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Die Suche nach der Hefe

14. 12. 2015  •  65 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Konsumwelt«

Sprechen wir über Hefe. Nicht über Hefe in Bier, sondern über Backhefe.

Es gibt diese Produkte in Supermärkten, die man immer sucht. Kokosmilch ist so ein Fall.

Kokosmilch ist Zeug in der Konserve. Doch sie steht nicht bei den Konserven. Sie steht auch nicht im Themenspektrum „Uncle Ben’s“, obwohl sie Teil asiatischer Gerichte ist. Stattdessen schieben Supermärkte gut integrierte Kokosmilch in ein Ghetto für Migrationslebensmittel – eine Art Nahrungsmittelbanlieu am Rande der einheimischen Waren, zusammen mit Avjar, russischen Marmeladenkeksen und einem in Thailand von Johann Lafer handgeschöpften Öl.

Neben Migrationslebensmitteln gibt es Produkte, die zwar sinnvoll verräumt werden, die aber, weil jeder sie benötigt, nicht auffällig beworben werden. Deshalb sind sie quasi unsichtbar. Eines dieser Mimikry-Produkte ist Alufolie, die sich immer irgendwo zwischen Abflusssieben, Staubsaugerbeuteln und Zündhölzern befindet. Sie hat sich – bar jeglicher Aufsteller, Etiketten oder farbiger Verpackungen – so perfekt ihrer Umgebung angepasst, dass sie auch für geübte Augen kaum zu entdecken ist.

Ich bin sicher, dass es in der Ausbildung zur Einzelhandelsfachkraft einen Kurs gibt:

Denken wie ein Regaleinräumer

Implikationen der Relevanzlogik in praktischer Anwendung auf Nahversorgungsstätten unter konsequenter Nichtberücksichtigung gelernten Endverbraucherverhaltens

Ein ebensolches Chamäleon wie Alufolie ist Backhefe. Bei Backhefe kommt erschwerend hinzu, dass Supermärkte heutzutage Kühlabteilungen antarktischen Ausmaßes haben. Man will nur 42 Gramm Hefe kaufen und denkt, man betritt Königin-Maud-Land. Irgendwo zwischen Südgeorgien und Mount Sidley, hinter fünf Adelie-Pinguinen, befindet sich also ein zwei Quadratzentimeter kleiner Würfel, den es Shackleton-gleich zu finden gilt. Wie geht man da vor?

Ausschlussverfahren! Beim Pudding? Nein. Beim Fertigfleischsalat? Unwahrscheinlich. Bei der Butter? Kann gut sein!

„Moment“, sagen Sie jetzt, „bei mir im Supermarkt ist die Hefe beim Käse“, und da haben wir schon das Problem: Hefe ist das unverstandendste Produkt im Supermarkt; Hefe ist die Ware, die am willkürlichsten verräumt und der die wenigste Standortkontinuität zugesprochen wird. Ich schätze, jeder Aushilfseinräumer, der Joghurts mit Knusperpops und Spekulatiusgeschmack und Chilinote und die neue Buttermilchsorte mit Guarano und besonders streichfreudige Butter aus handmassierten Eutern Vorderwälder Hochalm-Kühen in den Kühltheken platziert, gelangt irgendwann an die Hefewürfel und denkt sich: „Was’n das? – Ach, egal. Ich guck gleich mal, wo’s noch hinpasst.“

Für die Hefe ist das vielleicht ganz schön. Sie kommt ein bisschen rum, schließt neue Bekanntschaften, kann ihren Horizont erweitern. Bananen zum Beispiel können das nicht von sich behaupten; sie bekommen ja nicht mal wechselnde Abwiegenummern, sondern immer und überall nur die Eins.

Für den geknechteten, hefeinteressierten Endverbraucher ist der Hefekauf hingegen ein Suchspiel, das ihm den Verstand aus dem Kopf treibt.

Deshalb: Mehr Rechte für Hefe! Aktionsbündnis für ein neonbeleuchtetes Hefefach!

Kommentare

65 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Genau! So! (Manchmal denke ich, das wird gemacht, damit man sich in „ich kann nirgends Socken finden“ hinein versetzen kann. Empathietraining also und Beziehungsretter.

    1. Nessy sagt:

      Geduldstraining zur Erhöhung der Frustrationstoleranz.

  2. Für Fortgeschrittene: Hefekauf im Ausland.
    (Mist, bis jetzt war ich wohl der einzige mit einem Blogbeitrag über Hefeeinkauf. There goes another Alleinstellungsmerkmal…)

    1. Nessy sagt:

      Hat sie im Ausland auch noch eine andere Verpackung? Tarnt sie sich?

    2. Auch, aber für den letzten Akt der Unterwerfung, die Frage beim Fachpersonal, fällt einem nie das jeweilige Wort für Hefe ein.

    3. Nessy sagt:

      Im Ausland gibt es Supermarkt-Personal, das Hefe kennt und auch noch weiß, wo sie ist?
      //*staunt nicht schlecht

    4. Gibt es im Inland doch auch. Aber wenn man als Kunde nach 9ct-Artikeln fragt, bekommt man ja immer die geballte Verachtung zu spüren.

    5. jpr sagt:

      Das ist bestimmt nur Rationalisierung. Für den Gewinn an einem Würfel Hefe kann Ihnen niemand wirtschaftlich eine Antwort geben (so gesehen wäre das leuchtende Regal also wirklich die bessere Lösung).

    6. ferdi sagt:

      Hefe heißt auf Dänisch „gær“.

  3. Jochen sagt:

    „streichfreudige Butter aus handmassierten Eutern Vorderwälder Hochalm-Kühen“
    ich schmeiß mich wech…. herrlich geschrieben, auch wenn ich das Hefeeinkaufproblem so noch nie hatte und wohl auch nie haben werde… Aber Markklößchen sind auch so ein Produkt…

    1. Nessy sagt:

      Markklößchen … mmmh! Altes Familienrezept bei uns.

  4. Sanddorndiva sagt:

    Danke! Danke! Danke!

    Bei dem Aktionsbündnis bin ich dabei. Ich stand erst am Freitag noch im Supermarkt meines Vertrauens, mit wachsender Verzweiflung murmelnd:

    irgendwo hier MUSS sie sein, ich weiß es, irgendwo hier war sie immer …

    1. Nessy sagt:

      Gerade das Wissen, dass die Hefe genau! hier! irgendwo sein muss, führt zu tiefer Verzweiflung.

  5. Turtle sagt:

    Ohja, dieses Aktionsbündnis muss sofort gegründet werden. Mein lokaler Supermarkt hat vor ein paar Monaten das Kühlregal um ein paar Meter erweitert und wochenlang umgeräumt. Die Hefe war gefühlt alle drei Tage woanders. Mittlerweile scheint sie einen festen Platz zu haben, bei der Milch.

    1. Nessy sagt:

      Der Supermarkt wiegt Sie nur in Sicherheit. Wenn Sie nicht mehr damit rechnen, geht es wieder los.

  6. Interessantes Thema. Im Prinzip. Mich beschäftigt jedoch seit Jahren viel mehr die Frage: Warum genau 42g!? Und jetzt bitte keine Kommentare wie: „Die Antwort steckt bereits in der Fragestellung“ – oder so…

    1. Nessy sagt:

      Hier ist die Erklärung. Ein Relikt aus der Zeit, als Bäcker die Hefe verkauften.

    2. jpr sagt:

      #Bildungsblog, merci.
      Die Frage hatte ich auch schon häufiger im Kopf, aber zum hinterhersuchen hat es dann doch nie gereicht.

    3. Maria sagt:

      Warum haben die Bäcker die 500g Stücke in 12 Blöcken aufgeteilt, die dann aufgerundet 42 g wiegen und nicht in 10 à 50g???
      Fragen über Fragen……..

    4. Marco sagt:

      @Maria: Weil der Block wahrscheinlich genauso hoch wie breit war und anderthalb mal so lang. Das ergibt dann wunderbar 2x2x3=12 Würfel. (Oder zumindest annähernd Würfel, wenn der Block nur annähernd diese Maße hatte)

      10 Teile bekommt man aus dem großen Block nur, wenn man 2×5 Teile draus macht, was dazu führt, dass entweder der Ursprungsblock sehr flach gewesen sein muss oder die Teile, die rauskommen, sehr langgestreckt.

    5. Ponder sagt:

      War es nicht so, dass ein Würfel Hefe für genau 500g Mehl reicht? Oder so? Die Erklärung mit der Teilung des Ursprungsbrockens ist allerdings auch plausibel.

      Viele Grüße,

      der Ponder

  7. abranka sagt:

    Neben der Hefe ist Salz übrigens auch so ein Produkt, das man gerne suchen kann. Denn zumindest in meinem Supermarkt steht das Salz nicht bei den Gewürzen und auch nicht in der Nähe des „Gegenspielers“ Zucker…
    Wenn die wieder umräumen, werde ich es wieder suchen.

    (Und die Hefe versteckt sich übrigens auch bei der Butter. Zumindest, als ich sie das letzte Mal gebraucht habe…)

    1. Nessy sagt:

      Das Salz ist bei mir gut aufgehoben – bei seinem Freund, dem Zucker. Aber Zitronensaftkonzentrat – bisweilen in der Getränkeabteilung, manchmal beim Obst, manchmal ganz woanders.

    2. Asty sagt:

      Der Zitronensaft steht in meinem Supermarkt ganz unten im Regal, wo u.a. der Räucherlachs hängt. Das passt irgendwie.

  8. Kristina sagt:

    Das Problem kenne ich nur zu gut. Und wenn man dann vorsorgen will und gleich zwei Würfel kauft, wird einer im Kühlschrank schlecht… Mein Tipp: Nach dem Preis suchen. Hilft zwar auch nicht bei jedem Supermarkt, aber bei Aldi z.B. findet man die 0.09 € doch recht schnell.

    1. Nessy sagt:

      0,09 € … ich habe noch nie nach dem Preis von Hefe geschaut, ehrlich gesagt. Sollte ich vielleicht mal tun.

  9. FrlSylz sagt:

    Ich unterschreibe das. Neben der Butter, okay, aber beim Räucherfisch? Im Ernst?

    1. Nessy sagt:

      Mein Reden. Das letzte Mal traf ich sie Seite an Seite mit dem Mozzarella.

  10. jpr sagt:

    Frau Nessy, kommen Sie zu uns ins gelobte Land. Beide Ketten der hiesigen Grossverteiler haben nicht nur einen fixen Sortimentsplatz für Hefe (im Kühlregal mit dem anderen Teigfertigzeugs und Aufbackbrötchen), sondern es haben sogar beide den gleichen. Das Problem beschränkt sich somit nur noch auf die Lokalisierung eines Regals (und das hält sich meist in der Nähe des Brots auf). Das ist sogar fast ohne Brille lösbar.

    1. Nessy sagt:

      Schön ist das gelobte Land ohne Zweifel. Allein die Schokolade ist einen Umzug wert. Und jetzt auch noch das Hefe-Argument …

    2. Asty sagt:

      Genau, im Kühlregal bei den Fertigpizzateigen usw.
      Ist immer gleich. Ich war nur von Deutschland her noch nicht daran gewöhnt und habe trotzdem immer erstmal gesucht. ;-)
      Jetzt weiss ich es aber so langsam.

  11. Die Backfee sagt:

    Ja, ja, ja! Genau so schon x Mal erlebt!
    Aus Verzweiflung schon hin und wieder Trockenhefe gekauft, die befindet sich tatsächlich sehr zuverlässig bei den Backwaren!

    1. antagonistin sagt:

      Same here. Verarbeitet sich angenehm und steht immer zuverlässig an der gleichen Stelle. :)

  12. A.P. Eljot sagt:

    Hefe empfand ich noch nicht so als Problem, die Kühltheke gehe ich ohnehin meist von Butter bis Yoghurt durch.
    Letztens war ich jedoch auf der Suche nach Puderzucker … und der Regalplatz des Südzucker-Puderzuckers für 49 Ct neben allerlei anderen Zuckerprodukten von Würfelzucker bis Zuckersticks war verwaist. Das kompentente Servicepersonal auf meine Frage, ob vielleicht noch was im Lager wäre: Sowohl im Lager als auch im Regal! Und greift ungefähr 4 Meter weiter rechts und 1 Meter weiter unten zum Ja-Puderzucker für 29 Ct. Inmitten einer Zuckerdiaspora, umgeben von Backzutaten.
    Meine Frage, warum denn da so einsam und versteckt stehen würde, wurde mit: „Das ist so vorgeschrieben, wir müssen genau so einräumen, wie es ein Foto vorgibt!“ beantwortet.
    Naja, mir ist und war der ja-Puderzucker ebenso recht – und gespart hab ich auch noch. Und jahrelang den teureren Südzucker gekauft …
    Beim nächsten Einkauf habe ich dann festgestellt, dass an der Stirnseite des Regals alles voll mit Puderzucker war – sowohl ja als auch Südzucker. Aber da schaut man ja nicht hin, wenn man weiß , in welcher Reihe der Zucker steht.
    Seltsam finde ich im Übrigen auch, dass in vielen Märkten die für mich logisch zusammengehörenden Produkte Tomatenmark, passierteTomaten, stückige Tomaten und ganze Tomaten in Dosen nicht an der gleichen Stelle zu finden sind.

    1. W.A. sagt:

      Das muss R.E.W.E. gewesen sein, denn genau das habe ich genau so auch erlebt. @Puderzucker.

    2. A.P. Eljot sagt:

      ja!, war’s.

  13. Frau Vorgarten sagt:

    im Laden meines Vertrauens hat sie ein neonrotes Schild, auf dem HEFE steht und der Preis.
    So findet man sie leichter. Übrigens bei der Butter.

    1. Imke sagt:

      Ja, das wollte ich auch gerade schreiben. Bei uns hat sie auch ein großes, neonrotes Schild bekommen (beim Käse).

  14. Tily sagt:

    Hefe bekommt in „unserem“ Laden immer wieder neue Nachbarn – neuerdings diverse Süßigkeiten -, steht aber zuverlässig immer in derselben Ecke.

    Schön auch, wenn die Frage nach Hefe vom jugendlichen Räumer mit höchstwahrscheinlich deutschsprachiger Sozialisation mit „wassndas?“ beantwortet wird.

    Ich plädiere für einen Aktionsbündnis-Badge.

    1. Sebastian sagt:

      Nicht ganz Hefe, aber ich hatte ja mal ein unterhaltsames Erlebnis, als das Mädel an der Kasse das gekaufte Obst nicht kannte und dann ganz verzweifelt erst den Kunden nach der Gattung und dann die Kollegin nach dem Preis fragte. („Der Kunde sagt, das sind Quiiiiieten oder so ähnlich!“)

  15. jukefrosch sagt:

    Trick 17: Trockenhefe kaufen. Die steht immer bei den Backzutaten.

    Frische Hefe verschimmelt mir irgendwie immer. Kann man sich so schlecht mit bevorraten. ;-)

    1. Nessy sagt:

      Trockenhefe ist so … ach ich weiß nicht. Lieblos.

  16. Croco sagt:

    Im Sommer letzten Jahres suchte ich im amerkanischen Supermarkt nach Hefe. Meist ist sie schon dem Mehl beigemischt, sagte der Freund. Und seine amerikansiche Freundin meinte, dass man auf 3000 Meter eh kein gescheites Hefegebäck hinbekommen würde. Ich mag ja so challenges. So habe ich umgerechnet von Unzen in Gramm, hab Mehl ohne alles gesucht und dann die yeast. So heißt die Hefe in den Rocky Mountains. Im Riesensupermarkt war die frische nicht zu finden.
    Zum Schluss hab ich dann eine Großpackung Trockenhefe gekauft.
    Die Nussschnecken waren dann wunderbar.
    Was sich auch immer nicht einigen kann, wo sie stehen, sind der Ahornsirup und der Agavensirup.
    Letzterer steht zur Zeit neben dem Süsstoff, ersterer bei dem Ökozeugs mit Vollkorn.

    1. jpr sagt:

      Sollte Sie auf groesserer Hoehe nicht sogar besseres Hefegebaeck hinbekommen? Schliesslich werden (wegen geringeren Aussendrucks) die Gasblaeschen die die Hefe macht ja groesser und Ihr Teig damit noch viel luftiger…

    2. Nessy sagt:

      Vielleicht bekommen die Pilze zu wenig Sauerstoff und werden kurzatmig. Die Arbeitszufriedenheit sinkt, sie verlieren die Motivation, werden unleidlich, treten in den Streik.

    3. Croco sagt:

      Es stimmt sicher beides. Weniger und depressive Hefezellen machen größere Kohlendioxidblasen..
      Aber Gärung braucht eigentlich keinen Sauerstoff. Sie ist anaerob, wie die Milchsäuregärung in den Wadenmuskeln. Aber der geringe Luftdruck ist sicher nichts Angenehmes für die kleinen Pilzzellen.

    4. Caramelia sagt:

      Das Problem dürfte GERADE in den größeren Gasbläschen (mangels passendem Luftdruck) liegen, da dann die Poren des Gebäcks zu groß werden und die Gefahr, dass es in sich zusammenfällt, exponentiell steigt.

  17. Pu sagt:

    Bisher konnte ich in meinem bevorzugten Markt die Hefe gut finden, denn das Kühlregal bestand aus drei Einheiten, alle verschieden tief, die Hefe stand Mitte linksaußen. Nun komm ich wieder hin – die haben renoviert, ein Kühlregal vom Eingang bis zum Horizont! Davor mehrere Menschen auf der Suche nach irgendwas. Ich gehe zur Verkäuferin, frage nach Hefe, und plötzlich zieht der ganze Pulk der Ratlosen hinter uns her, bis irgendwo im Grenzgebiet zwischen dem Käse und den Heringsgläsern der kleine Karton steht. Ausnahmslos alle lächeln beim Weggehen.
    Vielleicht räumen sie das grade deshalb absichtlich so ein.

  18. SusiB sagt:

    Trockenhefe ist super. Im Gegensatz zu frischer Hefe fängt sie nicht an, widerlich zu stinken, wenn man sie vor einem 3-wöchigen Urlaub im Kühlschrank vergisst. Und im Laden ist sie immer leicht zu finden!

  19. Oh ja, die Hefe suche ich auch immer wieder.

    Genauso übrigens wie diese süßen Kaffee-Sirup-Flaschen, die entgegen meiner Annahme nämlich NICHT beim Kaffee stehen. Nein nein nein, sondern in der Getränkeabteilung. Jawohl.

    Genauso übrigens Smoothies. Ich vermutete sie leichtsinnigerweise in der Kühlabteilung bei den anderen Direktsäften. Aber auch hier wurde ich in die Irre geführt. Sie stehen logischerweise beim Salat. Also darf man den ganzen Weg wieder zurück zum Eingang gehen, wo sich der Salat befindet.
    Eigentlich nett vom Supermarkt, sich solch irrwitzige Kombinationen auszudenken.
    Und ja, auch ich suche Salz immer wieder bei den Gewürzen. Blöd nur, dass ich spontan nicht weiß, wo es das letzte mal stand….

  20. Leseratte sagt:

    So wahr! Ich mache mit beim Aktionsbündnis!
    Wie oft ich an der Hefe schon vorbeigelaufen bin, weil sie sich statt neben der Butter neben der Milch versteckt hat…oder man greift versehentlich nach kleinen Päckchen im Hefeformat, die sich als heimtückisch getarnte Kräuterbutter entpuppen.
    Trockenhefe ist irgendwie nicht mein Freund.
    Bin ich eigentlich die einzige, die bei Rezepten mit „30 g Hefe“ einfach den ganzen Würfel nimmt? Oder gibt es da noch andere Ketzer? Und warum eigentlich immer 30 g, wenn die 42 g-Größe schon immer Standard war? (Danke übrigens für die Erklärung.)

  21. Conny sagt:

    Oh, da lebe ich wohl wirklich im Hefe-Paradies. Am Käse-Regal, in dem bis vor etwa 5 Jahren tatsächlich die Hefe lebte, hängt seitdem ein DIN A3-Schild mit der Aufschrift „Die frische Hefe finden Sie ab sofort im Regal mit der Butter“. Dieser an sich klaren Ansage wurde aber kurz später noch der Klanmerzusatz „(hinter Ihnen!!!)“ zugefügt ;-). Die Hefe-Suche schien also anfangs trotz Hinweisen vielfach schwierig gewesen zu sein.

    Nun wird der Supermarkt allerdings umgebaut. Mal gucken, wo die Hefe dann versteckt wird.

    Mein persönliches Lieblings-Supermarkts-Suchprodukt sind übrigens geschrotete Leinsamen. Außer beim Waschmittel habe ich die schon überall gefunden – nach langer Suche, versteht sich…

  22. martin III. sagt:

    Ach, so viele schöne Produkte die man immer wieder neu suchen und manchmal gar finden kann. Neben Hefe sorgt auch Schmand immer wieder für Unterhaltung, der wandert ab und an im Markt umher und steht aber grundsätzlich nie bei Schlagsahne, saurer Sahne und Creme fraiche.
    Mein Favorit war aber die Jagd nach den von der hartleibigen Schwiegermutter dringend benötigten Trockenaprikosen: Obstabteilung? Nee! Backzutaten, bei den Trockenpflaumen? Nee! Bio-/Wellness-Ecke? Nee! Mit 2 ratlosen Verkäuferinnen wurde dann ein Suchtrupp gebildet, nach einer Weile wurde Verkäuferin 2 bei den Kartoffelchips fündig. Und während wir uns doof angucken kommt der Azubi und fragt ob wir etwas suchen – der wusste sofort dass die laut neuem Einräumplan dorthin gehören, denn in dem Bereich ist ja das gesamte Knabberzeug. Häh, Trockenaprikosen sind Knabberzeug? Ja, ist doch total logisch, im Studentenfutter ist ja auch Trockenobst.

  23. Der Supermarkt meiner Eltern hat im Kühlregal ein Schild stehen: „Hefe beim Butter“. Süddeutschland halt.

  24. Kai sagt:

    Und dann gibt es noch die Ware, die sich, während man danach sucht, selbst umräumt. Suchte z.B. eine bestimmte Puddingmischung (im Auftrag), bin das Sortiment mind. 3x Artikel für Artikel ergebnislos durchgegangen, suchte danach ratlos in nun definitiv falschen Regalen, nur um beim 4. Suchen im Pudding-Regal die Mischung zu finden. Da wo sie auch sein sollte. :)

    …die Hefe hier in Südhessen ist übrigens immer bei der Milch. Egal welche Marktkette. Schon seit Jahrzehnten.

    1. Nessy sagt:

      Oh ja, die plötzliche Selbstumräumung. Das kommt mir bekannt vor.

  25. Cliff sagt:

    Pro-Tipp: Kaufen Sie Hefe doch beim Bäcker. Einfach danach fragen. Der hat immer welche, findet sie sofort, und man spart eine Menge Zeit.
    #servicekommentar

  26. Schneewittchen sagt:

    Bei uns haben die Bananen die Nummer 10…

  27. SaSan sagt:

    Ich glaube ja die ganze Produktumräumerei in den Supermärkten dient einem höheren Zweck. Irgendwo da draußen sitzen Außerirdische mit einer Flasche Bier vorm Fernseher und gucken den Endverbrauchern dabei zu, wie diese die wiederum zum hundertsten Mal in 3 Wochen umgeräumte Ware suchen, dabei weinen (oder streiten) und das Ganze noch durch die marketingtechnisch wundervoll angebrachte Beleuchtung angestrahlt wird.

    1. FrauZimt sagt:

      Der tiefere Zweck der Umräumerei besteht darin, den Kunden beim Suchen an noch mehr anderen Produkten vorbeilaufen zu lassen, die er ungeplant vielleicht doch noch in seinen Einkaufswagen legen möchte. Alles Marketing.

    2. Nessy sagt:

      Dabei kann es passieren, dass der Kunde so genervt ist, dass er doch nur das Nötigste kauft und woanders einfach einen neuen Anlauf unternimmt.

    3. FrauZimt sagt:

      Ich vermute, die Marketingstrategen haben das untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, das es diesen Kundentypus durchaus gibt, aber in einer vernachlässigbar kleinen Anzahl.

    4. SaSan sagt:

      Und die Außerirdischen prusten derweil ihr Bier an die Mattscheibe vor lachen…

    5. Cliff sagt:

      > Irgendwo da draußen sitzen Außerirdische mit einer Flasche Bier vorm Fernseher und gucken den Endverbrauchern dabei zu, wie diese die wiederum zum hundertsten Mal in 3 Wochen umgeräumte Ware suchen

      Ich glaube, der shopblogger.de würde zu dieser Aussage recht hämisch grinsen. Angeblich sitzt er ja nur vor seinen vielen Fernsehern, um Ladendiebe zu fangen.

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