Draußen nur Kännchen
Kaffeehaus mit ♥

Archiv der Kategorie »«

Lieblingstweets im Februar

26. 02. 2013  •  5 Kommentare

Die Lieblingstweets 02/2013:

Ein Tweet aus der sauerländischen Heimat:

Zum Schluss was mit Tieren:

Das Geheimnis des Good Hair Day ist gelüftet

25. 02. 2013  •  67 Kommentare

Sensationelle Neuigkeiten:

Ich habe in jahrelangen Eigenexperimenten herausgefunden, wie man dauerhaft einen Good Hair Day hat. Die Lösung ist ganz einfach.

[Wenn Ihnen danach ist, raunen Sie jetzt gerne erstaunt.]

Falls Sie als Kurzhaar- oder Glatzenträger nicht mit dem Problem vertraut sind: An manchen Tagen schwingen meine Haare wie einem 3-Wetter-Taft Werbesport, an anderen sieht’s aus, als hätte ich mir einen Topf Nudeln über den Kopf gekippt. Ich bin natürlich bestrebt, jeden Tag einen 3-Wetter-Taft-Tag zu haben. Aber wie?

Durch nicht zielgerichtete Badezimmeraktivitäten habe ich deduktiv ermittelt, dass folgende Einflussfaktoren in Frage kommen:

  • Blöder Montag vs. der Rest der Woche
  • Shampoo mit vs. ohne Silikone
  • mit vs. ohne Haarkur
  • Sommer vs. andere Jahreszeit beziehungsweise:
  • verschwitzter Nacken vs. trocken
  • Rundbürste vs. andere Bürste
  • Babyliss-Fön vs. doofer Hotelfön
  • Haare erst antrocknen lassen oder nicht
  • Spitzenfluid vs. ohne
  • Tag des Zyklus in Ganzzahl (1-28)

Sie sehen: Es gibt praktisch unkontrollierbar viele unabhängige Variablen. Deshalb hat die Studie auch so lange gedauert, immerhin ganze 33 Jahre.

Ergebnis:

Die gute Nachricht ist: Jeder von uns kann einen Tag zu einem Good Hair Day machen. Überraschend: Nur eine der unabhängigen Variablen hat signifikanten Einfluss auf die abhängige Variable, die Fluffigkeit des Haupthaares.

[dramatische Pause, knisternde Spannung]

Es handelt sich um den Zeitpunkt des Fönbeginns nach eine Trocknungsphase der Haare an der frischen Luft. Die Antwort auf alles lautet in diesem Fall nicht 42, sondern 20.

20 Minuten nach Abnahme des Kopfhandtuchs, Durchbürsten der Haare und anschließender Lufttrocknung muss der Fönvorgang beginnen, damit sich ein Good Hair Day einstellt. Erfolgt die Fönung zu früh oder spät, tritt automatisch der Spaghetti-Effekt ein.

Ein spektakulärer Durchbruch in der Good-Hair-Day-Forschung.

Die Monica-Seles-Therapie

20. 02. 2013  •  28 Kommentare

Die Bildungsbandscheibe wird sieben. Sie ist nun ein i-Dötzchen und wird eingeschult – in die Rückenschule. Herzlichen Glückwunsch, kleine Bandscheibe.

Was ich aber eigentlich erzählen möchte: Piriformis, der Freund der kleinen Bandscheibe, macht sich so langsam vom Acker. Darüber bin ich sehr froh, denn Nacht für Nacht hat seine verkrampfte Anwesenheit mich um den Schlaf gebracht. Weil das hier ein Serviceblog ist, erzähle ich gerne, wie ich den Lorbass gezüchtigt habe. Ich nenne es die „Monica-Seles-Therapie“. Das Prinzip: einen Tennisball nehmen und stöhnen.

Kaufen Sie sich einen Tennisball (gerne auch zehn, dann haben Sie neun in Reserve, Ihr Sportfachgeschäft denkt in dieser Sache mit) und positionieren Sie ihn so, dass Sie sich mit der Pobacke drauflegen können und der Ball Ihnen in Ihren Piriformis-Muskel drückt. Wälzen Sie sich gegebenenfalls so lange, bis Sie die richtige Stelle gefunden und den Triggerpunkt erwischt haben. Keine falsche Scham: Ihre Nachbarn interessiert das sehr, sie beobachten Sie gerne durch Ihr erleuchhtetes Wohnzimmerfenster.

Der Tennisball in Ihrem Gesäß ist anfangs ausgesprochen schmerzhaft. Sie werden sich wimmernd winden, Monica-mäßig stöhnen und versucht sein, den Ball unter Ihrem Hintern hervor zu reißen und in Ihren Fernseher zu werfen – aber wenn Sie durchhalten, verspreche ich Ihnen: Es hilft.

Seit vier Nächten schlafe ich durch – nur unterbrochen von einem kurzen Aufwachen, bei dem ich aber nicht einmal mehr aufstehen muss. Natürlich gibt es Nachteile: Das nächtliche Bildungsprogramm entgeht mir nun. Aber ganz ehrlich, die Erfahrung haben wir doch alle schon gemacht: Manchmal ist es sowieso besser, ein bisschen dumm zu sein.

Was anderes: Linktipps

19. 02. 2013  •  6 Kommentare

Ich werde ab sofort, nach dem Auftakt vor zwei Wochen, in unregelmäßiger Reihenfolge Links posten, die mir gefallen haben. Ist schließlich ein Serviceblog hier.

Deutsche Neophobie: Die Furcht vor Neuem verhindert die Modernisierung

„Vielleicht ist es unsere Kultur und Mentalität. Garantiert handelt es sich aber zu einem nicht unwesentlichen Teil um Gewohnheit. Die Gewohnheit, die Kontrolle nicht loslassen zu wollen und Experimente zu vermeiden, um der Konfrontation mit dem Ungewissen aus dem Weg zu gehen. Und die Gewohnheit, bis zur maximalen Eskalation zu streiten, statt einen Kompromiss zu finden.“

Ein Text, der einen Zusammenhang herstellt zwischen Herdprämie,  Gema, Youtube, Wetten dass und der Angst der Deutschen vor Digitalem.

„Jedes Schicksal ist besonders“

„Zwei Dokumentarfilmer aus Berlin haben 30 Menschen in ihrer Nachbarschaft mehr als ein Vierteljahrhundert lang mit der Kamera begleitet. Ihre Filme zeigen: Nichts ist spannender, anrührender und abgründiger als das ganz normale Leben.“

Tolles, bodenständiges Interview. Ich finde ja auch: Der Reiz des Erzählens liegt im Alltag. Er bietet so viele Geschichten – man braucht sich nur in seinem eigenen Leben umsehen.

WTF, Evolution?

„Llamas?!?!?!?!“

Großartige Sammlung von Tieren, die mir zeigt, dass ich ein Glücksfall der Evolution bin. Verglichen mit einem Wolfsfisch beispielsweise.

Der Elternabend an sich – die frühen Jahre

„Natürlich Bio, das ist ja klar, aber Bio darf nichts kosten und Eltern wissen natürlich, wie man kocht und haben daher auch eine Vorstellung, wie man den Kindern günstiges und gut schmeckendes Essen reichen kann, das auch noch Bio ist und das auch der kleinen Lisa schmeckt, denn deren Unverträglichkeit gegen Paniertes war eigentlich nur der Auftakt zu einer Diskussion, die die gesamte Lieferkette der Einrichtung in Frage stellt und nur durch den besonnenen Einsatz der Einrichtungsleiterin, die kurzerhand mit ihrem Kinderstuhl vor die Tür hüpft und damit die Eltern vom Sturm auf die Küche bewahren kann, wird schliesslich beschlossen, das Thema Essen erst einmal auszuklammern und beim nächsten Elternabend wieder aufzugreifen, dann aber im Beisein des Küchenpersonals.“

Der Herr gebe mir die Gelassenheit, sollte ich doch eines Tages Kinder haben, andere Eltern zu ertragen.

Blake Lively und ihre Schwester Blake Not-So-Lively

Blöd, wenn man das Coverbild photoshopped, im Innern der Zeitschrift aber das Original zeigt. Dazu ein Link zur Dove Werbekampagne. Kennt man, ist aber trotzdem eindrucksvoll, das Video noch einmal zu schauen.

200 Kalorien

Ich esse trotzdem weiterhin gerne.

„Ich fände es seltsam, wenn mein Vater eine Freundin hätte.“

„Fünf junge Menschen zwischen 14 und 21, aus Berlin und Düsseldorf, aus Marburg, dem Westerwald und Schwäbisch Gmünd. Sie kennen sich nicht, treffen an diesem Tag zum ersten Mal aufeinander. Wir wollen mit ihnen über das sprechen, was sie eint: über ihre Familien. Sie alle sind anders aufgewachsen als Kinder aus klassischen Familien: Ihre Eltern sind lesbisch, schwul oder transgender (vereinfacht gesagt: Sie haben das Geschlecht gewechselt). Mia, Nell, Felix, Malte und Lisa sind in sogenannten Regenbogenfamilien aufgewachsen.“

Schon älter, aber passend zum heutigen Urteil.

The Desktop Wallpaper Project

Schöne Desktophintergründe.

Wer A sagt

„Nein, hier besteht keine Not, ein rein männliches Panel zu machen. Das ist nach meiner Meinung Nachlässigkeit, auch wenn das Torsten Panzer, der es moderieren wird, anders sieht, sagt, es sei ihm nur um Kompetenz gegangen, nicht um Geschlecht. Nur: So ändert sich nichts, wenn dir nicht eine einzige kompetente Frau eingefallen ist, obwohl es so viele gibt. Es hat verdammt noch mal auch etwas mit Wahrnehmung der Realität zu tun.“

Wolfgang Lünebürger-Reidenbach hat eine Selbstverpflichtung: Er nimmt nur an Diskussionrunden mit mindestens 40 Prozent Frauenanteil teil. Auf eine Veranstaltung bei der Social Media Week Hamburg trifft das nicht zu. Also hat er seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Und noch einen Aal dazu!

18. 02. 2013  •  51 Kommentare

Aus bekannten Gründen besuche ich dieser Tage öfter Arztpraxen: Hausarzt, Orthopäde, Physiotherapie, hinzu kommen die Vorsorgebesuche, die ich im Dezember verpennt habe.

Es mag an der für meine Verhältnisse unüblichen Häufigkeit liegen, mit der ich aktuell dem medizinischen Betrieb unterworfen bin, aber was, bitte, ist da los? Das geht ja zu wie auf einem Basar!

Sie haben Rücken? Da haben wir Physiotherapie und Akkupunktur, das zahlt die Kasse, aber ich kann Ihnen auch Wärmelampe und Stoßwellen anbieten, das müssen Sie zwar extra zahlen, aber mal ehrlich – ohne geht es praktisch nicht.

Krebsvorsorge? Wegen des Ergebnisses melden wir uns, aber in der Zwischenzeit haben Sie vielleicht schonmal vom Sono-Check oder der Dünnschichtzytologie gehört? Sie wollen doch keinen Tumor kriegen, oder? Kostet nur 20 Euro.

Haben Sie Ihren Impfausweis dabei? Wir sollten dringend ihren Status checken. Ach – Sie sind gegen alles geimpft? Und wie sieht’s mit Grippe aus? Wollen Sie nicht? Wieso das denn? Aber Hepatitis zum Beispiel – das ist ganz wichtig, wenn man viel reist.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=vobt4PMRRYs&w=480&h=360]

Heute hat mir mein Zahnarzt zum sechsten Mal eine Zahnreinigung angeboten, nachdem ich sie einmal in Anspruch genommen und danach fünfmal abgelehnt habe.

Zahnarzt: Ich sehe hier im Computer, dass Sie keine Zahnreinigung möchten. Sind Sie sich da sicher?
Ich: Ja.
Zahnarzt: (mitleidsvoller Blick) Haben Sie denn keine Zahnzusatzversicherung? Die meisten Zusatzversicherungen zahlen Zahnreinigung.
Ich: Ich weiß. Ich habe so eine.
Zahnarzt: Ach! Und wieso möchten Sie dann keine Zahnrreinigung?
Ich: Weil die letzte Zahnreinigung, die ich bei Ihnen hatte, nur 20 Minuten gedauert, 90 Euro gekostet hat und ein einziger Meridol-Werbeblock war.

Der Zahnarzt blickt bemüht zerknirscht. Offenbar hat ihm das noch niemand so gesagt.

Zahnarzt: Also … uhm … eigentlich dauert sowas bei uns länger …
Ich: Eigentlich bin ich ja auch nur zur Kontrolle hier.

Fürs nächste Mal klebe ich mir einen Sticker aufs Lätzchen, auf dem steht: „Kein Payback, keine Stempelkarte, keine IGeL-Leistung.“

Einkaufszettel

16. 02. 2013  •  67 Kommentare

Wigald Boning hat ein Buch über Einkaufszettel geschrieben. Weil er seit vielen Jahren Einkaufszettel sammelt.

Butter, Brot und Läusespray

Ich kann diese Leidenschaft gut verstehen. Denn ich hege große Sympathie zu Einkaufszetteln, diesen Beipackzetteln der maslowschen Bedürfnispyramide. Auf meinen eigenen Zetteln kommen gleich mehrere, leicht neurotische Charaktereigenschaften zum Ausdruck.

Da ist als erstes die Warengruppierung: Obst und Gemüse bilden auf meinen Einkaufszetteln stets ein Cluster, Kühlwaren wärmen sich an anderen Kühlwaren, Getränke stehen immer in Spalte zwei. Dinge, die ich nicht im selben Laden besorge, finden sich unten rechts oder, je nach Füllstand des Zettels, auf der Rückseite.

Einkaufszettel

Zweitens: Waren notiere ich gemäß ihres Auftauchens auf meinem Weg durch den Laden. So kann ich den Zettel von links oben nach rechts unten abarbeiten, ohne einmal umzukehren und als Geisterfahrer durch die Gänge zu schieben. Ausnahme: Obst und Gemüse bleiben links oben. Wenn ich unbekannte Rezepte koche und zunächst alle Zutaten notiere, schreibe ich den Einkaufszettel danach nochmal neu, in der Sortierreihenfolge des Ladens. Sie ahnen vielleicht, was es für mein fragiles Inneres bedeutet, wenn ein Supermarkt umräumt. Wochenlang bin ich danach in meiner Einkaufszettelgestaltung zurückgeworfen!

Drittens: Es gibt Codewörter. „Schnupp“ beispielsweise meint als Vergnügungsoberbegriff alle Süßigkeiten und sonstigen Annehmlichkeiten, einschließlich leichte Alkoholika.

Wigald Bonings Buch habe ich aufgrund meiner eigenen, speziellen Pedanterie mit Freude angeguckt. Am meisten Spaß macht es, sich selbst eine Geschichte zu den Einkaufszetteln auszudenken. „10 kg Klumpstreu“ auf einem Werbezettel für Granufink forte, ein Stück Raufasertapete, auf dem steht: „2×80 Bier“ – da weiß man doch, was los ist.

Unter den Schreibern gibt es übrigens die besondere Gattung der Markierungs- und Vernichtungsreißer, die sich mittels Rissen auf Höhe des notierten Lebensmittels merken, was sie schon eingekauft haben. Das ist natürlich nur nötig, wenn man alles durcheinander notiert.

Serviceblog: Papst-Tweets

11. 02. 2013  •  10 Kommentare

Weil das hier ein Service-Blog ist und weil ich weiß, dass einige meiner geschätzten Gäste keinen Twitter-Account haben, hier mal einige Papst-Tweets vom Tage, damit Sie auf dem Laufenden sind.

Ich habe vom Papst-Rücktritt übrigens als Erstes auf Twitter erfahren. Und weil ein Italienisch-Studium auch mal zu etwas gut sein muss, habe ich heute mit einiger Freude auch italienische Tweets verfolgt. Deshalb am Ende ein paar Beiträge aus dem Land, das heute noch viel inbrünstiger getwittert hat.

https://twitter.com/HenryKlinger/status/300929566065713152

https://twitter.com/oOtrinityOo/status/300932081989599232

Ein paar Tweets aus dem gelobten Land:

Um es mit Trap zu sagen: „Ich habe fertig.“

Der Papst tritt zurück. Ein weiteres Opfer des Cyber-Mobbings.

Mein Großmutter fürchtet, dass der Papst-Rücktritt ein kommunistisches Komplott sei. Echt jetzt!

Nach Twitter hat der Papst sich jetzt bei LinkedIn registriert.

Sie haben den neuen Papst: Silvio I.



In diesem Kaffeehaus werden Kekse gereicht. Indem Sie sich hier aufhalten, Bestellungen aufgeben und rumklicken, stimmen Sie der Nutzung dieser Cookies zu. Rezeptinformationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen