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Der Prachtfinken-Puff

8. 01. 2015  •  5 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Anrainer«

Über mir wohnt Giovanni. Ich erzählte schon einmal von ihm. Giovanni ist ein jung gebliebener älterer Herr mit grauem Haar und braunem Backenbart, im Herzen Italiener und vor allem an den schönen Dingen des Lebens interessiert.

Giovanni ist stolzer Besitzer von Prachtfinken. Er ist aber auch oft im Urlaub. Dann ist es an der Nachbarschaft, die Finken zu füttern und zu wässern. Insofern sind die Tiere mehr oder weniger ein Gemeinschaftserlebnis.

Giovanni hat nun auch Vorsätze fürs neue Jahr geschlossen: Die Finken sollen Lieben machen! Er habe ihnen das im vergangenen Jahr schon nahe gelegt, aber die Begeisterung beim Federvieh sei verhalten gewesen.

Dabei, so sagt er, habe er alles getan, um ihre Hormone in Wallung zu bringen. Habe beobachtet, welche von den Damen den Herren zugeneigt sei. Habe Hahn und Henne einander zugeführt. Parship für Prachtfinken! Doch nichts geschah. „Deshalb habe ich Rotlicht aufgestellt.“ Heimelige Wärme, schummeriges Licht, dazu die Farbe der Liebe – aber: nichts. „Dann habe ich Tango-Musik gespielt.“ Ihn selbst habe das schließlich immer in Wallung gebracht, damals, als er noch kein Herzpatient war.

Und – oh Wunder! Es half. „Der Hahn … wie sagt man?“ Der Hahn habe die Henne tatsächlich „getreten. Aber nicht nur einmal. Die Arme tat mir richtig leid.“ Sie habe sich am Ende nur noch in den Sand gekauert und es über sich ergehen lassen.

Giovanni nahm die Tango-Platte wieder vom Spieler. Einige Tage später legte die Henne vier Eier ins Nest – und ließ sie links liegen. Keine Muttergefühle, keine Brut. Verständlicherweise! „Nach so einem Akt der Gewalt hätte ich auch nicht brüten wollen“, gesteht Giovanni ihr zu.

Mittlerweile habe sich das Weibchen aber erholt. Nun sei Zeit für einen zweiten Anlauf. Giovanni hat sich sogar in einem Prachtfinken-Forum angemeldet, um Tipps zu bekommen.

Wir sind nun alle sehr gespannt.

Kommentare

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  1. Dann drück‘ ich mal fest die Daumen, dass sich der gefiederte Liebhaber beim nächsten Mal etwas zärtlicher verhält… Vielleicht bekommen Sie ja in absehbarer Zeit einen Mini-Prachtfinken verehrt.

    1. Thymi sagt:

      Einer allein wäre nicht gut für das Tier.
      Dann schon lieber eine eigene Zucht ;-)

    2. @Thymi: Stimmt. Und dann ganz Bloggershausen mit Prachtfinken versorgen. ;-)

    3. Frau Nessy sagt:

      Die Vögel bringe ich dann in einer Voliere im Garten unter.

      (Vier Nachbarskatzen klickten „Gefällt mir“).

  2. Sollten sich nicht besser die Prachtfinken in dem Forum anmelden?

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