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Das Milchbrötchenproblem

14. 12. 2010  •  57 Kommentare  •  Aus der Kategorie »Konsumwelt«

In meiner neuen Nachbarschaft gibt es zwei Bäckereien.

Das Tolle an Bäckerei I: weiche, runde Brötchen.
Das Tolle an Bäckerei II: Milchbrötchen zum Niederknien.
Nachteil von Bäckerei II: die Terminierung der Milchbrötchen.

Milchbrötchen (im lokalen Slang: Micken) gibt es nämlich in Monaten mit 31 Tagen nur an geraden, in Monaten mit 30 Tagen nur an ungeraden Tagen.

Weil das natürlich kein Mensch kapiert, ich sowieso nicht, und weil ich auch nicht die Tage zähle, bevor ich zum Bäcker gehe, sind niemals Micken da, wenn ich welche haben möchte. „Heute ist Zuckergebäcktag“, heißt es dann. Na prima.*

Ich habe hammahart an einer Lösung für das Mickenproblem rumgedacht:

  • Fahne hissen: An Tagen mit Milchbrötchen hissen die Bäckersfrauen eine Fahne. Nachteil: Die Bäckerei ist nicht in Sichtweite.
  • Die Micken-SMS: Gibt’s Milchbrötchen, gibt’s ’ne SMS an die Kundschaft. Nachteil: kostspielig für den Bäcker.
  • Mickenticker: Milchbröchten oder Zuckergebäcktag? Der Bäcker twittert’s. Nachteil: Der Bäcker weiß nicht, was Twitter ist.

Oder eine Micken-App?

__
*Selbstlernaufgabe:
An welchem Osterfeiertag macht gibt es Zuckergebäck, wenn der Bäcker am Heiligabend Micken backt?

Fortsetzung: The Return of Milchbrötchenproblem

Kommentare

57 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. zickendorli sagt:

    Wie währe es mit einer Regel im Terminkalender?
    Aber die App-Lösung finde ich am besten.

    Oder dem Bäcker die Vorteile in der Umsatzsteigerung bei täglicken Micken backen aufzeigen. Mit Prätentation und so. ;)

    Liebe Grüße

    1. Nessy sagt:

      Das habe ich schon versucht. Vergebens.
      Auch das Argument der Kundenbindung durch Verlässlichkeit: vergebens.

  2. fxf sagt:

    Anstatt optischer Signale auf akustische wechseln: ein Kanonenschuß um 7 Uhr morgens signalisiert einen Micken-Tag?

    1. Nessy sagt:

      Hervorragende Idee! In den nahenden Zeiten der Silversterböller auch direkt umsetzbar.

    2. sweetkoffie sagt:

      Das ist die ultimative Idee,finde ich voll gut!!

  3. energist sagt:

    Damals™.. also ganz früher, als das mit den Handies noch nicht so… da hatte man für sowas CB-Funk. Wissen schon: „Adler von Sperber, Frage Micken. Kommen.“ – „Sperber, hier Adler. Micken postiv. Ende.“
    Ich sage Ihnen, Sie kommen sich sooowas von cool vor.
    (oder ein bisschen kindisch. Kann aber auch nicht schaden.)

    1. Nessy sagt:

      Dazu setze ich mir dann meine Top-Gun-Sonnenbrille auf.

  4. juppi sagt:

    aber wer hat sich bloß diese 30-31-ungerade-gerade-Regel ausgedacht?
    Entweder muss dieser Mensch komplett durchgeknallt sein oder ein Genie.
    Prüfen Sie das doch mal nach, Frau Nessy.

    1. Nessy sagt:

      Eigentlich lautet die Regel: Es gibt jeden zweiten Tag Micken. Das bedeutet aktuell: An jedem geraden Tag. Ändert sich dann aber nächsten Monat.

  5. geknipselt sagt:

    Hmm…sie sollten eine Liste anlegen und die Micken an den passenden Tagen einfach ausliefern…beide ;-)
    LG Tina

    1. Nessy sagt:

      Am besten ins Büro. So gegen 10.

  6. Julia sagt:

    Was für ein Verkaufsgenie! Phase 1: Begehrlichkeiten schaffen, Phase 2: Angebot limitieren – so kann er irgendwann (Phase 3) 10 Euro pro Milchbrötchen verlangen. Erinnert mich an das Konzept dieses einen bestimmten Nackedei-Kalenders, von dem es ja auch nur ein paar gibt und um den sich Männer von 14 bis 84 reißen.

    1. Nessy sagt:

      Wenn es denn mal Micken gibt, kaufe ich immer direkt zwei, weil dieses Gefühl von Mangel und Knappheit mich vollends erfüllt.

      Wahrlich ein Verkaufsgenie, der Bäcker.

  7. zimtapfel sagt:

    Dem Bäcker beibringen wie Twitter geht und gleich sein erster Follower werden.

    Obwohl… Handwerker und Internetkommunikation… ein weites Feld.

    1. Nessy sagt:

      „Heute Micken!!!!“

      Wenn er twittert nicht unter drei Ausrufezeichen – das steht mal fest.

  8. Nihilistin sagt:

    Klare Lösung: Umziehen.
    Sie, nicht der Bäcker.
    Und zwar in den 100-Meter-Umkreis einer Bäckerei, die täglich Micken zum Niederknien anbietet.
    Vorher müssten Sie allerdings noch I**oscout24 dazu bringen, dieses Suchkriterium in die Mietwohnungsucheingabemaske aufzunehmen.

    1. Nessy sagt:

      Dann sollten auch die Suchkriterien:

      a) Waffelnähe
      b) gegenüber einer Drogerie mit tollen Duft- und Peelingprodukten

      und

      c)mit Sicht auf ein Sportleistungszentrum für Ruderer

      eingeführt werden.

    2. energist sagt:

      Der Fairness halber sollte für Punkt c) bitte noch ein Radiobutton eingefügt werden, bei dem man auswählen kann: Rudern, Beachvolleyball, Synchronschwimmen. Oder so. Als Entspannungsprogramm funktioniert allerdings auch ein Skaterpark ganz gut (jahrelang direkt vor meinem Fenster).

    3. Nessy sagt:

      Rudern
      Beachvolleyball
      Stabhochsprung
      Artistik und Parcour

      Nähere Überlegungen folgen.

  9. Oder Sie animieren den Bäcker zum Lieferservice. Einfach Micken bestellen & liefern lassen. Am besten doppelte Portion zum Aufbacken am nächsten Tag?
    Ich persönlich aber sterbe ja für perfekte Rosinenbrötchen . . . (Haben Ihre Micken Rosinen drin?)
    Liebe Grüße
    Frau Spätlese

    1. Nessy sagt:

      Tote Trauben machen mich traurig.

  10. antagonistin sagt:

    Ich würde eine große Tüte von den Dingern kaufen und sie einfrieren. Es gibt eigentlich nur ganz wenige Brötchensorten, denen man am Geschmack anmerkt, ob sie aufgetaut oder eben erst eingekauft wurden (meine Erfahrung!). Nu? :)

    1. Nessy sagt:

      Bleiben die Brötchen dann auch fluffig innendrin?

    2. antagonistin sagt:

      Ich bin der Meinung, ja. Ich glaube allerdings, es hängt vom Brötchen ab. Diese nach nix schmeckenden Discounter-Teile (groß wie Wagenräder, innen eher hohl) verändern nach dem Auftauen ihre Konsistenz ein wenig und schmecken noch fader als zuvor. Ein echtes Brötchen, auch Milchbrötchen, kommt daher wie frisch gebacken. Nur warm isses nach dem Auftauen natürlich nicht. ;)

      Ich schwöre übrigens auf die Methode Einfrieren-Auftauen (auch bei Brot) und nicht liegen lassen und am nächsten Tag aufbacken (igitt!).

      Just try it, so teuer werden diese Milchbrötchen ja nicht sein. :)

  11. Werner sagt:

    Wieso Problem? Das zeigt doch nur, dass der Bäcker noch selber backt. Also nicht nur vorgefertigte Rohlinge in den Ofen schiebt, dann gäb’s die Micken nämlich täglich. Hätte ich auch gerne. Bei mir gibt’s nur noch Filialen mit Aufbackeinrichtung. Geht so gar nicht.

    Und die Regel könnte man noch verschärfen: bei Monaten ohne „R“ wird von der 30-31-ungerade-gerade-Regel abgewichen.

    1. Nihilistin sagt:

      Tolle Idee, Werner! :-)
      Ich leg noch eins drauf: In Schaltjahren im Monat Februar nur an den Wochentagen mit N. An besagtem 29.Februar allerdings auf gar keinen Fall, egal ob der Wochentag ein N beinhaltet oder nicht.

    2. juppi sagt:

      genau, und in den Monaten ohne R gibts die Micken dann an jedem dritten Tag.
      Dieser Bäcker sollte uns mal fragen.

  12. kraM sagt:

    Das ist das Pisa-Rechenprogramm der Regierung, Frau Nessy.

    1. Nessy sagt:

      Sie meinen: Förderung der Volksschlauheit zur langfristigen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts?

  13. Lobo sagt:

    Rote Kreuze im Kalender machen ?

    Ich meine so nen Posterkalender an die Küchen/Wohnungstür und dann am Anfang des Jahres die Milchbrötchentage eintragen.

    Nachdem ich mich erst gewundert habe, warum das wohl nicht jeden Tag möglich ist, hat mir der Eintrag von Werner die Augen geöffnet.
    Qualität hat eben nicht nur seinen Preis, sondern benötigt auch einen gewissen Zeitaufwand.

    1. Nessy sagt:

      Kreuzchen? Mit Stiften? In einem Papierkalender?

      Das ist schon ein bisschen Einspunktnull.

    2. Lobo sagt:

      Nein !

      Das ist Retro !

      Ist momentan total in! Ich habe kürzlich sogar Rollkarteien, Briefmarkenanfeuchter und Wiegelöscher verkauft.

      Ich sach dir, datt kommt alles wieder :-)

  14. luminau sagt:

    Da komm ich gerade geschafft von Arbeit und les hier

    „c)mit Sicht auf ein Sportleistungszentrum für Ruderer“

    und wurde gerade von Neid erfüllt.8) dafür verzichte ich gerne auf die Micken.

  15. katerwolf sagt:

    selberbacken?

    1. Nessy sagt:

      Ich habe doch schon seit fünf Wochen keine Küche mehr. Aber perspektivisch könnte ich das mal probieren.

  16. jpr sagt:

    Direkt und hammahart ins Bäckereiwarengeschäft einsteigen. Denn: einen selbst twitternden Backofen hat noch keiner. Ich sage: ein Millionen-, ach was, Milliardenmarkt. Und der Bäcker muss es nicht verstehen. Von intelligenten Küchengeräten redet man ja nun schon ewig. (Das dauernde ‚Klappe auf‘, ‚Klappe zu‘ getweete könnte allerdings auf die Dauer anstrengend sein)

    1. Nessy sagt:

      „Gerade 50 Micken geboren. Bin mitgenommen, aber glücklich. Jetzt auskühlen.“

      Marktlückenerfassung läuft.

  17. Heute schon GEMICKT ?
    Schauen sie auf ihren MICK-KALENDER !
    Und die Welt MICKT zu!

    1. Nessy sagt:

      „MICK mich!“

      Ganz weit vorne! Sie sollten Werbetexterin werden.

    2. Lobo sagt:

      :-D

      Ein Schelm wer böses dabei denkt !

  18. frollein sagt:

    Frau nessy *mitleiderregendguck*, Sie haben echt Luxusprobleme, wissen Sie das?

    Ich bin ja jüngst erst aus dem Ruhrgebiet nach Schwaben ausgewandert und ich sag Ihnen, hier sind die Brötchen ma gaaaaa nix, abgesehen davon, dass man hier „Weckle“ dazu sagt. Micken? Gibtett hier eh nicht. Und wenn, dann schmecken se nich. Die machen nur auf Butterbrezeln, der Rest in der Auslage, möchte ich nach nurmehr drei Monaten behaupten, ist Deko und nicht wirklich zum Verzehr gedacht, selbst wenn es zum Verkauf darliegt. Ehrlich, die können hier noch nicht mal ein einfaches Brööötchen.

    *heul*

    1. Nessy sagt:

      Es gibt immer mehr Argumente gegen Schwaben:

      a) gefährliche Kastanien
      b) Böblingen
      c) das Teigwarenproblem

    2. lejontine sagt:

      Versuchen Sie mal Seelen, die sind in Schwaben ganz gut. Da gibts auch noch so was ähnliches, mir ist der Name entfallen. Und Mutscheln natürlich, an Fasching. Bloß keine „Kreuzweckle“ oder „No(r)maaale Weckle“. Die schmecken nach nix.

    3. frollein sagt:

      Seelen sind in der Tat lecker, aber können dem wahren Brööööötchenfan auf Dauer keine Ersatzbefriedigung sein. Irgendwas ist da anders – nicht nur der Kümmel und das Salz.

      In Böblingen arbeite ich übrigens – da muss man wirklich nicht hin (außer zum Geld verdienen). Weiter gegen Schwaben spricht:

      d) das Pilsproblem
      e) die A81
      f) die Sprache ( Schaffa, G’schäft, hee, halba hee, Halbdaggel, ababba, Granadascheiß, usw.)

    4. Nessy sagt:

      Das ist echt viel.

    5. lejontine sagt:

      Ja, die Sprache. Richtig dramatisch wirds erst bei echten Gâugen von der Schwäbischen Alb. Meine Nachbarn haben sich dran gewöhnt, dass ich manchmal komisch gucke. (He, ich komme aus Baden! Mir kenne koi Kehrwoch!)

  19. Bäckerstochter sagt:

    Herrlich! Hab ich heute schon Tränen gelacht! Diese Kommentare! Äußertst kreativ!
    BTW: ich bin echt Bäckerstochter;-)
    LG

    1. Nessy sagt:

      Was sagen Sie als Bäckerstochter denn zu diesem Businesskonzept – Micken nur alle zwei Tage? Sie sind doch vom Fach.

  20. Lorelei sagt:

    Was immer noch ungeklärt ist: an welchen Tagen im Februar gibt es Micken? Zur Feier des unorthodoxen Monats an allen, oder wird es gar von Ende Januar bis Anfang März nicht eine einzige Micke geben?

    1. Nessy sagt:

      28 Tage zählen wie 30 Tage. Problematischer ist der Wechsel von Juli auf August auf September (31 – 31 – 30).

      *himmel, das Leben steckt voller Herausforderungen.

  21. Hier hilft m.E. entweder die bäckereikettenbrötchenamfolgetagharte Präparierung eines Kalenders oder man löst das Problem auf philosophischer Basis.
    Jeder Tag mit Bäckergang bietet immerhin eine 50/50-Chance auf Milchbrötchen. Warum nicht einfach überraschen lassen? Hat man einen guten Tag erwischt, ist das Herz bereits voller Freude und der Magen sammelt schon freudetrunken Säfte. Dann kauft man am Besten auch 2 Stück, um den kommenden Tag zu überstehen, an dem man sich dann den Bäckergang sparen kann, um stattdessen ein wenig den Ruderern beim Training zuzusehen.
    Is es ein nicht so guter Tag, kann man seine Fähigkeit, mit Gegebenheiten umzugehen trainieren und gleichzeitig die Vorfreude auf den kommenden Tag mit nunmehr 100%iger Mickengarantie starten.

    Und wieder ein Stückerl näher bei Buddha …

    1. Nessy sagt:

      Eine Micke für den nächsten Tag aufheben?

      [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=wWW1vpz1ybo&fs=1&hl=de_DE]

      Nein.

  22. Buddha jetzt traurig.

    Note to Mais11: Tüte Marshmallows! (Die weißen, nicht die farbigen). Heute. Dringend!

  23. Anne sagt:

    Ich würd jetzt vor allem gerne wissen, wo dieser Bäcker ist, damit ich auch Milchbrötchen zum Niederknien kaufen kann. Hach. Seufz.

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