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Ich habe 920.000 Euro gewonnen

8. 10. 2010  •  34 Kommentare

Mich drückt der Schuh. Ich habe nämlich bei der Sommer und Winter Bonanza Online-Lotterie 920.000 Euro gewonnen (Ich habe Ihnen das Schreiben mal beigeheftet. Sie müssen sich nicht alles durchlesen, auch wenn die Sache mit der glücklichen Sternzahl interessant ist. Ich habe die wichtigen Passagen für Sie gefettet):

Die EuroMillions Lotterie-Promotion
Online Lotterie-Abteilung
P.O. Box 1010 Liverpool
L70 1NL United Kingdom
Gewinn Notifikation

Wir werden gezwungen, zu Ihnen das Ergebnis der gerechten beendeten endgьltigen Zьge von des EuroMillions Neujahr die Online-Lotterie Befцrderung anzukьndigen, die Ihre E-Mail unter den 20 Glьcklichen Gewinnern war, die Ђ920,000.00 (Neun Hundert und Zwanzig Tausend Euros) gewonnen haben, jeder auf des EuroMillions Sommer und Winter Bonaza der Online-Lotterie Befцrderung hat Freitag den 07. Tag von October 2010 datiert.

Dies ist vom gesamten Preisgeld von Ђ18,400,000.00 die unter den 20 glьcklichen Gewinnern und Sie geteilt werden werden, sind дuЯerst glьcklich, einer die glьcklichen Gewinner zu sein, daher Sie werden sofort qualifiziert und berechtigt, ein gesamtes Preisgeld von Ђ920,000.00 (Neun Hundert und Zwanzig Tausend Euros) zu empfangen, folgend den Ergebnissen die wir haben freigegeben heute und Ihre E-Mail wird befestigt, Zahl (343-221-8756) Zu Buchen, und Stimmzettel Serien Zдhlen Sie (454-17) und Glьckliche Sternzahl (03) (06) unter anderen.

Die Online-Zьge wurden von einer zufдlligen Auswahl von E-Mail-Adressen von einer ausschlieЯenden Liste von 290.600 E-Mail-Adressen von Individuen und Betriebskцrpern geleitet, die von einer hцheren automatisierten zufдlligen Computersuche vom Internet gewдhlt werden. Jedoch, keine Karten wurden verkauft aber alle E-Mail-Adressen wurden zu verschiedenen Kartezahlen fьr Darstellung und Ruhe zugeteilt. Das Auswahlverfahren wurde durch zufдllige Auswahl unserer computerunterstьtzten E-Mailauswahlmaschine (TOPASES) von einer Datenbank von ьber 290.600 E-Mail-Adressen ausgefьhrt, die von den ganzen Kontinenten gezeichnet worden sind.

Diese Lotterie programmiert ordnungsgemдЯ wurde genehmigt vom Vereinigten Kцnigreich und Espaсa Staatsangehцrigem Lotterie und auch Genehmigt durch die Die Internationale Vereinigung des Gamingregulierapparate (IAGR). Diese Lotterie ist das 3. von seiner Art und wir haben zu hat sensibilisiert die Allgemeinheit dieser wunderbaren Initiative vor. Als angezeigten durch die computerunterstьtzte Auswahlmaschine, Zдhlt Ihr Glьcklicher Stern Stьrze innerhalb unseres Treuhдnders Agenten in Madrid-Spanien und fьr Sicherheitsgrьnde, Sie werden geraten, Ihren Gewinn zu behalten, detailliert privat, bis Ihr Anspruch bearbeitet ist, und Ihr Preisgeld hat zu Ihnen zurьckverwiesen, den Weise die Sie Anfall erachten.

Ihr Preisgeld zu beanspruchen, freundlich fьllt die formula unten und vorwдrts gleich zu unserem Treuhдnder Agenten fьr endgьltige Bestдtigung, nachher Sie werden zur bezahlenden Bank geleitet werden, wo ein Scheck von EURO 920,000.00 schon in Ihrem Gefallen ausgegeben worden ist.

Es ist bemerkenswert, Ihre siegreichen daten fern von der Allgemeinheit, besonders Ihre Glьckliche Sternzahl zu halten, irgendeine Unstimmigkeiten zu vermeiden, als Eurosmillionen Online-Lotterie, die Befцrderung verantwortlich von irgendeinen falschen Ansprьchen und seinen Folgen nicht sein wird.

Das ganze Personal und die Unternehmensleitung des Eurosmillion Online-Lotterie Befцrderung Wunsches, Ihnen fьr diesen glьcklichen Jackpot und zu gratulieren, geben bitte das Geld klug aus. VIELGLЬCK!

Mit freundlichen GrьЯen,
Frau Grace Smith
Vorsitzende, Die EuroMillions Lotterie-Promotion
Online Lotterie-Abteilung

Ich soll das Geld also klug ausgeben. Haben Sie Tipps? Mir fallen nämlich grad nur Kekse und das dringend anstehende Hello-Kitty-Tattoo ein.

Begegnung im Bus

6. 10. 2010  •  32 Kommentare

Bus 720 von der Arbeit nach Hause. Die Plätze sind gut besetzt, die Luft ist verbraucht. Ich setze mich neben eine kleine Frau mit dunklen Augen und einem Kopftuch, wie die Mütter der 50er es bei der Hausarbeit trugen.

Der Bus fährt an, ich nehme meinen iPod und schaue einen Film über Betül Durmas, eine türkischstämmige Lehrerin, die an einer Förderschule viele Migrantenkinder betreut. Eine feine Reportage mit leisen Zwischentönen und guter Beobachtung, aber auch eine, die Herrn Sarazzin Recht geben würde.

Die kleine Frau neben mir hebt einen ihrer kleinen Finger und zeigt auf das Bild: „Ist das Fernsehen?“ fragt sie.

„Ja. Nur nicht live. Aufgenommen.“

„Aaaaaaaaaah.“ Sie nickt wissend. „Könnte ich auch gebrauchen“, sagt sie. „Fahre ich jeden Tag zu Burger King mit Bus. Ist 45 Minuten.“

„Arbeiten sie dort?“ frage ich.

„Ja, mache ich Kasse.“ Sie lächelt mich an. Um ihre Augen lachen ein paar Fältchen mit. Sie ist vielleicht 45, 50 Jahre alt. Ihre Haut ist dunkler als meine, capuccinofarben.

„Gehen Sie noch Uni?“ fragt sie.

„Nein“, sage ich. „Ich komme von der Arbeit.“

„Meine zwei Tochter gehen Uni. Die Große macht die Wirtschaft. Die Kleine macht die Jura.“ Sie blickt mich versonnen an und lächelt wieder, aber diesmal ist es ein anderes Lächeln, kein Anlächeln, sondern ein Für-sich-selbst-Lächeln. Sie selbst, sagt sie, habe nicht studieren können. „Nur VHS.“

„Sie sind sicher stolz auf Ihre Töchter“, sage ich und denke: Ausgerechnet jetzt diese Begegnung, während ich diese Doku schaue. Der Zufall ist ein Antagonist.

„Jaaaa“, sie zieht das Wort und wiegt den Kopf, „die Große hatte am Anfang von ihre Studien noch Sehnsucht nach Frankfurt. Weil – kommen wir aus Frankfurt. Mein Mann hat dort gearbeitet bei Versandhandel, und ich auch. Habe genommen Blusen und BHs und in Regale geräumt und mit Etiketten. Dann vor fünf Jahren sind wir hierher. Hat mein Mann neue Arbeit gefunden und ich auch.“

Ich frage sie, was ihr Mann arbeite.

„Mein Mann macht Koch. In deutsche Küche. Mit Schnitzel und Kloß und dieses.“ Sie lacht. „Auch immer zu Hause. Ich: nicht kochen. Nur unsere traditionellen Gerichte. Die koche ich.“

Sie erzählt mir, dass sie aus Sri Lanka komme. Ich erwidere, dass dort das Essen bestimmt sehr scharf sei. Daraufhin glänzen ihre Augen, als habe sie sich eine Chilischote hineingerieben.

„Jaaaaaa!“ sagt sie inbrünstig. „Aber Burger King macht auch mit Jalapeno.“

„Schon“, sage ich, „aber das ist dort nicht scharf.“

Ihre Mundwinkel erreichen fast ihre Ohren, als ich das sage. „Sage ich auch immer! Du könntest essen meine Essen!“ Sie streichelt mir mütterlich den Arm und kneift liebevoll hinein.

Der Bus biegt um die Ecke, und ich sage ihr, dass ich aussteigen müsse. „Wünsche ich dir viele Glück für deine Zukunft“, sagt sie, nimmt mich in ihre kleinen Arme und drückt mich. Ich drücke zurück, steige aus und fühle mich wunderbar gut.



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