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Geräte, die Demut lehren

10. 02. 2015  •  50 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Es tat einen Knack. Dann war es still.
So starb sie, meine Waschmaschine.
Gedenken wir ihrer.

.

Vor zwei Wochen hatte ich zweimal einen F13-Fehler. „Blink! Blink!“, machte das Display. Wasserweiche im Eimer!

Was tut man als erprobtes Computerhaserl? Genau: Ausschalten. Vom Netz nehmen. Wieder ans Netz tun. Wieder einschalten. Zack: Repariert! Kein F13-Fehler mehr. Spontanheilung! So kennt man das. So erarbeitet man sich bei den Eltern den Status „Elektronikgenie“.

Die Maschine lief wie’n Döppken. Acht weitere Wäschen lang. Dann: Knack. Ende. Nix half.  Mausetot und voller Wasser. Die Pumpe – R.I.P.

Kaputte Bauknecht-Waschmaschine mit Wassereimer davor

Da ham’wa den Salat.

 

Ich kriegte auch Pumpe! Die Maschine, eine Bau*knecht, ist erst drei Jahre alt. Die Maschine, die ich vorher besaß, , ebenfalls eine Bau*knecht, starb seinerzeit nach nur fünf Jahren. Blutdruck bei 180 zu 140! Hass auf Bau*knecht!

Ich recherchierte. Reparaturkosten: Pumpe, Wasserweiche, Techniker – alles zusammen genauso teuer wie die Maschine selbst. Dem Hersteller also nochmal Geld in den Rachen werfen? Nicht mit mir!

Am Freitag wird der Klassiker von Miele geliefert: WDA 110 WCS. A++, sieben Kilo Zuladung, 1.400 Umdrehungen, auf 20 Jahre Lebenserwartung getestet. Der Volkswagen unter den Waschmaschinen.

Das Gute an all dem Driss:

  • Ich habe endlich mal den Wirtschaftsraum gewischt.
  • Ins Dachgeschoss wandernd, um beim Coach und der Kreisläuferin um Wäscheasyl zu bitten, bekam ich erst Zuspruch, dann ein Bier, dann einen Pott Käse zum Mitnehmen. Und am Ende gewaschene Wäsche. Großartig, das.

#Serviceblog:

  • Zum Auslassen des Wassers die Klappe unten entfernen. Wasser mit Aufnehmer aufnehmen. Circa sechs Liter. Dauer: etwa 30 Minuten.
  • Vorher Hose ausziehen. Man kniet ja im Siff, gell.
  • Fun-Faktor: 0 von 10 Sternen.
  • Bei Bedarf aggressive Punkmusik einlegen.

Kommentare

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  1. Oder Mozart, die g-moll Symphonie, das hilft immer.

    1. Frau Nessy sagt:

      Dann doch eher Paul Dukas‘ Musik zum Zauberlehrling.

      Walle! walle
      manche Strecke,
      daß, zum Zwecke,
      Wasser fließe
      und mit reichem, vollem Schwalle
      zu dem Bade sich ergieße.

    2. jpr sagt:

      Im gegebenen Falle waere ja die Fortsetzung mit einem magischen Wischhelferchen passender. Aber ‚Wischmop‘ reimt sich halt einfach schlecht.

    3. Frau Nessy sagt:

      Salopp schwang Bob
      der Baumeister den Mop.
      Hopp hopp, Bob!
      Doch Bob hatte
      nen dicken Kopp
      und stoppte
      den Mop.

    4. jpr sagt:

      Chapeau!

  2. wollen Sie wissen, bei welchem Wort ich anfing zu lachen?
    Also nicht nur so ein Hm-hm-Geschmunzel, sondern hörbar?

    Driss.

    1. Frau Nessy sagt:

      Weil Sie das Wort kennen oder weil Sie es nicht kennen?

    2. weil ich es kenne. Weil es Heimat ist.

  3. Dagmar sagt:

    Die Miele ist kein Mittelklassewagen. Sie ist quasi Porsche. Glauben Sie mir bitte, ich habe das studiert. Sozusagen. Gratulation!

    1. Frau Nessy sagt:

      Es gab da noch teurere Geräte. Auch von Miele. Das waren dann wohl die Rolls Royce.

      Die Steigerung sind dann nur diese Waschmaschinen, die auch trocknen.

    2. creezy sagt:

      Ja, aber Waschmaschinen, die auch trocknen, gehen deutlich früher kaputt als WM oder Trockner alleine. Auch die von Miele. Nicht empfehlenswert.

  4. Zaphod sagt:

    Ich frage mich gerade was so eine Reparatur wohl kostet, wenn man die Fehlermeldung nicht einfach ignoriert ;)

    1. Frau Nessy sagt:

      Ich schätze, die Hälfte des Waschmaschinenwerts (und das nach 3 Jahren).

      Allerdings bestelle ich nicht nach einmaliger Fehlermeldung direkt einen Techniker für 70€ Anfahrt ein, wenn die Meldung eine einmalige Sache war.

      Nun ja. Demnächst vielleicht doch.

  5. Anja sagt:

    Machen Sie mir keine Angst. Nachdem ich 2 Mal im „Siff“ hockte, nachdem meine Waschmaschine meldete, dass die Pumpe blockiert sei, schaltete ich das nächste Mal einfach auf das Programm „Abpumpen“ um. Das funktionierte so hervorragend, dass ich danach – mutig geworden – auf „Schleudern“ umstellte. Funktionierte ebenso! Dieses Spiel mache ich nun nach ca. jeder vierten Wäscheladung, wenn ich diese Menge an einem Tag wasche. Ich habe das Gefuehl, meine Waschmaschine ist gewerkschaftlich organisiert und streikt nach einer gewissen Anzahl Waschgänge pro Tag. Praktischerweise passiert das meistens nach dem letzten Spuelgang. Das geht nun schon seit einem halben Jahr so. Aber wenn ich einen Knack höre, weiss ich ja nun bescheid und spare derweile auf eine Miele. 20 Jahre Ruhe an der Waschmaschinen-Front hat was fuer sich.

    1. Frau Nessy sagt:

      Tja. Was soll ich sagen?

  6. ANNA sagt:

    hmmmmmja…..hmmmja *mitfühlendes Lächeln und stummes Kopfnicken*

    von einer deren Herd am 23.12. kaputt ging, Waschmaschine am 30.12. und Geschirrspüler Mitte Januar .

    1. Frau Nessy sagt:

      Oh Gott, die tödliche Trias! Ich hoffe nicht!
      Mein Beileid angesichts dieses geballten Verlusts.

    2. Werner sagt:

      Wie bei uns: erst die Spülmaschine, dann der Trockner und zu guter Letzt die Waschmaschine. Haben die sich abgesprochen??? Jetzt muckt auch noch der Backofen… das einzig Gute an der Geschichte ist, dass wir demnächst in der Küche – außer dem Kühlschrank – alles neu haben. Dafür aber auch ein leeres Konto.

    3. Frau Nessy sagt:

      Vielleicht tröstet es Sie, dass die neuen Geräte sicherlich energieffizienter sind und sie nun bestimmt eine Menge Geld sparen.

      Ähm, nein?
      Nicht?
      Ich hab’s versucht. Ehrlich.

  7. Nihilistin sagt:

    Oh. Ich fürchte wir haben auch ne Bau*knecht im Bad stehen. Und ich dachte nach der letzten Waschmaschinenkatastrophe, ich täte mir mit der Marke was Gutes. Dann hoff ich einfach mal, daß wir eine Freitagsmaschine erwischt haben, die mind 10 Jahre hält.

    1. Frau Nessy sagt:

      Hoffen wir’s. Meine zwei Bau*knechts und eine weitere des Mitbewohners haben es jeweils nur 3-5 Jahre getan.

  8. Willkommen im Kreise der nicht-anonymen Waschmaschinentrauergemeinde und natürlich mein Beileid!

    Als unsere Maschine mal kurzfristig einen Herzstillstand hatte, stellte ein Techniker fest, daß der Motor ausgetauscht werden müsste, Kostenpunkt ebenfalls vom Neuwert einer neuen Maschine. Wir ließen ihn ohne Auftrag von dannen ziehen. Herr Budenzauberer (null Ahnung vom Waschmaschineninnenleben) schaute dann selber nochmal nach, entdeckte einen schief sitzenden Keilriemen, zog ihn wieder gerade auf und – die Maschine wusch noch brav weitere 5 Jahre ohne Probleme.

    1. Frau Nessy sagt:

      Machen Sie mich nicht schwach!

    2. Neinnein, ich bin sicher, bei Wasserweichendefekt und Pumpenstillstand plus ausgelaufenem Wasser hätte weder Herr B. noch Sie selbst etwas retten können.

      Glaube ich jetzt mal so.

    3. Frau Nessy sagt:

      Wir glauben das jetzt mal alle so. Ganz fest.

  9. Sabine sagt:

    Meine letzte Miele-Waschmaschine tat 25 Jahre lang ihren Dienst und geschont wurde sie wahrlich nicht. Die jetzige ist auch schon 5 Jahre im Einsatz und ich bin optimistisch. Wenn man mal hochrechnet, ist so ein VW unter den Waschmaschinen in der Anschaffung ja auch günstiger, als wenn man 20 Jahre lang alle 3-5 Jahre eine neue kaufen muss.

    Insofern: gute Entscheidung. Auch für den Puls.

    1. Frau Nessy sagt:

      Das habe ich mir auch gedacht. Für die zwei Waschmaschinen, die ich besaß, hätte ich mir, noch einen Fuffi draufgelegt, schon eine Miele kaufen können.

  10. Meine Klara von und zu Miele tut jetzt schon 18 Jahre brav ihren Dienst. Ihr Bruder, Detleff Thumble von Miele, boykottierte vor knapp drei Jahren die ihm zugewiesenen Aufgaben: offensichtlich gefiel ihm der neue Standort nicht oder er wurde beim Umzug verletzt (ob nur seine Gefühle wegen mangelnder Streicheleinheiten beim Transport oder ein ernsthaftes Polytrauma entzieht sich meiner Kenntnis). Inzwischen ist ein neuer Bruder angekommen, der alte wurde gleich mitgenommen und bestattet. RIP. Jetzt haben wir wieder Ruhe. Hoffentlich noch viele Jahre.

    1. Frau Nessy sagt:

      18 Jahre. Das macht mir Mut.

  11. lihabiboun sagt:

    Ohhh … das wunderbare Wort „Aufnehmer“ das kenn ich von meiner Mama. Versteht sonst im Süden ja keiner ….

    1. Frau Nessy sagt:

      Wie sagt man denn im Süden dazu?

    2. Werner sagt:

      Im Schwäbischen: Labbe

    3. Frau Nessy sagt:

      Der Lappen als solcher ist hier eher der Oberbegriff.
      Aber Labbe mit zwei B – okay.

    4. Ponder sagt:

      Etwas anders ausgesprochen, aber gleich geschrieben auch im Hessischen: Labbe.

      :)

      Viele Grüße,

      der Ponder

  12. Christian sagt:

    Tja, eigentlich müsste man das ja eher in der Zahl der Wäschen als der Zahl der Jahre rechnen. Eine WaMa in einer Familie mit Kleinkindern im Windelalter wäscht innerhalb eines Jahres evtl. genauso viel wie die im Singlehaushalt in 5 Jahren ;-)

    Jedenfalls …auch M**le ist nicht unbedingt immer Qualität: Meine hat nach 16 Jahren (davon 2 Jahre Windelwäsche also evtl. brutto dann doch 21:) mit einem nicht reparierbaren Lagerschaden den Dienst quittiert.
    Bin jetzt bei A_uspacken E_inschalten G_ehtdoch.

    Und zum Flusensieb reinigen und Wasser ablassen passt bei der sogar eine flache Schüssel drunter …also kein Knien im Siff.

    1. Frau Nessy sagt:

      Nun – 16 Jahre klingen schonmal besser als 3.
      In diesen drei Jahren war sie nicht im Dauerbetrieb. Singlehaushalt – die meiste Zeit über.

      Man sollte eigentlich Waschmaschinen kaufen, die seit Jahren z.B. in Studentenwohnheimen und 10er-WGs stehen. Die trifft’s noch härter als Maschinen in Kleinkindhaushalten.

  13. schwarzmaler20 sagt:

    Gute Wahl. Meine Miele tut jetzt seit 12 Jahren ihren Dienst und zeigt noch keinerlei Anzeichen von Altersschwäche.

  14. Johanna sagt:

    Wirtschaftsraum?…

    1. Frau Nessy sagt:

      Naja … das Kämmerchen halt. Ich wollte jetzt nicht „Rumpelkammer“ schreiben.

  15. noch eine stimme für miele: unserer ist seit über 20 jahren im einsatz, davon 6 jahre mit stoffwindelkindern. einmal wasserweiche und einmal bullaugendichtung letztes jahr. ansonsten treu und brav.
    gute entscheidung!

    1. Frau Nessy sagt:

      Meine Laune steigt merklich.

  16. Meine Waschmaschine starb auch neulich (ich sage es ungern, Miele, sie wurde nur 8 Jahre alt), ich wasche jetzt koreanisch. Sind sehr reinlich, die Koreaner, soviel kann ich bis jetzt sagen. ..;-)

    1. Frau Nessy sagt:

      Ich möchte das nicht hören. 8 Jahre. Neinneinnein.

  17. Wirtschaftsraum… was für ein Wort.

    1. Frau Nessy sagt:

      Da, wo auch das Bier steht.
      #siewissenschon

  18. Ponder sagt:

    Uns ist vor etwa zwei Jahren eine geerbte Miele gestorben – das Alter liess sich nicht mehr verifzieren, muss aber etwa Methusalem gewesen sein.

    Jetzt wäscht nach Ansicht der Preise und einem damit verbundenen Herzinfarkt seitdem eine deutlich günstigere BEKO-Maschine – und die hat nur etwa ein Fünftel (wenn ich mich recht erinnere) einer Miele gekostet, sie muss also nur noch zwei weitere Jahre durchhalten, um sich zu rechnen, jedes weitere Jahr ist dann wirtschaftlich betrachtet Bonus. Das Teil funktioniert bisher sehr gut :)

    Viele Grüße,

    der Ponder

    1. Frau Nessy sagt:

      „Methusalem“ – das ist ein Wort, das ich in Zusammenhang mit (m)einer Waschmaschine hören möchte.

      Toi, toi, toi für die Beko!

    2. Pu sagt:

      Mit Bauknecht-Maschinen hatte ich ständig Ärger und irgendwann die Schnauze voll, als der Geschirrspüler zum dritten Mal versagte. Miele lag damals für mich preislich in weiter Ferne, also kaufte ich eine „billige“ Beko. Und was soll ich sagen, nach über 10 Jahren und einem Umzug tut sie’s noch immer wie am ersten Tag. Die Beko-Waschmaschine versieht ebenfalls seit Jahren einwandfrei ihren Dienst. An Miele mag ich inzwischen gar nicht mehr denken (und das nicht nur wegen der Preise).

    3. Meine Mielthusalem hab ich von einer alten Frau geerbt. Keine Ahnung, wie alt die Maschine ist. Toploader und im Umzugsfalle nur was für starke Männer. Also richtig starke. Das denkt man nicht, weil sie so klein ist.
      Beim Schleudern donnert sie so begeistert, dass auch die Nachbarn auf der Etage noch was davon haben.
      Aber sie läuft und läuft und läuft.
      Das ist es doch, woraufs ankommt.

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