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Wochenendlektüre zum Anklicken

18. 05. 2013  •  9 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lektüre«

Was Sie woanders nicht verpassen dürfen:

Meister der Inszenierung“ über Menschen, die krankhaft lügen (via: Anne Schüßler). Ein unglaublich guter Text. Unbedingt bis zum Ende lesen.

Es gibt viele Gründe, warum Kinder weinen. „Reasons my son is crying“ vermittelt einen Eindruck. Ich kann mir vorstellen, dass Eltern kleiner Trotzköpfe dieses Blog sehr beruhigend finden. Auch für Eltern: Die Ikea Hackers zeigen, wie man aus Hockern ein Laufrad baut. Das Nido-Magazin zeigt, wie man essbare Regenwürmer herstellt, die nur ein bisschen fies aussehen. Für Menschen, die erst Eltern werden: die Geburt von Zwillingen in Steißlage. Alles ganz harmonisch, wie man sieht.

Eine Bilderserie zeigt, wie der Himmel aussähe, wenn alle Planeten so nah an der Erde wären wie der Mond (via Anke Gröner). Eine andere Bilderserie zeigt die Nester von Webervögeln an Telegraphenmasten.

Eine schöne Anleitung zum Leben im Studentenwohnheim.

Haley Morris-Cafiero ist Professorin für Fotografie in Memphis und ein bisschen dick. Für die Fotoserie „Wait Watchers“  hat sie eine Kamera an einem öffentlichen Ort aufgebaut und sich in einem Abstand dazu hingesetzt oder hingestellt. Die Kamera machte in zeitliche Abständen Fotos – von Haley und von den Blicken, die sie erhält. Bei der Süddeutschen wird das Thema diskutiert – die meisten Kommentatoren finden die Blicke nicht schlimm oder meinen, das Starren liege nicht daran, dass Haley dick ist.

Zu guter Letzt das Serviceblog:

  • Die Fernsehsuche bietet einen Überblick über alle Sendungen in den Mediatheken der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.
  • Jedes Buch hat ein Lesebändchen verdient (via @isabo_).
  • Für Freiberufler, Kreative und Handwerker: eine Anleitung, wann man kostenlos arbeiten sollte.
Kommentare

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  1. Robin Urban sagt:

    Der Artikel über Pseudologie ist einfach nur krasser Scheiß. Danke dafür!

    Und die Bilder von den mondnahen Planeten hab ich schon vorher gesehen… wunderschön und gruselig zugleich. Da ist endlich mal Action am Nachthimmel.

  2. Anne sagt:

    Ich habe mit diesem „Wait Watchers“-Ding tatsächlich auch ein Problem. Ich gucke ganz oft Leuten hinterher, ich gucke sie auch oft an, eben weil sie interessant aussehen oder hübsch oder tolle Klamotten haben, aber natürlich auch, weil sie seltsame Klamotten anhaben oder sonst auffallen.

    Wenn man das so provoziert wie die Künstlerin in diesem Fall, dann ist das so ein bisschen self-fulfilling prophecy und sie stellt damit Leute an den Pranger, die auf irgendeine Art gucken und dabei sofort in die Kategorie „Guck mal, die/der ist dickenfeindlich“ gepackt werden.

    Der Ansatz ist interessant, aber die Durchführung finde ich mehr als zweifelhaft und ärgerlich.

    1. Frau Vorgarten sagt:

      dito.

  3. Nihilistin sagt:

    Danke für den Tagesspiegel-Artikel. Ich hatte ihn vor einigen Wochen in der Druck-Ausgabe entdeckt und fand ihn einfach nur…..heftig und unglaublich. (Nachdem ich mal einen „betroffenen“ Kollegen in der Arbeit erlebt hatte weiß ich, daß es wirklich so unglaublich sein kann wie man es lesen kann)

  4. Croco sagt:

    Dieser Artikel über Wohnheimerfahrung ist der absoulute Bringer! Fünf Jahre mit Sopranistinnen, Hallelujasingern, Amöbenruhrverbreitern und Staubmauszüchtern mit unterschiedlicher Toleranzschwelle bezüglich Lärm und Essensresten haben mir sämtliche Illusionen über die Menscheit ausraubt.
    Aber lustig war es, und Geschichten gibt es für den Rest des Lebens. Über den Psychopathen, bei dem nichts aber auch gar nichts aus Stuttgart kommen durfte. Und darüber, dass man immer wusste, wer beim wem und mit wem schlief. Ach ja, und über illegale Tierhaltung und Drogenbesitz. Terroristenalarm mit nächlicher Umstellung durch die örtliche Polizeijungs führte zu einem freien Zimmer. Und ich weiß, wie weit ein Sofa fliegt, wenn man es über den Balkon wirft. Nicht weit, aber dafür mit gewaltiger Staubwolke.

  5. Ob der Mann, den ich Ende der 90er Jahre kennen gelernt habe, ein Pseudologe oder einfach nur ein riesengroßes A…loch war, kann ich immer noch nicht unterscheiden. Im Endeffekt war die Polizei am Ende hinter ihm her mit Verdacht auf Pädo-Pornoring auf seinem Rechner . Er war im Ausland, wo ich ihn zufällig traf – da war eben plötzlich seine Tochter in HH krank. Als ich dieser Tochter, die es im übrigen nieeeeeee gegeben hat – auch wie den Sohn nicht, zu nahe auf den Fersen war, starb sie plötzlich und unerwartet – nur einen Grabstein mit den angegebenen Merkmalen gab es nicht in HH-Ohlsdorf.
    Wahrscheinlich ist man als Pädophiler glaubhaft, wenn man eine – zwar geschiedene – aber überhaupt Familie vorweisen kann. – Und im Laufe der Zeit passten auch andere Puzzleteile. Meinen Wohnungsschlüssel, den ich seiner Meinung nach im Kino verloren hatte, der fand sich nach Wochen in seiner Wohnung, nachdem er offenbar heimlich an meinem Rechner gewesen ist. – Das war das krasseste Männererlebnis, was ich je in meinem Leben hatte.

  6. Der Bachmann sagt:

    Danke für de feine Auswahl an Merkwürdigkeiten. Es hat mich gefreut.

  7. Ponder sagt:

    Vielen Dank für die lesenwerten Links – teils gruselig, teils interessant, aber alle lesenswert!

    Das mit „Reasons my son is crying“ kenne ich gut aus eigener Anschauung, ich mache nur keine Fotos davon. Passt aber wie die Faust aufs Auge!

    Viele Grüße,

    der Ponder

  8. Zaubermann sagt:

    Wow.
    Speziell das Diagramm „Sollte ich kostenlos arbeiten?“ muss ich mir mal ausdrucken.

    In DIN A 0 am Besten..

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