Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

Artikelinfo

Willkommen im Kännchen-Blog! Nehmen Sie sich einen Keks und schauen Sie sich um. Wenn Sie mögen, besuchen Sie die Verkaufstheke und wählen Sie aus dem reichhaltigen Angebot an Texten.

Daniel Woodrell: In Almas Augen

20. 11. 2015  •  1 Kommentar  •  Aus der Kategorie »Lektüre«

Gelesen:

Woodrell_Almas_Augen

Darum geht’s:

Missouri, Sommer 1929. Eine Tanzveranstaltung in einer Kleinstadt. Es kommt zu einer Explosion. 42 Menschen sterben.  40 Jahre später: Alma DeGeer Dunahew ist Haushälterin; sie hat seinerzeit ihre Schwester Ruby bei dem Unglück, dessen Ursache nie geklärt wurde, verloren. Während sie ihr aktuelles Leben lebt, kommt nach und nach Licht ins Dunkel der Vergangenheit.

Wie gefällt’s?

Das Stärkste am Buch sind das Sittengemälde, das es zeichnet, und die Atmosphäre, die es erschafft. Die Kleinstadt im Süden, ihre Piefigkeit, die gesellschaftlichen Stände, die Persönlichkeiten, die dort wohnen. Das ist fein und trägt das Buch. Die eigentliche Handlung verblasst vor diesem Hintergrund etwas. So richtig Spannung will bei der Klärung der Unglücksursache nicht aufkommen. Darum geht es in dem Buch vielleicht auch gar nicht – dennoch: Sie fehlt ein wenig. Deshalb: eine solide Geschichte, gute Charaktere, durchschnittlicher Spannungsbogen.

*

Das Buch wurde mir zur Rezension zur Verfügung gestellt. Ich rezensiere nur Bücher, die ich mir auch gekauft hätte.

Kommentare

1 Antwort: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Ich wollte schon seit langem noch mal was zu einzlkind – Gretchen. sagen, aber die Kommentare sind da zu, also schreib ichs hierher:

    Als alternative Buchempfehlung zum selben Thema, aber in rischtisch gut muss ich „Gletschertheater“ von Steinunn Sigurdardottir nennen. Da gerät auch jemand mehr so zufällig in eine absurde Theaterinszenierung auf Island, und die Charaktere sind alle skurril, und es ist tragisch und superkomisch gleichzeitig.
    Kein supergefälliges Buch a la Tommy Jaud oder Joy Fielding, aber du bist ja eine Vielleserin, da dürfte das kein Problem sein.

    Die Dame Sigurdardottir schreibt grundsätzlich phantastische Bücher. „Der Zeitdieb“ hat mir damals das Herz gebrochen, und auch sonst besitze ich alle ihre Werke.

    Das musste mal gesagt werden. ;)

Die Kommentare sind geschlossen



In diesem Kaffeehaus werden anonym Daten verarbeitet. Indem Sie auf „Ja, ich bin einverstanden“ klicken, bestätigen Sie, dass Sie mit dem Datenschutz dieser Website glücklich sind. Dieser Hinweis kommt dann nicht mehr wieder. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen