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Schwerer Unglücksfall

13. 07. 2011  •  65 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Küche«

Thorsten hat sich das Rückgrat gebrochen.

Ich kam von der Schicht, und der Gute hing auf halb acht. Diagnose: gebrochener Stängel und ein herbes Weichteiltrauma durch zu schwere Früchte. Ich habe sofort Erste Hilfe geleistet und mit meinem Wäscheständer eine Extensionsbehandlung eingeleitet.

Marionette Thorsten

 Jetzt hängt Thorsten da wie eine Marionette. Aber er ist den Umständen entsprechend wohlauf.

Ein bisschen blöd ist natürlich, dass ich jetzt nur noch fünf T-Shirts gleichzeitig trocknen kann. Weil: Auf der anderen Seite hängt ja Thorsten. Aber was bedeutet diese Einschränkung schon in Anbetracht von 19 geretteten Tomatenleben?

Kommentare

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  1. Frau Vorgarten sagt:

    Ist vielleicht etwas unpassend angesichts der ernsten Lage, aber Ihre Schilderung hat mir eine gewisse Heiterkeit entlockt.

    Ist doch gut, wenn eine Frau sich zu helfen weiß.

    1. Nessy sagt:

      Die Schleifchen sind auch hübsch, nicht wahr?

    2. jpr sagt:

      Ihre Schleifchen sind die Hello-Kitty Pflaster unter den Verbaenden. Wenn das Thorsten nicht wieder aufhilft…

    3. Nessy sagt:

      Er findet’s ein bisschen tuckig. Aber ich habe ihm gesagt, er soll zu seiner weiblichen Seite stehen.

    4. jpr sagt:

      Sagen Sie Ihm, dass die Baender ja auch rosa sein koennten. Zuckerbrot und Peitsche.

  2. Belle sagt:

    Eben. Da muss man schon mal kleine Opfer bringen, um Leben zu retten. Dafür kriegst du mindestens 20 Punkte auf dem Karmakonto gutgeschrieben. (19 Tomatenleben plus Thorsten)

    1. Nessy sagt:

      Und das, wo ich einem lieben, aber dentalschwachen Menschen heute schon das Wasser-Eis aufgebissen habe.

    2. Frau Vorgarten sagt:

      ach…
      Wassereis. …!
      wie früher.
      wo man dann nach zu reichlichem Verzehr so aufgerissene Mundwinkel hat, von den Plastikecken.

  3. Shannon sagt:

    Man kann Sie nur lieben, wenn man das alles hier liest. Und Thorsten natürlich auch. Wie haben wir nur so lange ohne ihn leben können? :)

    1. Nessy sagt:

      Eine Seelenverwandtschaft trägt man schon bei der Geburt im Herzen, auch wenn sie erst später im Leben wächst.

  4. Ich finde es herzallerliebst, wie sehr Sie sich um Thorsten und die 19 Tomatenkinder kümmern, liebe Frau Nessy.

    Ihre Aufopferungsbereitschaft kennt auch beim Trocknungsvorgang der Wäsche keine Grenzen!
    Würde die Welt nur etwas mehr Engagement zeigen, so wie Sie, liebe Frau Nessy, es würden viele, viele Tomatenleben gerettet!

    1. Franzi sagt:

      Und was würde das alles bringen? Wozu werden die armen Tomatenkinder denn gerettet, wenn man der Wahrheit mal ins Gesicht sieht!?! Sie werden geschlachtet, geviertelt oder gewürfelt, auf Pizzen oder in Soßen sterben sie jämmerlich den Hitzetod! Diese Tomatenkinder dürfen nie eine eigene Familie haben!!

      Aber lecker sind sie trotzdem. ;-)

    2. Nessy sagt:

      Hier stirbt niemand unnütz. Jede Tomate wird freundlich gewaschen und mit Wonne verzehrt.

  5. zimtapfel sagt:

    Oha! Thorsten, du machst ja Sachen!
    Aber keine Angst, das wird wieder! Bei einer meiner Cocktailtomaten ist auch schon einmal ein tragender Zweig und einmal der ganze Stiel abgeknickt. Wieder hochgebogen, gut geschient und was soll ich sagen – die Tomatinger wachsen weiter und scheinen immer noch gut versorgt zu sein.
    Kriegt Thorsten eigentlich auch schon Farbe? Bei meinen ist die ein oder andere Frucht schon ziemlich kräftig errötet.

    1. Nessy sagt:

      Seine Tomaten sind noch blassgrün. Seine Geschwister sind allerdings auch noch grün; sie wohnen fern im Westen bei der Torfrau. Aber man soll die Kinder ja nicht untereinander vergleichen.

    2. engelchenfiona sagt:

      gute besserung dem geknickten torsten, sicher hat er sie so sehr vermisst liebe nessy

      @ frau zimtapfel…geben sie zu sie haben ihren tomaten schmutzige witze erzählt das die schon erröten, weil auch hier sind die tomaten noch alle grün :))

    3. jpr sagt:

      Ooh, ich ahne eine Ursache. Konkurrenzdruck zum Rest der Familie hat Thorsten dazu gebracht die Neunzehnschaft so schwellen zu lassen, dass es Ihm das Rueckgrat gebrochen hat. Lassen Sie Ihm Zeit Frau Nessy, er wird sich machen. Hat er ja bisher schon wunderbar.

  6. arborette sagt:

    19??? sie scherzen, oder? … neunzehn? … wirlklich 19 tomatenkinder an einem tomaterich? … wie tomatig ist das denn? ;-) … sie sind eine coole tomatine, liebste frau nessy!

    1. Frau Vorgarten sagt:

      das tut wahrscheinlich die gute Luft, da in Balkonien.
      Und die Liebe beim Gießen.
      Sowas merkt ein Tomaterich ja.

    2. Nessy sagt:

      Vielleicht macht’s auch der Dünger.
      Aber nein, es ist das freundliche Zureden. Ganz sicher.

  7. Herr MiM sagt:

    Einschläfern ^^

    1. Nessy sagt:

      Einschläfern? Solch einen Gedanken können nur herzlose Metzger haben.

  8. kinderdok sagt:

    ich mache mir ein bisschen sorgen um ihre beziehungen zu humanen oder zumindest humanoiden

    1. Nessy sagt:

      Ach. Nicht doch.

  9. eigenhirn sagt:

    Liebste Frau Nessy!

    Ihr uneigennütziger und aufopfernder Einsatz zur Rettung von Thorstens und seiner Nachkommen Leben kann nicht genug gepriesen werden!

    Wie unbedeutend ist die Einbuße von Trockenplatz für Wäsche gegenüber dem guten Gefühl, in der Not zu helfen und eine Umgebung zu schaffen, in der Thorsten und seine Nachkommen zu Ihrer Freude blühen und gedeihen können?

    Es ist die Bestimmung einer jeden Tomatenpflanze, sich aufzuopfern für ihren Besitzer. Und zur selben Zeit ehrt die Besitzerin nichts mehr, als ihr Bestes zu geben, dass die Pflanze gut gedeiht.

    Wie unbedeutend wird da ein feuchtes Wams!
    Wer wird sich sorgen um eine feuchte Bluse oder eine Hose, die nicht perfekt getrocknet?

    Frau Nessy: wenn ich recht weiß, arbeiten Sie im Projektmanagement.
    Projektmanagement bedeutet, eine Umgebung zu schaffen, in der andere gut arbeiten können.
    Auch Thorsten will gut arbeiten – das hat er bereits mehr als bewiesen.
    Lassen Sie nicht nach in Ihrem Bemühen, ihn zu fördern und zu unterstützen!

    1. Nessy sagt:

      Sie sagen es: Mitarbeiterführung. Alles Mitarbeiterführung. Genauso verfahre ich mit meinem Thymian und dem Rosmarin. Wer das Seinige zum Haushalt beiträgt, braucht Anerkennung und ein anregendes Arbeitsumfeld.

    2. jpr sagt:

      Denken Sie darueber nach die drei in einem gemeinsamen Buero Topf zusammenzusetzen um Synergien freizusetzen und kreativen Austausch zu ermoeglichen.
      Gleich von vornherein gewuerzte Tomaten, das waere doch was…

  10. Thorsten ist schon tapfer da kann man schon mal Rückenprobleme bekommen.

    1. Nessy sagt:

      Er muss ja auch das Zigfache seines Körpergewichts heben. Täglich. Immerzu. Ein Tausendsassa.

  11. croco sagt:

    Ach, Thorsten, du arme Sau.
    Ich kann so mitfühlen.
    Kann dir Nessy nicht ein bißchen Aspirin ins Gießwasser geben?

    1. Nessy sagt:

      Er kriegt Dünger für starke Muskeln.

  12. der_emil sagt:

    Ich fühle mit Ihnen beiden und überlege schon, dem DVBT als Fördermitglied beizutreten …

    (DVBT: Deutscher Verband Beschädigter Tomatenpflanzen)

    1. Nessy sagt:

      Ist das so eine Art Veteranen- und Versehrtenclub?

    2. der_emil sagt:

      Ja sicher – dem Programminhalt nach zu urteilen ;-)

  13. tzen78 sagt:

    19 kurzfristig gerette Tomatenleben bis der Tomatensalat sie scheidet

  14. flyhigher sagt:

    OH MEIN GOTT!!! Was für ein Schrecken!
    Mein kleines Stäudchen trägt nun 2 (!!) Tomatchen, 3 weitere scheinen grad zu folgen, Und einige weitere Blüten hat die Staude auch ausgebildet. Es wird aber noch ewig dauern, bis die genießbar sind. Ich mache mir Sorgen, dass bis dahin der Sommer aus sein könnte.
    Und ich habe ihn am sonnigsten Plätzchen meines Balkones, wo er bereits vorgestern und auch gestern aufgrund von schlechter Standfestigkeit umgepatscht ist. Das Schicksal des Knicks von Thorsten ist ihm derzeit noch erspart geblieben – kann ich in dem Stadium noch umtopfen? Ich muss ihm einen stabileren Topf bescheren!

    1. Nessy sagt:

      Sie können ihn umtopfen, aber vor allem sollten Sie ihn festbinden und ihm eine Stütze bescheren. Sonst geht es ihm wie Thorsten.

    2. arborette sagt:

      ich hab´ gar keine tomaten :-( … aber töpfe könnte ich in allen nur denkbaren größen, formen und aus verschiedensten materialien anbieten … hmpf … irgendwas läuft hier falsch … ganz falsch

      aber zitronenpfeffer haben sie, werte frau nessy?

  15. Eona sagt:

    Wenn ich das so sehe, könnte ich glatt neidisch werden.
    NEUNZEHN schöne rote Tomaten, die auch nach Tomaten schmecken, wunderschön drapiert an einem Wäscheständer mit fünf farblich passenden T-Shirts umringt.
    Zu schade, dass mein grüner Daumen mir wohl in frühester Kindheit abhanden gekommen ist.

    1. Nessy sagt:

      Wenn ich Glück habe, riechen die T-Shirts, wenn sie trocken sind, nach Tomate.
      //*hach!

  16. Mausi sagt:

    Vielleicht sollten Sie neben Thorsten den Schlüpper mit Schleifchen an die Wäschespinne hängen, dann werden die Kinder schnell rot.

    Ich kann übrigens alles was Sie hier schreiben nachvollziehen, da ich glückliche Mutter von Günther bin. Dieser beglückt mich mit supersüßen winzigen gestreiften Gürkchen.

    1. Nessy sagt:

      Gestreift? Oh, wie hübsch! Im nächsten Sommer werde ich unter die Gemüsezüchter gehen und groß ins Tomaten- und Paprikabusiness einsteigen.

  17. diekleine sagt:

    was wieder mal beweist, die wirkliuchen heldentaten stehen NIE in der bildzeitung!

    1. Nessy sagt:

      Sie sagen es. Und die Verdienstmedaille bleibt auch aus. Aber was soll’s: Wichtig ist nicht die Anerkennung, wichtig ist die Sache.

  18. Sasan sagt:

    Gute Besserung!
    Ich denke, wenn Sie Ihre Wäsche mit
    „Kuschelweich“ waschen, wird sich Thorsten am Ständer
    noch wohler fühlen (denke dabei vor allen Dingen an diesen
    wunderbar süßen Kuschelweich-Bären)…!

    Sasan

    1. der_emil sagt:

      Ohhhh! Das ist ja wieder mal …

      «… wird sich Thorsten am Ständer noch wohler fühlen …»

      Eindeutig zweideutig! *schmunzel*

    2. Nessy sagt:

      Also bitte! Kein Schmuddelcontent hier. Es ist ernst!

    3. Sasan sagt:

      Ich hätte vielleicht für all die Menschen, die bei dem Wort „Ständer“ direkt an ****** denken, „Wäscheständer“ schreiben sollen.
      Ich meine natürlich den WÄSCHE-STÄNDER.
      Und jetzt trink ich mal ne schöne Latte … !

  19. Lars sagt:

    Werte Frau Nessy,

    um es kurz zu machen: Die Nachtschwester wäre wohl stolz auf Sie. Aber ob Intensiv-Pflegerin wirklich eine berufliche Alternative ist?

    1. Nessy sagt:

      Chirurg. Dieses Handwerkliche liegt mir.

    2. jpr sagt:

      Und statt Schrauben im Bein ein Baendchen schoen mit Schleife? Das sieht dann ja auch auf dem Roentgenbild viel angenehmer aus.

  20. Lieber Leserinnen und Leser,
    danke für die vielen Genesungswünsche hier im Blog. Wir sind alle ganz gerührt über die Anteilnahme, mit der Sie unsere Rettung verfolgen. Noch gerührter sind wir natürlich über unsere Retterin, ohne die ich und meine Kinder bereits in den Tomatenhimmel (und vermutlich in Hei*z Ketchup) gekommen wären. Wir versprechen, mit neuer Kraft und Energie noch mehr als bisher zu wachsen und zu röten – um uns zu gegebener Zeit bei unserer Retterin bedanken zu können.
    Ihnen allen wünschen wir einen angenehmen Tag, vielleicht laden Sie zum Abendessen ein Mitglied unserer weit verzweigten Familie ein.

    [Transkription von der Nihilistin]

    1. Nessy sagt:

      Thorsten, die erste Tomate im Web 2.0. Mit eigenem Blogaccount.

  21. natalie sagt:

    Oh, gerettet!
    Und um ein Weitergeben von Thorstens so erfolgversprechenden Genen zu sichern: in der aktuellen Landlust ist ein ausführlicher Artikel, wie man Tomatensamen keimfähig macht!
    Gaaanz viele Thorsten-Enkelkinder…. :-)

    1. Nessy sagt:

      Danke für den Tipp. Habe mich schon gefragt, wie es nach der Ernste weitergeht.

  22. Die yellow ribbons anzubringen finde ich äußerst feinfühlig von Ihnen, liebe Frau Nessy. Haben Sie denn schon ein Fläschchen „extra vergine“ für die letzte Ölung besorgt?

    1. Nessy sagt:

      Ist immer im Hause, liebes Tintenfischchen. Das hier ist schließlich ein nahrungsliebender Haushalt.

  23. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Also bei 19 grünen Tomaten empfehle ich beizeiten eine ausführliche Rezeptsuche nach ‚Grünen Tomaten‘.
    Bei aller Thorsten-Verwöhnung – das schafft er sicher nicht all‘ seine Kinderlein reifen zu lassen. Vor allem da der Wettergott da ein Wörtchen mitzureden hat … bis Dezember hat es sicher keine gut 18°C und Sonnenschein. *so weit ist die Klimaveränderung dann doch noch nicht*
    Frau-Irgendwas-ist-immer, hat jetzt Hunger auf Tomatensalat

    1. Nessy sagt:

      Bis vorgestern dachte ich, es sei April. Heute fühlt es sich an wie November. Ich konzentriere meine Hoffnung auf den August.

  24. michathecook sagt:

    der gute Thorsten..gehegt und geflegt wie eine seltene Siamkatzenart…So gut muesste man es auch mal haben.

    1. Nessy sagt:

      So gut haben es alle Männer bei mir.

    2. Friederich sagt:

      Männer schätzen es aber zumeist, wenn sie es exclusiv so gut haben.

  25. esther sagt:

    … und die Wäsche bitte nur nebelfeucht aufhängen, Tomatenpflanzen haben es nicht so mit Feuchtigkeit.
    Außer Super-Thorsten, möglicherweise. Thorsten rulez, das steht fest.

    Und weil schon die Frage nach extra vergine und so kam: Wer aus Ihrem Team hat eigentlich die Aufzucht und Pflege der Büffelkuh übernommen, Frau Nessy?

    1. Nessy sagt:

      Noch niemand. Möchten Sie?

  26. Kathi sagt:

    Gute Besserung! Meine Hochachtung für den professionellen Erste-Hilfeeinsatz.

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