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Göttliche Lage

14. 08. 2014  •  5 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Anrainer«

Wir haben hier in Dortmund ja diesen See. Den See, den man entweder mag oder grenzenlos doof findet.

Der See war mal ein Stahlwerk, die Hermannshütte. Sie wurde stillgelegt, abgebaut, Bauarbeiter haben ein Loch gegraben und Wasser reingelassen. Im See darf man zwar nicht baden, aber es gibt einen Yachtclub und manchmal finden Ruderwettbewerbe statt. Menschen segeln in Segelbooten über das kleine Stück Wasser, von einem Ende zum anderen, drehen um, segeln zurück und essen danach ’ne Currywurst.

Die Idee dieses vier Meter tiefen Tümpels ist ein bisschen Naherholung, ein bisschen Schickimicki. Die Dortmunder sollen flanieren und sich entspannen, es gibt Eisdielen, Restaurants und Spielplätze, alles mit architektonischem … ööhhm, ja, doch … Anspruch.  Ich glaube, ein Hauch von Jetset soll durch Dortmund wehen. Nur hat niemand so richtig an die Leute gedacht, die in den alten Arbeiterhäusern rundherum wohnen. Während sich alles um sie herum wandelt bleiben die Ureinwohner nämlich unbeeindruckt so, wie sie sind. Das ist ganz wunderbar, das muss man erlebt haben.

Fünf Jahre lang begleiteten zwei Filmemacher die Entstehung des Phoenixsees hier in Dortmund. Das Ergebnis ist ein Film: „Göttliche Lage – Eine Stadt erfindet sich neu“.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Film. Ulrike Franke und Michael Loeken (Webseite) zeigen die Bauarbeiten, lassen alte und neue Anwohner sprechen. Der Ton des Trailers klingt in meinen Ohren kritisch; ich selbst finde den See hingegen durchaus prima, weil Dortmund solch eine Wohn- und Geschäftslage tatsächlich braucht, aber auch wegen seiner Seltsamkeiten.

Der Film feiert am 20. August im Cinestar Dortmund Premiere.

Kommentare

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  1. Chris sagt:

    Gibts eigentlich einen wirklichen Grund, warum man im See nicht baden darf? Ich habe ein wenig danach gesucht aber nur „ist verboten“ gefunden.

    1. Frau Nessy sagt:

      Ich kann jetzt nur wiedergeben, was ich meine, aus der Berichterstattung zu erinnern: Der See ist ja nicht sehr groß, und man befürchtet wohl, dass, wenn an einem Sommertag 1000 Leute da reinspringen, der Tümpel binnen Stunden vor dem ökologischen Kollaps steht.

      Es kursieren natürlich auch Gerüchte, dass dort noch Schwermetalle schlummern und einem nach dem Baden in zweiter Kopf wächst. Das wird aber in stetiger Wiederkehr dementiert.

  2. „ne kleine Kneipe … und ne Kirche.“

    Die Reihenfolge ist ja putzig.

    1. Frau Nessy sagt:

      Schöne, ’ne. So sind’se hier, die Leute.

  3. Birgit sagt:

    2010 geflutet – Google Maps sollte dringend mal wieder nach Dortmund. ;-)

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