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Mein Leben als Bridget Jones, Kapitel 371

18. 07. 2011  •  85 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Turnen«

Ich war Schuhe kaufen:

Mit neuen Radschuhen unterwegs

Neue Radlschuhe, neue Kombipedale

Vor dem Kauf hatte ich befürchtet, ich könnte zur Seite umfallen, mitten vor der Ampel, die Füße auf die Pedalen geklickt. Aber es funktioniert ganz einfach: reinschieben, rausdrehen. Ich bin entzückt von meinen neuen Radschuhen –

… bis ich gestern diese monströse 18-Prozent-Steigung hinauffahre. Auf zwei Dritteln des Weges denke ich schnaufend: „Oh, oh, oh, absteigen!“ – und komme mit dem linken Schuh nicht aus der Pedale. Ich drehe und ziehe. Aber sie steckt fest. Meine Kindheit zieht vor meinem inneren Auge vorbei, mein Leben und meine Lieben. Ich sehe mich Muscheln sammelnd an der Nordsee, in den Armen meiner Großmutter, verliebt im Opel Kadett und Hand in Hand am Strand von Viareggio. Im Hintergrund glühen die Berge, das Meer rauscht; noch einmal fühle ich all meine ersten Küsse auf den Lippen. Hätte ich Papier und Stift dabei, es wäre noch ausreichend Zeit, eine letzte Botschaft zu notieren, während ich in Zeitlupe auf den Asphalt kippe.

Ich schlage mit der linken Seite auf, erst mit dem Handgelenk, dann mit dem Knie und mit der Hüfte, und zum Schluss fühlt auch das andere Knie die Straße. „Mach dir keine Sorgen“, hat der Fahrradmann gesagt. „Das ist so eine Art Sicherheitsbindung, wie beim Skifahren. Wenn du umfällst, löst sie sich automatisch und du kannst dich abstützen.“ Kann ich nicht bestätigen.

Zum Glück kommt kein Auto. Ich winde mich unter dem Rad hervor und aus der Pedale heraus, schüttele mein knackendes Handgelenk, streichle kleine Steinchen aus den Schürfwunden, schiebe ein Stück und steige wieder auf.

Einmal muss das wohl passieren. Aber eins ist gewiss:
So elfenhaft wie ich ist noch niemand auf die Straße gekippt.

Kommentare

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  1. Mone sagt:

    als ich das erste und letzte mal mit diesen klickpedalen fuhr, musste ich am knie getackert werden. ich hasse diese dinger.

    1. Nessy sagt:

      Oh. Na. So schlimm ist’s hier nicht.

  2. worthauerin sagt:

    Sehnse, Frau Nessy: Deswegen kaufe ich nur Lauf- oder Sitzschuhe und niemalsnicht Radschuhe. Und seien Sie froh, dass Sie nicht beim Runterfahren gestürzt sind. Gute Besserung!

    1. Nessy sagt:

      Beim Runterfahren hatte ich den linken Schuh dann nicht mehr eingeklickt. Besser ist das.

  3. hühnerschreck sagt:

    das ist der grund, warum ich vor nennenswerten steigungen und auf matsch immer ausklicke. ich bin nämlich so ein körperklaus, dass ich die klaue grundsätzlich nicht von meinem schuh gelöst bekomme, wenns drauf ankommt.
    auch mir haben fahrrad-man und mein schnuggelischer erzählt, bei einem sturz käme ich sicherheitsbindungsmäßig frei – aber das funktioniert bei mir nicht. jetzt sind die cleats so soft eingestellt, dass sie schon mal beim kräftigen ziehen auslösen – aber dafür bin ich wenigstens sicher, dass ich diesmal beim abflug wirklich den fuß freibekomme :o)

    gute besserung übrigens für handgelenk und schürfwunden!!

    1. Nessy sagt:

      Rechts passte es auch super. Links – nun ja. Aber ich hab’s jetzt kapiert.

    2. kvinna sagt:

      DANKE!!! für den „Körperklaus“, Frau Hühnerschreck! Der ist unbezahlbar…

    3. Texas-Jim sagt:

      Die Feder der meisten SPD-Pedale kann man über ein kleines Schräubchen einstellen. Das System der CrankBrothers braucht das nicht. (Das zieht sich auch von selbst zu, je fester man zieht. Herausrutschen und so. Und es nagelt den seitlichen Winkel des Schuhs nicht so fest, was manchen Knien auch nicht gefällt. Aber jeder, wie er mag.)

    4. Nessy sagt:

      Ich bleibe erstmal bei SPD. Brauche halt auch eine Kombipedale. Ich will ja nicht immer gleich wie auf dem Weg nach L’Alpe d’Huez aussehen, nur weil ich mal zum Briefkasten fahre.

  4. UBarto sagt:

    oh weh – ich hoffe Sie haben sich nicht zu sehr wehgetan!
    Falls es Sie tröstet: Mir ist Ähnliches passiert, ich beschloss auf der Hälfte einer Radtour im tschechischen Mittelgebirge jetzt doch unbedingt Klickpedale zu wollen, im Ort wo wir Mittagspause gemacht haben gabs einen Laden wo wir sofort alles bekommen haben und ich bin natürlich prompt mitten auf dem Marktplatz umgefallen (ich stand schon und bin dann in Zeitlupe gekippt). Musste aber selber lachen, zumal mir nix passiert war.
    Man kann die Pedale auch irgendwo so einstellen dass man leichter rauskommt.

    1. Nessy sagt:

      Es tröstet mich ungemein, dass ich offensichtlich nicht die Einzige bin, die ein bisschen zu dumm ist, sich rechtzeitig auszuklinken.

    2. kvinna sagt:

      Frau Nessy, mir isses exakt genauso ergangen. Inzwischen hab‘ ich ein anderes Clicksystem…

  5. zimtapfel sagt:

    Autsch!
    Ich bin sicher, es sah ungemein grazil aus.
    Gehts denn wieder?

    1. Nessy sagt:

      Es geht, danke. Ein bisschen Tape ums Handgelenk, und die Knie nicht übereinander schlagen – dann ist alles bestens.

  6. Banger sagt:

    Falls es Ihnen ein wenig Linderung verschaffen könnte: Stellen Sie sich meine Wenigkeit mit geschätzten 45°-Seitenwinkel einen Ampelpfosten umklammernd vor.

    Die Schuld für diese Situation gebe ich jedoch nicht den Clicks, sondern meiner Unfähigkeit, dem Umkippen in Zeitlupe angemessen mit einer kurzen Seitwärtsdrehung eines Fußes zu begegnen. Man fühlt sich sehr, sehr doof in solch einem Moment. Und hilflos.

    Ich behaupte aber, dass das eine reine Übungssache ist; ich bin seitdem nie wieder ungewollt hängen geblieben. Kurz die Hacken nach außen – feddsch.

    1. Nessy sagt:

      //*lacht herzlich
      Ich sehe Sie an Ihrem Ampelpfosten …

      Ich habe inzwischen den Fehler erkannt: aussteigen zu wollen, wenn die Pedale oben ist. Wenn sie unten ist, geht’s sofort.

    2. Herr Banger sagt:

      Aber, um dem ganzen noch ein „immerhin besser als…“ hinzuzufügen: Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten diese altmodischen Riemchen an den Pedalen…

    3. In der Stadt trage ich ausschließlich Taximodelle. Da kippe ich manchmal aber auch raus. Macht aber nix. Ich halte mich dann sehr grazil an einem zufällig neben mir stehenden Passanten (da bekommen die 45° eine ganz neue Bedeutung).

    4. Nessy sagt:

      So schließen Sie also neue Bekanntschaften.
      Sie schmeißen sich subtil ran.

    5. energist sagt:

      @Banger: Bitte? Was ist denn an den Riemchen (aka Pedalhaken) schlecht? Ich benutze die ausschließlich, sowohl an meiner Bergziege als auch am Stadtgefährt – raus kommt man immer. Und Pedalieren kann man meinem Empfinden nach auch angenehmer als mit Clicks… aber jeder wie er kann und will.

    6. Dankeschön! Jetzt habe ich einen Grund, meinen Monitor sauber zu machen :-)
      (Schade nur um den Cappuccino)

    7. Herr Banger sagt:

      @energist: Ja nee, nicht die Haken, sondern schon richtige Riemen, mehr oder weniger zum Festzurren, aus denen man nur nach hinten hin raus kommt.

  7. jpr sagt:

    Ich sehe es lebhaft vor mir, wie Sie in elfengleicher Anmutung von links von der Schwerkraft erwischt und gnadenlos zu Boden gezerrt werden. Alldieweil die Erinnerung an die ersten Kuesse so klingt, als ob das Ganze es durchaus wert gewesen sein koennte.
    Am Schlimmsten bei solchen Situationen finde ich das Zeitlupenhafte, in dem man den Ablauf der Dinge wahrnimmt, so dass genug Zeit bleibt, dass man selber weiss, was als naechstes passieren wird, ohne dass jedoch auch nur der Hauch einer Chance besteht, irgend ewas dagegen unternehmen zu koennen. Offenen Auges ins Desaster.
    Gute Besserung fuer die Heilung der Schrammen (und hoffentlich haben die Knie nichts ernstes abbekommen).

    1. Nessy sagt:

      Nein. Alles gut.

      Ich wusste genau: Ich falle und kann nichts machen. Aber nicht mal abrollen kann man sich vernünftig, wenn einem ein Fahrrad am Fuß klebt.

    2. jpr sagt:

      Fragen Sie diesen Herren mal nach Tipps. Ich vermute der kann auch mit festgezurrtem Rad noch butterweich abrollen.

  8. Lobo sagt:

    AUA!

    Gute Besserung auch von mir !

    Sowas würde ich mir nie kaufen, selbst wenn alle Experten der Welt sie als absolut sicher empfehlen, ich würde eine Möglichkeit finden mich damit aufs Fressbrett zu legen. ;-)

    Natürlich würde das nicht so grazil ablaufen wie bei der werten Frau Nessy, sonder eher so anmutig wie eine Gazelle oder wie heiß das Tier mit dem Rüssel ? :-D

    1. Frau Vorgarten sagt:

      Antilope!

    2. jpr sagt:

      Zebra?
      (Was die Frage aufwirft: schwarz mit weissen Streifen, oder weiss mit schwarzen Streifen)?

  9. rudi.H sagt:

    Ich fahre jetzt seit 12 Jahren Rennrad + MTB (wieder) – mindestens 10.000 km im Jahr und bin vorige Woche auch (vor einer Gruppe Maturantinnen) vor dem Fußgängerübergang umgefallen (nicht elfenhaft). Ich (Jahrgang 1957) habe das hämische Gekichere noch heute im Ohr…
    Einmal im Jahr passierts halt… (schlechter Tag, falscher Winkel, alte Schuhplatten…)
    Aber – ein kleiner „Asphalt-“ bzw. „Schotter-Ausschlag“ adelt !

    1. Nessy sagt:

      Sie sagen es, Herr Rudi. Ich fühle mich auch sehr heldenhaft, wenn ich über den Schorf streichle.

  10. Chris sagt:

    Ich bin jüngst von ’normalen‘ Pedalen auf diese Klickpedale umgestiegen. Der fiese Kerl, der mich dazu verleitet (und mir passend auch noch die Pedale zum Geburtstag schenkte) prophezeihte mir auch mindestens drei bis vier pedalbedingte Stürze.
    Bisher konnte ich ihn Lügen strafen und frage mich, wie ich in meinem bisherigen Leben überhaupt mit herkömmlichen Pedalen (momentan jeweils ~500 km/Woche) fahren konnte.

    1. Nessy sagt:

      Effektiv sind sie, keine Frage. Ich habe es besonders gemerkt, als ich mal probeweise mit einer Seite eingeklickt und der anderen Seite frei leicht bergauf gefahren bin.

  11. Ponder sagt:

    Meinen ersten der obligatorischen Klickpedal-Umfaller hatte ich mit dem MTB an einer Steigung im Wald. Mit hochrotem Kopf den Berg hochgekeucht und dann ist bei etwa 2,5km/h das Hinterrad kurz durchgerutscht. Ausser „Aaaaaaargl“ ging mir an der Stelle nichts durch den Kopf – weder meine Kindheit noch der erste Kuss (schade eigentlich …) – dafür bin ich wenig grazil mit der linken Seite in ein schön mooriges Schlammloch gefallen und war danach linksseitig komplett schlammverpackt :)

    Es gab zum Glück keine Zuschauer – aber auf dem Heimweg habe ich ein paar seltsame Blicke abbekommen und musste einen Lachanfall meiner Frau über mich ergehen lassen.

    Alles halb so wild – und an Wunden und Blessuren sollten Sie als beinharte Handballerin ja eigentlich gewöhnt sein. Trotzdem gute Heilung !

    Viele Grüße,

    der Ponder

    1. Nessy sagt:

      Vielleicht habe ich auch ein wenig bei der Beschreibung übertrieben, was mir durch den Kopf ging …

      Als Handballerin stand Radfahren bei mir bislang auf der Liste der freundlichen Sportarten, bei denen man nicht angegriffen wird. Ich muss das nun revidieren.

    2. Friederich sagt:

      …Liste der freundlichen Sportarten

      Probieren Sie Halma!

    3. energist sagt:

      Auf keinen Fall! Diese kleinen Spielsteine eitern ganz schlecht raus.

  12. Nihilistin sagt:

    Ist jpr hier irgendwo? Der plädiert doch auch immer heftig fürs Rudern…(war doch jpr, oder?)
    Wennse im Ruderboot zeitlupenmässig auf die Seite kippen, rutschen die Füße ziemlich selbständig aus den angeschraubten Schuhen raus, und Sie könnten grazil, mit einem Lächeln, ins sommerlich angewärmte Wasser plumpsen.
    Aber nee – Sie müssen ja ne harte Maus sein und Rad fahren. Und Handball spielen. Und son Zeuchs.

    1. jpr sagt:

      Hier, vollzaehlig angetreten.
      Sie haben insoweit recht, wie die Schuhe ordnungsgemaess an den Fersen festgebunden sind, sonst haengt man da recht fest drin. Aber wenn man groesser als 1.50 ist bekommt man gluecklicherweise auch mit festgebundenen Fuessen Luft (ausprobiert). Wie gern man dann ins Wasser plumpst ist dann noch eine Frage der Dicke des Algenteppichs. Aber dahinter ist es wunderbar, keine Frage.

      (Und wenn wir von zeitlupenmaessig reden muss man der Vollstaendigkeit halber erwaehnen, dass man bei schlechterem Wetter wunderbar zeitlupenmaessig vollschlagen und untergehen kann. Das tolle ist, dass man zusieht, wie immer mehr Wasser ueberkommt, aber ausser weiterfahren ist halt gelegentlich auch keine Alternative da).

    2. Nessy sagt:

      Sie schaufeln sich das Boot selbst mit Wasser voll?
      Tses. Sachen gibt’s.

    3. jpr sagt:

      Das ist natuerlich der boese Wind. Oder Motorbootfahrer.

    4. Nihilistin sagt:

      @jpr: Hatte ich mich also richtig erinnert, Herr Kollege :-)
      Ich gestehe: Ich fahre eigentlich nur GIG-Boot – da dauerts ne Weile, bis man soviel Wasser drin hat dass man langsam absäuft. Als meine Trainingsgruppe vor ein paar Wochen in Sturmböen am Absaufen war, war ich feige und bin gar nicht erst mit rausgefahren.
      Und bezüglich der Motorbootfahrer arbeite ich heftig an der Erfindung eines Versteinerungs-Fluches, der sofort und noch auf dem Wasser wirkt …hach wär das schön, viel Ruhe und keine Todeswellen mehr.
      :-)

    5. jpr sagt:

      @Nihilistin: Ich bin im Moment gar nicht aktiv, insofern haben Sie deutlich die Nase vorn und schliesslich kommt es ja sowieso nicht auf die Art Boot an, nicht wahr?
      Aber: wenn Sie den Fluch gefunden haben: bitte sagen Sie Bescheid, ich kenne da haufenweise Interessenten.

    6. energist sagt:

      @Nihilistin, jpr: Sie könnten sich einen Kapitän der nächstgrößeren Tonnageklasse anlachen und dann ab den gewünschten Booten sowas probieren.

  13. …einmal umkippen ist Pflicht, leider. Aber das kann der freundliche Verkäufer ja nicht wirklich dazusagen. Bei mir hat das ein kleines Loch im Knie hinterlassen. Blut verschmiert auf der Abfahrt, das wirkte äußerst martialisch…

    1. Nessy sagt:

      Wieso „wirkte“? Das war martialisch. Und männlich. Und so. Total.

    2. energist sagt:

      /* zählt zehn Männlichkeitspunkte ab und reicht sie Nessy.

    3. Nessy sagt:

      //*klebt Punkte in energist’s Chuck-Norris-Gedenkvokalheft

  14. FrauVau sagt:

    Das Wichtigste ist doch, dass Sie dabei gut ausgesehen haben!

    1. Nessy sagt:

      Noch besser sieht es aus, wenn ich fahre. In der Bewegung fällt meine Orangenhaut nämlich nicht so auf.

    2. swuuj sagt:

      eignet sich die Klickpedale abmontiert eigentlich auch als anti-cellulite-massage-hilfe?

    3. Nessy sagt:

      Weniger. Es sei denn, Sie haben Freude am Schmerz. Dann natürlich.

  15. Wolfram sagt:

    Mein Auto fällt nie um (na ja, nicht in den letzten 17 Jahren…), und es kriegt trotzdem keine Klickpedale. Aus gutem Grund.

    Gute Besserung!

    (Ach ja, noch eine Anmerkung: Orangenhaut ist eine Erfindung der Kosmetikindustrie!)

    1. Nessy sagt:

      Neenee, Orangenhaut gibt es wirklich. Nur Cremes, die dagegen helfen, gibt es nicht.

  16. Ich kenne diese Schuhe, Mr. Jones hatte auch diese Klick – Treter. Diesen Elfenhafte Moment, denn hatte ich auch schon beim Post verteilen bei Eisglätte!

    1. Nessy sagt:

      Sie haben sich bei Eisglätte auf dem Rad festgeklickt? Mmmh.

  17. flyhigher sagt:

    Ich kenne niemanden, der sich Clips gekauft hat und ohne Sturz davon gekommen ist.

  18. Boeke sagt:

    Ich muss mich flyhigher anschliessen: Wer sagt, er ist je mit Clickpedalen gefahren und noch nie umgefallen, der LÜGT! :-) (Mich hat´s auch schon auf die Seite gelegt ….. ) Also, Frau Nessy: Willkommen im Club! ;-)

    1. Nessy sagt:

      Ich bin jetzt Teil einer Gemeinschaft. Yeah!

    2. Marshall sagt:

      Auch Götter fallen.. http://www.bike-magazin.de/?p=1001

      MfG
      Marshall

      PS: Hat das Rad auch nen Namen? Stocksteif oder gefedert untern Allerwertesten?

    3. Nessy sagt:

      Hihi. Der arme Pionier.

      Mein Fahrrad hat keinen Namen. Bei mir haben nur Blumen Namen. Oder meinen Sie das Modell? Ein Cannondale Quick CX 700.

  19. Silke sagt:

    Arme Frau Nessy. Ich habe auch noch eine Tröstegeschichte parat: Mein Chef hatte sich ebenfalls vor einem als Radtour geplanten Betriebsausflug diese Klickpedale gekauft. Schon an der ersten Ampel gab es Schwierigkeiten, einen Sturz konnte er gerade noch verhindern. An der nächsten Ampel wollte er dann besonders clever sein, stieg nicht aus den Pedalen, sondern plante, sich an einer Straßenlaterne festzuhalten. Leider entdeckte er in letzter Sekunde einen Bekannten, dem er grüßend zunickte und dabei dummerweise die Laterne verfehlte. Ich werde das überaus erstaunte Gesicht meines Chefs beim zeitlupenartigen Umkippen nie mehr vergessen… ;) Zum Glück hatte er sich nur ein bisschen den Ellenbogen angeschrammt und wir konnten unsere Tour schnell fortsetzen.

    1. Nessy sagt:

      Ihr Chef ist ein Poser.

    2. Silke sagt:

      Stimmt. :) Aber er kann auch über sich selbst lachen, was ich feststellen konnte, als er seinen unrühmlichen Sturz sehr ausführlich und selbstironisch bei einem Geschäftsessen schilderte.

  20. Viktoria sagt:

    Werte Frau Nessy,

    Unfälle wie der Ihre sind der Grund, warum ich nie verstehen werde, wie man freiwillig seine Füße fest mit einem Fahrrad verbinden kann…

    Ich fahre seit frühester Kindheit Rad, es ist für mich Forbewegungsmittel, Lastesel, Ausflugsvehikel und manchmal auch Sportgerät, aber wie in aller Welt kommt man darauf, sich fest mit der „Maschine“ zu verclicken??? Ich tackere doch auch nicht meine Hände an den Crosstrainer oder an die Brotschneidemaschine, damit ich gleichmäßige Scheiben bekomme. :-)

    Deshalb für mich: niemals solche Schuhe! ;-))))

    Ihnen weiterhin ein frohes und ab sofort unfallfreies „Clicken“
    Viktoria

    1. Nessy sagt:

      Wenn Sie es ausprobierten, wüssten Sie es.
      Es ist schon nett.

  21. jake sagt:

    Es Passiert jedem immer einmal, aber dafür dann nie wieder;) und bergab mit klicks ist auch sicher, wie jeder bestätigen kann, der schonmal vom pedal gerutscht ist bei einer rasanten abfahrt:D

  22. FF sagt:

    Die Tour-de-france-Hochrüstung des Freizeitsports ist absurd. Außer für die Sportanbieter natürlich. Nichts gegen gutes Material, aber Klickpedale „braucht“ außer Radrennfahrern und Posern kein Mensch. Die guten alten Haken tun’s.
    Außer dem obigen Problem gibt’s noch ein zweites: man kann in den Dingern nicht laufen. Wer beim Training über kein Begleitfahrzeug verfügt, kann schnell „dumm dastehen…“

    Kleine Anekdote: in den Alpen hat mich vor paar Jahren mal der lokale Almbauer mit seinem Trecker vom Rad gerempelt. Der schoß einfach auf die Straße raus. Anstatt sich zu entschuldigen, beschimpfte er mich aufs Übelste („Saupreiß“) und holte nach einigen dezenten Hinweisen meinerseits zu einem wüsten Schwinger aus. In Klickschuhen wäre ich ein leichtes Opfer gewesen. Wäre.

    1. Nessy sagt:

      Man kann schon einigermaßen laufen. Die Cleats sind ja versenkt. Und ich will damit ja weder einen Spaziergang machen noch Marathon laufen.

      Wäre ein Hacke schwingender Bauer hinter mir her, wäre ich – egal in welchen Schuhen – schnell genug.

  23. Le Saucisson sagt:

    Sowas passiert auch Profis. Sogar neulich wieder mehrmals bei der Tour de France :) Also machen sie sich keine Sorgen Frau Nessy.

    Übrigens: Je schneller man abfliegt umso mehr Chancen hat man, dass sich das Cleat löst. Bergababstiege über den Lenker enden daher zwar mit Schürfwunden, aber man trennt sich vom Rad.
    Stehversuche vor der heimischen Garage dagegen enden mit Fast-Schlüsselbein-Brüchen.

    Und gaaanz wichtig: Die Schrauben, die das Cleat am Schuh befestigen müssen sehr fest sein. Wirklich sehr fest, sonst funktionierts mit dem Rausdrehen nämlich nicht…dann verkantet sich das Cleat im Pedal und dreht fröhlich mit… am besten mit Drehmomentschlüssel befestigen und auf keinen Fall mit dem oft mitgelieferten Spielzeug-Imbus.

    1. Nessy sagt:

      Sie meinen also, ich sollte meine Werkzeugsammlung durch einen Drehmomentschlüssel erweitern? Uih. Dann muss ich mir ja bald einen Werkzeuschrank kaufen.

  24. UBarto sagt:

    Braucht mans – braucht mans nicht – das ist Ansichtssache. Habe mich auch lange dagegen gesperrt, aber man hat mit Klickpedalen einfach mehr Muskelgruppen zur Verfügung (nicht nur treten sondern auch ziehen), hilft mir Berge hochzukommen die ich sonst schieben müsste. Haken finde ich vergleichsweise unbequem, der Halt ist irgendwie doch nicht derselbe.

    1. Nessy sagt:

      Manche Sachen findet man nur solange übertrieben, bis man sie selbst ausprobiert hat. So ging’s mit mir den Radschuhen – und schon einigen anderen Dingen.

  25. Zwimo sagt:

    So, Frau Nessy, das passiert halt, wenn man nicht in ungefährlichen Gefilden an der Diss arbeitete sondern in die böse weite Welt hinausgeht und Neues ausprobiert.
    Wie heißt es so schön… „Kleine Sünden bestraft der liebe Herr sofort“… was haben Sie auch da draussen zu suchen, bei dem schönen Wetter, da hat man in Ihrer Situation höchstens noch einen Besuch bei Thorsten auf dem Balkon verdient, und danach bitte schön weiterarbeiten.
    Wir wollen endlich einen Blogeintrag mit der Überschrift „Ich bin fertig“ Sie gefährden ja sich, ihre Gesundheit und die Fertigstellung der Diss gleich mit. Stellen Sie sich mal vor, sie hätten sich einen Tippfinger verletzt.
    Gute Besserung trotzdem

    1. Nessy sagt:

      Natürlich, natürlich.
      //*leistet demütig Abbitte

      Gesunder Geist in gesundem Körper.
      Demnächst nur noch Kniebeugen bei geöffneter Balkontür.

  26. cutique sagt:

    und nochmal ein Grund mehr, das mit dem Fahrradfahren einfach gleich zu lassen *smile*

    Sport ist Mord :-)

    [Unzulässige Werbung entfernt. Bitte nutzen Sie als Verweis auf Ihren Blog die entsprechende Zeile im Kommentarformular. Die liebe Nessy.]

  27. Nein, KLICK – TRETER, auf dem Eis ?!!! Roncalli sucht kein neues Prigramm.
    Als ich noch Briefträger war, da gab es auch „Elfenmomente“

    1. Nessy sagt:

      Mein Leben ist ein einziger Elfenmoment.
      //*seufzt leise

  28. kiranha sagt:

    Um die Pedale gewickelte Schnürsenkel haben einen ähnlichen Effekt. Die Erinnerung ist mir noch sehr gegenwärtig, allerdings kommt mir da eher der Begriff „nasser Sack“ in den Kopf :)

  29. Chaot sagt:

    Mein Kollege hat sich wegen dieser „Sicherheitsbindung“ letzte Woche das Schlüsselbein gebrochen…

  30. lorem42 sagt:

    Kaufen Sie sich einfach Sportschuhe und fahren Sie mit denen Rad.
    Unsere Personalfachfrau an meinem Arbeitsplatz hatte auch so Klickdinger, hat einen Unfall gebaut, wäre ohne Helm jetzt tot, lag ein paar Tage im Koma und ist letzt in der Reha…. vielleicht hatte sie mit normalen Sportschuhen „abspringen“ können… :-(

  31. hodyshoran sagt:

    Radfahren will ich auch bald wieder anfangen, hoffe ich bin so geschickt wie sie Frau Nessy

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