der ihn findet. Mich dann auch gefreut.
  • Aus der Abteilung „Erste Male“: eine Session für die re:publica 2017 eingereicht.
  • Weihnachtsfeier mit den Kalendergirls. Es fielen die Worte „Mannschaftsfahrt“ und „Mallorca“. Aber auch die Worte „Mannschaftsfahrt“ und „Fröndenberg“, was ebenfalls charmant, wenngleich ein ganz anderer, innovativer Ansatz wäre. Wir sind noch unsicher. Ich denke, es wird Zeit, dass ich mal in einem Update berichte, wo wir im Projekt Klassenerhalt stehen.
  • Beim Frühstück mit Jawl darüber gesprochen, wie viele tolle Menschen wir schon übers Bloggen und übers Internet kennengelernt haben. Dabei opulent getafelt und Kleinstadtneuigkeiten ausgetauscht. So muss das.

Frühstückstisch mit Brötchenkorb, Rührei und allerlei leckerem Zeug



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