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Mittelstandsmänner mit Marlboro-Mann-Träumen

16. 05. 2011  •  125 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Er ist ziemlich direkt.

„Na, wie wär’s mit uns Zweien heute Abend?“, fragt er, nachdem er sich neben mich auf die Bierbank hat plumpsen lassen. Er ist einer von diesen Männern zwischen 35 und 45, die in den vergangenen Jahren etwas angesetzt haben, aber nicht unattraktiv sind. Aus seinem Blick lese ich, dass er nicht bei Mondschein spazieren gehen will.

„Nee, lass mal“, sage ich.

Er legt seinen Arm um mich und kneift mich leicht in die Schulter. „Komm“, sagt er. Sein Atem riecht nach Exportbier und Chicken Wings. „Du hast doch im Moment keinen. Ich erzähl’s auch niemandem.“

Viel wichtiger wäre wohl, dass ich es niemandem erzähle. „Was ist denn mit deiner Frau?“, frage ich. „Ich dachte, du hättest Frau und Kind.“ Er überhört die Frage und gräbt an mir herum.

Nach einer Weile gibt er auf. Aber anstatt abzuhauen, holt er uns zwei Bier und zwei Tequila und packt sein Herz aus. Seine Kinder, sagt er, seien echt toll. Zwei Supersüße. „Wenn ich abends nach Hause komme und sie mir entgegen laufen – das ist das Größte.“ Nun ja, gibt er zu, er habe nicht unbedingt Kinder haben wollen. Aber seine Frau, die wollte unbedingt. Da hat er halt zugestimmt. „Deswegen ist es auch ihr Ding, nachts aufzustehen“, sagt er. „Aber sie macht das echt super. Sie ist wirklich die beste Mutter, die es für meine Kinder geben kann.“ Mit verklärtem Blick schaut er ins Nichts. Dann sieht er mich an. „Aber du bist auch geil. Bist halt ein ganz anderer Typ.“

Liebe Mittelstandsmänner mit Mittelstandsfamilie und Mittelstandsfrust, aber Marlboro-Mann-Träumen: Ich verrate Euch jetzt mal etwas.

Erstens: Eure Mischung aus Machismo, Underfuckedness und Verzweiflung törnt mich ab. Es wird auch nicht dadurch besser, dass Ihr Euch Mut antrinkt, damit ich genau diese Eigenschaften nicht bemerke.

Zweitens: Ihr seid nicht allein. Ich bin Euch in den vergangenen Monaten sechs- oder achtmal begegnet. Gründet doch bitte eine Selbsthilfegruppe – und arbeitet in Eurer Gruppe dringend zuerst Eure Eierlosigkeit auf, mit der Ihr Euch nicht für Eure Kinder entschieden habt.

Drittens: Es ist kein Zeichen von Größe, wenn Ihr einerseits Eurer Frau das Mutterkreuz an den Stillbusen monologisiert und andererseits jede Singlefrau mit ausreichend Arsch und Titten für so bedürftig haltet, dass sie unter der Kraft ausgerechnet Eurer Lenden noch heute abend ihren Garten Eden erleben soll. Es ist schon gar keine Größe, wenn Ihr Euch bei Misserfolg an den unangegrabbelten Brüsten dieses bedauernswerten Geschöpfs ausheult und am Ende des Abends, wenn schon das Licht angeht und die Kippen aufgekehrt werden, mit Dackelblick nuschelt: „Aber einen Kuss kriege ich doch, oder? Nur einen, ja?“

So. Und jetzt ab nach Hause.

Kommentare

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  1. Wuahhh, gruselig!

    Und traurig, irgendwie.

    1. Schwarzmaler sagt:

      Wenn ich mir so in der Firma meine Erfolgsmänner ansehe, wie sie abends im Anzug mit dem Kombi ins Umland in ihr Einfamilienhaus fahren … Scream 4 ist harmlos dagegen.

  2. Oh ja. Kann ich nach jahrelanger Arbeit hinterm Tresen so unterschreiben.

    1. Nessy sagt:

      Über Ihre jahrelange Arbeit hinterm Tresen könnten Sie bestimmt ein eigenes Blog führen.

    2. wenn ich da über alles nochmal nachdenken müsste, könnt’s mir aber auch elend werden. aber anekdoten hier und da werd ich bestimmt mal schreiben.

  3. juppi sagt:

    richtig so.

  4. Markus sagt:

    Bin so ein Mittelstandsdaddy und würde solchen Flaschen gerne mit Anlauf in die Eier treten. Habt halt die Eier in der Hose nein zu sagen oder entscheidet euch für Kinder und werdet eurer Vaterrolle mit Spaß an der Sache gerecht.
    Ein bischen Machismo erlaube ich mir allerdings auch, sonst würde ich gegen meine Mädels auch nicht ankommen ;)
    Und dezent eingesetzt behebt der auch die Underfuckedness (selbstverständlich mit der Herzdame).

    1. Nessy sagt:

      Machismo ist doch etwas Wunderbares – wenn er eben nicht diese schleichende Verzweiflung überdeckt. Wer will schon Männer, die nicht wenigstens ein bisschen Macho sind?

    2. juppi sagt:

      …sonst hätte auch Götz George nie Erfolg gehabt mit (vor allem) Schimanski, aber auch den anderen Rollen.
      Und „Der letzte Bulle“ würden auch nur Fans der 80er-Mucke gucken.

    3. Perdita sagt:

      Auch so Mittelstandsmänner wollen nicht allein sein. Sie lernen so Ende zwanzig, Anfang dreißig eine coole, süße, humorvolle (sie lacht über seine Witze), schlanke, trendy Frau kennen. Mit der haben sie dann über die Maßen Spaß, werden bekocht und becirct was das Zeug hält und können sich so für die Größten halten.
      Das Privatleben ist toll. Spricht die Süße das Thema Kinder an, kann man schon mal so fair sein, ungeschützten Verkehr mit ihr zu haben. So ein knuffiger, kleiner Fußballer hat doch was…
      Na, vor allem macht er was: Krach und Arbeit und der Frau schlechte Laune. Das weiß der Mittelstandsmann aber erst, seit der ungeschützte Verkehr sofort zum Ergebnis führte.

  5. Danny Wilde sagt:

    Und „das Größte“ ist natürlich, wenn man nach Hause kommt und die Kinder auf einen zulaufen. Werbefilmklischee, ick hör Dir trapsen. Wer sich wirklich mit seinen Kindern beschäftigt, dem fallen da ganz andere Sachen ein.

    Warum ist er eigentlich bereit, „das Größte“ gegen Unterhaltszahlungen und vierzehntägliche Wochenendbesuche einzutauschen, falls seine Auswärtsspielchen (oder seine Bemühungen darum) mal zu Supermuttis Ohren kommen?

  6. ubarto sagt:

    uuaargh.
    Die Sorte kenne ich. Ähnliches ist mir vor ein paar Monaten auch passiert – in meinem Fall wars ein Kollege, der auf der Weihnachtsfeier einen zuviel getrunken hatte und den mein schlangengleiches Ausweichen seiner Schulter-Tätschel-Versuche, meine demonstrative Einsilbigkeit sowie mein Hinweis ich sei glücklich verheiratet nicht davon abgehalten haben empört auszurufen „Was?! Das heißt, wir fahren jetzt wirklich nicht zu Dir nach Hause?!“ Die anderen Kollegen (die das natürlich alles mitgekriegt hatten) lagen vor Lachen fast unterm Tisch, noch mehr als mir Höflichkeit dann egal wurde (frau denkt sich ja: „Das ist ein Kollege, Du musst noch mit dem zusammen arbeiten, Du kannst dem jetzt nicht vor der ganzen Firma eine runterhauen“) und ich ihm als Replik „Wovon träumst Du eigentlich nachts?!“ entgegnete. Ich fand das alles nicht so lustig.

    Bleibt zu hoffen dass mein Mann nicht in 10 Jahren so wird…

    1. Nessy sagt:

      Die Frage „Werden sie alle so?“ müssen wir verdrängen. Geht nicht anders.

    2. der_emil sagt:

      Nessy: Sie werden alle so — wenn sie von ihren Frauen so gemacht werden … *klischeekistezuklapp*

    3. Nessy sagt:

      Lassen Sie uns das diskutieren. Ich finde diesen Einwand gar nicht unberechtigt.

    4. Markus sagt:

      Oh ich kenne einige Frauen die nach der Entbindung zu lustfreien Supermuttis geworden sind. Das kann auch ein Grund sein.
      Aber so wie meine Frau von mir fordert nicht nur Vater und Ernährer zu sein sondern auch Mann und Lustobjekt, so fordere ich auch von Ihr weiter meine Frau zu sein. Und nicht nur die Mutter meiner Kinder.
      Wie stets in Beziehungskisten: Kommunizieren und Mühe geben!

    5. juppi sagt:

      das hängt ja auch, hab ich mir sagen lassen, damit zusammen, dass die Ladys erst einen Adler wollen, und sobald sie ihn haben, anfangen ihm die Flügel zu stutzen, bis er im Hühnerhof nach Regenwürmern pickt.
      Wir Frauen sollten uns halt schlüssig sein, was wir eichentlich wollen. Und welche Konsequenzen das haben kann.

    6. Nessy sagt:

      Wir wollen einen attraktiven, gut aussehen Mann mit breiten Schultern, an die wir uns anlehnen können. Der humorvoll ist und uns zuhört und und sogar dann, wenn wir mal nicht sprechen (was selten ist) jeden Wunsch von den Augen abliest. Er sollte tiptop im Haushalt sein, seine Socken selbstständig wegräumen, die Bartstoppeln aus dem Waschbecken entfernen, und die Hose, in der er oberkörperfrei Holz gehackt hat, bei 30 Grad im Schonwaschgang waschen können, ohne nach der Bedienungsanleitung zu fragen. Er sollte ein fürsorglicher Vater sein, aber gleichzeitig erfolgreich im Beruf. Im Bett … ach, Sie wissen schon. Natürlich ist er nie betrunken, riecht nicht aus dem Mund und schnarcht nicht einmal, wenn er erkältet ist.

      Habe ich etwas vergessen?

    7. energist sagt:

      Läuft soweit, aber nie betrunken? Neee, das geht so nicht.

      Ansonsten sagt dieser Musikbeitrag alles.

    8. Nessy sagt:

      Solange das mit dem Holzhacken läuft, können wir über das Betrunken von Fall zu Fall verhandeln.

    9. energist sagt:

      Hochgeschätzte Frau Nessy, wollen Sie denn wirklich einen, der vor jedem Glas Bier anruft und um Erlaubnis fragt?

    10. jpr sagt:

      @Nessy: er sollte real sein und nicht auf der Leinwand?
      (wahlweise ist der arme Kerl nie zu Hause bei dem Pensum dass er da erledigen muss)

    11. Nessy sagt:

      Ergibt sich dahingehend jetzt ein Problem für Sie beide? Wenn Sie gemeinsam Ihre Stärken einbringen, ist es von meiner Seite aus auch in Ordnung; Teile ergeben ein Ganzes.

    12. jpr sagt:

      @Herr energist: Was meinen Sie, lassen wir uns schamlos ausnutzen? Sie die graden Tage, ich die ungraden? Ich koennte abwaschen und buegeln, wenn Sie das mit dem Waesche waschen und dem Abfall uebernehmen.

      Ausserdem waere immer jemand zum Bier trinken da. ;)

    13. Nessy sagt:

      Einmal im Monat dürfen Sie gemeinsam zum Herrenabend raus.

    14. der_emil sagt:

      Oh weh … Was hab ich hier nur ausgelöst?

    15. energist sagt:

      Werter Herr jpr, glauben Sie nicht, ich hätte es nicht gemerkt, wie Sie mich da gnadenlos übervorteilen wollen. Sie die ungeraden Tage – hah! Dann kämen Sie ja im Schnitt einmal alle zwei Monate in den Genuß eines Doppeltages mit Frau Nessy!

    16. Perdita sagt:

      Viele Frauen sind da wirklich selbst schuld. Aus Verzweiflung oder Angst, keinen anderen abzubekommen, werden eben zuweilen auch Männer erpresst, die klar sagen, dass sie keinen Nachwuchs (mehr) möchten. Sie werden solange bearbeitet, bis sie nachgeben. Und am End beklagen sich die Damen, dass der Herr sich gar nicht anders verhält wie vorher, als noch keine Kinder da waren.
      Ob die Frauen sich mit Sexentzug dann immer selbst den großen Gefallen tun? Das Geheule ist jedenfalls oft groß, wenn der Mann sich irgendwann eine Gespielin sucht.
      Ich finde es schäbig von Frauen zu sagen, dass man ja gern wieder dem Beischlaf würde frönen wollen. Man sei allerdings so traurig über den (weiteren) Nachwuchs, der einem nicht vergönnt sei, dass…

  7. T.M. sagt:

    Der arme Kerl.

  8. Hurra.

    Ich erwarte spitzenmässige Geschichten in den Kommentaren.
    Das wird ein Fest mit Geschichten aus dem Gefickt-wird-schon-lange-nicht-mehr Mittelstands-Land.

    1. Nessy sagt:

      Ich erwarte auch Verteidigungstiraden. Und Beschimpfungen gegen die Autorin wegen Polemik, Verallgemeinerung und Schundschreiberei.

    2. juppi sagt:

      Zitat:
      Und Beschimpfungen gegen die Autorin wegen Polemik, Verallgemeinerung und Schundschreiberei.
      Zitat Ende.

      Warum Beschimpfung?
      Lob wäre da eher angebracht.
      Weiter so!! :-)

    3. jpr sagt:

      Ich wäre auch für weiter so. Vielleicht hilft ja fremdschämen, dass wir es irgendeinmal hinbekommen solch traurige Existenzen nicht mehr als Vertreter unseres Teils der Gattung gelten zu lassen. Ich fürchte ja nur, dass diejenigen die sich schämen sollten eher auf der „wo issn jetzt das Problem?“ Schiene leben.

  9. Sasan sagt:

    Für solche Fälle empfehle ich die Handtasche hervor zu kramen, Gummipuppe „Gabi“ herauszuholen, auf den Knopf zu drücken, das laszive „Aufblasgeräusch“ abzuwarten und dem Glücklichen Gabi dann wortlos in die Hand zu drücken. Das Gesicht würde ich gerne sehen…

    1. Nessy sagt:

      Diese Puppen haben einen Aufblasknopf? Die Männer blasen sie nicht selbst auf?
      (Dinge, mit denen ich mich noch nie beschäftigt habe, die aber von Interesse sind.)

    2. Sasan sagt:

      Mmh. Vielleicht hab ich jetzt einen zu hohen technischen Standard vorausgesetzt??
      Ich kenne mich mit den Gabi’s nämlich auch nicht aus.
      Obwohl wenn ich mir vorstelle wie dieser notgeile Samenstau-Daddy auf Gabi … naja, lassen wir das.

    3. Nessy sagt:

      Dass Sie sich mit den Gabis nicht auskennen, kann ich Ihnen nach dieser Sachkenntnis … ach, lassen wir das.

    4. Sasan sagt:

      Ist ja gut. Ich veranstalte jeden Sonntag mit den männlichen Pendants zu Gabi einen Kaffeeklatsch bei mir zu Hause!!!
      Und ich lasse „Jake“, „George“ und „Brad“ auch die Woche über aufgeblasen, weil mir das einfach zu laut wird, wenn ich die 3 Knöpfe gedrückt habe…!!!

    5. Nessy sagt:

      Ich habe mal gehört, dass es einen aufblasbaren „Peter“ gibt, den man als Frau auf den Beifahrersitz des Autos setzen kann – damit man nicht überfallen wird. Peter ist aber meines Wissens nicht sexuell aktiv.

    6. Sasan sagt:

      Sie sind so scharfsinnig!
      Den PKW-Ausflug machen wir vier immer samstags.
      Und Peter, den kenn ich, der platzte bei meiner Fahrweise aber leider…
      Ich kann Sie ja mal mitnehmen, ein Plätzchen auf der Rückbank ist bestimmt noch frei…
      ;o)
      ;o)

    7. Nessy sagt:

      Aber nicht, dass ich mich zwischen Brad und George elektrisch auflade, wenn ich mich in Kurven an ihnen reibe.

  10. FrauVau sagt:

    Uah. Was für ein gruseliger Abend.

  11. der_emil sagt:

    Ich kann mir ein etwas schadenfrohes Grinsen nur schwer verkneifen ;-)

  12. Der Marlboro-Mann ist an Krebs gestorben…und ich bin noch nicht so geworden. Der Langzeitversuch geht weiter…

  13. unnaaf sagt:

    Stellt sich mir die Frage (um vorauszugreifen: ich bin die Definition von underfucked), was Du tust, um diese Sorte Männer anzuziehen?

    1. zimtapfel sagt:

      Um diese Sorte Männer anzuziehen reicht es meistens schon, weiblich zu sein und gerade kein ganz offenkundig zu einem gehörendes männliches Wesen bei sich zu haben.

    2. Nessy sagt:

      Ich habe Brüste und bin freundlich.

    3. Friederich sagt:

      Wie leichtsinnig aber auch.

  14. Michael sagt:

    Liebe Frau Nessy,
    diese jämmerlichen Gestalten wollen wohl das Geld fürs Bordell sparen – Triebstau in deutschen Biergärten?
    Nach solchen Begegnungen empfehle ich Kaffee und Schokolade.

  15. Andi sagt:

    Früher nannte man sowas wohl midlife crisis!? Gott sei Dank, bin ich nicht so selbstmitleidig. Obwohl mittelstandsdaddy und underfucked schon zutreffen. Aber so what, dafür Leben mit Sinn (Kinder), Freude (Kinder und Frau) und Schmerz (Muskelkater bei unstetem Kampf gegen Mittelstandsbauch) ;)
    Danke für das Spiegelbild, welches ich nie sehen will!

    1. Nessy sagt:

      Der Mittelstandsbauch ist, wenn man ihn im Fitnessstudio abtrainiert, gleich doppelt teuer: beim Anfressen und beim Abtrainieren. Schlimm ungerecht, das Leben.

    2. Andi sagt:

      Ja, verdammt! Und dann wird das mit dem Alter ja auch immer schlimmer… ;)

    3. Nessy sagt:

      Hauptsache, die Haare liegen!

    4. Andi sagt:

      Haare? Welche Haare? Als echter Mittelstandspapa sind die mir mit Geburt meines ersten Kindes ausgefallen…

    5. Andi sagt:

      Obwohl Bruce Willis Style geht ja auch… Da muss der Bauch dann aber noch weg. irgendwie. Aaargh

    6. jpr sagt:

      Hmmm, Bruce Willis Style. Da müssen wir ja mal rückfragen. Ob statt des Anforderungskataloges oben auch ‚oben ohne mit baren, blutigen Füssen, einhändig Bösewichte umbringend und in der anderen Hand das Saxophon haltend‘ akzeptiert wird?

    7. Nessy sagt:

      Bruce Willis liegt innerhalb der Toleranz.

  16. Alter Fred… In dem Moment, in dem meine langhaarigere Hälfte für mich nur noch „die beste Mutter“ ist, und ich sie nicht mehr als Frau, sondern nur noch als Mutter wahrnehme wirds echt Zeit die Beziehung ernsthaft zu hinterfragen.

    Wir haben im Freundeskreis auch so welche, die sich (auch wenn der Knirps nicht dabei ist) mittlerweile nur noch mit „Mutti“ und „Papa“ anreden. Gruselig… Bei Pärchen 70+ find ich sowas ja fast putzig, aber bei Leuten, die halb so alt sind?

    So ein bischen tut der arme Kerl mir ja schon leid. Ich vermute mal, sein Leben ist vorbei… Vielleicht findet er ja mit der Masche irgendwann eine Mutter Theresa, die ihm ne Runde Mitleidssex verschafft… Oder die betrunken genug ist, seine Armseligkeit nicht zu bemerken… Aber die Wahrscheinlichkeit ist glaub ich eher gering.

    1. Nessy sagt:

      Ich glaube nicht, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist. Es gibt ausreichend Frauen, die sich Mittelstandspapi hingeben, wenn er nicht allzu betrunken ist – und sich dann blöderweise sogar in ihn verlieben.

    2. Danny Wilde sagt:

      Es hat ja einen Grund, warum Mittelstandspapi diese Tour versucht: weil sie bisweilen erfolgreich ist.

      Ich habe das sogar mal im Zeitraffer ohne die lästigen Erklärungen zur familiären Situation gesehen: Ein Bekannter, generell schmerzfrei, schon ordentlich Atü aufem Kessel und nicht mal ein Beau, ging von Frau zu Frau durch die Kneipe mit nur einer Frage: „Hi, willste f…..?“

      Es hagelte Absagen und ein paar Ohrfeigen, aber etwa die 20. ging mit. Aus seiner Sicht ein gelungener Abend.

    3. knoetchen sagt:

      Naja, wenigstens hat er sich das Gelaber davor erfolgreich gespart.

    4. Für mich wäre das ja nix… Aber wer weiß… So frustriert bin ich auch noch nicht (werd ich auch hoffentlich nie).

      @Nessy: Ich kenn irgendwie keine Frau, die so verzweifelt wäre. Aber stimmt schon, es wird wohl auch haufenweise verzweifelte Mittelstandsweibchen geben…

    5. Nessy sagt:

      Es gibt sehr verzweifelte Frauen. Aber sie leben das anders aus. Mit Schuhen zum Beispiel.

  17. Karla sagt:

    Eines von vielen Beispielen, wie peinlich Männer werden können. Ich darf mich mal einreihen – auch ich kenne solche beleidigenden Tiraden, denn wir Mädels wissen ja, dass es hier tatsächlich nur auf unsere Qualität = Brust ankommt, der Rest ist austauschbar. Mehr als peinlich ist so ein Verhalten und ich kenne es leider zu Genüge – dafür aber leider auch immer wieder Frauen, die darauf einsteigen und das auch noch fördern!
    Vielen Dank für den Beitrag, aber ich sehe wenig Hoffnung auf Änderung! Solche Männer haben doch immer Ausreden – ist es nicht die Mutter, die auf einmal nur noch Augen für ihre Kinder und die Beine zugeklappt hat, dann ist es das Karriereweibchen, das leider nicht den ganzen Tag Zeit hat um dem eigenen Mann die Brotzeitbox zu packen!

    1. Nessy sagt:

      Männer, die erzählen, wie peinlich Frauen werden können, sind an dieser Stelle aufgerufen zu berichten.

    2. sven sagt:

      Das geht nicht, dann werden wir sofort in die Mario Barth Schublade gesteckt. Da wollen wir aber nicht hin.

    3. Danny Wilde sagt:

      Ein Pendant hinsichtlich Alkohol und Sex fällt mir spontan nicht ein.

      Ich bin aber schon öfter einem Typ Frau begegnet, der kinderlos ist (kann keine kriegen oder kann keinen Mann halten) und „ganz zufällig“ aber auch nie welche gewollt hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre, weil: „Ich kann ja mit Kindern überhaupt nix anfangen.“ Nee ist klar.

      Bei diesem Typus sind dann platte Feminismen an allen passenden und unpassenden Stellen und Männerwitze nicht selten, die etwa folgende Qualität haben: „Warum haben so viele Männer O-Beine? Unwichtiges steht immer in Klammern.“

      Schrieb ich vorhin, etwas mit Alk und Sex fiele mir nicht ein? Ich habe mich geirrt: Junggesellinnenabschiede! Eine Bankrotterklärung der Weiblichkeit.

    4. juppi sagt:

      Junggeselinnenabschiede. !!
      Hm, scheint gut zu sein, dass ich
      a) noch nie an einem beteiligt gewesen bin und
      b) noch nie den Grund zu einem geliefert habe.
      Bei uns würde eh‘ ganz traditionell gepoltert.

    5. juppi sagt:

      oh, da hab ich ein L vergessen.
      „Jungg-eselinnen-Abschiede“ hat aber auch Charme.

    6. Nessy sagt:

      Ich habe auf einem Junggesellinnenabschied mal Peniskekse verkauft, während die Braut Telefonnummern sammelte.

    7. energist sagt:

      @Karla:

      Also bitte, daß es uns Männern nur auf die Brust ankäme ist natürlich reine Unterstellung! Ein netter Hintern dazu muß schon sein.

      Vereinzelt hört man auch von sogenannten Äs-the-ten, die auch noch in’s Gesicht schauen – persönlich kenne ich da aber keinen.

    8. Nessy sagt:

      Mit den Titten ist es ja so: Wenn ein Kerl welche hat, schaue ich auch hin. Es ist Euch Männern also nicht zu verübeln.

    9. jpr sagt:

      Zu Maennerbruesten kann ich nichts sagen, wohl aber zu Dekolletees:
      Unlaengst beim Mittagessen in der Firma wies eine Kollegin einen Kollegen darauf hin, dass er ein solches praesentierte (Maurer-).
      Sie hat daraufhin scharfsinnig festgestellt, dass die maennliche Neigung zu solchen Hinweisen ungleich viel kleiner waere. Das gab keine Widersprueche.

    10. Nessy sagt:

      Wuchsen ihm aus der Ritze Haare den Rücken hinauf?

    11. jpr sagt:

      Muss. Bild. Aus. Meinem. Kopf. Bekommen.
      Ehrlich: ich sass auf der anderen Seite des Tisches – keine Ahnung. So können wir alle annehmen, was uns am liebsten ist. #ignoranceisbliss

    12. @energist:

      Gesicht? Das war doch der Bereich zwischen Hals und Bauch, oder? :P

      Im Ernst: Einen kurzen Blick muss man auch dem Gesicht gönnen. Wenn da zuviel Farbe druff ist oder die Augenbrauen einem Kajalstift gewichen sind, kann der Rest noch so ansehnlich sein…

  18. Judith sagt:

    Leider ist das auch bei Männer unter 30 nicht anders.
    Ich habe beim Weggehen einen, dachte ich zumindest, 29 jährigen Mann kennen gelernt, der mir am Ende unseres ersten Dates beichtete, dass dies ja kein Date sondern Sight-Seeing war (er lebte erst seit zwei Wochen in Köln), weil er eine Freundin in Hamburg hat, seit 6 1/2 Jahren. Er lebt mit ihr zusammen, ist glücklich usw. Er sei sechs Jahre treu gewesen, sogar als er ein halbes Jahr in Spanien war, aber alle anderen gehen fremd und er habe mit seiner Freundin ein stilles Abkommen: er würde nicht wissen wollen, wenn sie fremd geht, und sie dass dann also auch andersrum nicht, oder so ähnlich. Aber wenn sie ihm erzählen würde, dass sie mehrmals mit einem Typen geschlafen hat, dann würde er sie verlassen…
    Wir zwei könnten Spaß zusammen haben, natürlich nur unter der Woche, weil am Wochenende fährt er immer nach Hamburg oder sie (ich weiß leider sogar ihren Namen: Susan) kommt nach Köln. Ich dürfe mich auch nicht melden, wenn er in Hamburg ist oder sie hier, weil sie könnte es ja bemerken…
    Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich mir dafür zu Schade finde, habe ich von Uwe (warum Namen verheimlichen) eine Nachricht erhalten, dass ich wohl nicht über meinen Schatten springen könnte und wir wieder getrennte Wege gehen können.
    Ich habe mich mit einer sms von ihm verabschiedet, die ich hier nicht wiederholen möchte, aber es kam „ich musste laut lachen“ und „armselig“ drin vor…

    1. Nessy sagt:

      Nun ja .. ach. Ich finde, man kann das Angebot auch einfach mit einem „Nein“ ablehnen. Vielleicht hat er ja Glück gehabt und bald eine andere gefunden.

    2. asty sagt:

      Und was macht Susan jetzt wohl, wenn sie hier zufällig mitliest?
      Tja, dann hat Uwe wohl nach 6 1/2 Jahren eine Freundin GEHABT .

      asty

  19. croco sagt:

    Oja, diese Jungs.
    Hab mir ein kurzes und freundliches „Träum weiter“ angewöhnt.
    Deshalb mag ich auch diese weinseligen Abende im Kollegenkreis nicht. All das will ich nicht wissen, was man mir da erzählen will.
    Komisch eigentlich, dass sie so in ihr Leben reingestolpert sind. Und nichts davon wirklich wollten.
    Oder alles gleichzeitig wollten.
    Große Jungs.

  20. Träumer(f)isch sagt:

    Ach Mensch, langsam aber sicher macht dieser Blog aus Männersicht aber überhaupt keinen Spaß mehr – immer, aber wirklich immer kriegen wir in letzter Zeit eins drauf.

    Ihr Frauen habt ja keine Ahnung, was so ein Samenstau, neudeutsch wohl „underfuckedness“, mit einem Mann alles anstellen kann. Wie auch. Also, natürlich nicht mit jedem Mann. Der ein oder andere hat ja anscheinend kein Problem damit, dem darwinschen Begattungsauftrag auf Dauer zu trotzen.

    Aber ich habe eine Theorie: In Wahrheit dienen all diese polarisierenden Blogeinträge nur einem höheren Zweck: Datensammlung für die Doktorarbeit (Vermuteter Titel: Wie tickt Deutschland? Eine wissenschaftliche querschnittliche Analyse der Gedankenwelt von Frauen und Männern auf Blogbasis; verwendete Methodik: Themenbezogene bzw. geschlechterspezifische vorurteilsvolle, oberflächlich betrachtet teils bösartig wirkende, in Wahrheit aber sehr subtile und in jedem Fall provozierende Sippenhaftnahme zum Zweck der Generierung möglichst vieler heterogener Comments zur empirischen Unterlegung oder Widerlegung der Thesen mit entweder zustimmender („Sie sprechen mir ja so aus dem Herzen, ist mir gestern auch erst passiert“) oder verteidigender („Sind doch alle selbst schuld, alles nur Opfer“)Ausprägung.)

    Naja, eigentlich macht der Blog ja doch noch Spaß. Man darf sich halt nur nicht jeden Schuh anziehen. Auch wenn er passt. Und lernen kann man hier auch immer was. Zum Beispiel neue Anglizismen.

    Auf die Doktorarbeit bin ich sehr gespannt.

    Und heh, die treue schuhtragende maskuline Leserschaft hat sich eine Auszeit verdient. Ein Nessy-Mißgeschick oder auch ein noch nicht veröffentlicher Tagebucheintrag wäre als nächster Blogeintrag gar allerliebst.

    1. Nessy sagt:

      Der nächste Beitrag, in dem mir der Ärmel in die Suppe hängt, kommt bestimmt. Und wegen der geheimen Studie denken Sie bitte an die vertraglichen Vereinbarungen, die Sie mit der „Draußen nur Kännchen GbR“ geschlossen haben. Vergessen Sie niemals: Sie sind Teil des Plans!

  21. schlepp sagt:

    Hach … was war das jetzt erleichternd, hat gut getan … danke dafür (hab mich immer gefragt, wie ich es in Worte fassen soll)

    1. meerfrau sagt:

      Das war auch mein erster Gedanke.

  22. jpr sagt:

    Die andere Seite der Medaille sieht dann so aus: http://blog.beetlebum.de/2011/05/16/digitales-puschbier/

  23. michathecook sagt:

    uiuiui da hoffe ich doch mal das ich selbst bei hoeherem alkoholgenuss niemals so werde…das ist ja wirklich unschoen.

    1. Nessy sagt:

      Wir drücken Ihnen hier alle die Daumen.

  24. kleineschwester sagt:

    Ich hatte am Wochenende ein jüngeres Exemplar der Sorte, das sich auf der Tanzfläche klammheimlich an mich ranpirschte und mir ein genuscheltes „Du bisssoo schaaaaf“ ins Ohr säuselte.
    Ich war sehrsehrsehr froh, dass ein Arbeitskollege, der mich begleitet hat, nur kurz den Arm um mich gelegt und böse geschaut hat. Dann war Ruhe. Puh.

  25. croco sagt:

    PS:
    ich dachte, der Marlboro-Man mochte lieber Jungs?

  26. Hody sagt:

    Eigentlich schon dumm dreist das Ganze. Zu erwarten dass eine Frau auf diese Sprüche abfährt und es gleichzeitig billigt wenn eine Geschlechtsgenossin auf die Hörner genommen wird. Ich schäme mich an dieser Stelle ordentlich fremd und bin gleichfalls verärgert wie erstaunt…

  27. Dude sagt:

    Da ja auch männliche Provokation gewünscht war: Diese weibliche „Na dem Waschlappen haben wir’s aber ordentlich gegeben, nicht wahr, Schwestern?“-Attitüde, die manche der kommentierenden Damen hier an den Tag legen, ist in ihrer selbstverliebten, klischeetriefenden Starke-Frauen-Pose auch nur eine Stufe weniger jämmerlich als die nach jedem Strohhalm grabschenden Midlifecriseler von Frau Nessy.

    So, steinigt mich.

    1. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

      *grins*
      Wahr gesprochen!

    2. tadellos sagt:

      danke dude. genauso.

  28. antagonistin sagt:

    Ich hätte da mal eine Verständnisfrage. Wenn ich mir das beschriebene Setting vorstelle: Abend – Bierbank – Exportbier/Chicken Wings-Geruch und dann die erste dämliche Frage des Protagonisten. Was um alles in der Welt bringt Sie, liebe Frau Nessy, dazu, da sitzen zu bleiben und sich eine offenbar nicht unerheblich lange Zeit das Gelaber dieses Typen anzuhören? Ist mir unbegreiflich. Wieso dauert es länger als 5 Sekunden, das Geschöpf auf der Bank zu belassen und sich von selbiger zu entfernen?
    Die Kommunikation, wenn man das denn so nennen kann, schien ja doch ein Weilchen gedauert zu haben. Nur – warum? Ich hätte den Typen da alleine hocken lassen. Soll er den Mond anheulten und die Bierbank zu texten, aber nicht mich. Und Betrunkene, die mich jovial in die Schulter kneifen zwecks Kontaktaufnahme gehen schon gar nicht. Warum nur sind Sie da sitzen geblieben?

    1. Lobo sagt:

      Wie ich den Text verstehe war es wohl eine Art „Bekannter“, denn sie wusste ja das Frau und Kinder daheim sind.

    2. trillie sagt:

      Hrm, ich würde glatt wetten, dass Frau Nessy an dieser Stelle einen möglichen Stoff für einen Blogeintrag gerochen hat und aufopferungsvoll (sowie aufmerksam) sitzen blieb.

    3. trillie sagt:

      PS. Sie schreiben so treffend, und ich lese so gerne, was Sie schreiben! wollte ich noch sagen. Wo ich schon nicht so oft kommentiere :o)

    4. Nessy sagt:

      Dankeschön.

      Natürlich habe ich mich aufgeopfert. Sie ahnen ja gar nicht, unter welch aufopderungsvollen Bedingungen manche Blogeinträge zustande kommen. Denken Sie nur an den öffentlichen Personennahverkehr.

  29. kvinna sagt:

    Wahr gesprochen, Frau Nessy, wahr gesprochen!

  30. grautier sagt:

    Männer…! Kopfschüttel…

  31. mentizidal sagt:

    Mist, warum kann ich andauernd nur Kopfnicken (zeitgleich: schütteln!)?!

  32. qam sagt:

    Underfuckedness?! Diese Ausprägung des Singleseins ist schlimmer als eine Grippe mit gleichzeitig eitrigen Geschwüren am Nagelbett und Herpes auf der Zunge.
    Lasst Euch das gesagt sein, meine werten Damen. Ein an underfuckedness leidender, unglücklicher Mittdreißiger ist explosiver als S21-Gegner auf dem Deutsch Bahn Sommerfest.

    Du hast aber auch immer ein Dusel mit den Bekanntschaften. Unglaublich…..Mal düberlegt das Bundesland zuwechseln?

    (btw. sehr coole Kreation, underfuckedness)

    1. Nessy sagt:

      Welches Bundesland würden Sie denn in Hinblick auf „men of average fuckedness“ empfehlen?

    2. qam sagt:

      Sehr gute Frage, Frau Nessy. Da ich ja eigentlich im gegnerischen Team spiele ist das immer so eine Sache mit den Empfehlungen.

      Also aus bisheriger Erfahrung kann ich eigentlich kein Bundesland so richtig für Sie empfehlen.
      – Schleswig-Holstein; (auch wenn nicht unter underfuckendness leidend) narzistische Surfer-Dudes.
      – Hamurg; spiesige, notgeile Millioärsanwärter oder abgehalfterte, notgeile Trinkernasen
      – Ruhr-Gebiet; ohne Worte
      – Berlin; ein bisschen von allem
      – Baden-Württemberg; bisschen wie Hamburg nur man versteht niemanden und so richtig angehalftert ist auch niemand.
      – Bayern; Erinnert ein wenig an Baden Würrtemberg mit richtiger Grammatik und Weißwürsten.

      Aktuell ist Baden-Württemberg das Bundesland meiner Wahl. Wären hier nicht so viele Ur-Schwaben und das Meer so weit entfernt, würde dieses Bundesland meine Empfehlung erhalten.

      Aber ist es nicht überall das Gleiche wo Frau, Mann, Alkohol und freie Zeit aufeinander treffen?

    3. qam sagt:

      …und wieder ein Knaller der erst beim erneuten Lesen auffällt, „men of average fuckedness“. Sie haben heute aber auch einen wunderbaren Flow. Herrlich!

    4. Nessy sagt:

      Was ist zum Beispiel mit dem Saarland? Ein Bundesland, das mir unterschätzt scheint. Prinzipiell, meine ich. Sexuell – wer weiß?

    5. Haha. Das drucke ich mir aus. Das ist toll. Ich wusste doch, dass solche Perlen kommen.

      1. „men of average fuckedness“ ist ganz groß
      2. Hamburg schreibt man mit B (denken sie an freundliche Meerbusen oder so)
      3. In der Liste fehlt komplett: die andere Hälfte von Deutschland.
      4. Wer Baden-Württemberg im Ernst als Empfehlung für Singlefrauen ausspricht, hat, bei allem Respekt, nicht mehr alle Knöppe in der Fernbedienung.

      Es gibt *nur* Berlin, der Rest ist Pusemuckel. Allenfalls Hamburg lassen wir noch gelten.

      In Berlin beschäftigt man sich mit dem Anfangs, ganz oben genannten Sprallos nicht. Es gibt genügend andere Kandidaten, auf solche Horste verschwendet man schlicht keine Zeit.

      Generell unterschätzt wird Leipzig. Da ist es toll. Da kann mann sich im Minutentakt verlieben.

    6. Nessy sagt:

      Thüringen. Hübsches Bundesland. Mit Thüringern (nicht den Würstchen, sondern den Menschen) habe ich allerdings persönlich keine Erfahrung, beziehungstechnisch.

      Und der durchschnittliche Berliner? Umpf.

    7. qam sagt:

      Man verzeihe die Tippfehler. Diese Fummel-Tastaturen auf neuen Telefonen sind einfach nix für langes Schreiben.

      Hamburg schön und gut, aber diese Stadt ist doch auch nur ein München/Stuttgart mit Hafen und verständlicherem Deutsch.

      Nach 3 Jahren in Schwaben muss ich sagen; es tut fast nicht mehr weh wenn man irgendwo ohne iPod steht. Kann allerdings auch nix über die ländlichen Gegenden sagen, für einen Ausflug hatte bisher zu wenig Mut.

      Leipzig ist wunderbar! Zumindest für die Dauer eines Besuches. Längere Erfahrung konnte ich noch nicht sammeln.

    8. qam sagt:

      Das Saarland, Frau Nessy, ist Geburtsort meines „liebsten“ Kollegen. Daher ist das Saarland bei mir imemr mit stark negativem Beigschmack.

      Nidersache hätte ich noch aus dem Erfahrungsschatz; leider fällt mir hier nix zu ein. Ist wohl wie Bielefeld, alles ehr gleichgültiger Natur.

    9. jpr sagt:

      Also bitte. Die Blogwurst erfuellt keine Ansprueche. Schon gar nicht an Berliner Durchschnittlichkeit. (Ich hatte anfangs nicht mal geglaubt, dass der von da kommt, die auffaelligen sind ja doch immer die Schwaben).

    10. Boeke sagt:

      Warum wird hier das schöne Rheinland-Pfalz nicht erwähnt? Speziell wir (Vorder-)Pfälzer sind ein netter Menschenschlag, mit dem man wirklich noch was anfangen kann :-)
      Aber für Frau Nessy ist RLP wohl doch ´ne Kante zu weit weg …

    11. Nordhessen: Ausschliesslich gut erzogene, intelligente und ansehnliche Männer. Manchmal sogar alles in einem! :D Verständlich schwätzen tut man hier auch, also im Grunde die beste Wahl.

      Mit Südhessen (alles südlich von Bad Hersfeld) wäre ich allerdings vorsichtig. Die sind schon wieder viel zu nah an Bayern dran…

      Wenn man(n) auf der Suche nach dem weiblichen Pendant ist, kann ich aus eingener Erfahrung Brandenburg empfehlen. Allerdings nur, wenn man eine Frau findet, die nicht zu viel vom örtlichen Dialekt abbekommen hat. Und wenn man nicht vorher von Wölfen gefressen oder von Nazis krankenhausreif geprügelt wird!

    12. energist sagt:

      Südhessen kann ich auch gar nicht empfehlen. Viel zu nah an Bayern dran!

      /*nimmt ein Weißbier aus dem Kühlschrank

  33. Lobo sagt:

    Letztens in der Stammkneipe :

    Neben mir eine attraktive junge Frau, wir kommen ins Gespräch, schnell stellt sich raus das sie liiert ist, schon wird die Unterhaltung entspannter. (nimmt ja irgendwie den Erfolgsdruck bei Singlemännern *fg*)

    Sie erzählt mir ihr Freund wär ja noch verheiratet, aber bei seiner Frau liefe ja nix mehr, seine Ehe wär ja eh der größte Fehler gewesen, nur trennen könnte er sich ja nicht, weil er ja selbstständig ist, wegen der Steuern und so ….

    Da sind dann bei mir sämtliche Alarmglocken angegangen und nachdem ich ihr erzählte, das über solche Verhältnisse schon ganze Regale von Filmen und Büchern existieren wurde sie doch etwas unsicher.

    Als wir uns neulich wiedersahen, hatte sie ihm dann ein Ultimatum gesetzt, bin mal gespannt was sie demnächst erzählt.

  34. Für Midlife-Crisis-geschüttelte Männer aber es aber auch wirklich schwer, in Würde unglücklich zu sein. Da ist die Frage, ob dass denn schon alles war. Dazu die Kombination aus der unerbittlichen Diktatur der Hormone und dem in Jahrmillionen eingebranntem genetischen Programm des Mannes (falls eine lesende Dame nicht orientiert ist: fängt mit „f“ an). Das zehrt bei nicht vollständig gefestigten Charakteren eben an der moralischen Substanz.

    Und übrigens, liebe Damen, ihr habt keine Ahnung, was das heißt, nach einigen Tagen ohne Erleichterung andauernd auf Titten starren zu müssen, bis sich eine Dame (seltener Glücksfall) oder man selbst (die Regel) dieses Problems annimmt. Ansonsten würde die Natur des Nächtens von allein ihren Lauf nehmen, was üblicherweise eine echte Sauerei ist. Von der generellen Unkonzentriertheit bis dahin will ich gar nicht reden.

    Also, wenn mal eine eigentlich interessante Unterhaltung wie oben beschrieben abgleitet, empfiehlt dem bemitleidenswerten Mann doch einfach, mal für ’ne Weile auf der Toilette oder hinter dem Baum zu verschwinden. Danach taugt er dann wieder zum Reden.

    1. Abgesehen von den Hormonen und der Genetik sollte man nicht vergessen, dass man ja auch an die Gesundheit denken muss. Wer will schon im Alter Krebs haben…

      http://www.netdoktor.de/News/Prostata-Krebs-Haeufiger-Se-1108576.html

    2. Nessy sagt:

      Wann faulte nochmal das Rückgrat durch?

    3. Das fault nicht durch, das wird nur bei zu häufiger Selbsthilfe krumm & schief. Das wirft irgendwie ein völlig anderes Licht auf den „Glöckner von Notre Dame“…

  35. Wie wäre es mit Aufstehen-und-Gehen bevor er das Bier anschleppt?

    1. Nessy sagt:

      War eingekeilt.

  36. seenia sagt:

    arghh. zu viele spannende kommentare hier. nur so viel: wir frauen sind oftmals auch nicht besser.

    1. Nessy sagt:

      Aber nicht doch! Wir sind voll unschuldig. Und wenn nicht, weinen wir ein bisschen, und danach haben wir dann doch Recht.

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