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Ein Jahr ohne Auto

13. 04. 2011  •  79 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Lebenslage«

Seit etwa einem Jahr lebe ich nun ohne Auto.

Die Radelsaison ist eröffnet

Die meisten Menschen reagieren darauf sehr mitfühlend: „Kein Auto? Wie schrecklich! Wie lange musst du das noch machen?“ Die Antwort: Solange, wie ich möchte.

Ich wohne in einem Ballungsraum. Alle zehn Minuten fährt ein Bus. Oder eine U-Bahn. Alle 20 Minuten ein Regionalexpress. Ich besitze zudem ein sehr gutes Fahrrad. Das Nettoghetto – der Supermarkt für den täglichen Bedarf – befindet sich direkt die Straße runter.

Für meinen Arbeitsweg benötige ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln 40 Minuten. Mit dem Rad 25. Mit dem Auto – wenn ich eins hätte – bräuchte ich 15, müsste aber dann zehn Minuten nach einem Parkplatz suchen und von dort fünf Minuten zurück zum Büro laufen.

Wenn ich mir überlege, was mir ohne Auto alles erspart bleibt: Anschaffung, Versicherung, Inspektionen, Winterreifen, Sommerreifen, die hohen Spritpreise, die Diskussion um E10 … – nein, aktuell sind Fahrrad und ÖPNV konkurrenzlos. Beides funktioniert im Übrigen auch gut in Kombination.

Natürlich: In den Abendstunden ist es manchmal lästig. Allerdings: Das Angebot an Nachtexpressen ist recht gut; in jedem Fahrzeug fährt außerdem ein Sicherheitsmann mit. Und noch was: Die Verspätungen der Bahn sind objektiv betrachtet nicht so gravierend, wie sie sich subjektiv manchmal anfühlen. Auch nicht während des Berufsverkehrs und insbesondere, wenn ich die Alternative betrachte: statt am Bahnsteig im Stau zu stehen.

Ein angenehmer Nebeneffekt des autolosen Lebens: Fahrtzeiten sind Mußezeiten, in denen ich lese oder Musik höre. Das Fahrradfahren macht gute Laune. Mein Leben hat sich spürbar entschleunigt. Eine schöne Sache.

Kommentare

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  1. Richtig so!

    Ich bin zehn Jahre kein Auto gefahren, einfach weil ich in Berlin keins brauchte. Schon allein die Parkplatzsucherei von manchmal einer Stunde ist mir dadurch erspart geblieben. Und soviel gelesen wie in Bus und Bahn habe ich schon lange nicht mehr.

    Jetzt mit drei Kindern ist ein Auto schon von Vorteil. Dafür sind auch alle Plätze besetzt…

    1. Nessy sagt:

      Mit Kindern und auf dem Land ist es sicherlich etwas anderes.

      Als Kind war Busfahren für mich immer ein Happening: Auf dem Land und nur mit Auto aufgewachsen, fuhr nur meine Oma manchmal mit mir Bus. Das Erlebnis stand dann auf einer Stufe mit Freizeitpark.

  2. gminggmangg sagt:

    Wunderbar.
    Ich bin zwar keine begabte Radfahrerin, erst recht würde ich keinem Kind meinen diesbezüglichen Fähigkeiten ausliefern, dafür bin ich aber echt gut im Bus- und Bahnfahren, was uns das Autofreie leben trotz Kindern erlaubt.
    Und wie Sie schon schrieben: Ein Hoch auf die bus-, bahn- und radfahrbedingten Leerzeiten, die nur darauf warten mit allerlei Sinn und Unsinn gefüllt zu werden.

  3. Vuffi Raa sagt:

    „Beides funktioniert im Übrigen auch gut in Kombination.“

    Ich bin da als Berliner vielleicht etwas geschädtigt, aber… NEIN, NEIN UND NOCHMALS NEIN!!!

    Wenn die Leute Fahrrad fahren wollen, sollen sie Fahrrad fahren und sich nicht mit selbigem in die ohnehin schon überfüllte S-Bahn quetschen, herrgottnochmal!

    1. Nihilistin sagt:

      @Vuffi Raa: Doch, doch, doch. Ich finde die Kombination auch in Berlin sinnvoll und notwendig. Dass die S-Bahn wegen jahrelanger Versäumnisse nur noch 1/3 bis 1/2 der notwendigen Wagen zur Verfügung stellen kann, kann doch nicht Grund dafür sein, diese Kombination so strikt abzulehnen. Da macht man doch den Bock zum Gärtner……die Kombifahrer sind doch nicht schuld an dem Ganzen.

    2. Nessy sagt:

      Dass die Radfahrern nerven, kann ich gut nachvollziehen. Ich nutze diese Kombination eher am Wochenende und wenn ich frei habe.

      Allerdings kann man die Kombinierer doch nicht dafür missachten, dass sie eine Leistung in Anspruch nehmen, die das Verkehrsunternehmen anbietet und die sie per Ticket bezahlt haben. Das Problem ist doch vielmehr, dass die S-Bahn, um Kosten zu sparen, keine der Nachfrage entsprechende Anzahl von Waggons zur Verfügung stellt.

  4. féizào sagt:

    Kommt mir bekannt vor. Nur wenige Leute (u.a. meine Tante, mein Onkel und meine Chefs) haben absolut kein Verständnis für unser autofreies Leben. Hätte einen Firmenwagen anstelle einer Gehaltserhöhung haben können. Aber was will ich mitten in Hamburg mit einem Auto? Brauche gute 20 Minuten mit der U-Bahn zur Arbeit und muss keinen Parkplatz suchen.

    Klar, manchmal vermisse ich ein Auto. Würde gerne mal eben am WE ans Meer fahren. Oder problemlos zum Baumarkt.

    Ein Fahrrad nutze ich übrigens nicht, ich hasse radfahren. Hat nur Nachteile für mich. ;-) Mit ÖPNV komme ich überall hin.

    1. Nessy sagt:

      Ob ich einen Firmenwagen ausschlagen würde? Nein, eher nicht. Allerdings würde ich mich auch dann nicht bei jedem Weg fürs Auto entscheiden. In der Großstadt ist das oftmals einfach unsinnig.

    2. féizào sagt:

      Klar, sowas will gut überlegt sein. Aber mein Arbeitsplatz ist mitten in der Innenstadt und die Parkplatzsituation ist da wo ich wohne, gelinde gesagt, zum Kotzen. Die Warteliste für die Tiefgarage ist mehrere Meter lang. Fast.

  5. Frank sagt:

    Ich habe auch kein Auto – gönne mir aber (wegen dem vielen gesparten Geld) ein Taxi, wenn ich nach dem Ausgehen keine Lust auf ÖPNV habe.

    1. Nessy sagt:

      Wenn man sich das Taxi dann noch mit Freunden, die im gleichen Viertel wohnen, teilen kann, ist das noch netter.

  6. Kai sagt:

    Wir haben seit Jahrzehnten gleich zwei Autos nicht, also doppelt gespart! ;-)
    Und die Kinder der Nachbarn fragen dann immer ganz entsetzt, was wir gemacht hätten, warum wir den kein Auto fahren dürften. So sind sie halt drauf die Blagen, werden zu jedem Scheiß hingekarrt, anstatt mal was in der Nähe selbst zu erlaufen. Woher sollen sie es anders kennen?

    1. Nessy sagt:

      A propos „hinkarren“. Ein typischer Dialog auch mit Erwachsenen:

      „Wie kommst du denn zu — ort um die ecke –?“
      „Äh – ich laufe?“
      „Oh! So weit?!“

      Entfernungen > 500 Metern stufen die meisten Leute grundsätzlich als „weit“ ein, die jüngeren sogar eher als die älteren. Selbst wenn ich ein Auto hätte, fände ich es völlig abwegig, solche Wege nicht zu Fuß zurückzulegen.

  7. Markus sagt:

    Wir haben zwar noch ein Auto für die Familie (mit einem kleinen Kind nunmal einfach notwendig), aber seit Anfang des Jahres verbringe ich 2 Stunden täglich in der Bahn auf dem Weg ins Büro. Davor bin ich fast 10 Jahre mit dem Auto gependelt. Ich brauche zwar länger, aber ich kann die Wege nun einfach verschlafen. 2 Stunden sicherer Schlaf sind ein Segen im Alltag eines jungen Vaters ;)
    Ich muss aber zugeben: Man muss mit einer gewissen Gleichmütigkeit ans Bahnfahren gehen um Fremdbestimmtheit und Ausfälle (Verspätung/Technik/Streik) auszuhalten und man braucht einen flexiblen Arbeitgeber. Ohne Gleitzeit würde mir so mancher Ausfall Stressbereiten und ich müsste zu große Reservezeiten einplanen.

    1. Nessy sagt:

      Das stimmt wohl. Allerdings ist der gesamte Verkehr hier im Ruhrgebiet problematisch und unberechenbar – auch der auf der Straße. Die Staudichte ist extrem.

      Der Supergau (Komplettausfall/Streckensperrung) kommt bei der Bahn genauso oft/selten vor, wie der Supergau auf der Straße (Vollsperrung/Riesenstau nach Unfall). Das ist zumindest meine Erfahrung. Natürlich ist beides dann nervig.

      Der Unterschied ist lediglich, dass man im Auto das Gefühl hat, selbst zu fahren und Einfluss nehmen zu können, während man am Bahnhof passiv bleiben und warten muss.

  8. Nihilistin sagt:

    Ich habe immer noch ein Auto und möchte es auch behalten – bin aber für den täglichen Arbeitsweg auf den ÖPNV umgestiegen und total glücklich, weil ich seit Jahren nicht mehr so viel gelesen habe. Ich stimme Ihnen zum Thema „Mußezeiten“ also sehr zu, Frau Nessy.

    1. Nessy sagt:

      Wenn ich mit dem Auto fuhr, hatte ich „gefühlt“ erst Feierabend, wenn ich zu Hause war. Wenn ich mit der Bahn fahre, habe ich „gefühlt“ Feierabend, wenn ich am Bahnsteig stehe und mein Buch raushole.

  9. FrauVau sagt:

    Beneidenswert..
    Ich wohne „außerhalb“ und brauche schon aus beruflichen Gründen ein Auto- und gebe zu, dass ich mir inzwischen so eine lauffaulheit angeeignet habe…. Inzwischen mit Hund gehe ich wieder mehr zu Fuß und merke, wie gut mir das tut! Gestern hab ich mal wieder über 80 Öcken für Diesel ausgegeben, in diesen Momenten möchte ich gern in eine fahrradfreundliche Stadt umziehen…
    Meine Kinder sind aber zum Glück beide gut zu Fuß und haben Fahrräder – Mamataxi gibts hier nur im Notfall!

  10. fmu sagt:

    sie glückliche!
    ich muß jeden tag 130 km wegen meiner arbeit fahren und dann kommen noch die fahrten für das einkaufen und die kinder hinzu.
    wir erkaufen uns praktisch das wohnen in einer umgebung, wo andere gerne urlaub machen würden, mit zwei teuren autos.
    jedes mal, wenn ich in die werkstatt fahre, bin ich durchschnittlich 500 euro los.
    die kinder muessen wegen jeder kleinigkeit gefahren werden, weil es praktisch keine busverbindung gibt und wir in einem tal liegen, wo sich fuchs und hase gute nacht sagen.
    langsam habe ich es satt.

    1. Nessy sagt:

      Ich kann verstehen, wenn man als Familie ins Grüne zieht. Als Kind in der Großstadt aufzuwachsen, ist nicht so dolle. Und als Eltern können Sie die Kinder in der Stadt nicht einfach mal raus auf die Wiese schicken, wenn sie nerven.

      Was Sie beschreiben, würde mich allerdings genauso nerven.

    2. suma sagt:

      Muss da sein, wo ich aufgewachsen bin ;-)

      Bin ich froh, dass ich jetzt in der Stadt wohne, wo ich mit U-Bahn, Bus, Tram, Fahrrad fast überall hinkommen. Auto haben wir nur wegen den Kindern, da die sonst nie zu den Omas kämen. Die wohnen halt in solchen touristisch schönen Gebieten.

  11. ich sagt:

    Seufz. Großstadt mit öffentlichem Nahverkehr. Keine Berge, die im Weg rumstehen und einem das Radfahren verleiden.

    Ich beneide Sie!

    1. Nessy sagt:

      Wenn Sie denken, hier gäbe es keine Berge, ist das leider falsch. Hier sind zwar nicht die Alpen, aber die Landschaft hat durchaus den ein oder anderen ambitionierten Hügel. Mit dem Auto merkt man das ja nicht so.

  12. Lillibelle sagt:

    Ich habe jetzt seit gut zweieinhalb Jahren mein erstes eigenes Auto und nehme es eigentlich nur für den Weg zur Arbeit (oder in den Urlaub). In Berlin braucht man tatsächlich kein Auto, doch liegt meine Arbeitsstelle ziemlich genau hinter der Stadtgrenze, wo nur alle halbe Stunde ein Bus hinfährt. Wenn er denn fährt. Und mit mindestens zweimal Umsteigen und entsprechender Karenzzeitplanung zwecks passender Anschlüsse belief sich der Arbeitsweg schon auf 1,5 – 2 h. Mit dem Auto ist es nur die Hälfte der Zeit und ohne die Joggingeinheit, um besagten Bus doch noch zu erwischen. Und dank flexibler Feierabendplanung der Chefs ist abends ein Auto natürlich sehr willkommen. Abgesehen davon erledige ich alle Wege zu Fuß oder mit den Öffentlichen. Das Lesen fehlt mir allerdings durchaus.

    1. Nessy sagt:

      Manchmal passt es nicht. Das stimmt schon. Sobald man auch hier mehr als einmal umsteigen muss, wird es auch schon schwierig, und der ÖPNV macht keinen Spaß mehr.

  13. Dot sagt:

    ÖPNV ist gut. Im moment habe ich es noch gut, direkte verbindung zur Arbeit und Innenstadt und U-Bahn kennt kein Stau – im vergleich zum B224 und A40 :)

    Bald muss ich aber die Arbeitstelle wechseln, und dann… dann weiss ich noch nicht, weil wann soll ich dann lesen?

    Und Ruhrgebiet ist toll – auch fürs Fahrradfahren.

    1. Nessy sagt:

      Denkt man gar nicht, ist aber tatsächlich so. Es gibt viele schöne Wege durch Wiesen, die Ruhr und die Emscher entlang.

  14. Wenn ich mir den Sattel so anschaue: lange Beine hat die Frau!

  15. finde ich ganz toll!
    jetzt, zu Studienzeiten, komme ich auch gut zu Fuß und mit Bus und Bahn klar.
    allerdings wird es mit meiner Berufstätigkeit und dem gewünschten Wohnort ohne Auto schwierig. leider. :( wie es oben schon einige beschrieben haben, ist es auf dem Land unmöglich. dafür werde ich wahrscheinlich dort wohnen, wo andere Urlaub machen. :)

    1. Nessy sagt:

      Auf dem Land ist es ja dann wiederum so, dass es voraussichtlich weniger Staus gibt und das Autofahren Spaß macht. Macht es hier absolut nicht.

  16. ingo sagt:

    wohl dem der das so machen kann, vernünftig klingt das auf jeden fall.

    hier draussen auf dem land dagegen – ohne auto kann man sich hier nur aufhängen. ÖPNV ist keine alternative über die man auch nur nachdenken könnte: wenige verbindungen zu irrsinnigen zeiten, unendliche fahrtdauer und haltestellen meist ausserhalb der dörfer. ganz zu schweigen davon dass man hier ohne auto vom kulturellen leben abgeschnitten wäre, von kino über oper bis zu gemütlichen kneipen ist alles mindestens 30-45 autominuten entfernt, mit ÖPNV darf man das gut und gern verdreifachen (wobei nach 22 uhr eh kaum noch busse irgendwo hin fahren). und auf unseren schmalen landstraßen ohne radweg würden nur selbstmörder mit dem rad fahren, vom fitnessproblem bei solchen distanzen in etwas hügeligem terrain mal abgesehen.
    stadtluft macht eben auch heutzutage noch frei …

    1. Nessy sagt:

      Dafür müssen Sie zum Spazierengehen nicht erst ins Grüne fahren.

    2. juppi sagt:

      neineinein, ingo.
      da muss ich in aller entschiedenheit widersprechen.
      stadtluft macht nicht frei.
      stadtluft macht bekloppt.

      nur als beispiel: beobachte mal eine horde erholungswütiger städter, wochenends, aufm land.
      rette sich wer kann.

  17. Kall3 sagt:

    Richtig so. So komme ich seit 20 Jahren ohne Auto durch Berlin. Und außerdem passt diese Einstellung doch wunderbar zum letzten Posting „Vorbereitung auf die Vorbereitung“ (die Engländer sagen’s noch brutaler als die Deutschen: kill two birds with one stone).
    Mir persönlich wäre allerdings ein Radl ohne Gepäckträger (Rucksack, klatschnasser Rücken) ein Greuel und Batterieleuchten sind mir auch zu sehr mit Herrn Murphy verbandelt…

    1. Nessy sagt:

      Zur Arbeit fahre ich mit einer Umhängetasche. Außerdem kleide ich mich im Büro kurz um (Schwitzshirt gegen Bluse).

      Ersatzbatterien habe ich immer dabei. Außerdem einen Inbusschlüssel, falls sich irgendwo was lockert. Nimmt keinen Platz weg, hilft im Zweifelsfall aber ungemein.

  18. joos sagt:

    Glückwunsch zu dem Jahr!!
    Ja, es geht… Bei mir sind es mittlerweile ca. 6 Jahre und vermisse es nicht. In der Stadt und zur Arbeit komme ich prima mit dem Rad zurecht. Wenn es gar nicht anders geht, und das ist viel seltener als gedacht, gibt es liebe Freunde, Carsharing oder zur Not ein Taxi. (Von dem eingesparten Geld könnte man sich wirklich oft ein Taxi leisten…)
    LG joos

    1. Nessy sagt:

      Jep. Es ist viel seltener als gedacht. Dann habe auch ich Freunde, die mir mal ihr Auto borgen – und dafür bekocht werden oder den Wagen gewaschen bekommen.

  19. Banger sagt:

    Auch im Hause Banger gibt es seit einer kleinen Ewigkeit (Hm… 7 Jahre? Irgendetwas in der Größenordnung) kein Auto mehr. Hier in Düsseldorf ist es ebenso wie bei Ihnen; Ein KFZ wäre mehr Last als Nutzen, und durch die weit verzweigte Verfügbarkeit – sowohl örtlich als auch zeitlich – von Lebensmitteln und sonstigem Kram für den täglichen Bedarf kann man dem Einkauf auch gut stückeln.
    (Bonusprogramm: Seit dem letzten Umzug befindet sich ein Getränkemarkt in direkter Nachbarschaft.)
    Sollte doch mal ein Großeinsatz anstehen, halte ich mir für einen vertretbaren Tarif meine Mitgliedschaft im Carsharing-Pool warm.

    Und jeden Tag, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit der Bahn durch die Blechkolonnen fahre, bekomme ich die Bestätigung dafür, die richtige Entscheidung gefällt zu haben.

    Wenn jetzt auch noch eines Tages der ewige und ebenso sinnlos wie hart ausgefochtene Territorialkampf zwischen Fußgängern, Rad- und Autofahrern in ein sinnvolles Miteinander gelenkt würden, wär’s richtig toll.

    1. Nessy sagt:

      Der Territorialkampf wäre in meiner Stadt nicht so groß, wenn die Fahrradwege konsequent auf der rechten Fahrbahnseite beheimatet wären. Stattdessen führen sie von der Straße auf den Bürgersteig zurück auf die Straße hinter die Leitplanke vor die Leitplanke über Baumwurzeln zurück auf den Bürgersteig. So können weder Fußgänger noch Autofahrer sich daran gewöhnen, dass auch Fahrradfahrer unterwegs sind.

    2. Banger sagt:

      Viel besser ist es hier auch nicht. Dazu kommt erschwerend, dass sowohl Düsseldorfer Fußgänger als auch – und leider insbesondere – Radfahrer der ortsüblichen Autofahrermentalität in nichts nachstehen wollen.
      In der Praxis bedeutet das dann, dass man sich bewegt oder herumsteht wo und wie man will, unabhängig von und in erhabener Ignoranz gegenüber Verkehrssituation, Beschilderung, generellen Regeln und Vernunft.

      Wenn Radfahrer sich mit theatralischer Empörung den Weg über einen schmalen und gut befüllten Bürgersteig freizuklingeln versuchen und auf – mehr oder minder freundlich bis gereizt – dargebrachte Aufforderungen, entweder abzusteigen oder sich, wie vorgesehen, auf der Fahrbahn vorwärts zu bewegen, maximal mit einem sturen Blick geradeaus reagieren, meint man sogar, etwas sauerländisches Bockblut habe es bis an den Neiderrhein geschafft.

      Andererseits ist es mitunter schon ermürbend, wenn man sich in Abwesenheit eines Radweges, der seinen Namen sowohl verdient trägt als auch nicht von Spaziergängern und Nordic Walkern in Beschlag genommen wurde, mit dem Velo auf die Fahrbahn begibt und umgehend Ziel eines Hupkonzerts wird. Das sind diese Moment, wo einem die besten Ideen für ausgefeilte Waffensysteme ohne Mitleidskomponente kommen.

    3. Nessy sagt:

      Das Hupen kenne ich. Dabei ist – auch wenn vorhanden – der Radweg bisweilen unbenutzbar: zugeparkt, von Altglascontainern zugestellt (Danke, liebe Stadt!), von Baumwurzeln aufgebrochen oder führt mitten durch Bushaltestellen mit wartenden und ein- und aussteigenden Menschen (ja, tatsächlich).

      Auf dem Bürgersteig zu fahren käme mir allerdings nicht in den Sinn. Fußgänger sind völlig unberechenbar.

  20. chillingmind sagt:

    ich bin schon ein wenig neidisch, allein weil mir die Möglichkeit zu einem autofreien Leben gänzlich fehlt. Auf dem Land und mit einem eigenen Haus ist man ohne Untersatz komplett aufgeschmissen. ÖPNV so gut wie nicht vorhanden und Schicht- und Wochenenddienst tun ihr Übriges.
    Gern würde ich auch darauf verzichten können, und sei es nur aus finanziellen Gründen.

    1. juppi sagt:

      dito.

  21. M sagt:

    Haargenau.
    Ich gehe das Ganze, auf Grund einer ausgeprägten Autofahr-Phobie unbekannten Ursprungs, die mich eine „Probefahrstunde“ mit Tränen in den Augen und Hysterie in der Stimme abrupt hat vorzeitig beenden lassen, sogar noch krasser an:
    Ich hab nichtmal einen B-Führerschein. Und denke auchnicht, dass ich den machen werde, ich wurde auch nie irgendwohin gefahren und lebe gut.

    Aber – Motorrad fahren kann ich, und WENN ich mal arbeitstechnisch wohin muss werd ich eben ein Zweirad anschaffen. Kommt auch keiner auf die Idee Samstag Nachts mal abgeholt werden zu wollen.

    1. M sagt:

      Wollte ergänzen:
      Ich lebe nun auch gut zwischen Köln und Bonn – mit dem Auto dauerts 20 Minuten, mit dem Bus 25. Parkplatzsuche ausgeklammert, haha.

      Hier ists echt perfekt – keine halbe Stunde bis in die Großstadt, aber das Weizenfeld um die Ecke.

      Wohnte ich woanders, führe ich Auto. Denke ich.

  22. Wenn ich in einer GROßSTADT leben würde wäre ein Auto für mich überflüssig. Ich würde es genauso in meinen Alltag einbinden.

  23. Und im Zug erlebt man dann immer noch so tolle Geschichten über die man später bloggen kann…wenn man nicht gerade schläft…

    1. Nessy sagt:

      Im Bus und in der U-Bahn ist es noch toller. Voll krasse Kundschaft da.

    2. Ja S-Bahn und Bus liefern immer wunderbaren Stoff. Habe mich vor kurzem sogar den Cast von Sex in the City in Kleinform getroffen siehe http://wp.me/p1q7QN-3j

  24. kvinna sagt:

    Eigentlich möchte ich das auch gern, mich nicht mehr vom Auto leben lassen. Wen nur das „Andererseits“ nicht wär‘. Grundsätzlich fehlt mir wohl gerade die Kraft, mich vollständig umzustellen. Und dann ist das eben so. Da hilft mir auch kein Seufzen. ;)

  25. flyhigher sagt:

    Frau Nessy muss ziemlich groß sein. Der Sattel des Rades ist so weit oben…
    (Chices Teil by the way!)

    1. Nessy sagt:

      Ellenlange, durchtrainierte, cellulitefreie Beine strampeln auf diesem Rad.
      (Im Internet kann ich das erzählen. Kann ja keiner überprüfen.)

  26. Boeke sagt:

    @flyhigher: Und sportlich! So weit , wie die Sattel- über der Lenkerebene steht! Respekt, sagt da ein hüftsteifer Pfälzer …

    1. Nessy sagt:

      Ich habe ein bisschen rumgeschraubt und probiert. Mit der obigen Einstellung fährt es sich am besten und effektivsten, habe ich das Gefühl.

  27. black4bull sagt:

    … bei der wohngegend-wahl sollte man schon mit einrechnen, was man sich ersparen bzw. verlieren kann.

    ich lebe am land, benötige, da praktisch keine busverbindung besteht und dienstlich benötigt wird, ein auto. dafür haben wir samt kids eine natur vor den füßen, die mir bei jedem besuch in der stadt fehlt. meine kinder lernen spielend die natur und umwelt zu erkunden. keines stellt derartige fragen wie: „… die kühe gibt es auch in schwarz?“ oder „salamander sind doch schuhe, oder?“

    ich genieße die ausgedehnten spaziergänge auf wiesen, wald und flur. dagegen fühlt sich eine marsch auf asphalt und pflastersteinen an wie ein martyrium.

    klar, ich würde mir die kosten eines autos ersparen. die lebensqualität in einer intakten, nicht zugepflasterten, zubetonierten und millimeter-verbauten, natur ist uns das allemal wert.

    vlt., wenn die kinder mal aus dem haus sind, könnte ich mir ein leben am stadtrand mit optimalen öffi-verbindungen schon vorstellen.
    dzt. jedoch … UNMÖGLICH.

    glg aus dem ösiland
    bb

    1. Nessy sagt:

      Ein bisschen mehr Natur und weniger Großstadt hätte ich schon gerne … Zum Glück wohne im mittlerweile „am Rand“. Fünf Fahrradminuten nach Süden, und ich stehe in Feldern.

  28. Ponder sagt:

    Sehr schickes Radel, aber die Sattelüberhöhung ist ja heftig :)

    Naja, die sportliche Haltung fördert ja auch die Vorbereitungsvorbereitung – zwei Fliegen, eine Klappe.

    Ich könnte nie mit dem Rad zur Arbeit fahren – die Entfernung wäre gar kein großes Hindernis (~20km einfach), aber als Schnelltranspirator bin ich, egal bei welchem Tempo, komplett durchgeschwitzt bis ich auf der Arbeit ankomme. Und da erstmal duschen (und nach dem Heimweg nochmal) kostet doch deutlich mehr Zeit als den ÖPNV zu nutzen.

    1. Nessy sagt:

      Die Sattelüberhöhung hat den Vorteil, dass mir beim Fahrradfahren niemals der Hintern weh tut.

  29. Iche sagt:

    Hm, zum Thema Auto fahren kann ich nix sagen. Besitze nämlich keins und werde auch in naher Zukunft keines besitzen, obwohl ich fahren kann und es auch regelmäßig tue.
    Aber generell passt Ihre Aussage auch zu meiner Lebensweise. Ich habe nämlich seit fast 4Jahren keinen Fernseher. Sie glauben gar nicht, wie viel ich seitdem lese oder mit Freunden rede oder ganz simpel spazieren gehe. Das Leben ist gleich viel stressfreier und verpassen tue ich, denke ich, auch nix.
    die Inselbewohnerin,
    Iche

    1. michathecook sagt:

      als ehemaliger begeisterter autofahrer und viel fernseher kann ich dir nur zu stimmen. seit ich im ausland lebe habe ich kein auto mehr.das sind nun bald sechs jahre und ich vermisse nichts.
      Der fernseher steht auch ueberwiegend still. es kommt eh nur sinnentleertes.
      So prima entschleunigt bekommt das Leben viel mehr Schwung.

    2. Nessy sagt:

      Ich beobachte bei mir, dass ich nur noch wenig Programmfernsehen schaue, sondern wenn, dann sehr selektiv und in den Mediatheken. Lediglich der Tatort ist ein fester Termin – aber mittlerweile bröckelt auch der.

  30. chaosblog sagt:

    Ich gehöre auch zu diesen Leuten ohne Auto. Auch wenn man mich z.B. auf in meinem Job dafür immer wieder komisch anschaut, da ich direkt mit Automobilbauern zusammen arbeite.

    Meine Wahlheimat ist perfekt mit ÖPNV ausgestattet, Straßenbahnen und Busse alle 10-15 Minuten, in der Nacht unter der Woche jede Stunde, am Wochenende jede halbe Stunde ein Nachtbus.

    Doch der schon erwähnte Job hat mich zum Wochenendpendler gemacht, da die Familie noch nicht mit umgezogen ist. Die 300 km lege ich per Mitfahrgelegenheit zurück. Das geht absolut unproblematisch da ich von Großstadt zu Großstadt fahre.
    In der Arbeitsstadt allerdings wird ÖPNV sehr klein geschrieben. Anstelle 20 Minuten mit dem Auto zu fahren bin ich fast 1,5 Stunden mit dem Bus und 3 mal umsteigen unterwegs.
    Daher dann doch lieber das Fahrrad. Macht sich auch besser in der Nacht. Diese fränkische Großstadt in der ich arbeite ist schlechter angebunden als manches Kaff. Nach 21.30 Uhr fährt der Bus nur alle 45 Minuten und von 0.30-4.30 habe ich überhaupt keine Chance irgendwo hin zu kommen.

    Ich bleibe meinem Drahtesel treu.

    1. Nessy sagt:

      Nur Fahrrad ist natürlich schon heftig. Schließlich bin ich bisweilen sehr wetterscheu. Wenn es auf dem Rückweg von der Arbeit regnet – nun gut; danach bin ich ja zu Hause. Aber auf dem Hinweg? Danach begossen im Büro sitzen? Nee, muss nicht. Deshalb ist ein gutes ÖPNV-Netz schon wichtig. Respekt, dass Sie das Fahrradfahren im Frankenland trotz dieses Mangels durchziehen.

  31. Frau-Irgendwas-ist-immer sagt:

    Ich laufe gemütlich jeden Tag zur Arbeit hin und zurück – 20 min die es an Spree und Dahme entlang geht und einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen – prächtig!
    Das mache ich jetzt auch ca 1 Jahr, davor bin ich geradelt, nicht so eine Sportmaschine wie Frau Nessy sondern ein echtes Holländerrad, aber laufen ist viel schöner.
    Und mit dem Auto nach Berlin reinfahren … das tut sich niemand freiwillig an! Das Auto fährt uns am WE in den Garten, zum Baumarkt und zum WE-Einkauf und gut ist es.

    1. Nessy sagt:

      Ich bin zweimal in meinem Leben bislang mit dem Auto nach Berlin reingefahren. Beide Male eine völlig blöde Idee.

    2. ingo sagt:

      also zumindest zweimal tut sich das keiner freiwillig an ;)
      ich bin mal mit 2 freunden nach berlin gefahren, die zunächst noch fröhlich geschwatzt haben, aber je dicker der verkehr wurde desto ruhiger wurde es im wagen. als irgendwann die siegessäule in sicht kam war ich soweit dass ich nur noch starr draufgehalten habe und mir dachte „ich komme vom dorf, sollen doch die anderen platz machen die sich hier auskennen“, übel.

  32. harrygambler2009 sagt:

    Ich habe mein Auto seit 2 Jahren stehen lassen, seit einem Jahr bin ich ohne Mobil oder Handy. Das Leben ist sehr interessant geworden.
    Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleben, nicht ständig vom Handy belästigt zu werden, weil igrend ein Angebot vorliegt.
    ;-))
    HG

  33. Ich hab kein Auto und hab noch nie eins gehabt. Ich hab nicht mal einen Führerschein, denn ich brauch ja keinen. Im Heimatkaff (170k Einwohner) fragen mich immer alle wann ich den denn endlich machen will? Das geht ja nicht ohne!

    Ganz ehrlich: Ich war noch nie in einer Situation in der ich ein Auto gebraucht hätte. Oder mir ein Auto günstiger gekommen wäre oder ich auf irgendwas verzichten musste weil ich kein KFZ hatte.

    Statt dessen gehe ich fast überall hin oder nehme das Rad, welches mich ca. 20 +/- im Unterhalt im Halbjahr kostet (Lampen erneuern, hier und da was fest zurren)etc.

    Ins Fitti musste ich noch nie, und meine Ausgaben für den Nahverkehr sind auch eher gering. Das Geld geb ich lieber für Klamotten aus als für einen stinkenden Benzin (oder Diesel) – Fresser.

  34. Ellen sagt:

    Mir ist das Auto am Hintern festgewachsen. Trotz städtischem Umfeld. Mag daran liegen, dass der ÖPNV hier selbst für Studenten locker an die Kosten meines kleinen, alten, selbst zu reparierenden Liebhabergürkchens heranreicht.

    1. Nessy sagt:

      Aber Studenten bezahlen doch mit ihren Semestergebühren ihr obligatorisches Ticket für den Verkehrsverbund. Oder ist das bei Ihnen nicht so?

    2. Ellen sagt:

      Das ist Teil des Problems: wir bezahlen 150€ zwangsweise mit dem Semesterbeitrag (nicht mit den Studiengebühren, die 500€ gehen extra!) für ein „Semesterticket“ was Mo-Fr erst ab 18 Uhr gilt. Für die Vollversion dürfen wir pro Semester nochmal 180€ extra berappen. Und für 660€ im Jahr ist mein Auto bequemst versichert, besteuert, bereift und 8x vollgetankt. Den Rest zahle ich aus purem Trotz zu gern drauf.

  35. Blogolade sagt:

    Ich bin sehr sehr neidisch!

    Bahnen fahren hier auch im Supertakt in die nächsten Städte aber den Bahnhof zu erreichen ist für uns schwerlich möglich. Kein Bus, nur ein „Ruftaxi“ was über große Umwege dahin fährt. Maximal stündlich mit über einer Stunde Fahrt. Zu Fuß dauert es auch etwa 2 Stunden bis der Bahnhof erreicht ist. Die einzige Option ist das Rad aber das ist mit 2 kleinen Kindern nicht gut machbar.
    Wenn wir mal umziehen, dann so dass Arbeit und Einkaufen leichter erreichbar ist, dann will ich auch kein Auto mehr.
    Ich habe die Zeit in Marburg genau dafür geliebt. Für lesen und musikhören statt Ampeln und Verkehrschaos.

    1. Nessy sagt:

      Die Sache mit dem Supertakt von Bahnhof zu Bahnhof ist auch meine Erfahrung: Das klappt meistens ganz gut. Aber in die Vororte zu kommen bzw. von den Vororten zum Hbf, ist je nach Stadt und Uhrzeit eine Odyssee. Da fahren z.B. die komplette Nacht hindurch Züge von Stadt zu Stadt, aber die Busse innerhalb der Städte machen werktags zwischen 0 und 4.30 Uhr Pause.

  36. freidenkerin sagt:

    Ich lebe nahe der Münchner Innenstadt und nenne bereits seit vielen Jahren kein Auto mehr mein Eigen. Bei mir ist die Gegend verkehrstechnisch auch so sehr gut erschlossen, dass ein PKW im Grunde genommen überhaupt keinen Sinn machen würde. Für Ausflüge z. B. in den Englischen Garten bevorzuge ich das Fahrrad, für kleine Reisen an den Bodensee oder in meine Heimat Berchtesgaden benutze ich die Deut.sche Bah.n oder leiste mir einen Mietwagen…
    Herzliche Grüße!

    1. Nessy sagt:

      In München selbst bin ich auch immer gut ohne Auto zurechtgekommen: Mit der U5 rein in die Stadt – super. Wenn’s allerdings in die Peripherie in Richtung Bad Tölz usw. ging, ist es ohne Auto ziemlich schwierig. Aber das ist dann wahrscheinlich der Moment, in dem sie sich einen Mietwagen buchen.

  37. Perdita sagt:

    Wo ich wohne, kommen die allermeisten Leute nicht ohne Automobil zurecht. Ich schon. Meine Wohnungen habe ich immer in Laufnähe zur Arbeitsstelle gesucht und gefunden. Mit einem guten Fahrrad konnte ich meinen Radius ebenfalls ungemein vergrößern. Auch nutze ich den örtlichen Carsharingservice. Allerdings nur in Ausnahmefällen. Da ich so selten Auto fahre, bin ich darin nicht sehr sicher und fühle mich auf Fahrersitzen eher unwohl.
    Auch mir begegnen häufig Unverständnis und auch Misstrauen meiner Autolosigkeit wegen („Wohl `ne olle Schnapsdrossel, die Gute, was?“).

    1. Nessy sagt:

      Das Pendeln zur Arbeit versuche ich mittlerweile auch möglichst gering zu halten, weil es auf Dauer einfach Kräfte zehrt und Lebenszeit frisst – selbst wenn man die Zeit im Zug bestmöglich nutzt.

      Im Gegensatz zu Ihnen fahre ich allerdings gerne Auto, wenn ich denn mal tue.

  38. Nervtoeterin sagt:

    Ich wohne am Rand von Köln und arbeite mitten in der Kölner City; nur in Spät- oder Nachtschicht und nein, ich würde nicht mehr auf mein Auto verzichten. Ich brauche mit dem Auto 15 Minuten zur Arbeit und finde immer einen Parkplatz fast direkt vor der Tür. Ohne Auto müsste ich 2x umsteigen und brauche zu Berufsverkehrzeiten 50 Minuten ( für 11 Km ) bis zur Arbeit und nach 22 Uhr oder morgens um 6 weit über 1 Stunde zur Arbeit; das ist Zeit, die mir von meiner Freizeit abgeht und auf die verzichte ich nicht. Dazu kommen die zu hohen Preise, die wenigen Sitzplätze, die teilweise sehr unangenehmen Mitfahrer ( laut, stinkend, betrunken, zugedröhnt mit was weiß ich ) und die ständigen Kontrollen mit Einsatz von Polizei und Hunden. Nein, ich mag mein altes Auto, ich fahre gern damit zur Arbeit und wenn ich Lust habe, fahre ich damit ans Meer, oder zu Freunden in den Odenwald, nach Göttingen, nach Frankfurt usw, was selbst bei diesen Spritpreisen mit dem Auto noch günstiger ist als mit der Bahn.

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