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Mrrrööööömmm!

19. 11. 2013  •  54 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Anrainer«

Mein Garten ist ein toller Garten:

Er hat einen Kirsch- und einen Haselnussbaum, Brombeer- und Johannisbeersträucher und außerdem viele verwunschene Ecken. Die Ecken sind aus einem recht unromantischen Grund so verwunschen: Sie sind einfach ziemlich zugewuchert; der Vorbesitzer hat dem Grün nicht wirklich Einhalt geboten.

Auf dem Grundstück gibt es zwei ziemlich große Tannen, die eine ist circa sieben Meter hoch, die andere acht oder neun Meter. Die große ist nicht nur sehr hoch, sondern auch sehr ausladend – ein über Jahrzehnte gewachsenes Prachtstück, das dem Kölner Dom gut als Weihnachtsbaum zu Gesicht stünde.

Tannenbäume mit Regenbogen

Die Tannenbäume mit Regenbogen: Ganz links, halb aus dem Bild ragend, die große Tanne, in der Mitte die schmale. Die rechte der drei Tannen, Bildmitte, steht auf dem Nachbargrundstück.

Die Tanne steht nun aber nicht im Kölner Dom, sondern bei mir im Garten, nimmt Platz weg, beraubt die Nachbarn bis hinauf in den dritten Stock ihres Tageslichts und tut nichts weiter als blöd herumstehen. Deshalb muss sie weg und ihre schmale Freundin gleich mit.

Es ist ja allseits bekannt, dass ich aus dem Sauerland komme, und wer aus dem Sauerland kommt, kennt über drei, manchmal auch schon über eine Ecke immer jemanden, der regelmäßig in den Wald geht und Holz macht. Früher war das mein Großonkel. Früher war allerdings auch alles anders, da brauchte man nicht für jeden Schlag mit dem Beil eine Genehmigung. Da ging man einfach mit der Axt in den Wald, haute um, was man brauchte, und zog es auf dem Schlitten nach Hause.

Heute hat die Verwandtschaft einen Motorsägenschein und darf ganz offiziell „Holz machen“. Mit drei Motorsägen, einem Helm und einem Seil kommt sie also zu mir in den Garten, um die Bäume umzuhauen. Wir haben allesamt ein bisschen Respekt vor der Unternehmung, denn so ein mehrfamilienhaushoher Baum, das ist schon was. Außerdem ist er ja nicht nur hoch, sondern auch breit, gut vier Meter im Durchmesser, wenn man die Äste einbezieht – sowas muss irgendwo zu liegen kommen, und dieser Ort ist bestenfalls nicht der Balkon der Nachbarn von oben oder der Zierteich der Nachbarn zur Rechten, in dem, wenn ich mir die gesamte, zierstrauchbestandene Grünanlage so anschaue, bestimmt Kois im Wert eines Mittelklassewagen schwimmen. Es bleibt eigentlich nur ein 30 Grad breiter Streifen zwischen meinem Kirschbaum und dem Gartenzaun.

Den erste Baum, den schmalen, nehmen wir zum Üben. Die Verwandtschaft geht um ihn herum, prüft Holz und Wuchsrichtung und sagt: „Das machen’wa einfach mit Drücken!“ Wir stellen uns also an den Stamm, Motorsägen-Man sägt – Mrrrööööömmm! – einen Keil in den Stamm, und wir drücken den Baum in die Richtung, in die er fallen sollen. Tatsächlich fällt er wie eine Eins.

Der zweite Baum hingegen, ja, da hat auch Motorsägen-Man Respekt. Er beäugt ihn, prüft, lehnt die Leiter an, klettert hinauf, knotet ein Seil um den Stamm, klettert wieder hinunter, zieht einmal Probe, geht wieder um den Baum herum und sagt dann: „Wird schon.“ Das ist für uns das Zeichen, die Leiter wegzuschaffen und ans Ende des Seils zu treten, bereit für den finalen Zug. Wieder sägt er – Mrrrööööömmm! Mrrrööööömmm! – einen Keil. Es dauert diesmal, der Stamm ist ziemlich dick. Dann der Befehl: „Ziehen!“ Wir ziehen, der Baum neigt sich ein bisschen, dann noch ein bisschen, ein bisschen mehr und schließlich senkt er sich, langsam wie eine Feder, zu Boden, und legt sich sanft in die Brombeersträucher knapp vor Nachbars Zaun. Der Garten ist nun voll mit Tanne – mit so viel Tanne, dass ich eine Adventskranzbinderei aufmachen könnte.

Tannenbaum im Garten

Viel Tanne im Garten.

Wir sägen noch ein bisschen an den anderen Bäumen herum, am Kirschbaum und am Haselnussbaum. Wir sägen sie natürlich nicht um, sondern wir sägen sie nur in Form. Danach ist der Garten endgültig voll. Eine Schar Rotkehlen und fünf Meisenfamilien kommen. Sie bemerken schnell: Hier gibt’s jetzt richtig was zu futtern.

In den folgenden zwei Tagen schmeißen die Vögel eine Riesenparty im Gehölz: Sie hüpfen durch den Garten wie durch ein Bällebad, picken sich die fedrigen Bäuche voll und zwitschern so laut wie sonst nur Uschi Kowalski beim Schlagermove. Die kleinen Dinger sind völlig high und beseelt.

Vogelparadies

Für die einen ist es Grünabfall, für die anderen das Paradies.

Wenn Sie nun in der Nähe von Dortmund wohnen und weihnachtlich schmücken möchten, kommen Sie gerne vorbei. Ich habe Tannengrün ohne Ende. Wirklich: ohne Ende.

Kommentare

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  1. du liebe Zeit.
    DULIEBEZEIT!!! Mir sträuben sich die Fußnägel.
    Da ham Sie ja deutlich mehr Glück als Verstand gehabt.
    Dass da keinem ein Ast oder der ganze Baum auf die Rübe gepoltert ist und die Bäume auch da landeten, wo Platz für sie war und so weiter und so fort.
    Bitte nie wieder an einem Baum schubsen, dem ein Keil ausgesägt wurde. Das ist saugefährlich.
    So ein Baum hat keinen Respekt vor Sauerländern.
    Und auch nicht nur ein Helm. Helme für alle, schließlich haben auch alle Köpfe, um sie aufzusetzen.

    1. Nessy sagt:

      Es besteht kein Grund zur Aufregung. Genau deshalb war ein erfahrener Baumfäller vor Ort. Und es ist ja auch alles genau so gefallen, wie er es eingerichtet hat.

    2. energist sagt:

      Werte Vorgärtnerin, da ich ja auch ab und an die Motorsäge schwinge eine ernstgemeinte Frage: wie soll man denn einen Baum sonst umschubsen, außer vorher ’nen Fallkeil rauszusägen?

    3. Nessy sagt:

      Ich glaube, sie meint, man solle nicht drücken, sondern … ja, keine Ahnung. Vielleicht nur einen Keil sägen und warten.

    4. Blödsinn, abwarten.
      Dann kann man eher warten, bis der Baum ganz von alleine umfällt, ohne sägen.
      Man sägt den Keil auf der Seite raus, wo der Baum hinfallen soll. Bis fast zur Hälfte in den Baum.
      Dann geht man auf die andere Seite des Baums, sägt einen Schnitt durch, etwas oberhalb des Keils, den man vorher gesägt hat. Da kloppt man dann Alukeile rein (manchmal reicht auch einer). Alu, weil das leicht ist und keinen Widerstand bietet. Und dann kippt der Baum von ganz alleine um. Da muss keiner schubsen.
      Je weniger Leute dran beteiligt sind, desto geringer die Gefahrenquelle, weil dann nur einer aufpassen muss, wo er seine Knochen hat.
      Und wo zugleich der Baum runterkommt.

    5. energist sagt:

      Werte Vorgärtnerin, das ist ja alles richtig, aber wenn ich einen ganz schmalen Korridor habe, in den der Baum fallen kann – nur keilen ist mir da etwas riskant. Daher hat vermutlich der Onkel von Frau Nessy ja auch das Seil mitgebracht: so sind die Leutchen auch aus der Gefahrenzone und trotzdem geht’s in die richtige Richtung :)

      PS: Ich hab noch gelernt, daß man beim Fällschnitt ’nen Plastikkeil setzen soll, damit das Blatt nicht verkanten kann.

  2. Micha sagt:

    Gute Idee! Was macht man mit einem Garten, der dunkel im Schatten einer großen Tanne liegt? Zwar sitzt es sich im Sommer wiederum ganz hervorragend unter einem Baum, aber wohlgemerkt unter einem Laubbaum!

    Und von all den schönen Pflanzen, die man sich in einen Garten holen kann, wäre Tanne eindeutig auf den Abstiegsplätzen ganzganz unten.

    Ich bin schon ganz gespannt, wie nun Wohnung und Grün mehr und mehr den Nessie-Daumendruck bekommt und hoffe, Sie lassen uns EN DETAIL an allem teilhaben!

    Aber: alter Scholli – eine äußerst respektable Baumfällaktion. Ich hätte Muffen gehabt!

    1. Nessy sagt:

      Ich hatte auch sehr gehörigen Respekt.

      Früher hat man sich sowas halt in den Garten gepflanzt, ungeachtet dessen, dass es 20 Jahre später haushoch ist. Im Frühjahr kommt dort jetzt etwas Schönes hin. Bin ohnehin gespannt, was nächstes im Garten alles aus der Erde kommt.

    2. energist sagt:

      Ich mag ja ungern den Miesepeter spielen: aber haben Sie schon nen Plan, werte Frau Nessy, wie Sie den Stumpf rausbekommen? Aus leidvoller Erfahrung kann ich nämlich sagen, daß all das über der Bodenlinie der spaßige, das darunter der schweißtreibende Teil der Sache ist.

    3. Nessy sagt:

      Ich habe mir dazu schon Gedanken gemacht, ja. Ich finde aber, dass dies ein Thema ist, dass man lange wirken lassen sollte. Man braucht dazu einen ausgeklügelten Plan. Auf keinen Fall sollte man da etwas überstürzen und vorschnell zum Spaten greifen.

    4. Anni sagt:

      Am besten verwende man den Baumstumpf bis auf weiteres als Blumenkübel-Ständer. Nach so 10-20 Jahren unter’m Blumenkübel ist auch der entschlossenste Baumstumpf butterweich. :-)
      Und dient in der Zwischenzeit als Unterkunft für verschiedene Garten-Helferlein (Insekten) bzw. Futterspeicher für andere (Vögel, Igel). Totes Holz in der Landschaft ist wichtig, aber heute selten.

    5. Ponder sagt:

      Das klappt allerdings nur, wenn man mit dem Bereich um den ehemaligen Baum nichts vorhat – sonst stösst man alle Naselang auf ekliges Wurzelgeflecht. Dann lieber so ein Insektenhotel im Garten einbauen, ganz ohne quadratmeterweise Wurzeln drumrum :)

      Viele Grüße,

      der Ponder

    6. Nessy sagt:

      „Totes Holz in der Landschaft ist wichtig, aber heute selten.“

      Da hat man doch direkt ein gutes Gewissen angesichts der eigenen Faulheit.

      //*klebt sich Goldene Öko-Plakete auf Jogger
      //*schwingt sich zurück in Hängematte

  3. Anni sagt:

    Ich will ja nicht allzuklug sein, aber sind das wirklich Tannen? Sehen sehr fichtig aus…
    Ansonsten: Glückwunsch, dass alles geklappt hat, trotz dem Unrespekt, den Bäume Sauerländern entgegenbringen :-).

    1. Nessy sagt:

      Fichten … vielleicht. Vielleicht war das eine auch eine Tanne und das andere eine Fichte. Die Nachbarn haben sich übrigens schon gedankt, dass sich mal jemand der Ungetümer angenommen hat. Dieses Licht plötzlich!

  4. NähMa! sagt:

    Tagchen,
    also, ich wohne ziemlich ganz direkt in der Nähe von Dortmund, streng genommen bin ich sogar geborene Dortmunderin, das glaubt nur keiner, weil ich mit Fußball nix anzufangen weiß, aber darum geht’s hier ja nicht.
    Ich brauche auch kein Tannengrün.
    Warum ich mich aber jetzt zu einem Kommentar hinreissen lasse ist der Motorsägen-Man.

    Beim Lesen blieb mir nämlich der Kaffee im Halse stecken, nicht wegen Ihrer Geschichte, nein, wegen meiner.
    Ich hab nämlich auch einen Sägemann, aber der ist total unangenehm. Ich hab schon Angst, auf Nachbars Hof liegt nämlich noch n Haufen Pallettengerümpel, das ist bestimmt noch reif dieses Jahr.
    Heul. Und dann kommt er wieder und saaaagt! Und der kann das gar nicht so richtig und das ist ganz furchtbar! TAGELANG!

    Das ist jetzt voll am Thema vorbei und so und interessiert hier bestimmt auch keinen, ich musste das aus therapeutischen Gründen jetzt aber los werden.

    Auf den Garten und die Verwandtschaft bin ich in der Tat allerdings ein bisschen neidisch, mein Garten ist nur….ach lassen wir das. Ich sach nur Gewerbegebiet.
    Pott halt.

    So, jetzt nipp ich weiter am Kaffee und wünsche noch weiter viel Spaß mit dem Wunder der Natur im Garten.
    LG
    Die NähMa!

  5. NähMa! sagt:

    P.S.
    DUMM!
    Er saaaagt natürlich nicht. Er säääääägt. Oder saaaaargt. Mich ein.

    1. Nessy sagt:

      Motorsägen und Laubbläser – oh ja. Schlimm. Wenn man sie nicht grad selbst benutzt. Ich war kurz davor, einen Zettel in den Hausflur zu hängen: „Eigentlich bin ich eine ganz leise Nachbarin.“ Zum Glück waren wir nach eineinhalb Stunden durch.

    2. Lobo sagt:

      Als verantwortunsgvolle Nachbarin braucht man folgende Dinge :

      Motorbesen
      Flammenwerfer (für Moose und sonstiges Unkraut, das es wagt zwischen den Steinen hervorzuluken)
      Den lautesten Laubsauger/bläser den man im Baumarkt finden kann
      Schneefräse für den harten Winter mit Schneekatastrophe, der sich nun aber seit Jahren partout nicht einstellen will, deshalb muss man dann auch bei den paar Zentimetern die bei uns so fallen, schon mal üben.

      :-D

    3. jpr sagt:

      Die Schneefraese muss aber so eingestellt werden koennen, dass sie einen Bodenbelag von ca. 0.5cm laesst, der dann stets weiter verdichtet und glattpoliert wird.

  6. Chris^2 sagt:

    Ja, es ist schon ziemlich erstaunlich, welches Volumen ein Baum hat, wenn er nicht mehr senkrecht in der Gegend rumsteht, sondern flach am Boden liegt.

    1. Nessy sagt:

      Viel Tannengrün. Sehr viel Tannengrün.

  7. Anikó sagt:

    Die Botanikerin in mir wird nie die Leute verstehen, die sich freiwillig Nadelbäume in den Garten pflanzen, aus von Ihnen erwähnten Gründen. Tannen und Co. gehören in den Wald und da auch eher in den Wald am Berg und nicht im Flachland …
    Aber irgendwie finde ich solche Hau-weg-Aktionen immer ganz spaßig :-)

    1. Nessy sagt:

      Früher hatte man dieses Nadelzeugs halt im Garten. Wenn ich mich an all die Häuser und Gärten erinnere, die in den 70ern und 80ern gebaut wurden – da hatten ganz viele Leute Kiefern, Tannen und Fichten im Garten. Manche haben sie irgendwann auf der Hälfte gekappt. Jetzt stehen sie kopflos herum. Dann haue ich sie lieber ganz weg.

    2. haha, Baumschnitt ganz weit unten…

  8. Ich hoffe, Sie haben schon einen Plan `für nach Weihnachten`, will sagen, wohin mit dem Grün was so liegen bleibt im Garten.

    1. Nessy sagt:

      Dieser Plan gilt sogar schon für vor Weihnachten. Quasi für nächstes Wochenende.

    2. jpr sagt:

      Sie meinen, dass das naechste gefaehlich tolle Spielzeug ein Holzhaecksler ist (gruss an alle, die an Fargo denken)?
      Da haetten die Nachbarn auch etwas davon.

  9. Ponder sagt:

    Hui, bei meinen Eltern im Garten standen auch mal so Ungetüme – gleich 9 Stück. Das gab bei der Beseitigung auch einen größeren Haufen Tannengrün und danach viel, viel Licht im Garten.

    Das wirklich schlimme waren übrigens gar nicht die oberirdischen Teile, aber 9 Wurzelballen mitsamt Wurzeln ausgraben war gar kein Spass (und eine sehr, sehr harzige Sauerei). Den Garten dann neu anlegen hat dann auch sehr viel Spass gemacht.

    Viele Grüße,

    der Ponder

    1. Nessy sagt:

      Diese hübschen Flachwurzler haben gar nicht mal einen Wurzelballen.

    2. Ponder sagt:

      Ist das nicht der passende Fachausdruck für das letzte Stück Stamm mit den ganzen fiesen tauartigen Wurzeln dran, die alle einzeln ausgebuddelt werden wollen? :)

      Viele Grüße,

      der Ponder

    3. ach, ich Klugscheißer, ich.
      Das ist bei Flachwurzlern der WURZELTELLER.
      Kommt aber aufs Gleiche raus, letztendlich…

  10. eisfreak sagt:

    Schade, dass ich nicht aus der Nähe bin….so ein paar Meter Tannenzweige wären ja schon was zur Adventszeit. Wie wär´s? Vielleicht einfach mal ein Schild am Zaun aufhängen, so dass die Nachbarn Bescheid wissen? „Liebe Nachbarn: kommenden Samstag von x-x Uhr mache ich einen kleinen Garten-Weihnachtsmarkt. Tannengrün zur Selbstabholung, Glühwein und Kinderpunsch.“
    So haste gleich die Nachbarschaft im Sack *grins*
    LG

    1. Nessy sagt:

      Äh – nein. Kein Weihnachtsmarkt in meinem Garten.

  11. Lutz Walter sagt:

    Wirklich, ein toller Garten ist das. Und alles so schön groß und grün.
    Ich mag Nachbarn die wissen, wie man anderen auf die Nerven gehen kann. :-)

    1. Nessy sagt:

      Für die Zeit nach dem Sägen finde ich bestimmt ein lustiges Windspiel, das den Nachbarn Freude bereitet.

  12. Wäre ich geschäftstüchtiger, käme ich mit einer Handsäge in Ihren Garten, sägte 100erte von Ästen ab, lüde (ist das der richtige Konjunktiv von laden) sie in einen Hänger und führe damit nach Berlin, um einen Adventsgrünhandel aufzumachen. – Aber nichts davon will mir gefallen.
    Danke für das Angebot :-)

    1. Nessy sagt:

      Der Anfang las sich gut. Ich erwarte auch keine Gewinnbeteiligung.

    2. Danke, danke. Leider geht mir der Geschäfts- und vor allem Gewinnsinn so vollkommen ab.

  13. Alexandra sagt:

    Frau Nessy, Ihnen ist aber schon bewusst, dass das Flachwurzler sind? Das bedeutet, dass die ihre Wurzeln von Schiffstau-Format bis in die Nachbargärten ausgebreitet haben. Teils sichtbar, teils eine Handbreit unter der Krume – wenn sie ein Ende finden, ziehen sie mal feste dran! Sie werden staunen…

    1. Ponder sagt:

      Meiner Erfahrung nach hilft da ziehen nicht – nur buddeln. Viel buddeln.

      Nadelbaumwurzeln entfernen ist kein Spass. Nein.

      Schauderne Grüße,

      der Ponder

    2. Nessy sagt:

      Oder eine Axt. Die hilft auch.

    3. Ponder sagt:

      Nein, lieber nicht – die Wurzeln brauchen ewig, um zu verrotten. Zumindest die dicken Stränge müssen raus aus dem Boden :/

      Viele Grüße,

      der Ponder

    4. Nessy sagt:

      Ach, Herr Ponder! Jetzt verderben Sie doch nicht alles.

    5. Ponder sagt:

      Ich habe da ein schweres Arbeitstrauma davongetragen. Es waren aber auch viel mehr Bäume … bei Ihnen kann’s also nicht so schlimm werden, Frau Nessy. Wirklich.

      *mit zuckendem linken Augenlid ab*

      Der Ponder

    6. Alexandra sagt:

      Hinter dem Garten meines vorigen Wohnsitzes hatte der dortige Nachbar vor 40 Jahren 100 Fichten gesetzt. Niedliche Weihnachtsbäumchen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte schossen diese zu einer respektablen Schonung heran, durchschnittliche Höhe 15 Meter.

      Kyrill holte dann die anfälligsten Bäume aus allen Reihen raus. Nun waren Durchlässe für alle folgenden Stürme da und von da an wurden die Flachwurzler immer wankelmütiger und instabiler. Die taugen eben nicht für den flachen Niederrhein!!! Datt lernt uns datt!

      Der Nachbar hat drei Jahre gebraucht, diesen Wald Stück für Stück abzubauen. Inklusive sämtlicher Wurzeln. Meistens arbeitete er allein.

      Da war er schon fast 80 Jahre alt.

      Diese Aktion ist in meiner alten Nachbarschaft genauso legendär, wie das Osterfeuer, bei dem 12 Personen 6 Stunden lang damit beschäftigt waren, Tannengrün von diversen Haufen ins Feuer zu befördern.

  14. Lobo sagt:

    Boah, starke Aktion!
    Die Tannen, die früher bei meinen Eltern im Garten standen, waren vormals Weihnachtsbäume. Da das Haus und der Garten mittlerweile nicht mehr existiert, sind auch all unsere alten Weihnachtsbäume dahin. Trauern tue ich allerdings nicht wirklich darum. :-)

    1. Nessy sagt:

      Im Wald sind sie ja ganz schön, so Tannen. Aber im eigenen Garten eher nicht.

  15. lihabiboun sagt:

    Au Mann – so geht das also in Dortmund? Einfach umsägen??? Hier in München braucht man ab einem gewissen Stamm-Umfang eine Genehmigung mit mindestens drei Durchschlägen und zwölf Stempeln, einen davon vom Kaiser von China ….. Ich weiß das. Ich habe versucht, aus dem Garten meiner Mum was rauszukriegen ….. NO WAY.

    1. Monall sagt:

      Baumschutzverordnung…

      Deshalb immer alles fällen, bevor es die maglische Grenze des Stammumfangs erreicht hat

    2. Nessy sagt:

      Nadelhölzer sind hier aus der Baumschutzverordnung ausgenommen.

  16. mic sagt:

    Wat man mit dem Tannengrün macht, janz einfach, man trocknet es und verwendet es zu Ostern als Osterfeuer.

    So mach ich das immer mit dem Grünzeug das bei mir so rumsteht.
    :-)

    Und nein ich hole es nicht ab. ;)

  17. Blogolade sagt:

    Och nee, das lese ich jetzt. Hier wird Tannengrün händeringend gesucht für den Kindergartenadventsbasar. Und bei Ihnen liegt es. Ja gibts denn sowas?

    Also falls jemand heute noch vom Ruhrpott in die Pfalz fährt und dabei etwas Platz im Kofferraum hat, es muss ja auch kein ganzer Baum sein, der möge sich bitte bei mir melden. Ich nehme es, ich nehme auch viel, ich kanns nur nicht holen so kurzfristig.

    (sehr fleißig übrigens, Frau Nessy! Hat ihr Motorsägenmann denn schon den Stamm zerkleinert oder liegen die Tannen noch komplett im Garten?)

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