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Der Tag, an dem ich zum ersten Mal Lebensmittel im Internet kaufte

7. 10. 2014  •  23 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Konsumwelt«

Es ist noch nicht lange her, da habe ich an dieser Stelle über Wassermelonen und über Supermärkte geschrieben.

Dass Dinge mal vorhanden sind und mal nicht und falls ja, dann nicht dort, wo man sie vermutet oder wo sie sonst gewöhnlich sind.

Ich habe gerade zum ersten Mal Lebensmittel im Internet bestellt: Tiroler Schüttelbrot.

Schüttelbrot gibt es auch in meinem Supermarkt um die Ecke – in der Brot-Abteilung. Aber eben nicht immer. Manchmal ist es da, manchmal nicht. Manchmal liegt es auch woanders. Derzeit zum Beispiel in der „Aktionsecke Südtirol“, gemeinsam mit Schinken und Kaminwurzen. Nach drei vergeblichen Runden durch den Markt habe ich es schließlich entdeckt – vor dem Regal mit dem Senf. Allerdings nicht, wie man passend zur Aktion vermuten könnte, zu einem Aktionspreis. Der Hersteller ist nun ein anderer, es sind nur noch 100 statt 200 Gramm in der Packung, dafür kostet es dasselbe.

Denkt der liebe Einzelhändler, ich merke das nicht? Denkt er, ich habe Spaß daran, mir ständig mein Zeug zusammenzusuchen, wenn ich abends nach dem Job durch den Markt schiebe? Stell Deine Aktionen gerne auf, wo Du willst. Ich freue mich, wenn ich überrascht werde. Ich gebe dafür auch gerne Geld aus. Aber zusätzlich. Zusätzlich Geld ausgeben, zusätzlich aufstellen. Und alles andere bleibt dort, wo es ist. Dieses ständige Suchen ist nämlich das, was zermürbt. Weshalb ich Dinge online bestelle.

Ich habe übrigens zusammen mit dem Schüttelbrot das Produkt „Bayer Schädlingsfrei“ bestellt – weil zwei meiner Zimmerpflanzen Läuse haben. Zuvor war ich im Supermarkt, wo sie Blumendünger und Seramis führen, wo es Mittel gegen Fliegen, Motten, Ameisen und Silberfische gibt, aber nichts gegen Läuse – wem erschließt sich das? Daraufhin bin ich sechs Kilometer in einen Baumarkt mit Gartenabteilung gefahren, um festzustellen, dass „Läusespray erst nächste Woche wieder reinkommt“.  Wenn der Einzelhandel es irgendwie schafft, transparent zu machen, ob es ein Produkt a) gerade führt und b) wo genau, wäre das für mich schon die halbe Miete.

Nun bekomme ich übermorgen also zwölf Packungen Schüttelbrot geliefert. Es ist ein Jahr lang haltbar und  sollte die Sucherei für die nächsten zehn Wochen beenden. Es war übrigens teurer als im Einzelhandel. Aber für Verlässlichkeit zahle ich eben gerne.

 

Kommentare

23 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Uwe sagt:

    googelt Schüttelbrot…

  2. Mercator sagt:

    …oh und bitte bitte (!) nicht vergessen zu erzählen, wie denn das Brot geschmeckt hat. Damit ich mir da dann auch bestellen kann. Ich mußte mir gleich mal angucken, was dieses komische geschüttelte Brot denn sein soll. Und habe nach Studium der Inhaltsstoffe den starken Verdacht, dass das sehr lecker ist. Nur blöd, wenn man eine große Auswahl im www. hat und leider nicht kosten kann.
    Daher würde ich mich über ein Vorkosten sehr freuen. Vielen Dank schon mal im Voraus!

    1. Frau Nessy sagt:

      Es ist eine Art Südtiroler Knäckebrot. Aber weniger zum Etwasdraufschmieren. Mehr zum Abbrechen. Zu Käse oder zur Suppe.

  3. Daniela sagt:

    Habe hier einen echt guten Link für Sie :-) Mehrfach erbrobt und für gut befunden. Auch die Ladengeschäfte, sollte es Sie einmal nach Bozen oder Meran verschlagen, sind sehr zu empfehlen.
    http://www.pursuedtirol.com/de/s%C3%BCdtiroler-spezialit%C3%A4ten/1-0.html

    1. Frau Nessy sagt:

      Dankeschön! Das sieht sehr lecker aus. Derzeit nehme ich das Schüttelbrot von Trenker.

  4. Julia-Maria sagt:

    Absolut dabei! Bei den Einkaufs-Großkampf-Tagen (Ostern, Weihnachten) fürchte ich mich vor jedem Supermarkt-Besuch. Die Angst, einfach überrannt zu werden und in dicker Winterjacke stundenlang unter dem Heizungsgebläse an der Kasse zu stehen. Horror! Hier habe ich den „Drive in“ für mich entdeckt. Online bestellen, Wunsch-Uhrzeit angeben, hinfahren, ins Auto laden lassen (!), mit Kreditkarte bezahlen und wuuuuuusch – wieder weg.

    1. Frau Nessy sagt:

      Nicht schlecht, Wo gibt es sowas? Gerade für die Pflicht-Einkäufe abends, wenn man nur drei bestimmte Teile braucht, scheint es mir sehr praktisch.

    2. Julia-Maria sagt:

      Gibts bei uns beim Real,- drive in
      http://www.real-drive.de/storeselection
      #serviceblog ;)

  5. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Das mit dem Läuse(tod)spray kann ich erklären, ist ja hier ein Serviceblog! *grins*
    Für alles todbringende für die Heilung von Kollege Pflanze benötigen Sie als Verkaufsstelle 1.) einen Menschen der einen (wichtigen) Schein macht um sich um toxische Stoffe kümmern zu dürfen und 2.) einen abschließbaren Schrank für die Flaschen/Sprays u.ä..
    Das ist z.B. bei Bl**e2000 das Problem, Sie bekommen Pflanzen, aber keine chemische Keule.
    Und sollte jemand ohne Schein und Schrank Ihnen ‚Läusetod‘ verkaufen wollen, Obacht!, ist sicher was homopathiasches.

    1. Frau Nessy sagt:

      Gut zu wissen. Jetzt, wo Sie es sagen: Bestimmte Supermärkte („Einmal hin, alles drin“) haben tatsächlich solche Schränke haben. Ich erinnere mich.

  6. Cliff sagt:

    Läusetod: Handvoll Zigarettenkippen in Wasser, 48 Stunden (oder so) stehen lassen, filtrieren, in ’ne Sprühflasche, sprühen, Läuse tot.

    Positiver Nebeneffekt, wenn man Raucher ist: Meine Lunge bekommt garantiert keinen Läusebefall.

    1. was mich dabei sehr interessieren würde:
      überleben die Pflanzen diese Kur?

    2. Caramelia sagt:

      Ja, die Pflanzen überleben diese Kur erstaunlich gut (gibt scheinbar auch Nikotinsüchtige Pflanzen).

      Allerdings würde ich diesen Läusetod nur in gut belüfteten Räumen / am Balkon anwenden … die Lösung stinkt entsetzlich.

  7. lihabiboun sagt:

    Ich hoffe jetzt mal SEHR STARK, daß alle internet-affinen Supermärkte hier mitlesen und Konsequenzen ziehen!!!!Läusetod für alle und Schüttelbrot sowieso. Das geht übrigens auch gut für libanesischen Brotsalat …. ;-)

  8. ich denk auch immer, dass die bloß umräumen, um mich zu ärgern.
    Da lob ich mir die räumlich kleinen Märkte, bei denen ist kein Platz für solche Späße. Die räumen nur um, wenn sie renovieren, weils dann eine gute Gelegenheit ist. Also so alle zehn Jahre. Das hält man aus, denn die Umgewöhnung an die neue Ordnung lohnt sich ja: sie hält für die nächsten Jahre.

    1. Frau Nessy sagt:

      Ich finde es ja durchaus okay, wenn Märkte etwas nicht haben. Zum Beispiel Schüttelbrot. Das ist ja auch schon speziell. Aber wenn Sie es grundsätzlich führen, dann bitte doch nicht nur an wahllosen 35 von 52 Wochen im Jahr (ist ja keine Saisonware) und davon noch 15 Wochen lang an unterschiedlichen Orten versteckt.

  9. Cliff sagt:

    @Frau Vorgarten:
    Ja, die meisten Pflanzen freut das. Für Rosen, Tomaten und alle Sorten von Geranien kann ich das definitiv bestätigen. Bei anderen Pflanzen habe ich noch nicht zu diesem Mittel greifen müssen; die scheinen läuseresistent zu sein.
    Zitronenmelisse ist übrigens auch eine Geranie, hab‘ ich mir sagen lassen.

    @Frau Serviceblogbetreiberin (Nessy):
    Sorry dass ich hier unten poste, aber entweder ist mein Adblocker oder Ghostery zu scharf eingestellt, oder ich bin zu blöd den „Antworten“-Button zu finden.

    1. Cliff sagt:

      Ah, hier ist einer, aber ab der dritten Unterebene scheint der weg zu sein. Vielleicht mal den Theme-Bastler um Abhilfe bitten?

    2. Cliff sagt:

      Oder in den Blogeinstellungen mehr Kommentarebenen erlauben? So, sagen wir, fünnef?

    3. Frau Nessy sagt:

      Es gibt zwei Kommentarebenen: Kommentar – Antwort. Falls mehrere unterhalb eines Kommentars diskutieren, müssten sie sich dann adressieren.

      Im vorliegenden Fall hätten Sie also unter dem Ausgangspost auf „Antworten“ klicken müssen. Dann wäre Ihre Antwort direkt unterhalb der Frage erschienen.

    4. Cliff sagt:

      Ah, jetzt, ja! (Eine Insel!) — Danke für die hilfreiche Erklärung @fraunessy.

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